Brauner Kristallbelag am Schalenrand

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Holzwurmdominik
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Brauner Kristallbelag am Schalenrand

Beitrag von Holzwurmdominik »

Ich habe schon seit Geräumiger Zeit einen Kristallbraunen Belag am obersten Lasierten Schalenrand (wie Kandisszucker).

Ich schätze mal das es am Gießwasser liegt, obwohl ich abgestandenes Wasser für meine Indoors nutze.
Der Braune Rand ist aber nur an meiner Landschaft wo der Boden leicht mit moos bedeckt ist. Ich kann ihn nur mit einem Holzstab mechanisch entfernen, wobei der Belag recht fest am Rand haftet und nur abbröckelt.

Gibt es ne möglichkeit das Fernzuhalten ?
Woran könnte das noch liegen ?
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crimson
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Beitrag von crimson »

Ich würde auf Kalkablagerungen tippen. Da hilft nur Regenwasser verwenden oder kratzen. Wichtig ist, dass Du sehr viel gießt, also nicht häufig sondern viel Wasser pro gießen, damit Kalk etc. auch wieder ausgespült werden kann. Bei mir hat's bis zur Regentonne auf diese Weise gut funktioniert. Die Ablagerungen entferne ich mit dem Essstäbchen und einer alten Zahbürste. Solange man nicht hunderte Bäume hat, geht das.

Viele Grüße
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Holzwurmdominik
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Beitrag von Holzwurmdominik »

Jo das hört sich gut an was du geschrieben hast. naja mal sehen was ich da mache da ich keinerlei möglichkeiten habe um regenwasser zu bekommen da ich zur miete wohne und kein garten habe. doch wasserendhärter wolte ich auch nicht verwenden da dieses zu kostspielig ist.
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crimson
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Beitrag von crimson »

Ich habe Indoor einen Britta-Filter verwendet. Auch hier heißt es, solange man nicht hunderte Bäume, lässt sich dass schon finanzieren. Ansonsten gibt es ja noch Ionentauscher im Baummarkt für kleines Geld oder das Wasser einfach ein wenig stehen lassen. Hilft auch. In jedem Fall aber reichlich gießen und hin und wieder schrubben...
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flu
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Beitrag von flu »

Also das mit dem "reichlich gießen" leuchtet mir nicht ein.
Wieso sollten sich weniger Kalkablagerungen ergeben, wenn man mehr von dem kalkhaltigen Wasser gießt?
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crimson
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Beitrag von crimson »

Wenn ich das richtig verstehe ist der Kalk ja im Wasser "aufgelöst" und wird erst Kristalin wenn das Wasser troknet. Wenn man viel also nicht häufig gießt spült man einen Teil des Kalkes durch die Abzugslöcher wieder aus. Soweit meine Theorie.

Zumindest haben meine Bäume (auch die Kalk hassende Steineibe) hier in Köln (Härtegrad vier) dieses Gießverhalten mit guten Wachstum beantwortet. Kleine Kalkablagerungen hatte ich natürlich trotzdem aber bevor ich dieses Verfahren angewendet habe, konnte ich im Sommer alle paar Wochen die Oberste Substratschicht austauschen, da diese durch die Kalkablagerungen zu einer festen Platte geworden war.
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Thorschti
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Beitrag von Thorschti »

Eine Bemerkung zum Kalk!

Die Ablagerungen entstehen durch die sog. Calcium/Magnesiumhärte die als Kesselstein (Calcium und Magnesiumcarbonat) beim Verdunsten des Wassers zurückbleibt.
Calcium beeinflusst durch das Kalk/Kohlensäure-Gleichgewicht den pH-Wert des Wassers. Es gilt, je mehr Calcium desto höher (alkalischer) der pH-Wert.
Aus diesem Grunde wird bei Azalee (bevorzugt in der Erde mit einem leicht sauren pH < 7) mit "weiches Wasser" (Kalk- d.h. Calciumarm) gegossen. Regenwasser enthält kein Kalk und ist somit "weich"

Und eine weitere Bemerkung zum Britta Wasserfilter (und sonst allen Filtersystemen)

Diese Systeme enthalten einen sog. Mischbett-Ionenaustauscher (schon wieder so ein blödes Wort auf Schlau :wink: ), der die Calcium- und Magnesiumionen gegen Natriumionen austauscht. Das Carbonation wird hingegen gegen Chlorid getauscht. Die Stoffmenge (Anzahl) an Ionen bleibt gleich nur kommt es zu keinen sichbaren Ablagerungen mehr.
Man bescheißt (sorry für diesem Kraftausdruck :oops: ) sich also selber denn statt Kalk hat man nun Kochsalz im Gießwasser und das ist für den Baum auch nicht wirklich förderlich. *nono*

Guter Rat ist nun also teuer. *confused*

Kann man Regenwasser nehmen ist alles gut, wenn man weiches Wasser < 5°dH (deutsche Härte) hat, auch prima (nur noch wegen des Chlors abstehen lassen).

Meine Empfehlung ist es destilliertes Wasser (ca 1.99 für 5l) mit Leitungswasser auf eine Härte ~2°dH einstellen. Dieses ist sicherlich billiger als die Brittafilter. Ich kann das dest. Wasser bei uns aus dem Labor mitnehmen und überbrücke so die Zeiten, in denen es im Hochsommer kein Regenwasser gibt.

Eine andere Möglichkeit (selbst nur gelesen) ist es, Leitungswasser mit einem eingetauchten Beutel Weißtorf zu entkalken. Hierbei sollen die enthaltenden Huminsäuren (wieder so drecks Fremdwort) den pH und Kalk neutralisieren bzw. binden.

Ich hoffe ich konnte verwirren :wink:

Gruss Thorschti
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Tropenfreak
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Beitrag von Tropenfreak »

Hallo Thorschti

Na bum. Wenn das mal kein hochwissenschaftliches Geschafel war, was dann. Macht aber nichts, bin selbst Techniker und gebe manchmal selbst solchen hochkomplexen " Schmunz" von mir. Konnte übrigens in deinen Angaben keinen Fehler entdecken. Ist zwar nicht ganz mein Fachgebiet aber Physik und Chemie waren schon zu Schulzeiten meine Faforiten.

Nur gut, dass ich 2 Brunnen zu Hause habe und mich deshalb nicht mit solchen Ärgernissen rumkämpfen muss. Hab das Wasser mal eingeschickt und alalysieren lassen - hat 1A Trinkwasserqualität. Den Härtegrad hab ich jetzt so auf die Schnelle nicht im Kopf, er war aber ziemlich niedrig max. 3, sonst würd ich mich erinnern.

Wasser abzukochen kann den Härtegrad ebenfalls bedingt beeinflussen, und auch das CHlor wird ausgetrieben. Also dran denken und das überschüssige Teewasser nicht in den Abguss, sondern in die Gießkanne "entsorgen" :D

so long Roland
Der Spirituelle Intellekt des Agrarökonomen steht in reziproker Relation zur Quantität seiner subterranen Knollengewächse ;-)

Mfg Roland
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Holzwurmdominik
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Beitrag von Holzwurmdominik »

Aja Ionentauscher sagt mir was aber da bin ich in diesen them nicht so fit.
aber welches produckt kann ich da genau verwenden und bei welchem Baumarkt bekommt man den ?
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thomas otto
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Beitrag von thomas otto »

Also dran denken und das überschüssige Teewasser nicht in den Abguss, sondern in die Gießkanne "entsorgen" :D

Hallo Roland
Bitte bitte nicht !!! :?
Dieser Tip ist keiner ! Habe über 2Jahre lang dies bei meinen Indoors versucht und bin erst vor 3 Monaten über einen Artikel eines besseren belehrt worden(ev.von Martin Schillings - wenn nicht bitte nicht böse sein).
Beim abkochen "fällt" der Kalk nach unten und so entsteht ein Konzentrat, was noch schädlicher ist als wenn man das Wasser so entnimmt(hoffe es halbwegs gut zuerklären).
Seitdem ich es geändert hab geht es vielen Jungs (bonsai) etwas besser.
Zusätzlich habe ich jetzt immer einen Eimer mit Torf im Wasser draußen zustehen.
Das mit dem Britafilter hat sich bei mir auch schon erledigt -- aus den genannten Gründen hier im Thread.
Gruß Thomas Otto
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Holzwurmdominik
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Beitrag von Holzwurmdominik »

kann man auch x beliebigen torf verwenden oder muß es unbedingt weißtorf sein ?
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Thorschti
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Beitrag von Thorschti »

Ich habe von der Torfmethode nur gelesen, aber beim Googeln kommt einiges.

Gestern habe ich mir aber einmal meine Schalen angeschaut und siehe da, der gleiche "braune Kandis". Das hatte ich bis jetzt noch nicht und warum nicht? Bis jetzt hatte ich nur mit Biogold gedüngt die letzten Male jedoch mit mineralischem Dünger, ich glaube also das der Rückstand nicht allein vom Kalk sondern vielmehr Mineralsalze des Düngers sind (habe übrigens nur wenig gedüngt --> nicht das nachher einer weint :wink: ).

Gruss Thorschti
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Holzwurmdominik
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Beitrag von Holzwurmdominik »

hmmm ich verwende von neudorf den organischen flüssigdünger wobei ich die konzentration gering halte und dafür öfters dünge aber manchmal schaffe ich das aus zeitlichen gründen nicht immer.

Gruß
FPeske
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Beitrag von FPeske »

Thorschti hat geschrieben:Eine Bemerkung zum Kalk!

Meine Empfehlung ist es destilliertes Wasser (ca 1.99 für 5l) mit Leitungswasser auf eine Härte ~2°dH einstellen.
Und wie sieht da das Mischverhältnis aus? 1:1? :?:
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Margot
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Beitrag von Margot »

Hallo,

für die Indoor-Problematiker:
Ich habe 20 Jahre lang, mein Leitungswasser mit Oxalsäure entkalkt:
Ich meine, es war eine 1%ige Lösung, die ich zur Verfügung hatte. Habe nichts mehr da, um das zu bestätigen. Die Chemiker unter uns können sich Gedanken machen, wie man übermäßigem Kalk mit wieviel Säure zu einem anständigen Grad reduziert. Die Formel hat mich nie interessiert.
Die Oxalsäure habe ich in der Apotheke unter Angabe des Verwendungszweckes (Aufbereitung von Leitungswasser zu Gießzwecken)bestellt .
Das Zeug war aber ziemlich ergiebig. Ein befreundeter Chemiker hat mir eine Grundlösung "zubereitet", die ich dann nach Rezept verdünnt habe.
Der 50 Liter-Kanister war auf der Badewanne im Bad aufgestellt. 3 cm über den Boden hatte ich einen Hahn mit Silikon angebracht, damit ich das entkalkte Wasser entnehmen konnte. Am Boden blieb einen weißlichen wäßrigen Satz, den ich ausgespült habe, bevor ich den nächsten Kanister aufbereitet habe.
Fragt mich nicht, wieviel es gekostet hat. Ich kann mich nicht mehr erinnern. Fragt selber in der Apotheke.
Ich gebe zu, dass bei meinen kleinen Pöttchen das Wasser relativ lange gehalten hat.
Außerdem gebe ich zu, dass ich nicht nur so gegossen habe.
Ich trinke schließlich auch nicht immer das Feinste vom Feinsten, nicht wahr, und bin auch noch nicht tod oder todkrank! Den gleichen Widerstand habe ich bei meinen Schützlingen vorausgesetzt.

Nun, ich glaube, sie sind nicht am Wasser verreckt.
Die Gesamtsumme hat nicht gestimmt:

LICHT ist der Schlüssel zu jedem Problem. Und dann die UMGEBUNGSLUFT und dann das WASSER. So sind meine Erfahrungen.
Beim Licht hatte ich Pflanzenleuchten gekauft (Anschaffungspreis und Strom), für die Umgebungsluft hatte ich mit eine Art Tunnel am Fensterbrett gebaut (mehr für allerlei Pilze als für die Bonsai selbst) und für das Wasser eben die o.g. Oxalsäure.

Nachdem ich festgestellt habe, dass ich diese 3 Punkte in meinem Wohnzimmer nicht im Gleichgewicht und Einklang bringen konnte und dass die Bonsai reihenweise verreckt sind (als Berufsanfänger hat man doch andere Prioritäten, als reihenweise Serissa, Sageretien mit Wurzelläusen und Carmona gegen Läuse zu bekämpfen am Leben zu erhalten) habe ich mich nun für einen einzigen Ficus entschieden (damit ich im Winter nicht unter Entzugserscheinungen leide), dem ich meine ganze winterliche Liebe widme. Und ich bin glücklich damit. Glaubt mir, das ist es! Probiert es aus! Ein Baum, eine Liebe für den Winter! Volle Befriedigung, was will man mehr??

Alles andere ist mittelfristig SCHMARRN und Frust und Geldverschwendung und geraubte Illusionen und Utopien und Lusttöter und und und!
Meine bescheidene Erfahrung!

Heute habe ich eine chinesische Ulme, die den Winter mit den anderen im Gewächshaus verbringt und die mir nicht ins Wohnzimmer kommt und einen Ficus, den einzigen, den wahren, den treuesten, den geduldsamsten Freund eines Bonsaisten.

Das war´s zum Thema Wasser!!!

Ciao
Margot
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