Hallo zusammen.
Ich habe diese Winterlinde (gut 20 Jahre alt) vor ein paar Jahren online von einer Bonsaischule gekauft. Auf den Fotos waren die Spuren der eingewachenen Drähte
nicht zu sehen. Das hatte mich schon etwas geärgert, aber ich habe den Baum behalten.
Ich nahm es auch immer als gegeben hin, dass diese Äste bleiben müssen, da sie schon recht weit entwickelt sind, aber mittlerweile bin ich mir
da nicht mehr ganz so sicher.
Wie seht ihr das? Wäre es ratsam, die beroffenen Äste (bzw. müssten dann sogar weitere Äste entfernt werden?) zu entfernen und den Baum
quasi komplett neu zu gestalten? Recht wuchsfreudig ist die Winterlinde ja durchaus.
Insgesamt hat der Stamm mMn eine interessante Form, dem Baum mangelt es aber deutlich an einer Verjüngung zur Krone hin.
Tilia Cordata - was tun mit vernarbten Ästen?
Tilia Cordata - was tun mit vernarbten Ästen?
- Dateianhänge
-
- 20260707_143835.jpg (324.86 KiB) 9370 mal betrachtet
-
- 20260707_143843.jpg (242.41 KiB) 9370 mal betrachtet
-
- 20260707_143848.jpg (244.34 KiB) 9370 mal betrachtet
-
- 20260707_143900.jpg (265.37 KiB) 9370 mal betrachtet
Re: Tilia Cordata - was tun mit vernarbten Ästen?
Hallo Floris_MB
Deine hier gezeigte Linde ist eineBaustelle, deshalb hatsich wohl noch niemand auf deinen Thread eingelassen. vielleicht stellst du dich erst mal vor im Forum, beschreibst, welche Erfahrungen du mit Bonsai hast, wie lange du dabei bist und in welchem Gebiet du etwa wohnst oder deine Pflanzen hältst (Klima).
Einem Anfänger werden meist sachtere Varianten vorgeschlagen als einem routinierten Bonsaipfleger, dort darf es auch mal etwas mehr tägliche Kontrolle benötigen und vor allem das korrekte Erkennen des Zustands der Pflanze.
Wenn du geduldig bist, werden in 30 Jahren die Drahtnarben hoffentlich von einer rauen Borke abgelöst werden. Doch das löst die gestalterischen Unstimmigkeiten der Linde noch nicht.
was mir auffällt, ist der spärliche Wuchs am 7.7. Die Linde hat kaum Triebe gemacht seit dem Frühjahr. Oder hast du einen Komplettblattschnitt an ihr vollzogen? Gestaltet werden sollten nur kräftige/ wüchsige Bäume. Den Bildern nach scheint das deine Linde nicht zu sein. wann wurde Sie letztes Mal umgetopft? Wie sieht die Wurzelentwicklung aus? wie pflegst du die Linde? Du siehst es gibt zig Fragen, die offen sind um dir einen Rat zugeben. Prinzipiell sollte die Linde erstmal zu Vitalität kommen. Das heisst nicht zwingend noch mehr düngen.Es sollten einfach alle Wachstumsbedingungen optimiert werden für die Linde.
Dann kann über ein weiteres Vorgehen gefachsimpelt werden.
Gruss, Roro
Deine hier gezeigte Linde ist eineBaustelle, deshalb hatsich wohl noch niemand auf deinen Thread eingelassen. vielleicht stellst du dich erst mal vor im Forum, beschreibst, welche Erfahrungen du mit Bonsai hast, wie lange du dabei bist und in welchem Gebiet du etwa wohnst oder deine Pflanzen hältst (Klima).
Einem Anfänger werden meist sachtere Varianten vorgeschlagen als einem routinierten Bonsaipfleger, dort darf es auch mal etwas mehr tägliche Kontrolle benötigen und vor allem das korrekte Erkennen des Zustands der Pflanze.
Wenn du geduldig bist, werden in 30 Jahren die Drahtnarben hoffentlich von einer rauen Borke abgelöst werden. Doch das löst die gestalterischen Unstimmigkeiten der Linde noch nicht.
was mir auffällt, ist der spärliche Wuchs am 7.7. Die Linde hat kaum Triebe gemacht seit dem Frühjahr. Oder hast du einen Komplettblattschnitt an ihr vollzogen? Gestaltet werden sollten nur kräftige/ wüchsige Bäume. Den Bildern nach scheint das deine Linde nicht zu sein. wann wurde Sie letztes Mal umgetopft? Wie sieht die Wurzelentwicklung aus? wie pflegst du die Linde? Du siehst es gibt zig Fragen, die offen sind um dir einen Rat zugeben. Prinzipiell sollte die Linde erstmal zu Vitalität kommen. Das heisst nicht zwingend noch mehr düngen.Es sollten einfach alle Wachstumsbedingungen optimiert werden für die Linde.
Dann kann über ein weiteres Vorgehen gefachsimpelt werden.
Gruss, Roro
Sind diese Blumen künstlich? - Natürlich.
Also natürlich oder künstlich? - Natürlich künstlich!
Also natürlich oder künstlich? - Natürlich künstlich!
Re: Tilia Cordata - was tun mit vernarbten Ästen?
Hallo roro,
vielen Dank für Deine erste Einschätzung!
Wie man sicher feststellen kann, bin ich Anfänger, da spricht meine Linde wohl eine deutliche Sprache
Ich beschäftige mich mit dem Thema Bonsai seit ca. 4 Jahren. Mein bisheriges, rein theoretisches Wissen stammt fast ausschließlich von Videos,
besonders von Werner (Every Cut Matters), aber auch von anderen Experten.
Größere Aktionen wie z.B. einen starken Rückschnitt bis zum Stamm habe ich noch nie gemacht; Drahten, Umtopfen und Wurzelschnitt dagegen schon.
Meine Bäume stehen, genau so wie ich, in Berlin ^^
Was den Baum angeht, habe ich ihn Anfang März dieses Jahres umgetopft, davor stand er in seiner Schale von der Bonsaischule. Im Frühling sind oben sehr schnell sehr lange Internodien gewachsen,
die ich bereits zwei Mal zurückgeschnitten habe. Einen Blattschnitt habe ich nicht vollzogen.
Der Baum steht bis ca. 14 Uhr in der Sonne, an heißen Tagen (so wie heute) nehme ich ihn schon kurz nach 11 Uhr in den Schatten. Das mache ich mit all meinen Laubbäumen so.
Den Winter verbringt die Linde in einem unbeheizten Gewächshaus, allerdings ohne direkte Sonneneinstrahlung, so dass sich die Temperaturen
im Inneren kaum von denen draußen unterscheiden.
Viel üppiger als vor dem Umtopfen war das Grün am Baum übrigens letztes Jahr auch nicht. Entgegen meiner bisherigen Vorgehensweise werde ich
dieses Jahr meine Bäume bis in den September hinein düngen. Davor habe ich darauf im Hochsommer immer verzichtet und nur darauf geachtet,
genug zu wässern. Erst im Herbst habe ich mit der Düngung im inblick auf den Winter erneut begonnen.
Das ist von meiner Seite aus erst einmal alles, ich hoffe, das war jetzt alles nicht allzu zusammenhanglos.
Beste Grüße
vielen Dank für Deine erste Einschätzung!
Wie man sicher feststellen kann, bin ich Anfänger, da spricht meine Linde wohl eine deutliche Sprache
Ich beschäftige mich mit dem Thema Bonsai seit ca. 4 Jahren. Mein bisheriges, rein theoretisches Wissen stammt fast ausschließlich von Videos,
besonders von Werner (Every Cut Matters), aber auch von anderen Experten.
Größere Aktionen wie z.B. einen starken Rückschnitt bis zum Stamm habe ich noch nie gemacht; Drahten, Umtopfen und Wurzelschnitt dagegen schon.
Meine Bäume stehen, genau so wie ich, in Berlin ^^
Was den Baum angeht, habe ich ihn Anfang März dieses Jahres umgetopft, davor stand er in seiner Schale von der Bonsaischule. Im Frühling sind oben sehr schnell sehr lange Internodien gewachsen,
die ich bereits zwei Mal zurückgeschnitten habe. Einen Blattschnitt habe ich nicht vollzogen.
Der Baum steht bis ca. 14 Uhr in der Sonne, an heißen Tagen (so wie heute) nehme ich ihn schon kurz nach 11 Uhr in den Schatten. Das mache ich mit all meinen Laubbäumen so.
Den Winter verbringt die Linde in einem unbeheizten Gewächshaus, allerdings ohne direkte Sonneneinstrahlung, so dass sich die Temperaturen
im Inneren kaum von denen draußen unterscheiden.
Viel üppiger als vor dem Umtopfen war das Grün am Baum übrigens letztes Jahr auch nicht. Entgegen meiner bisherigen Vorgehensweise werde ich
dieses Jahr meine Bäume bis in den September hinein düngen. Davor habe ich darauf im Hochsommer immer verzichtet und nur darauf geachtet,
genug zu wässern. Erst im Herbst habe ich mit der Düngung im inblick auf den Winter erneut begonnen.
Das ist von meiner Seite aus erst einmal alles, ich hoffe, das war jetzt alles nicht allzu zusammenhanglos.
Beste Grüße
Re: Tilia Cordata - was tun mit vernarbten Ästen?
Hallo Floris
Der vernarbte Ast stellt im Moment kein Problem dar,
der 3er Quirl an der Spitze sollte hingegen schon etwas aufgelöst werden,
also zumindest Einen entfernen.
Du hast viel Dünger aufliegen, die älteren Blätter sehen fit aus,
allerdings scheinen die Nährstoffe nicht gut aufgenommen zu werden.
Du hast die Linde Anfang des Jahre umgetopft,
aber die massive Besiedlung mit Sternmoos zeigt an das das Substrat stark verdichtet ist.
Daher wäre die vordringlichste Massnahme nächstes Frühjahr den Baum umzutopfen
und dabei möglichst viel des Substrats zu entfernen,
damit die Wurzeln genügend Platz zum Wachsen haben.
Das Sternmoos solltest Du gründlichst entfernen, mit Wurzeln.
Ansonsten viel Spass mit der Linde
Dieter
Der vernarbte Ast stellt im Moment kein Problem dar,
der 3er Quirl an der Spitze sollte hingegen schon etwas aufgelöst werden,
also zumindest Einen entfernen.
Du hast viel Dünger aufliegen, die älteren Blätter sehen fit aus,
allerdings scheinen die Nährstoffe nicht gut aufgenommen zu werden.
Du hast die Linde Anfang des Jahre umgetopft,
aber die massive Besiedlung mit Sternmoos zeigt an das das Substrat stark verdichtet ist.
Daher wäre die vordringlichste Massnahme nächstes Frühjahr den Baum umzutopfen
und dabei möglichst viel des Substrats zu entfernen,
damit die Wurzeln genügend Platz zum Wachsen haben.
Das Sternmoos solltest Du gründlichst entfernen, mit Wurzeln.
Ansonsten viel Spass mit der Linde
Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Tilia Cordata - was tun mit vernarbten Ästen?
Hallo Dieter,
vielen Dank für Deine Tipps!
Ich werde dann im Herbst einen der Äste entfernen, wahrscheinlich den mit den Drahtnarben.
Beim Umtopfen hatte ich ins Substrat noch zusätzlich Mykorrhiza hinzugegeben, damit der Dünger überhaupt verarbeitet
werden kann; das scheint nicht sehr gut geklappt zu haben. Beim nächsten Umtopfen werde ich darauf achten, vor allem
den schon vorhandenen Pilz weiter zu verwenden (sofern vorhanden).
Das Sternmoos hatte ich bewusst gelassen, damit der Wasserhaushalt im Substrat etwas gleichmäßiger ist, aber
ich werde es nun entfernen. Dass das Substrat schon zu verdichtet ist, überrascht mich sehr! Die Drainage
funktioniert ganz gut, das Wasser fließt recht schnell unter der Schale heraus. Aber die Linde ist tatsächlich
auch mein einziger Baum, auf dessen Substrat sich Sternmoos gebildet hat. Der Anteil an Humusboden in der
Substratmischung liegt zwar deutlich unter 10%, aber anscheinend ist das schon zu viel. Bei meinen Nadelbäumen
verzichte ich komplett auf Mutterboden.
Jetzt weiß ich, was ich erst mal zu tun habe
Nochmals Danke!
vielen Dank für Deine Tipps!
Ich werde dann im Herbst einen der Äste entfernen, wahrscheinlich den mit den Drahtnarben.
Beim Umtopfen hatte ich ins Substrat noch zusätzlich Mykorrhiza hinzugegeben, damit der Dünger überhaupt verarbeitet
werden kann; das scheint nicht sehr gut geklappt zu haben. Beim nächsten Umtopfen werde ich darauf achten, vor allem
den schon vorhandenen Pilz weiter zu verwenden (sofern vorhanden).
Das Sternmoos hatte ich bewusst gelassen, damit der Wasserhaushalt im Substrat etwas gleichmäßiger ist, aber
ich werde es nun entfernen. Dass das Substrat schon zu verdichtet ist, überrascht mich sehr! Die Drainage
funktioniert ganz gut, das Wasser fließt recht schnell unter der Schale heraus. Aber die Linde ist tatsächlich
auch mein einziger Baum, auf dessen Substrat sich Sternmoos gebildet hat. Der Anteil an Humusboden in der
Substratmischung liegt zwar deutlich unter 10%, aber anscheinend ist das schon zu viel. Bei meinen Nadelbäumen
verzichte ich komplett auf Mutterboden.
Jetzt weiß ich, was ich erst mal zu tun habe
Nochmals Danke!
