als mit Bonsai anfing und hier das Forum entdeckte, hab Euch doch geschrieben, dass ich sobald ich die Möglichkeit für Outdoor-Bonsai habe, mich an Buchenwälder versuchen möchte.
Gesagt getan. Das Projekt Buchenwald I wurde am Montag Abend gestartet. Nach langen Überlegungen und ausgedehnten Touren durch die Wälder der Region habe ich mich für den ersten Versuch gegen Findlinge entschieden. Auch vorgestaltete Bäume kamen aus kostengründen nicht in Frage. Also blieb nichts anderes als auf Heckenpflanzen zurück zu greifen. Da ich häufig Abends lange arbeite und am Wochenende am Haus arbeiten muss, war es schwierig das Material selbst in einer Baumschule auszusuchen und abzuholen. Deswegen bin ich das Abenteuer eingegangen und habe die kleinen im Internet bestellt. Service und Preis schienen sehr gut. (Die URL der Händlers schicke ich gerne auf Anfrage per PN oder Mail.)
Also Ostermontag Abend bestellt. Mittwoch wurde prompt geliefert. Ich habe Abends das Material gesichtet. Ok, ok ich habe es ein wenig bereut, die Bäume nicht handverlesen zu haben aber dafür waren sie günstig und ich habe Zeit:
Projekt Buchenwald I
Ziel: Ein ansehnlicher Rotbuchenwald (wie er in Enger steht)
Zeitrahmen: 5-10 Jahre (ich weiß ich bin Optimist)
Material: 24 Rotbuchen unterschiedlicher Größe und Alters, Beet, Pflanzkisten, Zeit
Schritt 1: Bestellen und erste Schritte
Geliefert habe ich je sechs Bäumchen in den Höhen 40-60 cm, 60-80 cm, 80-100 cm und fünf in der Höhe 100-125 cm bekommen (bestellt hatte ich vier weniger). Leider waren fast alle Bäumchen mit unglaublich langen Pfalwurzeln ausgestattet, so das ich viel weniger als erwartet in Pflanzkisten stellen konnte. Also habe ich kurzerhand die gesammte Bagage ins Beet gepflanzt und nur für einen eine schnelle Kiste gezimmert habe. Natürlich habe ich Wurzeln und lange Stengel so weit gekürzt wie möglich und oder nötig (achtung Laiedenke).

Die kleinen im Beet
Im Beet möchte ich die kleinen nun in den nächsten ein, zwei auf Ihr Leben in einer Kiste vorbereiten. Ich denke im Laufe der Zeit stellt sich dann auch herraus, wer in den Wald kommt, wer nicht und die grobe zukünftige Position in der Gruppe wird sich ergeben. Außerdem habe ich drei von den großen Groß gelassen um aus einem zwei zu machen und mich am Abmoosen zu üben. Den einen Baum mit den besten Vorraussetzungen habe ich Stark eingekürzt und in die Kiste gepflanzt.

wahrscheinlich die Rückseite
Zu dem Kerl habe ich ein paar Fragen. Sollte ich den Stamm weiter kürzen? Ich denke schon dass er noch kürzer werden muss aber ich wollte abwarten ob und wo er neue Triebe bildet um dann zu entscheiden wie viel noch am darf. Wo treibt so ein Baum für gewöhnlich neu aus? An der Schnittstelle, kurz darunter oder einfach irgendwo? Kann man versuchen zu erkennen wo etwas sprießen wird?
Der Wurzelansat ist einigermaßen brauchbar und ich denke es ist Potential da um diesen aus zubauen. Die langen Pfahlwurzeln habe ich einfach eingekürzt oder in die horizontale gebracht, was relativ leicht war, da sie einzeln in die Tiefe gewachsen sind. Schön daran ist, dass sie jetzt fast Sternförmig vom Stamm wegstreben.
Schritt 2: (ca. in zwei Jahren)
ein großteil der kleinen soll in Pflanzkisten. Vorbereitungen der Wurzelballen und Kronen für das Zusammenleben.
Schritt 3: (ca. in 4-5 Jahren)
Die erste Zusammenkunft. Pflanzen der Gruppe in eine gemeinsame Kiste
Schritt 4: (ab Jahr 5)
Erfreuen an dem kleinen Wald. Weiterentwiklung und Resumé
Sorry für die schlechten Bilder. Mit der Kamera stehe ich auf Kriegsfuss.
Viele Grüße















