Habe mal einige allgemeine Fragen zum Schnitt von Mädchenkiefern:
Was macht man bei P. parvi. am Besten, wenn man viele
schlafende Knospen wecken will. Wie verfährt man dann
mit den neuen Kerzen? Und was mit den älteren Nadeln?
Wann sollte man die Kerzen einkürzen und welche lässt man am
Besten stehen?
In vielen Büchern steht, dass man nur eine Kerze stehen lassen soll, eine
Nebenkerze. Welche nimmt man da am Besten? Bei waagrechten Ästen die unter der Hauptkerze oder die auf der Oberseite des Astes?
Kiefern schneiden und pinzieren ist schon manchmal etwas vertrackt. Was man machen muss hängt sehr vom Gesundheitszustand ab und wie weit der Baum schon gestaltet ist. Außerdem reagiert jeder Baum anders.
Du schreibst dass du viele neue Knospen erzeugen willst. Da ist es meiner Erfahrung nach schon mal wichtig, im Herbst die alten Nadeln abzuzupfen, bevor sie braun werden. Im Frühjahr entferne ich dann die stärkeren Knospen und lasse zwei Knospen stehen, an waagerechten Ästen sinnigerweise nach links und rechts weisend. Je nachdem wie stark die Kerzen dann weiterwachsen werden die stärkeren nochmal gekürzt und die schwachen weniger oder wenn sie ganz schwach sind auch gar nicht. Bisher bin ich damit ganz gut gefahren.
(Für Kritik und Kommentare zu dem was ich da oben verzapft habe bin ich wie immer offen und dankbar!)
danke für deine Antwort! Soll man die alten Nadeln im Herbst lieber
schneiden oder zupfen? Beim Zupfen könnten doch Knospenanlagen beschädigt werden (vergleich Blattschnitt bei Laubbäumen)?
Mein Baum ist noch recht klein, soll aber auch nicht so ein Riese werden,
lieber ein bisschen kleineres Format. Habe ihn erst umgetopft, in einen größeren Topf, werde deshalb noch etwas warten mit der Gestaltung.
Ich zupfe die alten Nadeln ab, wenn sie sich langsam zu verfärben beginnen. In diesem Stadium sitzen sie meist auch nicht mehr allzu fest am Zweig. Sollte das doch der Fall sein, reiße ich die Nadeln nicht mit Gewalt ab, sondern warte ganz einfach noch ein wenig. Neue Rückknospen sind mir so noch nie verloren gegangen.