Kaliumpermanganat

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Martin Sch.
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Kaliumpermanganat

Beitrag von Martin Sch. »

Ich möchte hier mal eim Mittel vorstellen was ich sehr gerne verwende.

Kaliumpermanganat (Übermangansaures Kali) gibt es als anthrazitfarbige, metallisch glänzende Salzkristalle im Handel (Apotheke). Es ergeben in Wasser eine tiefviolette Lösung.

Wirkung:
Fungizid, Bakterizid: Pilz- und Fäulnishemmer wegen der keimtötenden
Wirkung, sehr gut als Saatbeize.
Die Lösung ist stark sauerstoffaktiv, wirkt wachstumsfördernd, desinfizierend, adstringierend
Kaliumpermanganat ist ein Stoff mit hohem Oxidationsvermögen.

Verwendet man Kaliumpermanganat in Form von sehr verdünnten Lösungen (etwa 0,02 bis 0,05%) zur Desinfektion, so spaltet die Verbindung Sauerstoff ab. Durch Reduktion entsteht so Mangandioxid (Braunstein)

Zubereitungen:
Spritzbrühe : 1-3 g Kaliumpermanganat in 10 l Wasser lösen
Saatbeize: 3 g in 10 l Wasser lösen
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Lindwurm
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Beitrag von Lindwurm »

einfach die fertige lösung über den baum kippen ?
oder wie wendest du die lösung an ?

was kostet kaliumpermanganat in der apotheke ?
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

lindwurm hat geschrieben:einfach die fertige lösung über den baum kippen ?
oder wie wendest du die lösung an ?

was kostet kaliumpermanganat in der apotheke ?
Sprühen. 1 - 1,5g/l reichen. Gut gegen Mehltau, aber ich habe keine Lust das immer wieder zu schreiben :wink:
Apotheke, Preis ca. 0,80 - 1,20€ für 10g. Wird als Badewasserzusatz bei Hautkrankheiten schon mal verwendet.
M
Beste Grüße
Martin

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Martin Sch.
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Beitrag von Martin Sch. »

Jetzt findet man es ja in der Suchfunktion :lol:
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achim73
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Beitrag von achim73 »

hmm, jetzt bin ich verwirrt :

zuerst schreibst du :
spritzbrühe ca. 3g/10 l

und dann

sprühen mit
1-1,5 g/l

was gilt jetzt (z.b. bei akutem mehltaubefall) ?

oder sollte das nur zur vorsorge angewandt werden?

gruss achim
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Martin Sch.
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Beitrag von Martin Sch. »

Ich verwende es so :
Spritzbrühe (KREUTER 1995): 1-3 g Kaliumpermanganat in 10 l Wasser lösen, unverdünnt spritzen oder Giessen.
SCHMID & HENGGELER 1989 empfehlen 3 g in 10 l Wasser.
Ich nehme es für Aussaat und Stecklinge.
Ich habe auch schon sehr hohe konzentration genohmen, hat der Pflanze noch nie geschadet.
Ich bilde mir sogar ein, das Stecklinge besser bewurzeln.(versuche mit wildrosen)
Mit "Mehltau" habe ich keine Erfahrung.

Achtung: Bei zu starkem Ansatz können Flecken nicht nur auf den Pflanzen entstehen.

Ps. Habe mir jetzt erst wieder ein paar gramm geholt und @Chinosol ist auch gut nur etwas Teurer :D
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achim73
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Beitrag von achim73 »

sorry, boogey, hatte übersehen, dass die info mit den 1,5 g/l bei akutem mehltau nicht von dir war...
Gruss, Achim
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AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. »

Wie verwendet man das bei Aussaaten. Die Samen vorher in die Lösung tauchen oder damit das Substrat gießen?
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Martin Sch.
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Beitrag von Martin Sch. »

1. Die Früchte gut ausreifen lassen, dann sind sie auch trocken. Dann tritt auch das Problem mit den Fruchtresten (Fruchtfleisch der Schimmelt) nicht auf.

2. Beizen der Samen (Nassbeize) :
Zur Nassbeize kannst du eine 1% ige (mehr schadet auch nicht) Kaliumpermanganatlösung verwenden. Setze die Lösung an. (Leicht rosa Färbung), Fülle die Samen in ein Glas mit der Lösung. 30 -60 Minuten einweichen, besser über Nacht. Anschl. wieder trocknen lassen und sofort aussähen.
Ich benutze es nicht nur zum Einweichen, sondern auch zum Befeucht während der ganzen keimdauer. Ich sprühe oder Giesse es einfach auf die Samen/das Substrat

Stecklinge:
Es genügt eine einzige mit Pilzen befallen Steckling, um alle nachfolgende ebenfalls zu infizieren.
Dafür Chinsol-Lösung oder Kaliumpermanganat verwendet .
Cinosol ist auch zur Behandlung der Umfallkrnakheit geeignet.
Nach dem Schnitt sollten die noch nicht geschnittenen Pflanzenteile für ein paar Stunden in die Lösung gelegt werden, um genügend Feuchtigkeit aufnehmen zu können. Dabei werden unter Umständen die an der Schnittfläche vorhandenen Auxine herausgeschwemmt, deswegen wird erst danach der eigentlich Steckling geschnitten.
Ausnahme: Pflanzen mit Milchsaft. (Ficus)
Später können die Stecklinge noch mit einer entsprechenden Lösung, gegossen oder gespritzt werden


Chinosol hat als Wirkstoff 8-Chinolinolsulfat 1 H20 Kaliumsulfat
Chinosol gibs in 0,5 und 1 mg stärke. Die 1,0 mg sind vom Preis her die bessere Wahl
1 Tablette wird in 1 Liter Wasser aufgelöst, je nach Menge die du brauchst reicht schon 1/4 tablette für 250 ml.
Das Chinosol ist nicht so lange haltbar, wenn es gelöst ist...und kann genauso verwendet werden wie Kaliumpermanganat.


Es gibt auch noch Wasserstoffperoxid (H202)
Wasserstoffperoxidlösung tötet Keime ab.
Manche lassen ihre empfindlichen Samen sogar in verdünnte Lösung darin Keimen
Das keimenlassen in H2O2-Lösung funktioniert, jedoch nur bei sehr schwacher Konzentration (0,05 - 0,15% ).
H2O2 ist ätzend und bleicht sehr stark.
30% ist viel zu viel und 3% auch!!!
Diese Methode ist nur für Leute zu empfehlen, die im Umgang mit Chemikialien vertraut sind ( ein Spritzer im Auge oder Haut wäre fatal ).
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

sonicbody hat geschrieben:sorry, boogey, hatte übersehen, dass die info mit den 1,5 g/l bei akutem mehltau nicht von dir war...

Nee. Das ist von mir (habe aber auch ich mal gelesen und ausprobiert) UND das funktioniert dann auch :wink:
Aber egal auch. Was red' ich lange rum.
Sprüht mal drauf los. Passt scho'!
Martin S
Beste Grüße
Martin

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AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. »

Ich habe mal vor einiger Zeit Samen in Kaliumpermanganatlösung getaucht. Ist leider nichts geworden, wahrscheinlich war die Lösung zu konzentriert.
Notwendig ist die Prozedur aber nur bei empfindlichen Samen.
Ich habe gerade Samen von Pachypodium rosulatum ausgesät. Da findet auch ein Wettlauf zwischen Keimung und Pilzbefall statt. Ist schon der x-te Anlauf, jedesmal Probleme mit Schimmel. Ein paar Samen habe ich noch übrig, da werde ich dann die Lösung ausprobieren.
Stuff
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Beitrag von Stuff »

Sprüht mal drauf los. Passt scho'!
Hab mir eben grade 1,5 g aus der Apotheke geholt um das dann auch mal auszuprobieren, da Mehltau einer der mich am meisten nervenden Schädlinge ist.

Hat mich -,44 gekostet, also bei der Menge ca 3,- / 10g (Hamburg.).

Ich möchte auch nochmal vor der starken Färbung die dieser Stoff verursacht warnen. Der Apotheker meinte sogar das sei farbecht, also nix mit mal eben auswaschen.
Ausserdem färbt der Stoff erst bei Kontakt mit Flüssigkeit, das heißt, wenn ihr das Pulver an irgendeinem Ort umfüllt, dann, auch wenn ihr meint sauber gearbeitet zu haben, den Arbeitsplatz gut reinigen! Sonst verteilen sich kleine Mengen sonstwohin und ihr wisst nicht, was sich so alles in nächster zeit lila oder rosa färbt - es ist ein wirklich sehr, sehr starker Farbstoff. ^__^

Wirkung: - ? - Habs noch nicht probiert :oops:
Salve
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Beitrag von Salve »

Mit Interesse habe ich eure Berichte äber den Einsatz von Kaliumpermanganat gelesen. Ich bin Fuchsienliebhaber und mache meine Jungpflanzen aus Stecklingen. Daher nun meine Frage, die Stecklinge sollen in die Kaliumpermanganatlösung gelegt werden und so wie ich es verstanden habe erst nach der Behandlung auf die endgültige Länge geschnitten werden um die Auxine nicht auszuwaschen. Ist das aber nicht kontraproduktiv, in anderen Forumbeiträgen wird über die zusätzliche Anwendung von Weidenwasser und Wurzelhormonen gesprochen und mit dem Kaliumpermanganat löse ich die Auxine aus der Pflanze heraus? Kann ich die Stecklinge nach der Kaliumpermangantbehandlung in das Weidenwasser legen um die Wurzelhormone wieder zuzuführen? Ich bin etwas verwirrt über die Wirkungsweise des Kaliumpermanganats.
Gruß Salve.
Michael T.
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Beitrag von Michael T. »

Salve,

ich hab´s so verstanden, daß die Auxine nur an der Schnittfläche ausgespühlt werden, daher sollte nach dem Bad nochmal nachgeschnitten werden, da an der neuen Schnittfläche dann noch Auxine vorhanden sind.
Viele Grüße aus dem Sauerland,
Michael
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