Besen/ Besenform bei Zelkove: Anzucht aus Stecklingen

Kleine Bäume ganz groß. Für alle Winzlinge, die schon Baum sind und nicht Sämling, also einen gewissen Entwicklungsgrad haben. Treu dem Motto "der kleinst mögliche Baum".
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mydear
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Re: Besen/ Besenform bei Zelkove: Anzucht aus Stecklingen

Beitrag von mydear »

roro hat geschrieben: 03.08.2026, 22:15 spannend wird es sein, das Ergebnis deiner zwei Methoden in 10 Jahren zu vergleichen.
So wäre es schön, du würdest auch die anderen Stecklinge updaten. Auch wenn sich in deinen Augen dort nicht viel getan hat.

kommt demnächst, versprochen

Aber ich muss sagen. So "einfach" wie Zelkoven immer beschrieben werden, empfinde ich sie nicht. Die Internodien sind bei mir auch oft zu lang (und ich kann mit sparsamem Giessen kaum gegensteuern, ohne das Risiko, dass mir der Zögling über den Tag verdurstet). Der Austrieb wie du schreibst, meist nur bei der letzten Knospe nach Rückschnitt/ Pinzieren. Ich bin gespannt, wenn das Laub fällt, was sie an Verzweigung zugelegt hat.

ja, ich komme auch langsamer voran als erwartet. Zwei Schritte vor und meist ein Schritt wieder zurück. Nach dem Winter sterben manchmal Triebe ab, die fest im Aufbau eingeplant waren. Oft entstehen schnelle Triebe mit langen Internodien, die sich später als unbrauchbar herausstellen. Meist sind es die von Heiner beschriebenen Adventivknospen. Sie wachsen schnell auf Kosten der anderen Knospen.

PS wieso favorisierst du nich die Ansichtsseite IMG_4758? Mir scheint der Übergang von der Kappstelle zum Kronenbesen bei deinem Vorschlag etwas einseitig.
Ich hatte diese Ansicht überlegt, doch baut sie recht breit auf. Da fehlte mir die Eleganz. Denn gerade der Schwung dieser informellen Besenform IMG_4764 gefällt mir besser. Entschieden ist noch nichts. Die Zelkove wird in der Entwicklung noch ein gehöriges Wörtchen mitreden.

Grüße, Rainer
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mydear
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Re: Besen/ Besenform bei Zelkove: Anzucht aus Stecklingen

Beitrag von mydear »

Update der 3 Bersen-Anwärter - die Kleine rechts kommt nicht wirklich voran

Grüße, Rainer
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5.8.2026
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roro
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Re: Besen/ Besenform bei Zelkove: Anzucht aus Stecklingen

Beitrag von roro »

mydear hat geschrieben: 05.08.2026, 12:41 Update der 3 Bersen-Anwärter - die Kleine rechts kommt nicht wirklich voran
Vielen Dank Rainer für das Update.
Ich fand den kleinen Steckling beim letztmaligen Zeigen am erfolgversprechendsten. Jetzt seheich, dass er irgendwie steckenblieb. An was das liegen könnte? Ich sehe, du drahtest auch die feinem Triebe der Zelkoven. in einem älteren japanischen Buch von Kato wird erwähnt, das Zelkoven „nur durch Scnitt“ gestaltet werden. Ich selbst binde die Äste mit Kunstbast nach Jürg Stähelis Methode. Ob dadurch über Winter Äste abgeworfen werden, kann ich aufgrund der bisherigen kurzen Pflege noch nicht sagen. Klar gibt es in der Bonsai Art auch Reportagen, in denen z.B. Kobayashi oder wars Kimura : :roll: eine Zelkova mit Draht auf den Weg bringt. wenn ich mich recht erinnere, waren das aber bereits fingerdicke Äste. Natürlich hat auch die Topfgrösse und das damit verbundene Wurzelwachstum einen Einfluss. es bleibt jedenfalls spanneng.

viele Grus , Roger
Sind diese Blumen künstlich? - Natürlich.
Also natürlich oder künstlich? - Natürlich künstlich!
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mydear
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Re: Besen/ Besenform bei Zelkove: Anzucht aus Stecklingen

Beitrag von mydear »

Hallo Roger,
ja, ganz wichtig - Wissen und Techniken der japanischen Meister in Erinnerung behalten. Die wenigsten werden eine Zelkove über 20 oder 30 Jahre geduldig erziehen. Hingebungsvoll gestaltete Besen habe ich im Forum bei Jürg und Heiner mitverfolgen dürfen.

Über frühe Erziehung aus Sämlingen/Stecklingen schreiben die wenigsten. Mal überlegen, wie da meine Erinnerungen über viele Jahre der Anzucht sind?

Ja, an gedrahteten Zelkoven sind insbesondere feine und dünnere Triebe öfter abgestorben. Sie sind nach dem Winter nicht mehr ausgetrieben. Vielleicht sind die Leitungsbahnen empfindlicher als bei anderen Laubbäumen (Ahorn)? Oder der Draht als guter Wärme- bzw. Kälteleiter im Winter schadet ihnen? Ich weiß es nicht, doch starke Richtungskorrekturen werde ich an frischen Trieben künftig genau beobachten oder versuchen sie ganz zu vermeiden. Die Kunstbast-Technik fällt mir oft schwer. Ich weiß nicht wie lange der Trieb braucht, bis er in Position hält.

Grüße, Rainer
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