Ich benutze Elektrokabel von der Hausinstallation. Da ich vor ein paar Jahren ein uraltes Haus vorm Waldrand gekauft habe, sind von den (wohl nie endenden) Renovierungsarbeiten etliche Meter übrig. Natürlich muss es einadriges Installationsmaterial sein. Litze geht nicht!
Man strippe die äussere Ummantelung und rolle die einzelnen Adern auf. Nach dem Grillabend gibt man nochmal ordentlich Holz und bisschen Kohle auf die Glut und wirft das Kabel da rein. Wenn der Kunststoff verkokelt ist und das Kupfer glüht, in Wasser abschrecken. Bei Kupfer verhält es sich umgekehrt wie beim Stahl, der ja bekanntlich beim Abschrecken härter wird. Kupfer wird weicher.
Aussen ist dann noch etwas Zunder am Kupfer. Das blättert aber beim Abwickeln an und stört nicht weiter.
Hallo zusammen
Da gebe ich den Reiner G.recht hier in Thailand haben wir leider kein Arbeitskreis aber
unter uns Bonsaifreunde helfen wir uns alle aus.Auch wir kaufen die Ware in Großmengen
ein und dann teilen wir sie unter uns auf. 1kg kostet 9Euro auf der Rolle Made in Japan und man kann noch handeln.
Also zusammen einkaufen
Ich hole diesen Thread nocheimal hoch um zu erfahren ob das Ausglühen bei den Installationskabeln absolut notwendig ist und was der genaue Zweck ist. (Normalerweise verwende ich Aludraht aber ich hab noch einiges an Kabelmaterial da, man will ja nichts verschwenden siehe Wohnort)
Frankie667 hat geschrieben:Bei Kupfer verhält es sich umgekehrt wie beim Stahl, der ja bekanntlich beim Abschrecken härter wird. Kupfer wird weicher.
Das hilft beim Anlegen des Drahtes, der ist dann so weich wie wenn du Alu verwendest. Der Nachteil beim Alu ist, dass du im Gegensatz zu Kupfer dickere Drähte für bestimmte Aststärken benutzen musst und dass Alu flexibel bleibt, wobei sich der Kupferdraht bei mehrfachen Biegen versteift und so die Position genau so hält, wie er positioniert wurde. Alu ist sozusagen im Endzustand der Drahtung weniger steif als Kupfer. Alu kannst du bei Erreichen des Zieles wieder abwickeln, wobei du Kupfer nur noch abschneiden kannst und dann wegwerfen. Kupferdraht ist demnach auch etwas für die versierteren "Drahter". Und ich glaube hier im Forum gab es mal einen Beitrag, in dem die Unverträglichkeit von Kupfer bei einigen Laubbäumen bemängelt wurde. Übrigens verwende ich zum Teil auch den ummantelten Kupferdraht von Elektrokabeln, sieht ganz witzig aus so mit blauem und gelbem Draht. Ist auf jeden Fall was zum üben, den ungeglüht kann man den wieder abwickeln.
Gruß Marco
Zuletzt geändert von Marco Manig am 17.11.2008, 14:02, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß, Marco
"Eines ist sicher! Nichts ist sicher! Nicht einmal das ist sicher!" Ringelnatz (bin mir aber nicht sicher)
Kupferdraht verhärtet, wenn er bearbeitet wird, da reicht schon ein paar mal hin- und herbiegen.
Durch die Glühung wird er wieder weicher und ist somit leichter zu verarbeiten (beim anlegen noch weich, beim stellen der Äste/Zweige wieder verhärtet).
Von Detlef Goroll hab ich abgeschaut, daß sich Kupferdraht auch hervorragend im Keramikbrennofen ausglühen lässt.
Ich gehe regelmäßig zu einem bekannten von mir der ein Elektroinstallationsgeschäft hat. Dort bekomme ich Kupferdraht so viel ich will, in verschiedenen stärken günstig oder für lau. Zuhause nehme ich ein Taschenmesser und schlitze die Isolierung weg. Danach ab in den Kaminofen und ausglühen. Funktioniert einwandfrei. Diie Isolierung wegbrennen würde ich nicht, da ich annehme, dass dabei Schadstoffe entstehen die ich nicht in unserer Umwelt haben will. Das Abisolieren ist so eine Winterabendbeschäftigung die mich nicht stört und die während des lausigen Fernsehprogramms erledigt wird.
Gruß Bernd
Härte scheint bei Kupfer ein wenig Empfindungssache zu sein, so empfand ich den Kupferdraht ohne glühen bereits als weich (ähnlich Aludraht!). Da aber das Glühen einfach zu bewerkstelligen sein wird, werde ich mir die Härte im direkten Vergleich mal anschauen und ausprobieren, warscheinlich liegt die Erklärung in der Praxis (bis jetzt habe ich über Kupferdraht nur gelesen und noch keinen angelegt).
Oder verwechsel ich hier Härte und Flexibilität?
@Bernd
Das abisolieren hat Spaß gemacht (war wirklich ein sch...ß Fernsehprogramm )
Hallo Thorsten
Der Kupferdraht in Stromleitungen
ist eine andere Legierung als der "käufliche".
Daher auch das andere Verhalten des abisolierten Drahtes.
mfG Dieter
Hallo Dieter
Hast Du eine Ahnung wie sich die Legierungen unterscheiden? oder wie komme ich an entsprechende Infos? Das würde mich noch interessieren. Denn ich habe sowohl mit speziellem Bonsikupferdraht als auch mit geglühtem Elektrodraht gearbeitet und keinen Unterschied bemerkt.
Gruß Bernd
Hallo Bernd
Mit genaueren Informationen kann ich leider nicht dienen.
Kupfer zur Verlegung von Stromleitungen
verhärtet sich allerdings nicht (auch nicht nach dem ausglühen).
Ein Installateur oder Klempner müsste
genauere Informationen haben, da die verwendeten Rohre
auch in weich, halbhart und hart unterschieden werden.
mfG Dieter
Danke für die Info, Dieter!
Das deckt sich mit meinen Beobachtungen, der Draht lässt sich häufig verbiegen und wird nicht "fest". Den Glühtest mache ich trotzdem, aus purer Neugierde.
@Marius:
Ich kenne einen professionellen Gestalter, der seine gebrauchten Aludrähte in eine Zwinge einspannen und mit einer Zange geradezieht. Der Draht wird ein wenig dünner, ist super gerade aber auch deutlich härter und spröder.
Ich mach das auch manchmal, verwende die gereckten Drähte jedoch meist zum Abspannen, zur Netzbefestigung oder bei Jungpflanzen.
Hallo Marius
Ist ja irgendwie alles egal,
aber beim Abspannen solltest Du die Seile vorher nass machen,
da Sie sich ansonsten bei Regen schön dehnen
und das Ergebnis etwas anders als gewünscht sein kann.
mfG Dieter
@zopf: ich weiß. allerdings habe ich auch keine pflanzen dessen äste einen solch extremen zug entwickeln. da muß man eher aufpassen die äste nicht abzubrechen.
und man muß ja auch mal tipps für ottonormalverbraucher geben und nicht nur für die, bei denen geld kaum eine rolle spielt.
so wird eben draht auch mal am besenstil geradegerubbelt. erzeugt auch wärme und der draht ist gerade.