Evolution und deren Mechanismen

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flu
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Evolution und deren Mechanismen

Beitrag von flu »

Euer Wunsch...
abgetrennt von Spüren Pflanzen Schmerz?
andi


Mir ist noch ein schönes Beispiel für die noch größtenteils unverstandenen Sinnesleistungen der Pflanzenwelt eingefallen.

Ein Blick aus dem fahrenden Auto und oft genug kann man Reihen von gepflanzten Pyramiden-Pappeln erspähen. Das an sich ist nichts besonderes, doch ist euch noch nicht aufgefalln, dass, egal wie eng die Pappeln auch gepflanzt sein mögen, sich niemals ihre Äste berühren?

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Die Biologie hat dieses Phänomen bisher nicht erklären können. Die Pflanze scheint die Anwesenheit einer anderen Pflanze zu spüren und antwortet mit Kronenscheu.
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shinobi
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Beitrag von shinobi »

sehr interessant, sowas wie geist oder seele...

es gibt bestimmt noch viele solcher phänomäne... :shock:
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo
Habe gerade beim Surfen diesen Link
http://www.blauen-institut.ch/Tx/tP/tpT ... lanzen.pdf
gefunden.
mfG Dieter
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flu
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Beitrag von flu »

Und immer wieder überrascht uns die Wissenschaft mit neuen Erkenntnissen über die Sinnesleistungen der Pflanzen!

http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde ... 27,00.html
Pflanzen vererben Erinnerungen
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holgerb
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Beitrag von holgerb »

Es sollte ihnen nicht egal sein, denn die Art muss ja nun auch erhalten bleiben, nicht nur das Individuum, also werden die Nachkommen geschützt, in dem "Erfahrungen" weitergegeben werden.

Ulf, Danke für diese Wissenserweiterung, Pflanzen erstaunene mich immer mehr und mehr...
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
- Frank Zappa -
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Midgard
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Beitrag von Midgard »

Aber nicht nur Pflanzen, die potentielle Nachkommen fabrizieren stehen in der Umgebung, vielmehr auch die Konkurrenz...vielleicht sprechen ja viele Pflanzen die gleiche "Sprache" :roll:
Edit: Viele Pflanzen sind auch Selbstbestäuber, vermehren sich durch Ausläufer etc. Trotzdem interessant, diese vermeintliche Kommunikation unter Pflanzen durch Duftstoffe...vielleicht senden Pflanzen das auch "unbewusst" aus und die anderen nehmen es auf, sozusagen als Gabe der Natur, Gefahren in ihrer Umgebeung zu erkennen...wer weiß das schon.
"it is only through struggle does one cultivate the strength to reach their true destiny" (unknown)
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flu
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Beitrag von flu »

Midgard, die Biologie ist längst vom reinen Davinismus auf Individuen-Ebene abgerückt. "Survival of the fittest" wird heute nicht mehr fälschlich mit "Überleben des Stärkeren" übersetzt, sondern mit "Überleben des Tauglichsten", "...des Angepasstesten".
Dazu gehören zumeist eben nicht die stärksten Einzelkämpfer, sondern viel häufiger Lebensgemeinschaften. Der Wald ist so eine Lebensgemeinschaft. Viele Arten des Waldes können nur in diesem Ökosystem überleben. Eine natürliche Selektion hin zu Arten, die einen gewissen Altruismus im Bezug auf den Erhalt ihres eigenen Lebensraumes zeigen, ist dann die logische Konsequenz. Mit Bewusstsein hat das nichts zu tun.
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zopf
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Beitrag von zopf »

Einerseits ist das Überleben der Anpassungsfähigstenen
die Spezies allgemein betreffend
und das Überleben des Stärksten als Individuum
in seiner Spezies
wohl die umfassende Beschreibung von Darwins Credo.
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flu
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Beitrag von flu »

Dieter, vergiss den Stärksten!

Nicht der stärkste Löwe überlebt, sondern der, der sich in seiner Umwelt am besten durchschlägt. Das kann durchaus auch der Schächste sein, der Löwe z.B., der es enfach versteht sich mit Mäusen als Futter zu begnügen.
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zopf
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Beitrag von zopf »

Auf einen Wald übertragen, würde ich es dann
so interpretieren das nicht der genetisch auf die
höhere Grösse angelegte Baum, sondern der Baum
mit der besten Nährstoffsuche und Verwertung
im Wald dominiert.
Habe ich dich richtig verstanden ?
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flu
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Beitrag von flu »

Dazu gibt es spannende Untersuchungern amerikanischer Forscher, die eine große Eiche in einem nordamerikanischen Wald vollkommen in Plastikfolie gehüllt haben und mit radioaktiv markiertem CO2 begast haben. Dieses CO2 konnte später auch in einer kleinen Douglasie, die neben dem begasten Baum ausserhalb der Folie stand, gefunden werden.

Warum sollte eine große Eiche eine kleine Douglasie in ihrem Schatten von seinen Ressourcen hergeben?

Erklärung:
Die allesvernetzende Mycorrhiza hat Zucker von der Eiche zu der, in ihrem Schatten stehenden Douglasie geleitet. Das lässt sich mit Darvins Einzelkämpferthese nicht erklären.
Hier unterliegt vorrangig das Ökosystem Wald einem Selektionsdruck, nicht der einzelne Baum darin. Evolution und deren Mechanismen wirken eben nicht nur auf Individuen sonder viel mehr auf Lebendsgemeinschaften und sind weit komplexer als wir uns das gemeinhin vorstellen.



PS: Lese hierzu auch:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/508130/
Universum aus Schleim
Wie Bakterien im Biofilm leben
Von Michael Lange und Martin Winkelheide

Auch nachzuhören auf der gleichen Seite unter AUDIO ON DEMAND (Sendung vom 11.06.2006 · 16:30 Uhr)
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zopf
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Beitrag von zopf »

Habe den Artikel brav gelesen, sogar verstanden.
Nur die Verarbeitung wird noch etwas dauern.
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flu
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Beitrag von flu »

Dieter, du hättest dir die Sendung auch anhören können! :D

Drücke bei genannter HP links bei AUDIO ON DEMAND auf Flash, dann öffnet ich ein Fenster. Links in diesem Fenster ist ein Terminkalender. Dort blätterst du auf den den 11.06.2006 und hörst dir dei Sendung "Wissenschaft im Brennpunkt" von um 16:30 Uhr an.

Nebenbei eine tolle Sendereihe!
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zopf
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Beitrag von zopf »

Ich bin seit zu vielen Jahren darauf programmiert,
Informationen visuell aufzunehmen, das ich vermutlich
Schwierigkeiten damit hätte, gesprochene Worte
als ernste Information wahrzunehmen.
aber versuch macht kluch
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Midgard
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Beitrag von Midgard »

Darwins Therorie "Das Überleben des Stärkeren" ist doch nicht nur auf Körperkraft bezogen, selbstverständlich wird doch auch Intelligenz usw. mit einbezogen. Darwins Theorie hat für mich nach wie vor seine Gültigkeit und definiert absolut unsere heutige Gesellschaft: Jeder ist sich selbst der nächste und wenn es Beziehungen gibt, so sind es meistens Zweckbeziehungen, die den eigenen Fortschritt sichern sollen. Natürlich gibt es auch da wie überall Ausnahmen. Sehr schön erklärt und untermauert wird dieser Aspekt in Jack London's "Der Seewolf" (Ja ich weiß, wieder offtopic SCRN )
"it is only through struggle does one cultivate the strength to reach their true destiny" (unknown)
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