Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
die Stieleiche ist sehr schön anzusehen. Großartige Rinde und natürlich anmutende Verteilung der Äste. Dazu die perfekt harmonierde Schale. Einzig der Ast, der dem Betrachter entgegen springt, wirkt ein wenig verloren. Wird im Bereich wo die vier Äste fast auf gleicher Höhe entspringen irgendwann ein "Beule" entstehen?
Bei den Gartenfliedern fällt das viele Totholz auf. Ist es so, dass sich das Totholz bei dieser Pflanze besonders gut hält, die Pflanze unemfindlich gegen Pilze etc. ist oder sterben beim Gartenflieder ähnlich wie bei Weiden hin und wieder Partieen ab und Du das die Not zur Tugend gemacht?
Viele Grüße
André,
der Ast bei der Eiche ist ganz wichtig, damit die Vorderseite nicht nackt ist. Da müssen unbedingt Äste sein, sonst sieht das so merkwürdig aus. So nach 'Bonsai'. Ich gestalte Bäume und nicht Bonsai in dieser Stilart wenigstens. Die Dreidimensionalität macht aus dem Ast eher ein Plus. Das ist der Nachteil von zweidimensionalen Fotos. Oft werden durchaus gut gemeinte Ratschläge gegeben, dies und das weg zu schneiden. In Wirklichkeit kann das völlig anders wirken. Besonders Äste nach hinten und, so wie dieser, nach vorne, wirken auf Fotos oft deplaziert, wenn sie in Wirklichkeit unbedingt da hin gehören.
Der Flieder ist eine Strauch und kein Baum. er wirft immer wieder Teile ab. Das Totholz fault, aber es fault eher langsam. Die Flieder sind 80 Jahre alt. Wenn das Totholz verfault ist, dann sehen sie noch extremer aus.
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.
Hallo Walter,
wie lange hast Du Deine Zerreiche bereits in Bearbeitung?
Kannst Du mir und den anderen Besitzern von solchen interessanten Laubbäumen einige Tipps aus der Praxis geben?
Wäre nett, wenn Du über diesen Baum (mit dieser extremen Borke) etwas mehr schreiben könntest.
Viele Grüße
ach ja, der Knubbel: Seit zwanzig Jahren habe ich die Eiche und seither hat sie die Äste so wie immer noch. Bisher hat sich in keiner Weise ein Knubbel oder sowas gebildet. Das kommt eher bei Nadelbäumen vor.
Rudi,
ja, irgendwann werde ich mehr über den Baum schreiben. Übrigens, in meiner Galerie sind einige Bilder über zehn Jahre hinweg. Da sieht man schon einiges:
Danke für die ausführliche Antwort, Walter. Das Problem mit der fehlenden Dimension ist mir natürlich einleuchtend und auch schon oft aufgestoßen. An die Regeln halten oder nicht ist meines Erachtens Situations- bzw. Baumfrage. Als Anfänger versuche ich erst mal die Konventionen zu verstehen um dann irgendwann bewußt dagegen verstoßen zu können. Daher ist es extrem lehrreich den alten Haudegen zumindest virtuell über die Schulter blicken zu können.
Das mit dem Knubbel ist sehr interessant. Wieder was gelernt. Ich habe eine chinesiche Ulme, die kaum 8 Jahre alt ist und bei der der Ansatz zur Knubbelbildung zu sehen ist. Wahrscheinlich liegt das aber an der Massivität der dort ehemalig angesiedelten Äste.
Viele Grüße aus Bergisch Gladbach
I say, if your knees aren't green by the end of the day, you ought to seriously re-examine your life.
(Calvin & Hobbes)
mohan hat geschrieben:Prima!
Was war anders? Etwa keine Sonne?
Also mal was für die Fotografen.
die Bilder vorher ware in der vollen Sonne gemacht, mit zwei Styroprplatten auf der anderen Seite, die die schattige Seite aufhellen. Die Platten werden je nach Baum gestellt oder von einer vertrauenswürdigen Person gehalten. Diesmal von mohan persönlich!
Die letzten drei Bilder im Schatten, mit sanftem Widerschein der Nachmittagssonne, die sich an der Glashausfront spiegelt. Dann mit zweimal 250 Watt Bauustrahlern von links und mit zweimal 500 Watt Filmlleuchten von rechts. Weissabgleich ist sehr empfehlenswert. Die Bearbeitung auf photoshop ist ewtas aufwendig. Vor allem, weil der gelbe Stich der Baustrahler gemildert werden muss. Die Fotos werden durch die Beleuchtug irgendwie geisterhaft; faszinierend für viele, fast kitschig für manche. Man muss acht geben, dass man beim Photoshoppen die Farben nicht zu viel verfremdet.
Wie auch immer, macht Spass. Fast so viel wie Bonsai selber.
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Aber bitte nicht unbedingt mit mir.
Hier noch einmal ein Beispiel dafür was Beleuchtung ausmacht. Das erste Foto des Apfelbaumes im Schatten, mit leichtem Aufheller durch das sich im
Glashaus spiegelnde Sonnenlicht. Etwas matt, aber OK. Die meisten wären glücklich damit.
Das zweite mit zwei 500 Watt Filmstrahlern (kosten 10 Euro bei ebay - ZEHN Euro!). Was ein Unterschied.
Das dritte Bild mit leichtem Hochschrauben der Sättigung. Noch besser.
Dateianhänge
Dsc_3593v.jpg (65.33 KiB) 1659 mal betrachtet
Dsc_3592v.jpg (69.5 KiB) 1659 mal betrachtet
Dsc_3593v1.jpg (62.52 KiB) 1654 mal betrachtet
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Walter, die Wildweichsel finde ich interessant... vorallem in Kombination mit dieser Schale..
Aber wegen der zweiten Vorderseite.. irgendwie stört mich der erste Ast links, zu grade vielleicht? Das sieht man auf der (ersten) Vorderseite nicht so; die gefällt mir besser...
schönen Abend und mal ein Danke fürs Bilder posten