Mästen von Kiefern
Mästen von Kiefern
Während ich bei Laubbäumen durch Cut and Grow das Wachstum und die Entwicklung fördern kann stellt sich mir die Frage, wie erreiche ich das bei Kiefern im Aufbau?
Ich mäste derzeit eine P. sylvestris und ein P. mugo. D. h. ich dünge kräftig und lasse sie ungehindert durchtreiben. Doch was dann?? Beim Laubbaum würde ich spätestens im Winter stark zurückschneiden und den Vorgang mehrere Jahre wiederholen. Wie gehe ich bei Kiefern vor, weil das mit dem kräftigen Rückschnitt ja nicht so ohne weiteres möglich ist und die Form der Pflanze dann nicht zu halten ist??
Wie sehen Eure Erfahrungen hier aus??
Ich mäste derzeit eine P. sylvestris und ein P. mugo. D. h. ich dünge kräftig und lasse sie ungehindert durchtreiben. Doch was dann?? Beim Laubbaum würde ich spätestens im Winter stark zurückschneiden und den Vorgang mehrere Jahre wiederholen. Wie gehe ich bei Kiefern vor, weil das mit dem kräftigen Rückschnitt ja nicht so ohne weiteres möglich ist und die Form der Pflanze dann nicht zu halten ist??
Wie sehen Eure Erfahrungen hier aus??
Gruß, Joachim
Re: Mästen von Kiefern
Hallo Joachim,jost hat geschrieben:...Ich mäste derzeit eine P. sylvestris und ein P. mugo. D. h. ich dünge kräftig und lasse sie ungehindert durchtreiben...
das ist sehr interessant, da ich mit einer Weymouths-Kiefer (leider) das gleiche gerade machen möchte. Ich würde gerne wissen, wie, bzw. mit welchen Düngern Du arbeitest?
Danke + Grüße, Chris.
- Toni Bonsai
- Beiträge: 254
- Registriert: 17.05.2005, 19:32
- Wohnort: Halle/Saale
Mich würde das jetzt auch interressieren, da ich auch gerade 2 kleine Kiefern, leider veredelt, aber nur als Experiment, auf ihren Weg als Bonsai gebracht habe, sprich erste Formschnitte. Sie sollen aber nur so hoch bleiben wie jetzt, brauchen aber noch Stammdicke, also wie mache ich das?? "Cut and Grow" geht ja nicht, einfach düngen oder wie??
Grüße, Toni
Denk nie daran aufzugeben, denn das ist die
erste Sprosse auf der Leiter die nach unten
führt
Denk nie daran aufzugeben, denn das ist die
erste Sprosse auf der Leiter die nach unten
führt
@ Chris.
Viel Glück mit der Pinus strobus! So ein Exemplar (oder was ich dafür halte) habe ich seit mehr als 10 Jahren (damals als Sämling gesammelt). Ich betrachte die eher als Objekt fürs Kuriositätenkabinett wie als Bonsai, weil ich irgendwie das richtige Pflege-Rezept noch nicht gefunden habe. In der Erde und unbeschnitten wachsen die Dinger in ein paar Jahren meterhoch, und der Stamm hat gerade mal 2-3 cm Durchmesser. Meine ist auch nicht dicker und wird gern stakelig, weil aus jeder Kerze ein Trieb kommt, der nur am Ende ein Nadelbüschel hat und sonst kahl ist. Ich dünge und giesse sie gut, kürze die kräftigsten Kerzen und schneide die Zweige regelmässig so weit wie möglich zurück. Sie ist trotzdem stakelig. Sie kann Knospen am alten Holz bilden, tut es aber nur sehr selten bei mir. An "natürlichen" Standorten, wo sie verbissen werden, kenne ich wunderschöne Exemplare, also geht es, nur wie? Vielleicht weiss das irgendjemand hier, oder wir finden es eines Tages raus.
@Toni,
im Prinzip macht man das bie Kiefern so, dass man manche Äste normal beschneidet, damit stammnahes Grün erhalten bleibt, und andere waagerecht nach aussen drahtet, damit sie die anderen nicht beschatten und dann lang auswachsen lässt und erst nach Jahren völlig entfernt, wenn sie ihren Zweck erfüllt haben. Den Gipfeltrieb kann man auch lang auswachsen lassen und alle paar Jahre abschneiden und durch einen neuen Trieb ersetzen. Für Details musst Du aber die Experten hier oder Fachliteratur konsultieren. Ich bin bei Kiefern noch schwer am rumprobieren.
liebe Grüsse,
Susi
Viel Glück mit der Pinus strobus! So ein Exemplar (oder was ich dafür halte) habe ich seit mehr als 10 Jahren (damals als Sämling gesammelt). Ich betrachte die eher als Objekt fürs Kuriositätenkabinett wie als Bonsai, weil ich irgendwie das richtige Pflege-Rezept noch nicht gefunden habe. In der Erde und unbeschnitten wachsen die Dinger in ein paar Jahren meterhoch, und der Stamm hat gerade mal 2-3 cm Durchmesser. Meine ist auch nicht dicker und wird gern stakelig, weil aus jeder Kerze ein Trieb kommt, der nur am Ende ein Nadelbüschel hat und sonst kahl ist. Ich dünge und giesse sie gut, kürze die kräftigsten Kerzen und schneide die Zweige regelmässig so weit wie möglich zurück. Sie ist trotzdem stakelig. Sie kann Knospen am alten Holz bilden, tut es aber nur sehr selten bei mir. An "natürlichen" Standorten, wo sie verbissen werden, kenne ich wunderschöne Exemplare, also geht es, nur wie? Vielleicht weiss das irgendjemand hier, oder wir finden es eines Tages raus.
@Toni,
im Prinzip macht man das bie Kiefern so, dass man manche Äste normal beschneidet, damit stammnahes Grün erhalten bleibt, und andere waagerecht nach aussen drahtet, damit sie die anderen nicht beschatten und dann lang auswachsen lässt und erst nach Jahren völlig entfernt, wenn sie ihren Zweck erfüllt haben. Den Gipfeltrieb kann man auch lang auswachsen lassen und alle paar Jahre abschneiden und durch einen neuen Trieb ersetzen. Für Details musst Du aber die Experten hier oder Fachliteratur konsultieren. Ich bin bei Kiefern noch schwer am rumprobieren.
liebe Grüsse,
Susi
Re: Mästen von Kiefern
Ich verwende einen handelsüblichen Koniferendünger (50% organisch, 50% mineralisch) und zusätzlich etwas mineralischen Volldünger.Alien66 hat geschrieben: Hallo Joachim,
das ist sehr interessant, da ich mit einer Weymouths-Kiefer (leider) das gleiche gerade machen möchte. Ich würde gerne wissen, wie, bzw. mit welchen Düngern Du arbeitest?
Danke + Grüße, Chris.
"Mästen" hört sich vielleicht etwas brutal an aber damit meine ich, eine stinknormale Baumschulpflanze durch optimale Pflege im Dickenwachstum stark zu fördern.
Bislang kamen zum Schnitt bei der Mugo noch keine Antworten
Ungehindert wachsen lassen und erst in 2 oder 3 Jahren durch Abspannen und Auslichten Rückknospung fördern oder durch permanenten Schnitt bereits jetzt die Rückknospung anregen und immer wieder auf stammnahe Triebe zurücksetzen?
Gibt es Erfahrungen??
Gruß, Joachim
- Wolfgang
- Ehren-Autor
- Beiträge: 9765
- Registriert: 05.01.2004, 14:19
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Joachim,
ich hab zwar keine praktischen Erfahrungen, weil ich immer mit verkrüppelten Yamadoris "herumspielen* muss
, aber es gibt da einschlägige Berichte - z.B. im "Bonsai art" - wie man sog. *Opferäste* kräftig durchwachsen lässt und nach einigen Jahren - wenn der Stamm dick genug ist - wieder wegschneidet.
Beim "Nudelsieb-Projekt" hier im Forum geht´s doch auch um eine ähnliche Methode, oder? - Schau mal dort nach ......
ich hab zwar keine praktischen Erfahrungen, weil ich immer mit verkrüppelten Yamadoris "herumspielen* muss
Beim "Nudelsieb-Projekt" hier im Forum geht´s doch auch um eine ähnliche Methode, oder? - Schau mal dort nach ......
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
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- Wolfgang
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- Registriert: 05.01.2004, 14:19
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Wenn du das "Bonsai art" - Abo hast, müsstest du in den bereits erschienenen Heften gleich mehrere Beiträge zu diesem Thema finden ......jost hat geschrieben:Werde gleich mal das Heft heraussuchen und den Artikel studieren.
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
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Nr.72
Grüße..
Johannes
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Arbeitskreis Bruchköbel-bei Hanau
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Johannes
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Arbeitskreis Bruchköbel-bei Hanau
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Hallo!
Mich würde hierbei noch interessieren, wie man das bei Ästen macht, die scho länger sind und nur im Spitzenbereich Nadeln haben. Wie bringe ich solche Äste dazu, weiter in Stammnähe Knospen zu bilden und somit neue Seitentriebe zu bilden?
Was geschieht eigentlich bei einer so genannten "fertigen" Kiefer? Wenn das Grün genau dort ist, wo man es haben will, wird dann die ganze Kerze ausgebrochen?
Eines noch, wozu muss man die alten Nadeln schneiden? Macht man das nur bei Kiefern?
Karl
Mich würde hierbei noch interessieren, wie man das bei Ästen macht, die scho länger sind und nur im Spitzenbereich Nadeln haben. Wie bringe ich solche Äste dazu, weiter in Stammnähe Knospen zu bilden und somit neue Seitentriebe zu bilden?
Was geschieht eigentlich bei einer so genannten "fertigen" Kiefer? Wenn das Grün genau dort ist, wo man es haben will, wird dann die ganze Kerze ausgebrochen?
Eines noch, wozu muss man die alten Nadeln schneiden? Macht man das nur bei Kiefern?
Karl
viel Sonnetschalle hat geschrieben:Hallo!
Mich würde hierbei noch interessieren, wie man das bei Ästen macht, die scho länger sind und nur im Spitzenbereich Nadeln haben. Wie bringe ich solche Äste dazu, weiter in Stammnähe Knospen zu bilden und somit neue Seitentriebe zu bilden?
entfernen der alten Nadeln (ich mach das im Sommer mit der Schere) um mehr Licht in die Innenbereich zu bringen.
viel organischer Dünger,
bei, wie könnte es anders sein, gut durchlässigem Substrat
Ich hab Spass !
grüsse stefan
grüsse stefan
