Verdickung am Stammansatz

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Jens_P
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Verdickung am Stammansatz

Beitrag von Jens_P »

Ich habe hier ein Problem, welches mich schon länger befasst.

An diese Ulme ist die Stammdicke am Ansatz einfach zu dünn im Verhältnis zum ganzen Stamm.
Was kann ich tun?

Habe neulich erfahren, das man kleine Löcher durch den Stamm bohrt und dadurch das Dickenwachstum an dieser Stelle fördert.
Hat damit schon jemand Erfahrung?
Wenn Ja, wann ist die Beste Zeit für diesen Vorgang, oder sollte ich es doch eher mit Abmoosen versuchen und den Baum an diese Stelle einfach kürzen?

Gruß Jens
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Jens,
nimm einfach einen spitzen Gegenstand (dicke Nadel, ....) und stich Löcher in den zu dünnen Stammbereich. - Die Wunden werden überwallen und der Stamm dadurch dicker.
Noch was: die krobborkige Rinde entsteht bei diesen Ulmen nur, wenn sie nicht von Erde umgeben ist; das war vorher nicht der Fall, oder? - Also nur abwarten ............, in ein paar Monaten sieht die Sache schon ganz anders aus.
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Anja M.
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Beitrag von Anja M. »

Wolfgang hat geschrieben: Noch was: die krobborkige Rinde entsteht bei diesen Ulmen nur, wenn sie nicht von Erde umgeben ist; das war vorher nicht der Fall, oder? - Also nur abwarten ............, in ein paar Monaten sieht die Sache schon ganz anders aus.

Drum! Ich hab mich schon öfter gefragt, warum immer so offensichtlich fehlerhafte Korkulmen angeboten werden.
73 Anja
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Anja,
das ist bei vielen grobborkigen Baumarten so ........

Yamadori-Lärchen, auch Kiefern usw. stecken am Naturstandort sehr oft im Moos oder in feinen Berggräsern und sind daher am Wurzelansatz glatt wie ein Kinderpopo. - Nach ein bis zwei Vegetationsperioden in der Sonne reißt die Borke ganz von selber auf.

Das gilt NICHT für veredelte Fächerahornsorten mit groben Borken, wie "Arakawa", "Ibo nishiki", "Nishiki gawa" usw. - Dort wird die grobborkige Sorte auf einen "normalen" Acer palmatum veredelt und drum ist der untere Teil des Baumes immer glatt, während die veredelte Sorte die typische grobe Borke entwickelt. - Abmossen unmittelbar an der Veredlungsstellen bringt hier Abhilfe ......
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Anja M.
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Beitrag von Anja M. »

Wieso unmittelbar an der Veredlungsstelle? Wenn schon, den schon will ich doch die Pflanze auf eigenen Wurzeln, oder?
73 Anja
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Anja M. hat geschrieben:Wieso unmittelbar an der Veredlungsstelle? Wenn schon, den schon will ich doch die Pflanze auf eigenen Wurzeln, oder?
Der Gedanke ist nicht schlecht, Anja, nur stehen diese Fächerahorn-Sorten mehrheitlich nicht sehr gut / gerne auf eigenen Füßen (= Wurzeln) ...... :roll:
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Anja M.
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Beitrag von Anja M. »

Korkige Sorten hab ich bisher noch nicht probiert, aber Katsura, Kamagata, osakazuki und Atropurpureum gesäät haben sich mir bisher nicht widersetzt.
73 Anja
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Jens,

das mit dem Verletzen habe ich vor vielen Jahren probiert. In einigen Fällen hat es gut funktioniert, in anderen sieht man die künstlich aussehneden Verletzungsstellen noch nach 15 Jahren.
Ich denke, Deine Ulme könnte gut abgemoost werden. Dazu eigenen sich Ulmen ganz besonders gut.

mfg
Walter Pall
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Kamil
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Beitrag von Kamil »

Und wenn man mit einem Dratt ganz unten umwickeln würde? Dass die Bahnen, die nach unten gehen, bisschen gestopt werden?
Schöne Grüße,
Kamil
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Nils O.
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Beitrag von Nils O. »

Walter Pall hat geschrieben: ...
Ich denke, Deine Ulme könnte gut abgemoost werden. Dazu eigenen sich Ulmen ganz besonders gut.
Wie gut das geht, hat Walter hier auch schon gezeigt:
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?t=332
Gruß,
Nils

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