Salix für Shohin?
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Christiane
Bin extra früh aufgestanden
!
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Christiane
Hallo Christiane,
wo soll ich nur beginnen?
Vielleicht damit "Entschuldigung" zu sagen für meine 1000. Antwort, mit der ich befürchte Dich trotz all Deiner verständlichen Freude etwas desillusionieren zu müssen. Nicht ganz hinsichtlich der Umsetzung von Majos hübschem Virtual, doch leider allgemein in der Sache.
Die Stecklingsvermehrung für Ulf dürfte allerdings überhaupt kein Problem sein. Sonst kannst Du ihn gerne an mich verweisen. Ich habe mehrere Pflanzen davon.
"Pflanzen"? - Da fängt es schon an.
Bei Deiner gezeigten Weide handelt es sich nämlich keineswegs um Salix waldsteiniana!
Waldsteins-Weide Salix waldsteiniana
Wuchs: Kleiner Strauch, 50 cm bis knapp 1 m hoch, meist dichte Horste bildend, Blätter in Büscheln an den Zweigenden. Die Äste sind bräunlich-oliv, glatt und kahl. Junge Triebe gelbgrün, an der Basis flaumig bis zottig behaart und später verkahlend.
Blüte: Die lang gestielten Kätzchen sind schlank zylindrisch und 2,5 bis 3 cm lang. Männliche Kätzchen mit kahlen Staubfäden, weibliche Kätzchen mit sehr kurz gestieltem, wollig behaartem Fruchtknoten.
Blatt: Die Blätter der Kurztriebe sind elliptisch, ganzrandig und vorne meist abgerundet. An Langtrieben sind die Sommerblätter verkehrt-eiförmig, bis 4 cm lang und oft schief zugespitzt. Die Oberseite ist auffällig gelblichgrün und stark glänzend, die Unterseite hell bläulichgrau.
Standort: Sonne bis Halbschatten, kalt- bis kühl-luftfeuchte Lagen.
Sonstiges: Sehr schwachwüchsig, selten in Kultur, aufallend dicke, graue Knospen.
Zitatquelle: EGGERT Baumschulen
Ich hatte ca. 15 Jahre eine solche S. waldsteiniana als Kaskade gestaltet. Wohlgemerkt hatte!
Solche Weidenarten eignen sich nicht wirklich gut für Bonsai. Dann auch noch eine Kaskadenform zu gestalten ist wirklich zuviel das Glück herausgefordert. So habe mich nach vielen frustigen Rückschlägen eben getrennt.
Jetzt aber mal zur von Dir gezeigten Weide.
Dabei handelt es sich um eine Gletscherweide bzw. Quendel Weide. So genannt wegen ihrem natürlichen Habitat bzw. den an Quendel (Thymian) erinnernden Blättern.
Quendelblättrige Weide Salix serpillifolia
Spalierstrauch mit oberirdisch, wurzelnden, holzigen Sprossen. Pflanze sehr dicht. Äste dem Boden angepresst. Laubblattspreite 3 - 8 mm lang und 2 - 4 mm breit mit 2- 4 Paar Seitennerven; fast dachziegelartig, Blütenstiel 0,5 mm lang. Kätzchen kugelig, 5 mm im Durchmesser, 3- 8-blütig, nach dem Blatt erscheinend. Pflanze meist dicht verzweigt, kompakt. Laubblattspreite rundlich bis elliptisch. Wuchsausmaß: 10- 20 cm, Höhe 1-2 cm.
Zitatquelle: Flora/Gasteinertal
Ich habe diese Sorte erst 2-3 Jahre, doch verwende sie nur ausschließlich für Beisteller bzw. als Akzent bei Felsenpflanzungen. Mit Deinem 3 cm Stämmchen hast Du also beim umtopfen geschickt ca. einen cm Stamm gewonnen. Viel mehr wird es aber leider auch nicht werden. Dies ist allerdings kein Grund zum Aufgeben. Wie ich bereits eingangs schrieb, solltest Du versuchen das recht ansprechende Virtual von Majo um zu setzen und dabei einfach den Term Shohin vergessen und das Ergebnis eben Mame-Bonsai nennen.
wo soll ich nur beginnen?
Vielleicht damit "Entschuldigung" zu sagen für meine 1000. Antwort, mit der ich befürchte Dich trotz all Deiner verständlichen Freude etwas desillusionieren zu müssen. Nicht ganz hinsichtlich der Umsetzung von Majos hübschem Virtual, doch leider allgemein in der Sache.
Die Stecklingsvermehrung für Ulf dürfte allerdings überhaupt kein Problem sein. Sonst kannst Du ihn gerne an mich verweisen. Ich habe mehrere Pflanzen davon.
"Pflanzen"? - Da fängt es schon an.
Bei Deiner gezeigten Weide handelt es sich nämlich keineswegs um Salix waldsteiniana!
Waldsteins-Weide Salix waldsteiniana
Wuchs: Kleiner Strauch, 50 cm bis knapp 1 m hoch, meist dichte Horste bildend, Blätter in Büscheln an den Zweigenden. Die Äste sind bräunlich-oliv, glatt und kahl. Junge Triebe gelbgrün, an der Basis flaumig bis zottig behaart und später verkahlend.
Blüte: Die lang gestielten Kätzchen sind schlank zylindrisch und 2,5 bis 3 cm lang. Männliche Kätzchen mit kahlen Staubfäden, weibliche Kätzchen mit sehr kurz gestieltem, wollig behaartem Fruchtknoten.
Blatt: Die Blätter der Kurztriebe sind elliptisch, ganzrandig und vorne meist abgerundet. An Langtrieben sind die Sommerblätter verkehrt-eiförmig, bis 4 cm lang und oft schief zugespitzt. Die Oberseite ist auffällig gelblichgrün und stark glänzend, die Unterseite hell bläulichgrau.
Standort: Sonne bis Halbschatten, kalt- bis kühl-luftfeuchte Lagen.
Sonstiges: Sehr schwachwüchsig, selten in Kultur, aufallend dicke, graue Knospen.
Zitatquelle: EGGERT Baumschulen
Ich hatte ca. 15 Jahre eine solche S. waldsteiniana als Kaskade gestaltet. Wohlgemerkt hatte!
Solche Weidenarten eignen sich nicht wirklich gut für Bonsai. Dann auch noch eine Kaskadenform zu gestalten ist wirklich zuviel das Glück herausgefordert. So habe mich nach vielen frustigen Rückschlägen eben getrennt.
Jetzt aber mal zur von Dir gezeigten Weide.
Dabei handelt es sich um eine Gletscherweide bzw. Quendel Weide. So genannt wegen ihrem natürlichen Habitat bzw. den an Quendel (Thymian) erinnernden Blättern.
Quendelblättrige Weide Salix serpillifolia
Spalierstrauch mit oberirdisch, wurzelnden, holzigen Sprossen. Pflanze sehr dicht. Äste dem Boden angepresst. Laubblattspreite 3 - 8 mm lang und 2 - 4 mm breit mit 2- 4 Paar Seitennerven; fast dachziegelartig, Blütenstiel 0,5 mm lang. Kätzchen kugelig, 5 mm im Durchmesser, 3- 8-blütig, nach dem Blatt erscheinend. Pflanze meist dicht verzweigt, kompakt. Laubblattspreite rundlich bis elliptisch. Wuchsausmaß: 10- 20 cm, Höhe 1-2 cm.
Zitatquelle: Flora/Gasteinertal
Ich habe diese Sorte erst 2-3 Jahre, doch verwende sie nur ausschließlich für Beisteller bzw. als Akzent bei Felsenpflanzungen. Mit Deinem 3 cm Stämmchen hast Du also beim umtopfen geschickt ca. einen cm Stamm gewonnen. Viel mehr wird es aber leider auch nicht werden. Dies ist allerdings kein Grund zum Aufgeben. Wie ich bereits eingangs schrieb, solltest Du versuchen das recht ansprechende Virtual von Majo um zu setzen und dabei einfach den Term Shohin vergessen und das Ergebnis eben Mame-Bonsai nennen.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
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Christiane
Na, wär nicht das erste Mal, das aus dieser Quelle etwas falsch benannt war
Aber Namen sind ja Schall und Rauch, und so lande ich dann doch wieder bei den Beistellern.
Hauptsache, das wird ein nettes Teil!
Ich so leicht lasse ich mich nicht aus der Bahn werfen, mach ich eben einen Mame statt einem Shohin.
Danke, Gary!
Aber Namen sind ja Schall und Rauch, und so lande ich dann doch wieder bei den Beistellern.
Hauptsache, das wird ein nettes Teil!
Ich so leicht lasse ich mich nicht aus der Bahn werfen, mach ich eben einen Mame statt einem Shohin.
Danke, Gary!



