Schnell, schneller, Forsythie

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Reiner
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Schnell, schneller, Forsythie

Beitrag von Reiner »

Hallo Freunde,
seit längerer Zeit experimentiere ich mit Forsythien. Mein Ziel ist es herauszufinden, was diese Sorte in der Entwicklung so hergibt. Das alles trage ich dann zu einem großen Artikel für das Clubheft zusammen. Um gerade die Anfänger neugierig zu machen, hier einmal ein kleines Ergebnis.
1999- Steckling geschnitten und verwurzelt.
2000- Im Freiland, mit sehr viel Dünger lang austreiben lassen.
2001- Weiter im Freiland.
2002-Auf Stein gesetzt und in einen großen Topf bis über den Stein gepflanzt.
2003- In die erste Schale gesetzt und den Stein zur Hälfte freigelegt.
2004- Umtopfen in eine passende Schale, den Stein ganz freigelegt.
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Hier die Wurzelbildung von der anderen Seite.
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

In nur einem Jahr auf dem Stein, hat die Forsythie ihn fest umschloßen. Ideal für Shohingestaltungen!
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Erwin Grzesinski hatte einen Fehlbrand. So kam ich an diese (sehr günstige) Schale.
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Hier die andere Seite. Welche würdet Ihr zur Vorderansicht machen? Mault nicht über den Stein, daß ganze ist ein Experiment :wink: .
Reiner
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Auch wenn die Bilder-Reihenfolge verdreht :wink: ist, Reiner: tolles Ergebnis :!:
Der Baum gefällt mir. - Gratuliere :!:
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Björn
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Beitrag von Björn »

Hallo Reiner

Toller Baum. Ich hätte aber noch eine generelle Frage zu Forsythien. Schnittstellen lassem im Gegensatz zu anderen Pflanzen immer einen hohlen Aststummel zurück . Machen diese stellen Probleme bezüglich Fäulnis? Bei meinen Gartenforsythien sehen diese Stellen immer schrecklich aus. Der Grund warum ich davon noch keine ausgergraben habe. Gibt es einen Trick wie die Wundheilung rund um das Loch zu beschleunigen?

Gruß Björn
Grüße aus dem Norden
Björn

Hier findet ihr interessantes über den Wald: www.waldschrat.net

und für alle die eventuell auch gern paddeln: www.liquidmedicine.de
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Ingolf
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Beitrag von Ingolf »

Danke Reiner!!
für den tollen Beitrag - auf den Artikel warte ich schon.

Ich experementiere auch mit Forsythien, denn sie sind ja unverwüstlich.
Allerdings bin ich noch nicht in Richtung Bonsai gekommen - ist ja wohl auch nicht ganz einfach.

Ich kann mich noch gut an Deine mit dem Abwärtsknick erinnern.
Grüße! Ingolf
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Wolfgang hat geschrieben:Auch wenn die Bilder-Reihenfolge verdreht :wink: ist, Reiner: tolles Ergebnis :!:
Der Baum gefällt mir. - Gratuliere :!:
Danke Wolfgang,
aber eigentlich sind die Bilder schon in der Reihenfolge. Die neuen sehen vielleicht aus, als wären sie die älteren, da die frisch freigelegten Wurzeln noch die Farbe ändern und dann im Laufe des Jahres an Dicke zunehmen werden.
Reiner
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Björn hat geschrieben:Hallo Reiner

Toller Baum. Ich hätte aber noch eine generelle Frage zu Forsythien. Schnittstellen lassem im Gegensatz zu anderen Pflanzen immer einen hohlen Aststummel zurück . Machen diese stellen Probleme bezüglich Fäulnis? Bei meinen Gartenforsythien sehen diese Stellen immer schrecklich aus. Der Grund warum ich davon noch keine ausgergraben habe. Gibt es einen Trick wie die Wundheilung rund um das Loch zu beschleunigen?

Gruß Björn
Hallo Björn,
einfach gesagt: Wachsen lassen!
Man macht eine stärkere Gartenpflanze durch Extremrückschnitt zu einem großen Steckling und behandelt sie die ersten Wochen auch so. Die starken Schnittstellen deckt man gut mit Wundknete ab (etwas Knete in diesen Hohlraum des Stammes drücken). Die Forsythie wird sehr schnell, eine Menge neuer Wurzeln schieben. Außerdem kommt ein starker Neuaustrieb, den man solange wachsen läßt, bis die Wunden überwallt sind. Die Forsythie überwallt sehr gut ihre Wunden, wenn man sie erst einmal wachsen läßt (siehe erstes Bild, wo ein relativ stärkerer Ast letztes Jahr entfernt wurde). Forsythien machen einem selten Mut, sie zu Bonsai zu gestalten. Wenn man so eine nichtsaussagende Pflanze erst einmal in die Arbeit genommen hat, kommt man aber aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Reiner
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Björn
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Beitrag von Björn »

Danke Reiner

Du hast meine Neugier geweckt. Ich denke ich werde es in den nächsten Tagen mal mit einer Forsythie versuchen.

Gruß Björn
Grüße aus dem Norden
Björn

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Kamil
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Beitrag von Kamil »

Und denken, dass bei mir zu Hause (in Polen) schon lange eine Forsythie wachst und ich mir nie gedacht habe daraus ein Bonsai zu machen. Jetzt werde ich auch probieren :)
Schöne Grüße,
Kamil
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

Krass korrekt Alter Schwede :!:
8)
M
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Hallo Freunde,
wie auch immer Ihr mit Forsythien anfangen wollt, meine Recherchen handeln lediglich über die Stecklingsvermehrung. Ziel war, herauszufinden, wie schnell sie sich auf einen Stein befestigen läßt (enorm schnell) und wie es mit der Entwicklung eines breiten Nebaris aussieht. Das mit dem Nebari zeige ich noch nicht, bin mitten in den Experimenten. Nur so viel, ich kenne nichts schnelleres, auch der Dreispitzahorn ist nicht schneller. Ein Proband, drei Jahre alt, hat im letzten Jahr eine Wurzelbasisverbreiterung von drei cm (!!!!!!!) gemacht.
Reiner
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Nils O.
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Beitrag von Nils O. »

Hallo Reiner,

schön, die ersten Ergebnisse zu sehen. Auf die von der Wurzelentwickliung bin ich auch schon sehr gespannt. Aber Geduld ist ja die wichtigste Tugend des Bonsaianers, ich werde also einfach weiter auf die Bilder warten ;).

Ich habe mir jedenfalls gerade erst beim Bonsaihändler eine kleinwüchsige Forsythie zugelegt, und Stecklinge habe ich auch zu Hause stehen.

Noch eine Frage zu deiner Methode:
Reiner hat geschrieben:Man macht eine stärkere Gartenpflanze durch Extremrückschnitt zu einem großen Steckling und behandelt sie die ersten Wochen auch so.
Heißt das, du nimmst einen gut verzweigten Ast ab und ziehst ihn dann als Steckling (statt Abmoosen, so wie das auch beim Ficus geht) :?:
Hört sich interessant an, ich werd in den nächsten Tagen schonmal die Augen aufhalten nach entsprechenden Kandidaten :)
Gruß,
Nils

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