Muschelzypresse

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Roland
Ich wollte Dir nicht auf die Füsse treten, ich habe
mir nur gestern meine Muschelzypresse angeschaut
und bin in Gedanken meine Erfahrung mit dieser Baumart
durchgegangen. Leider stirbt wohl ab Spätherbst ein Teil
der Belaubung ab, auch nach Literatur ein normales Verhalten.
Die Rückknospung hält sich in Grenzen. Die Muscheln, so
zauberhaft sie auch aussehen müssen sehr kontolliert werden
damit kein "Wust" am Ende der Äste entsteht.
Wegen der Belaubung und des Verhaltens des Baumes, finde
ich Majos Vorschlag einfach gut. Der Baum ist gestaltet, viele
Optionen (z.B reduzieren, Literat) sind noch möglich.
Wenn der Baum erst mal annähernd in der dargestellten Form ist,
kann man nur froh sein. Eine weiter Reduktion, wie von Dir dargestellt
ist in meinen Augen noch viel zu früh. Abschneiden geht schnell,
drankleben weniger. Wenn der Baum getopft, gedrahtet und
sich stabilisiert hat, dürften wir das Jahr 2009-2010 schreiben
und bis dahin ist noch viel Zeit.
mfG Dieter
ps solche Schmuckstücke findet man für diesen Preis nur sehr selten
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RolandS
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Beitrag von RolandS »

ich hab auch keine Schmerzen in den Füssen verspürt :D

ich habe lediglich versucht, die Gestaltungsvorschläge eurerseits in ein Virtual umzusetzen, damit eine bessere Diskussionsgrundlage vorliegt und man nicht aneinander vorbei redet.
Daß ich von MaJo's Vorschlag begeistert bin, habe ich bereits deutlich zum Ausdruck gebracht (siehe weiter vorne) :D
Gruß aus dem Saarland

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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Muschelzypressen die gepfropft sind sind fast immer wertlos als Bonsaimaterial. Sie lassen sich NICHT abmoosen.

Es ist völllig müssig über irgend eine Gestaltung zu phantasieren, bevor die Oberflächenwurzeln nicht sauber freigelegt sind. Das ist DAS ALLERERSTE! Alles andere ist schade um die Zeit und Mühe.
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.

mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
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Anja M.
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Beitrag von Anja M. »

Walter Pall hat geschrieben:Muschelzypressen die gepfropft sind sind fast immer wertlos als Bonsaimaterial. Sie lassen sich NICHT abmoosen.

Nu hast du mich aber gefrustet, geknickt, geplättet. :cry: :cry: :cry:

Da hab ich 3 jahre lang an unserer Muschelzypresse rumgemoost, die hat dann letztes Jahr auch Wurzeln gebildet, die hab ich abgenommen, die hat bereits mit dem Wachstum begonnen, da konnt ich erste wachsende Wurzelspitzen im Substrat aufspüren, die hab ich grad hoffnungsvoll ausgelichtet ..... und nu sagst du, alles für die Katz. Jetzt brauch ich nervennahrung, jetzt geh ich die Eistruhe beim Höcker plündern!!!!!! :evil: :evil: :evil: :evil: :evil:
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Anja,

dann bist Du der erste Mensch, von dem ich weiss, dass er das dann doch geschafft hat. So wie im vorigen Jahr eine erfolgreiche Eichenabmoosung vorgeführt wurde, obwohl dsas 'unmöglich' ist. Das ändert aber nichts an der Erfahrung, dass das 99 mal von 100 schief geht.

Es gibt unmögliche Baumarten, die von einzelnen dann doch erfolgreich gehalten werden.

Aber trotzdem muss man, so die Erfahrung hundertfach da ist, das Allgemeine deutlichst sagen. Sonst ist das Leid vorprogrammiert.

Im Gegensatz zu Kunstthemen sind das hier Wissens - und Erfahrungsthemen. Da hilft es nicht, zu glauben und zu meinen.
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mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
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RolandS
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Beitrag von RolandS »

Walter Pall hat geschrieben:Muschelzypressen die gepfropft sind sind fast immer wertlos als Bonsaimaterial. Sie lassen sich NICHT abmoosen.
Eine Pfropfstelle konnte ich, zumindest oberirdisch, nicht feststellen.
Walter Pall hat geschrieben:Es ist völllig müssig über irgend eine Gestaltung zu phantasieren, bevor die Oberflächenwurzeln nicht sauber freigelegt sind. Das ist DAS ALLERERSTE! Alles andere ist schade um die Zeit und Mühe.
Wenn ich die Oberflächenwurzeln vorsichtig freilege, kann dabei der Pflanze was passieren? :?
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Roland,

Du kannst ohne weiteres die verfilzten dünnnen Wurzeln an der Oberfläche wegnehmen, bis Du auf ganz dicke Wurzeln stosst. Oder auf eine riesige Knolle. Machmal ist die Knolle so geformt, dass sie als 'Nebari' zu gebruchen ist. Meist aber sieht sie aus wie eine Kartoffel.

Viel Glück.
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.

mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
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RolandS
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Beitrag von RolandS »

na, dann werd' ich dem Kameraden mal auf den Zahn fühlen müssen :D
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Anja M.
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Beitrag von Anja M. »

Ich wär auch nicht böse, wenn so ein paar Pflegetips hier auch bei rumkommen würden!?!?
73 Anja
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Erwin
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Beitrag von Erwin »

Damit die leidige Diskussion mal einen konkreten Hintergrund kriegt, hier meine Muschelzypresse. Ich mag sie sehr, aber ein guter Bonsai wird das nie.

Und dieser Wurzelansatz ist eher noch brauchbar!

Erwin
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RolandS
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Beitrag von RolandS »

Anja M. hat geschrieben:Ich wär auch nicht böse, wenn so ein paar Pflegetips hier auch bei rumkommen würden!?!?
Das hatte ich auch gehofft, aber offensichtlich ist eine Muschelzypresse unter der Würde einiger (nicht aller) echter Bonsaianer, weil sie meist keinen eigenen Wurzelansatz hat :?
Mädchenkiefern auf Pinus-Sylvestris-Unterlage werden da eher akzeptiert.
Dort spricht man dann nicht darüber oder bezeichnet sie nicht als Kartoffel oder Kalbskopf
Zuletzt geändert von RolandS am 09.05.2006, 21:04, insgesamt 1-mal geändert.
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Roland
Wenn ich bei meinem Baum von einem Kalbskopf schreibe,
ist das keine Diskriminierung Deines oder irgenseines anderen Baumes.
Wenn Du in Deinem jungen Bonsai-Leben noch nicht in der Lage bist,
gut gemeinte Ratschläge zu akzeptieren, ist das alleine Dein Problem.
Wenn ich Anja gute Pflegetipps geben könnte, würden Sie hier stehen.
Das bisschen was mir bis jetzt klar geworden ist, dürfte Anja schon
längst selbst wissen, aber bitte meine Erfahrungen und das sind nicht viele.
Frostfest ohne Überwinterungsschutz, Standort eher halbschattig,
hohe Luftfeuchtigkeit, Auslichten der Triebe wichtig, da im Spätherbst
einiges an Laub vertrocknet. Abmoosen fraglich, meine ist erst im 2.ten
Jahr, Wurzelbildung scheint gut zu sein nur die Frage ob es reicht um in 2
Jahren auf eigenen Füssen zu stehen. Verträgt anscheinend grössere
Düngermengen als ander Koniferen.
Einen unverbindlichen Gruss an einen echten Bonsaianer
Dieter
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RolandS
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Beitrag von RolandS »

Hallo Dieter
zopf hat geschrieben: Wenn Du in Deinem jungen Bonsai-Leben noch nicht in der Lage bist,
gut gemeinte Ratschläge zu akzeptieren, ist das alleine Dein Problem.
Wo bitte habe ich Ratschläge nicht akzeptiert?
Auch die von dir gegebenen habe ich sehr sorgsam umgesetzt.

Die Diskussion ging schon einmal durch dieses Forum und ich verstehe jetzt nicht, wieso schon wieder das gleiche von dir behauptet wird.

Es ist eine Sache, wenn man über ein Thema seine Meinung sagt - völlig in Ordnung - ob nun für oder gegen eine persönliche Auffassung.
Hierbei sollte jeder so tolerant sein, daß er die Meinung eines anderen respektiert.
Aber ein Tip oder Ratschlag sollte ja schließlich keine Meinung sondern eher eine Erfahrungssache sein, die man weitergibt.
Walter Pall hat geschrieben:Muschelzypressen die gepfropft sind sind fast immer wertlos als Bonsaimaterial. Sie lassen sich NICHT abmoosen.

Es ist völllig müssig über irgend eine Gestaltung zu phantasieren, bevor die Oberflächenwurzeln nicht sauber freigelegt sind. Das ist DAS ALLERERSTE! Alles andere ist schade um die Zeit und Mühe.
Wieso? und wieso nicht beispielsweise bei der Mädchenkiefer?

Sind das die Tips die ich nicht akzeptiert habe?
Gruß aus dem Saarland

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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Roland
Eine veredelte Mädchenkiefer bleibt wenn die Veredelung gut gemacht
wird recht unauffällig. Allerdings lehne ich das auch ab, da das unterschiedliche Wachstum (Schwarz/Mädchenkiefer) früher oder später
zu unschönen Verdickungen führt und die Veredlungsstelle somit kaschiert
werden muss. Jedoch ergeben sich durch die Veredlung auch Vorteile
für die Mädchenkiefer, die Nadelfarbe wechselt von Grün zu Blaugrün,
die Nadellänge ist gerinfügig kleiner, und die Länge der Internodien nimmt
auch ab.
Ganz anders sieht es bei der Muschelzypresse aus. Da Du den Wurzelballen noch nicht auseinander genommen hast, ist es für Dich
schwer vorstellbar wie es unter der Erde aussieht. Da ist keine zarte
Veredelung wie bei Kiefern, Ahörnern, Kirschen usw.
Die Muschelzypresse hat einen unförmigen Wurzelstock, der in keiner Weise in eine Gestaltung integriert werden kann. Die einzige Möglichkeit
wäre ein radikale Form des Treibhausstils, der jedoch mit der Laubstruktur
schwer in Einklang zu bringen ist.
Nur um Dir spätere Entäuschungen zu ersparen ist auf das Problem der Veredelung hingewiesen worden.
Da wir ja anscheinend ein Problem miteinander haben (zumindest von meiner Seite) nur ein Versuch der Erklärung. Ich habe ein begrenztes Zeikontingent um, sofern es mir möglich ist, Hilfestellung zu geben.
Wenn ich mehrmals und immer ausführlicher dasselbe schreibe, bleiben
an anderer Stelle Lücken. Da Du Dich viel intensiver bei Yamadori beschäftigst entsteht bei mir leichter Unmut das Du Antworten hier einforderst.
mfG Dieter
ps Was mich aber brennend interessiert ist ob es eine Wurzelechte ist ?
Sollte das der Fall sein, mach auf jeden Fall einen Workshop mit Deiner
Muschelzypresse. So ein Sahneteil wirst Du höchstwahrscheinlich nie wieder bekommen ausser gegen sehr viel Geld. Sollte Sie veredelt sein
kannst Du dich Anja und mir anschliessen und einen Abmoosversuch starten. Leider ohne Gewähr.
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RolandS
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Beitrag von RolandS »

Hallo Dieter,
um hier nicht den Eindruck zu erwecken, ich wolle Streit mit dir oder irgendjemand anderem möchte ich mich aufrichtig bei dir entschuldigen.
Mir liegt es fern, hier zu provozieren.
Ich hatte voller Stolz meinen Baum gezeigt und um Tips gebeten und habe die, die ich erhielt auch alle befolgt und dann sagt man mir, was ich hier habe, ist wahrscheinlich der Mühe nicht wert :?
Sicher ist es kein 300-jähriger Solitär, der ein Vermögen wert ist aber mir iet er lieb und recht und in diesem Sinn ebenfalls wertvoll.
Mir ging es darum, nichts falsch zu machen und nicht darum den Wert zu steigern oder ihn für eine Ausstellung zu trimmen.
Da man im sichtbaren Bereich keine Veredlung feststellen kann, ist es meiner Meinung nach unerheblich, ob sich im Erdreich ein feines Wurzelwerk oder eine Kartoffel befindet.
Sollte sich die Zypresse als "reinrassig" herausstellen, werde ich es dich gerne wissen lassen :D

Ich hoffe, der unnötige Streit hat nun ein Ende :wink:
Gruß aus dem Saarland

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