Hallo Forumsgemeinde,
ich möchte Euch ab heute die Geschichte eines kleinen Ulmensämlings vorstellen. Oft versamen Bäume ja ohne unser Zutun in einem Topf oder Kistchen mit Erde. Meist zupfe ich sie aus, bei diesem hatte ich erbarmen. Da er schon als Sämling so schön kleine Blättchen hatte, habe ich ihn verschont. Ich denke, der Sämling muss etwa 2020/21 gekeimt haben. Wie so oft: Dokumentiert werden solche spontanen Startpunkte selten. Aber vielleicht gibt diese Geschichte - die ich sicherlich weiter erzählen werde - dem einen oder anderen Mut, es auch mit so ganz unscheinbarem Material zu versuchen?
Die markante Zwille hatte der Sämling bereits als ich ihn entdeckte und mit einem Prunussämling in einen Topf pflanzte.
Das erste Bild, das die Ulme eindeutig dokumentiert, stammt von 2022, die anderen Bilder sind jünger. Als Gestaltung schwebt mir ein freier Besen, wie es bei Obst- oder kleineren Gartenbäumen oft zu sehen ist. In den kommenden Jahren werde ich die Verzweigung aufbauen und den Baum reifen lassen.
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(Feld-)Ulme, Entwicklungsgeschichte eines wilden Sämlings
(Feld-)Ulme, Entwicklungsgeschichte eines wilden Sämlings
Sind diese Blumen künstlich? - Natürlich.
Also natürlich oder künstlich? - Natürlich künstlich!
Also natürlich oder künstlich? - Natürlich künstlich!
Re: (Feld-)Ulme, Entwicklungsgeschichte eines wilden Sämlings
Viele niedliche Bäumchen; musst Du im oberen Bereich immer kurz halten, um nicht zu sagen, dass alles vielleicht sogar um eine Drittel in der Gesamthöhe niedriger wird. Konkret, was im oberen Bereich zu dick ist, vollkommen entfernen und auf jüngere tiefer liegende Zweige neu aufbauen. Um ein günstigeres Verhältnis zwischen Stammstärke und Baumhöhe zu erhalten.
Ansonsten sieht doch schon alles sehr gut aus.
Weiter so, Gruß Heiner
Ansonsten sieht doch schon alles sehr gut aus.
Weiter so, Gruß Heiner
Re: (Feld-)Ulme, Entwicklungsgeschichte eines wilden Sämlings
das sieht mir nach Bonsai aus, wie ich es mag. Eleganz, Unspektakulär und Fein.
da bleibe ich auch am Ball.
Liebe Grüße in die Schweiz
da bleibe ich auch am Ball.
Liebe Grüße in die Schweiz
liebe grüße
christian
Instagram: krachkunst_der_fritz
christian
Instagram: krachkunst_der_fritz
Re: (Feld-)Ulme, Entwicklungsgeschichte eines wilden Sämlings
Hallo Roger,
schön, dass du uns ausführlich an der Entwicklung deiner Ulme teilhaben läßt.
Da wird auch deutlich wie unterschiedlich die Besenformen hier im Forum herangezogen werden. Ich tendiere ja immer zum kleinstmöglichen Baum und niedrigerer Krone mit kurzen Ästen. Da hat jeder seinen Favoriten und die entsprechenden Wege. Deine Ulme trägt lange Äste aus denen sich nach und nach die Verzweigung entwickeln wird. Vorteil ist, dass du praktisch keine größeren Schnittstellen hast…. noch.
Leider ist das letzte Foto zwar optisch schön präsentiert, doch ich erkenne kaum die zugrunde liegende Struktur. So kann ich leider nicht erkennen, worauf die nächsten Gestaltungsschritte abzielen. Vielleicht kannst du im Spätherbst nochmals Bilder zeigen?
Im Bild von Ostern 2026 wären mir die zwei Primäräste und auch die davon abgehenden Sekundäräste zu kräftig. Ich würde auch wie Heinrich zu einer deutlich kleineren Kronenhöhe tendieren. Die direkte Folge wären stärkere Schnittstellen, das „noch“ wäre passé.
Bei dem Foto der drei Jungpflanzen vom Oktober 2025 gefallen mir Stewartie und Prunus sehr gut. Die höhere Krone mit feinen, nach außen wachsenden Trieben wirken jetzt schon natürlich. Dagegen wirkt die Ulme durch die langen Triebe unordentlich, wie ineinander überkreuzend. Das kann auch der zweidimensionalen Struktur geschuldet sein, du kannst es vor der Ulme besser einschätzen. Ich habe den Eindruck als ob dein Gestaltungsweg bei Buchen, Stewartie und Prunus perfekt harmoniert. Jedoch bei dieser Ulme zur Verdickung der Äste führen könnte, was dem filigranen Verzweigungscharakter der Besenulmen entgegenwirkt. Klar steht die Ulme erst ganz am Anfang der Entwicklung. Vielleicht wächst es sich ja die weiteren Jahre dezenter aus, dass überwiegend die Feinverzweigung dominiert.
Ich freue mich hier eifrig mitlesen zu können.
Rainer
schön, dass du uns ausführlich an der Entwicklung deiner Ulme teilhaben läßt.
Da wird auch deutlich wie unterschiedlich die Besenformen hier im Forum herangezogen werden. Ich tendiere ja immer zum kleinstmöglichen Baum und niedrigerer Krone mit kurzen Ästen. Da hat jeder seinen Favoriten und die entsprechenden Wege. Deine Ulme trägt lange Äste aus denen sich nach und nach die Verzweigung entwickeln wird. Vorteil ist, dass du praktisch keine größeren Schnittstellen hast…. noch.
Leider ist das letzte Foto zwar optisch schön präsentiert, doch ich erkenne kaum die zugrunde liegende Struktur. So kann ich leider nicht erkennen, worauf die nächsten Gestaltungsschritte abzielen. Vielleicht kannst du im Spätherbst nochmals Bilder zeigen?
Im Bild von Ostern 2026 wären mir die zwei Primäräste und auch die davon abgehenden Sekundäräste zu kräftig. Ich würde auch wie Heinrich zu einer deutlich kleineren Kronenhöhe tendieren. Die direkte Folge wären stärkere Schnittstellen, das „noch“ wäre passé.
Bei dem Foto der drei Jungpflanzen vom Oktober 2025 gefallen mir Stewartie und Prunus sehr gut. Die höhere Krone mit feinen, nach außen wachsenden Trieben wirken jetzt schon natürlich. Dagegen wirkt die Ulme durch die langen Triebe unordentlich, wie ineinander überkreuzend. Das kann auch der zweidimensionalen Struktur geschuldet sein, du kannst es vor der Ulme besser einschätzen. Ich habe den Eindruck als ob dein Gestaltungsweg bei Buchen, Stewartie und Prunus perfekt harmoniert. Jedoch bei dieser Ulme zur Verdickung der Äste führen könnte, was dem filigranen Verzweigungscharakter der Besenulmen entgegenwirkt. Klar steht die Ulme erst ganz am Anfang der Entwicklung. Vielleicht wächst es sich ja die weiteren Jahre dezenter aus, dass überwiegend die Feinverzweigung dominiert.
Ich freue mich hier eifrig mitlesen zu können.
Rainer
- Dateianhänge
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- wäre es meine Ulme… würde ich zum jetzigen Zeitpunkt die Krone flacher ansetzen. Erst in einigen Jahren das Aufbesen einer höheren Krone zulassen. Die Kronentriebe wachsen ohnehin stärker, was zu mehr Baumhöhe führt.
- IMG_5038.jpeg (121.2 KiB) 378 mal betrachtet
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: (Feld-)Ulme, Entwicklungsgeschichte eines wilden Sämlings
Hallo Heiner, Christian und Rainer
Danke für eure Beiträge und Anregungen, die einem helfen, die eigene Komfortzone zu hinterfragen/ verlassen.
@HeinrichI und @mydear das Zurückschneiden der Krone werde ich im November/Dezember evaluieren. Allerdings schwebt mir kein "geköpfter Pinsel" vor, wie er oft als Schema in der Bonsaiwelt hergezeigt wird. Ich empfinde viele der Gestaltungen übertrieben. Mir fehlt ein zum Stamm passendes Astgerüst, dass an der Basis etwas Holz mitbringt. Mir gefällt beispielsweise, wenn die Querschnitte der Verzweigung nach einer Gabelung in etwa in Summe dem Astquerschnitt vor der Gabelung entsprechen. Sprich, bei einer Zweierverzweigung die abgehenden Äste etwa halb so dick sind wie der vorangehende Hauptast.
Der Stamm hat in dicke rascher zugelegt als die äussere Verzweigung. So stark einkürzen und eine flache Krone, wie auf deinem Virtual Rainer möchte ich nicht. Der Baum darf auch noch etwa 10 cm mehr Höhe haben im Endzustand. Er liegt jetzt weit unter 20 cm und als Shohin möchte ich ihn nicht halten.
Ich werde im Herbst nach dem Laubfall ein besseres Foto der Struktur machen und ergänzen - vermutlich mit einer Skizze meiner Vision für den Baum.
Mir ist bewusst, dass der Baum einen langen Weg vor sich hat. Es soll kein "spezieller" Solitär werden, sondern ein Baum, wie er zu 1'000 in der Landschaft steht: Unaufgeregt ja geradezu langweilig.@fritze genau so, wie wir das "langweilige" an Bonsai schätzen und einen Ausgleich zum intensiven Alltag darin sehen. Schön von dir mal wieder zu lesen Christian!
edit: heute 26.7. nachgemessen. Der Baum ist 22cm hoch ab Schalenkante, also deutlich ÜBER 20cm
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Somit habe ich keine 10 cm mehr für Kronenzuwachs..
Lieber Gruss, Ro
Danke für eure Beiträge und Anregungen, die einem helfen, die eigene Komfortzone zu hinterfragen/ verlassen.
@HeinrichI und @mydear das Zurückschneiden der Krone werde ich im November/Dezember evaluieren. Allerdings schwebt mir kein "geköpfter Pinsel" vor, wie er oft als Schema in der Bonsaiwelt hergezeigt wird. Ich empfinde viele der Gestaltungen übertrieben. Mir fehlt ein zum Stamm passendes Astgerüst, dass an der Basis etwas Holz mitbringt. Mir gefällt beispielsweise, wenn die Querschnitte der Verzweigung nach einer Gabelung in etwa in Summe dem Astquerschnitt vor der Gabelung entsprechen. Sprich, bei einer Zweierverzweigung die abgehenden Äste etwa halb so dick sind wie der vorangehende Hauptast.
Der Stamm hat in dicke rascher zugelegt als die äussere Verzweigung. So stark einkürzen und eine flache Krone, wie auf deinem Virtual Rainer möchte ich nicht. Der Baum darf auch noch etwa 10 cm mehr Höhe haben im Endzustand. Er liegt jetzt weit unter 20 cm und als Shohin möchte ich ihn nicht halten.
Ich werde im Herbst nach dem Laubfall ein besseres Foto der Struktur machen und ergänzen - vermutlich mit einer Skizze meiner Vision für den Baum.
Mir ist bewusst, dass der Baum einen langen Weg vor sich hat. Es soll kein "spezieller" Solitär werden, sondern ein Baum, wie er zu 1'000 in der Landschaft steht: Unaufgeregt ja geradezu langweilig.@fritze genau so, wie wir das "langweilige" an Bonsai schätzen und einen Ausgleich zum intensiven Alltag darin sehen. Schön von dir mal wieder zu lesen Christian!
edit: heute 26.7. nachgemessen. Der Baum ist 22cm hoch ab Schalenkante, also deutlich ÜBER 20cm
Somit habe ich keine 10 cm mehr für Kronenzuwachs..
Lieber Gruss, Ro
Sind diese Blumen künstlich? - Natürlich.
Also natürlich oder künstlich? - Natürlich künstlich!
Also natürlich oder künstlich? - Natürlich künstlich!
