Abmoosen einer Rotbuche

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Philipp
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Abmoosen einer Rotbuche

Beitrag von Philipp »

Hallo,

Letztes Frühjahr habe ich ein paar Rotbuchen ausgraben können. Die meisten sind super angewachsen und legen dieses jahr hoffentlich gut zu.
Bei einer habe ich jedoch schon jetzt festgestellt, das das Nebari nicht so toll ist. Das Problem ist dies:
wie auf dem Bild gezeichnet, handelt es sich um einen Doppelstamm. Die Wurzeln fangen jedoch nach einer verjüngung, etwa erst 2-3cm nach der "dicksten"-Verzweigungsstelle an.
Ich dachte daran an der grün markierten Stelle abzumoosen.
Meine Frage ist jetzt kann ich einem erst vor einem Jahr ausgegrabenen Baum das schon zumuten?
(Letztes jahr über war er putzmunter und hat gut neue Triebe entwickelt)
Mein Plan wäre, an der grünen Stelle, etwa 2 cm bis unten rinde zu entfernen, und alles mit neuer erde aufzufüllen und hoffen das sich neue Wurzeln bilden.
Nur jetzt oder Lieber noch ein Jahr warten??
Lieben Gruß und Danke für Tips,
Philipp
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Philipp
Umwickele den Stamm an der Stelle
wo Du abmoosen möchtest mit 2-3 Windungen
dickem Draht (3-4 mm). Bind um diese Stelle
Sphagnummoos und bedecke alles mit Erde.
Schlimmstenfalls hast Du Anfang nächsten
Jahres eine Verdickung des Bereiches, die Du
als Grundlage zum Abmoosen verwenden kannst.
Bestenfalls hat die Wurzelbildung schon eingesetzt.
mfG Dieter
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Karsten
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nachgefragt

Beitrag von Karsten »

@zopf

hast Du selbst ,
schon an F. sylvatica nach dieser Methode gearbeitet
und
fette Erfolge erzielt


die man vorzeigen darf ?

mit freundlichem Gruß
karsten.
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Bodo.P.
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Abmoosen

Beitrag von Bodo.P. »

Hallo Philipp
Deine Buche kannst du bequem abmoosen.
Vorgehensweise ist in Bonsai Art Bd.6 ab Seite 5 beschrieben.
Selbst habe ich das an einer ca 17cm dicken Eiche gemacht und an
anderen Bäumen gesehen.
Ganz kurz:
Einen Rindenstreifen von ca 4mm entfernen und auch etwas Holz
abtragen.1 Tag trocknen lassen.
Mit Bewurzelungshormon einpinseln und einen dicken(5mm)Draht
in der Rille verdrillen.
Etwas langfaseriges Moos drum ein Netz um das ganze stellen
und mit Akadama (oder anderem relativ lockerem Substrat ) auf-
füllen.
Regelmässig drehen damit die Sonne das Substrat gleichmäßig
erwärmt.
mfg Bodo.P.
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Karsten
Nein, bei einer Buche habe ich noch
keine Abmoosung versucht. Das Verfahren
mit dem Draht benutze ich nur für Äste zum
Abmoosen, bis jetzt mit gutem Erfolg.
Ich halte es nur für eine sicherere Methode
und entspricht dem natürlichen Abmoosen
das man nach Erdrutschen findet.
Das komplette Entfernen der Rinde ist
vielleicht die schnellere Methode,
aber mit zu vielen Unwägbarkeiten verbunden.
Alleine die grosse Wunde ist von Beginn an
dem Angriff von Pilzen ausgesetzt, das ist nichts
für mich.
Und wenn das Abmoosen mit Draht 1 Jahr länger
dauert werde ich mit einem schöneren Wurzelansatz
belohnt.
mfG Dieter
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Philipp
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Beitrag von Philipp »

Hallo mal ein kleines Update,

also habe im März angefangen mit abmoosen, mit Rindenstreifen entfernen.
Gestern habe ich mal vorsichtig nachgeschaut und es haben sich nur etwa 3-4 dickere Wurtzeln gebildet, am Rest hat sich nur ein dicker Kallus gebildet.
Habe den Kallus weggeschnitten und nochmals mit Shagnummoos-Erd-Gemisch umhüllt.
Jetzt steh ich natürlich vor einem Dilemma....

1.) Bis wann können sich noch neue Wurzeln bilden? Und wieviel Wurzeln brauche ich um erfolgreich den Baum noch dieses Jahr zu trennen.

2.) Wenn keine neuen Wurzeln entstehen, 3 Wurzeln reichen ja nicht zum Trennen, wie soll ich dann überwintern, wenn ich normal im Garten eingrabe, dann sind die bis jetzt gewachsenen Wurzen im nächsten Frühjahr futsch oder???

3.) Wenn ich spät im Jahr noch Trenne, wie sollte ich dann überwintern?

4.) alles vergessen und nächstes Jahr neuen Versuch starten??

Hoffe ihr könnt mir da weiter helfen.

Gruß
Philipp
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so schauts grad aus
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mindy
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Beitrag von mindy »

hallo philipp!
vor nicht allzu langer zeit war hier mal ein beitrag zum abmoosen in kombination mit rhizopon. ich selbst hab noch keine erfahrung damit gemacht,weiß aber dass es wirklich nahezu wunder erbringt. ein bekannter moost so fast täglich bäume ab!
finde den artikel grad nur nicht. falls es dich intressiert. rhizopon hab ich mal bei ebay gekauft. ist sonst in deutschland gar nicht mehr zu bekommen.
hoffe geholfen zu haben! liebe grüße andy
bff - so nötig wie wasser ;)
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Philipp
Verlängere die Seiten deines Topfes mit z.B. Fliegengitter
so das ein höherer Topf entsteht. Dann kannst Du die Folie
aufmachen, den Rest mit einem gut drainierenden, aber
auch feuchtigkeitshaltenden Substrat auffüllen.
Dann die Pflanze normal weiter pflegen.
Wenn Du Glück hast kannst Du im Frühjahr abtrennen,
ansonsten im Herbst nächsten Jahres.
Die Wurzeln können sich in der Folie schlecht weiter
entwickeln, ausserdem sollten die Wurzeln nicht dem
Licht ausgesetzt werden.
mfG Dieter
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Philipp
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Beitrag von Philipp »

Hallo Dieter,
habe das mit dem Gitter schon in deinem Beitrag im Fachwissen gelesen und plane genau dies zu machen.
Was für ein Substrat verwendest du denn?

gruß
Philipp
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Philpp
Um ehrlich zu sein, nehme ich das Substrat was gerade
oben auf der Terrasse steht.
Bei einem Shishigashira Akadama-Kiryu, bei einer Kiefer
Akadama, bei einer Feldulme Blähtonbruch-Rindenhumus.
Das sind die momentan anghäufelten Substrate.
Bei Abmoosungen an einem Ast, mit Plastiktasche,
benutze ich nur Akadama 3-6mm.
Allerdings moose ich immer nur mit Drahtschlinge ab.
Mit Rinde abschälen ist mir 2 mal daneben gegangen,
da gehe ich lieber den sicheren Weg.
mfG Dieter
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dragon
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Beitrag von dragon »

Hallo Dieter,

entschuldige die Frage, aber das mit dem Drahtschlingen Abmoosen kenne ich gar nicht. Habe bisher immer das mit dem "Rindenstreifen abtrennen" gelesen.

Habe ich Dich richtig verstanden, du wickeltst um den Ast / Stamm einfach 4 -5 Windungen dicken Draht und packst es in Moss Akadama ohne irgendwie was einzuritzen oder dergleichen ? Ziehst Du den Draht fest an, das er fast einschneidet ?

Für zwei drei ausführliche Worte wäre ich Dir dankbar was das anziehen des Drahtes angeht und ob Du die Drahtschlingen akurat nebeneinander verlegst oder etwas Luft / Zwischenraum zwischen den Windungen ist.

Gruß Andi
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Andi
Ich ziehe 3-5 Windungen 2-3mm Aludraht ganz fest um den Bereich
den ich Abmoosen will. Das verzwirbel ich dann fest.
Sollte der Baum/Ast nicht rund sein, treibe ich mit leichten Hammer-
schlägen den Draht in die Einbuchtungen des Stammes.
Spalten versuche ich soweit wie möglich zu vermeiden.
Bei dünneren Ästen reichen oft 2 Schlingen aus und nach
2-3 Monaten kann man abtrennen.
Darauf packe ich dann Moos und binde es mit Bast fest.
Meist fülle ich mit Akadama auf, oben drauf noch mal Moos
und gut feucht halten.
Bei einer Feldulme ca 10cm Durchmesser, habe ich dieses
Jahr am oberen Rand leicht mit dem Skalpell entlang geschnitten.
Ob das sinnvoll ist kann ich erst Frühjahr 2008 entscheiden.
Im Frühjahr kommen Bilder zum Abmoosen mit Platte,
ich weiss allerdings nicht ob das funktioniert hat.
mfG Dieter
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dragon
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Beitrag von dragon »

Super Dieter, Vielen Dank. Klare und eindeutige Aussage.

Ich werds einmal ausprobieren wenn die Zeit reif zum abmoosen ist.

Vielen Dank Andi

P.S. Auf die Bilder bin ich dann auch einmal gespannt.
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