Ameisennest; Gefahr?
Ameisennest; Gefahr?
Hallo zusammen
Ich mußte gerade beim Schneiden meiner 1,80 m Kiefer feststellen, daß sich direkt am Stamm ein Ameisennest befindet. Stellt das eine direkte Gefahr für den Baum dar?
Wenn ja, welche Maßnahme wäre empfehlenswert?
Nette Grüße
Martin
Ich mußte gerade beim Schneiden meiner 1,80 m Kiefer feststellen, daß sich direkt am Stamm ein Ameisennest befindet. Stellt das eine direkte Gefahr für den Baum dar?
Wenn ja, welche Maßnahme wäre empfehlenswert?
Nette Grüße
Martin
- Wolfgang
- Ehren-Autor
- Beiträge: 9765
- Registriert: 05.01.2004, 14:19
- Wohnort: Oberösterreich
- Kontaktdaten:
So ein Ameisennest kann einen Wurzelballen u.U. so massiv durchhöhlen, dass der Baum vertrocknet.
Ich würde dagegen was unternehmen; ich lasse deiner Phantasie freien Lauf .......
- Das Ausrotten von Völkern (Wespen, Hornissen und auch Ameisen etc.) ist nämlich an sich verboten (Naturschutzgesetzte)
Ich würde dagegen was unternehmen; ich lasse deiner Phantasie freien Lauf .......
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
http://www.yamadori-bonsai.info
Hier wird auch Backpulver empfohlen:
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www. ... index.html
Wegen den Naturschutzgesetzten bin ich mir nicht sicher
, aber bevor der Baum dran glaubt würde ich es ohne Chemie versuchen.
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www. ... index.html
Wegen den Naturschutzgesetzten bin ich mir nicht sicher
Soo verboten kann das nicht sein, wozu gibt es Ameisenpulver? Funktioniert hervorragend. Das mit dem Backpulver ist so´ne Sache. Die Biester fressen das und weil das Backpulver treibt, platzen sie dann.....Wolfgang hat geschrieben:So ein Ameisennest kann einen Wurzelballen u.U. so massiv durchhöhlen, dass der Baum vertrocknet.![]()
Ich würde dagegen was unternehmen; ich lasse deiner Phantasie freien Lauf .......- Das Ausrotten von Völkern (Wespen, Hornissen und auch Ameisen etc.) ist nämlich an sich verboten (Naturschutzgesetzte)
Das Streumittel ist nicht schlecht, weil jede Ameise mal raus geht. Geht sie da durch, ist sie hin, weil das ein Kontaktgift ist. Also auch nicht besser als das Backpulver. Meistens ist innerhalb von 24 Stunden Schluß mit dem Spuk. Und da gibt´s noch die Köderdosen....
Erwin
Erwin
- heinz leitner
- Beiträge: 1029
- Registriert: 05.04.2006, 19:21
- Wohnort: Wien
Ameisennester
Hallo
Ich habe bei 2 meiner Kiefern auch Ameisennester gehabt.
Nach der Behandlung mit CAREO von CELAFLOR sind die Viecher
bis heute verschwunden(ist 14 Tage her)
Schöne Grüsse aus Wien
Ich habe bei 2 meiner Kiefern auch Ameisennester gehabt.
Nach der Behandlung mit CAREO von CELAFLOR sind die Viecher
bis heute verschwunden(ist 14 Tage her)
Schöne Grüsse aus Wien
Wer hat eigentlich behauptet Ameisen platzen nach dem Genuss von Backpulver?
Ich hatte dieses Jahr auch ein kleines Ameisenproblem an einem Acer im Beet. Also habe ich rund um den Baum und vor den Nesteingang Backpulver gestreut. In der Nacht habe ich ernsthaft erwogen mir was in die Ohren zu stecken (wegen der zu erwartenden Explosionen...) Aber was musste ich feststellen? Den Ameisen hier war das Backpulver sowas von schnurz...
Also habe ich mir gedacht: Das musst du Martin S.-mässig angehen. Raumspray hatte ich leider nicht. Habe einen Selbstversuch durchgeführt, halbes Tütchen, bin ebenfalls nicht geplatzt. Vorher Überdruckventil ausgelöst
Hand vor den Mund halten! Dann den Biestern Trockenhefe verabreicht, das mögen sie, platzen aber auch nicht.
Kann die gemeine Ameise vielleicht auch rülpsen? Muss man das Zeug noch mit Geschmack versehen? Wie aromatisiert man Backpulver? Oder muss es das "gute" Backpulver von Dr. Oethker sein? Ich hatte nur das Lidl Plagiat. Wirkt die "Platztheorie" nur in Verbindung mit dem Aufstellen von kleinen Schälchen mit kohlensäurehaltigen Getränken? Weitere Testreihen laufen noch...
Einstweilen hab ich mich mit Chemie am Massenmord schuldig gemacht. Ergebnis: Es ist sehr ruhig um den Ahorn geworden...
Trotzdem würde mich wirklich ernsthaft interessieren ob jemand mit Backpulver Erfolg hatte.
Ich hatte dieses Jahr auch ein kleines Ameisenproblem an einem Acer im Beet. Also habe ich rund um den Baum und vor den Nesteingang Backpulver gestreut. In der Nacht habe ich ernsthaft erwogen mir was in die Ohren zu stecken (wegen der zu erwartenden Explosionen...) Aber was musste ich feststellen? Den Ameisen hier war das Backpulver sowas von schnurz...
Einstweilen hab ich mich mit Chemie am Massenmord schuldig gemacht. Ergebnis: Es ist sehr ruhig um den Ahorn geworden...
Trotzdem würde mich wirklich ernsthaft interessieren ob jemand mit Backpulver Erfolg hatte.
Gruß
Kay
Kay
Hallo,
bei mir hat es mit dem Backpulver gut geklappt, aber das Problem ist, dass es unbedingt trocken bleiben muss. Sobald es feucht wird, funktioniert es nicht mehr.
Dann muss man wieder neues streuen, sobald alles wieder trocken ist.
Im Haus hat das Backpulver die Ameisen besonders gut vernichtet, da lagen lauter übel zugerichtete Kadaver auf dem Blatt Papier, auf dem das Pulver ausgelegt war.
Viele Grüße,
Heike
bei mir hat es mit dem Backpulver gut geklappt, aber das Problem ist, dass es unbedingt trocken bleiben muss. Sobald es feucht wird, funktioniert es nicht mehr.
Dann muss man wieder neues streuen, sobald alles wieder trocken ist.
Im Haus hat das Backpulver die Ameisen besonders gut vernichtet, da lagen lauter übel zugerichtete Kadaver auf dem Blatt Papier, auf dem das Pulver ausgelegt war.
Viele Grüße,
Heike
- Martin_S
- Beiträge: 11869
- Registriert: 05.01.2004, 20:26
- Wohnort: Linker Niederrhein, da wo et geil is'
oder so!
Klappt bestens und ist unschädlich
Was sie wissen sollten und Ameisen nicht riechen können.“
Tips und Tricks von Martin Schillings
Zack! Schon habe wir wieder ein Jahr rum. Jetzt sagen sie mal ehrlich! Das war ja mal wieder keine 365 Tage lang, oder? Nee komm.
Klar jetzt das es 365 Tage lang war, aber es kommt einem irgendwie kürzer vor. So, sagen wir mal, als wären es nur 289 Tage gewesen.
Zack. Fast vorbei. Aber, jetzt kommt das Gute daran.
Wieder eine Wachstumsperiode abgeschlossen. Wieder reichlich Zuwachs und Verzweigung an den Bonsai miterlebt und wieder eben genau ein Jahr weiter auf dem Weg zum Meister mit der tollsten Bonsai – Sammlung in der Nachbarschaft. Ist doch auch was, oder?
Habe sie entsprechend vorgesorgt, damit auch die nächste Saison uns ein Stück weiter bringt? Bestimmt haben sie das. Denken sie noch einmal an den letzten Winter zurück. Wo gab es Probleme? Flatternde Folien auf dem Folientunnel? Diesmal haben sie das sicherlich besser gemacht. Beim letzten mal sind ihnen die Bonsai im strömendem Dezember - Regen fast abgesoffen? Diesmal haben sie sicherlich ein etwas trockeneres Plätzchen ausgewählt. Mal vor dem „Einwintern“ so´n bisschen was präventiv gesprüht? „Bissken wat“ Jinmittel (1:15 bis 1:30 verdünnt) mal auf dem sorgsam vom alten Laub befreitem Baum gesprüht, damit es im Frühjahr nicht gleich wieder mit dem Schädlings.- oder Pilzproblem losgeht mit dem der letzte Spätsommer aufhörte? Das Weisöl für die Austriebsspritzung so hingestellt, daß es nicht einfriert? Sonst ist das Zeug unbrauchbar wenn sie es einsetzten wollen!
Licht? Wie ist das mit Licht? Habe die Bäume die es brauchen (Immergrüne, Zimmerbonsai) genug davon? Überhaupt Zimmerbonsai! Alles Paletti was die Luftfeuchte anbelangt?
Wenn sie während sie das gelesen haben jedesmal leicht mit dem Kopf genickt haben, ist ihnen das „Wunder des Erwachens der Natur“ im Frühjahr 2002 so gut wie gewiß! Sehr gut!!
Lassen sie doch auch einmal die zurückliegende Zeit Revue passieren. Irgendwo „echte“ Probleme gehabt. Ich meine jetzt mit den Bonsai. War da alles klar? Ah! Mir fällt einen Sache ein, auf die ich kam, als letzthin im Internet die Frage nach der Schädlichkeit von Ameisen im Zusammenhang mit Bonsai gestellt wurde. Eigentlich nix Gewaltiges, aber interessant genug um hier einmal darüber zu „philosophieren“. Sie habe ja jetzt sicher etwas Zeit und da erlaube ich mir mal ein wenig weiter auszuholen.
Zunächst mal zur Ameise selber. Wie schädigen sie den Baum? Zum einen schleppen sie Blattläuse auf den Baum. Den gehen sie dann wenn er sich richtig mit feinstem Pflanzensaft „vollgeknallt“ hat melken. Die Blattlaus (wie im übrigen auch die weisse Fliege [Tripse]) ihrerseits „macht“ ihr Geschäft (man nennt das Zeug „Honigtau“) gerne auf dem Blatt und bildet damit dem Rußtau den perfekten Boden um sich niederzulassen. Dieser, hervorgerufen durch einen eher kleinen Pilz, führt zu einer eingeschränkten Photosynthese die dann schlußendlich hässlichen, schlappen, gelb-braun verfärbten Blätter hervorruft. Dann graben die Ameisen gerne mal im Wurzelwerk des Bonsai rum und verursachen so Hohlräume, in denen die Wurzel den für sie lebensnotwendigen Kontakt zum Substrat verlieren. Die so für uns nicht sichtbar freigelegten Wurzeln wiederum verkümmern und oberhalb der Erde kommt es zum Problem. Wir denken "Häähh?? Alles richtig gemacht! Was ist denn nun schon wieder los?“ und da unten lacht sich die Ameise im Kollektiv kaputt.
Was macht man da jetzt?
Lust auf einen kleine Geschichte?
Alles begann an einem sonnigen Mittsommertag im Studentenwohnheim in der Mitte der „Achtziger“. Ich büffelte fleißig „organische Chemie“ und nahm gelegentlich ein Schlückchen selbiger in Form von eiskaltem Alt-Bier zu mir. Was konnte schon passieren? Kühlschrank voll. Geld im Portmanei und die Prüfung so gut wie in der Tasche. Da klopfte es. Eine Mitbewohnerin fragte ob ich mal kurz in die gemeinsam genutzte Küche kommen könnte. Sie zeigt mit ausgestrecktem Arm und dem Anflug von einem leichten Ekel auf dem sonst recht hübschen Gesicht auf eine Ameisenstrasse die sich quer über den Boden hinzog. Mein erster Kommentar war :“Irre! Diese kleinen Burschen habe ein unglaublich hohes Sozial-Nevau im Lauf jahrtausende dauernder Evolution entwickelt. So im Sinne von „einer für alle alle für einen“!“
Die Kollegin sagte :“Perfekt! Von der Natur mit einer erstklassig angepaßten Körperform ausgestattet. Voll integriert in eine, für so ein kleines Wesen doch recht rauhen, Umwelt. Nur wie bringen wir ihnen bei, daß sie ZUSAMMEN genau dorthin wieder verschwinden sollen?“
Mir fiel ein, daß meine Großmutter Stechmücken mit Haarspray „verklebte“ wenn uns mal eine zu nahe kam. Ging ganz gut wenn ich mich recht entsinne. Erst sprühen, daß Vieh klebt, kippt von wo auch immer runter und wird per „Hauslatschen“ erledigt.
Egal! Wir hatten jedenfalls kein Haarspray zur Hand. „Clever“ wie ich damals war suchte ich nach einer entsprechenden Alternative und fand in der ebenfalls gemeinsam genutzten Toilette eine Falsche „Waldduft - Spray“. Kennen sie bestimmt das Zeug. Große Sprühflasche. Schön vorne die hohen Tannen in den Bergen, so ein „Heidi-Motiv“ eben und mir recht penetrant duftendem Inhalt.
Paß auf jetzt kommt es!
Ich also ordentlich über die immer noch brav in Reih´ und Glied marschierenden Sechsbeiner gesprüht und dann passierte folgendes. Wie vom Donner gerührt bleibt diese ganze Straße stehen (minimum 1,5m bis 2m lang!!), dreht sich um und verschwindet, aber frag nicht nach Sonne, in dem Loch aus dem sie gekrochen waren! KEIN QUATSCH! Die Kollegin und ich schauen uns an und die Kinnlade hängt uns runter und wir wollen gar nicht so richtig an das gerade gesehene glaube. NICHT EINE EINZIG WAR ÜBRIG! Keine Leichen oder verwundete. Alle weg. Restlos!
Glauben sie nicht? Geht noch weiter.
Ich verspreche ihnen ist gleich vorbei, aber das muß ich ihnen einfach noch erzählen.
Jahre später. Ein Bekannter von mir buddelte seinen Garten um zwecks Errichtung eines Swimmingpools (für´n Tennisplatz war einfach nicht genug Garten da
). Wir haben da reichlich gegraben und dabei wohl auch eines dieser fleißigen Ameisenvölker aufgeschreckt, das darauf hin vom Garten ins Haus umzogen. Ich konnte es ihnen nicht mal verübeln und außerdem war es ja nicht meine Haus. Abends rief seinen Frau an und erzählte mir von ihren neuen Mitbewohnern. „Die ganze Küche ist voll! Die Kinder wurden schon gebissen und der Hund traut sich nicht an seinen Futternapf.“ Ich erzähle also die alte Geschichte von den Ameisen und dem Studentenwohnheim und dem... na sie wissen schon. Sie sagte das sie das testen wolle und auch dieses Spray im Haus hätte. Kurz darauf rief sie wieder an und sagte :“MARTIN! DAS IST WAHNSINN! Genau wie du gesagt hast!!! Alle stehen geblieben, rum und raus. Keine einzige mehr übrig! WAHNSINN!“
Jetzt mal ehrlich! Das ist wirklich so passiert.
Wiederum einige Jahre später habe ich dann in einem Journal gelesen, daß Ameisen fast blind sind dafür aber einen überaus empfindlichen Geruchssinn haben. Wenn du da was „auffährst“ was stärker als der vertraute Geruch ist, bringst du die ganze Bande vollkommen durcheinander, so das nur noch die Flucht und die Orientierung über die schwachen Augen bleibt.
Kommen wir zurück zu den unerwünschten Ameisen in der Bonsaischale! Sie können sich denken wie es weitergeht, oder? Die verziehen sich nämlich auch sehr schnell wenn sie folgendes machen:
Auf eine Löschpapier (schauen sie in die Schulhefte ihrer Kinde, da ist meist eines drin und die Kleinen sollen ja ohnehin nicht im Heft rumklecksen) sprühen sie zB. den beschriebenen Waldduft (die sogenannten Pinene sind die geruchstragende Komponente darin) kräftig ein und legen sie das einfach auf die Erdoberfläche. Lassen sie das ruhig ein, zwei Tage drauf. Schnuppern sie ab und an ob es noch kräftig riecht. Wenn nicht, neu einsprühen. Ihrem Baum passiert dabei nichts. Wenn sie gießen müssen, nehmen sie das Blatt runter und danach legen sie es wieder auf. Sie können auch andere Düfte nehmen. „Brise one touch Frühlings Blütenzauber“ (oder so ähnlich!) haut die Ameisen richtig aus den Latschen! Mich im übrigen auch. Sie werden feststellen, daß die Ameisen bei der beschriebenen Behandlung sehr schnell aufgeben. Bleiben noch die Läuse. Damit kommen sie aber klar, oder? Hierbei wird im Internet gelegentlich zum „Neem“ geraten dabei handelt es sich um den öligen Extrakt des Neem Baumes (Ceraflor vertreibt das zB. Finden sie in jedem Baumarkt mit angeschlossener Gartenbauabteilung kostet ca. 20.- DM). Mensch bald muß man das in Euro schreiben!). Das befreit den Bonsai sehr schnell von der Laus.
Erde abdecken (ganze Schale straff in Alufolie wickeln) und kopfüber in Wasser mit etwas Schmierseife hilft hier allerdings auf die Schnelle auch, allerdings meiner Erfahrung nach eher leidlich. Daher sollte man solche „alternativen“ Behandlungen mindesten für eine Woche alle zwei Tage wiederholen. Ja oder sie greifen zu was „richtigem“. Mein Favorit ist und bleibt das Metasystox R von Bayer. Das verwende ich beispielsweise schon seit Jahren. Wenn ich damit die Bäume gegen akuten Befall oder auch schon mal präventiv (systemisches Pestizit) sprühe ist ganz schnell „Ruhe“ bei Läusen oder Spinnenmilben oder was da sonst so kreucht und fleucht.
Überhaupt! Das wollte ich schon immer mal gesagt habe. Sprühen ist eine Kunst für sich! Nee! Jetzt kriegen sie das mal nicht gleich in den falschen Hals. Ich meine nur, gerade wenn sie beispielsweise solche Pestizide wie Metasystox sprühen, die über die Haut resorbiert werden können laufen sie Gefahr ernster Gesundheitlicher Beeinträchtigungen. Beachten sie vielleicht bei ihrem nächsten Ausflug mit der Sprühflasche in den Garten mal folgendes:
- Grundsätzlich entsprechende Handschuhe tragen
- Verwenden sie Falschen die dafür gebaut wurden. Ich will nichts gegen die „Meister Proper Glasrein“ Sprühflasche sagen (habe selber welche), aber die tropfen gerne! Für so ein bißchen Neem ist die gut aber nicht für richtige „Hämmerchen“
- Atmen sie die Nebel nicht ein!
- Wenn sie fertig sind mit dem Sprühen waschen sie sich in jedem Fall mal die Hände mit Seife.
- Halten sie die Flasche sauber. Von außen (anhaftende Reste des Mittels!) genauso wie von innen.
- Wenn sie eine Mischung angesetzt haben, geben sie einen Tropfen Spülmittel dazu. Das setzt die Oberflächenspannung herab und sorgt für den richtigen Kontakt zu den behandelten Pflanzenteilen
- Halten sie eine Nadel bereit um eventuell auftretende „Verstopfer“ in der Düse zu lösen. Das kann ihnen schon einmal passieren wenn sie beispielsweise Netzschwefel, oder Eupahren (gegen pilzliche Erkrankungen ausbringen. Diese Fungizide sind fest und werden in Wasser suspendiert (aufgeschlämmt)
- Nie gegen den Wind sprühen (eigentlich braucht man das nicht sagen, oder?)
- Bringen sie wenn das möglich ist ein Etikett auf der Falsche an oder beschriften sie sie mit einem Fettstift (Edding), damit sie wissen was darin ist.
- Setzen sie nach Möglichkeit nicht mehr Spritzmittel an wie sie für die Dauer bei einer akuten Behandlung verbrauchen werden.
- Wiederholen sie die Behandlung! Mit einmal einsprühen ist noch nie was endgültig geschafft worden mindestens dreimal im entsprechenden Abstand (meist drei Tage bis schon mal einen Woche)
Da fällt mir noch was ein. Wenn sie jetzt ihr Werkzeug reinigen und diese stärker verschmutzt ist.
Besorgen sie sich Isopropylalkohol (medizinischer Alkohol) in der Apotheke. Damit lassen sich harzige Rückstände leichter von der Schneide entfernen und sie desinfizieren das Werkzeug gleichzeitig. Wenn sie kein VA Werkzeug besitzen, ich selber hätte gerne mehr davon, und ihnen sind die Griffe im Laufe der zeit etwas rostig und unansehnlich geworden, kaufen sie eine kleine Dose Metalllack und stecken sie die Griffe einfach darein. Dann über der Dose aufhängen und den überschüssigen Lack einfach abtropfen und anschließend gut durchtrocknen lassen. Danach die Schneide schleifen und wenn möglich ein wenig polieren (Zahnpasta leiste hier schon recht gute Dienste), leicht einölen und schon sehen die Knospenzangen, Scheren und Drahtschneider wieder wie neu aus. Ölen ist ja bei der Werkzeugpflege eigentlich Pflicht, genauso wie es das desinfizieren sein sollte. Denken sie an den Alkohol aus der Apotheke. Zwischendurch die Schneide einfach mal eintauchen. Arbeiten sie an „befallenen“ Bäumen, unbedingt desinfizieren! Fragen sie mal bei ihrem Friseur nach dem Öl für seine Scheren. Das bekommen die in so einer kleinen Flasche mit der Schere geliefert. Da können sie bestimmt eine von „abstauben“. Sind wirklich sehr gut fürs Hobby geeignet.
Gut! Sind wir wieder einmal am Ende angekommen. Bleibt mir nur noch ihnen und ihrer Famile und den Freunde schöne Festtage zu wünschen und ich hoffe für sie /wie auch für mich selbst, klar!) das das nächste Jahr wieder gut für uns und unsere Bonsai „läuft“. Bin mal gespannt wie lange es dauert, daß kommende Jahr. 365 Tage?
Martin Schillings
Was sie wissen sollten und Ameisen nicht riechen können.“
Tips und Tricks von Martin Schillings
Zack! Schon habe wir wieder ein Jahr rum. Jetzt sagen sie mal ehrlich! Das war ja mal wieder keine 365 Tage lang, oder? Nee komm.
Klar jetzt das es 365 Tage lang war, aber es kommt einem irgendwie kürzer vor. So, sagen wir mal, als wären es nur 289 Tage gewesen.
Zack. Fast vorbei. Aber, jetzt kommt das Gute daran.
Wieder eine Wachstumsperiode abgeschlossen. Wieder reichlich Zuwachs und Verzweigung an den Bonsai miterlebt und wieder eben genau ein Jahr weiter auf dem Weg zum Meister mit der tollsten Bonsai – Sammlung in der Nachbarschaft. Ist doch auch was, oder?
Habe sie entsprechend vorgesorgt, damit auch die nächste Saison uns ein Stück weiter bringt? Bestimmt haben sie das. Denken sie noch einmal an den letzten Winter zurück. Wo gab es Probleme? Flatternde Folien auf dem Folientunnel? Diesmal haben sie das sicherlich besser gemacht. Beim letzten mal sind ihnen die Bonsai im strömendem Dezember - Regen fast abgesoffen? Diesmal haben sie sicherlich ein etwas trockeneres Plätzchen ausgewählt. Mal vor dem „Einwintern“ so´n bisschen was präventiv gesprüht? „Bissken wat“ Jinmittel (1:15 bis 1:30 verdünnt) mal auf dem sorgsam vom alten Laub befreitem Baum gesprüht, damit es im Frühjahr nicht gleich wieder mit dem Schädlings.- oder Pilzproblem losgeht mit dem der letzte Spätsommer aufhörte? Das Weisöl für die Austriebsspritzung so hingestellt, daß es nicht einfriert? Sonst ist das Zeug unbrauchbar wenn sie es einsetzten wollen!
Licht? Wie ist das mit Licht? Habe die Bäume die es brauchen (Immergrüne, Zimmerbonsai) genug davon? Überhaupt Zimmerbonsai! Alles Paletti was die Luftfeuchte anbelangt?
Wenn sie während sie das gelesen haben jedesmal leicht mit dem Kopf genickt haben, ist ihnen das „Wunder des Erwachens der Natur“ im Frühjahr 2002 so gut wie gewiß! Sehr gut!!
Lassen sie doch auch einmal die zurückliegende Zeit Revue passieren. Irgendwo „echte“ Probleme gehabt. Ich meine jetzt mit den Bonsai. War da alles klar? Ah! Mir fällt einen Sache ein, auf die ich kam, als letzthin im Internet die Frage nach der Schädlichkeit von Ameisen im Zusammenhang mit Bonsai gestellt wurde. Eigentlich nix Gewaltiges, aber interessant genug um hier einmal darüber zu „philosophieren“. Sie habe ja jetzt sicher etwas Zeit und da erlaube ich mir mal ein wenig weiter auszuholen.
Zunächst mal zur Ameise selber. Wie schädigen sie den Baum? Zum einen schleppen sie Blattläuse auf den Baum. Den gehen sie dann wenn er sich richtig mit feinstem Pflanzensaft „vollgeknallt“ hat melken. Die Blattlaus (wie im übrigen auch die weisse Fliege [Tripse]) ihrerseits „macht“ ihr Geschäft (man nennt das Zeug „Honigtau“) gerne auf dem Blatt und bildet damit dem Rußtau den perfekten Boden um sich niederzulassen. Dieser, hervorgerufen durch einen eher kleinen Pilz, führt zu einer eingeschränkten Photosynthese die dann schlußendlich hässlichen, schlappen, gelb-braun verfärbten Blätter hervorruft. Dann graben die Ameisen gerne mal im Wurzelwerk des Bonsai rum und verursachen so Hohlräume, in denen die Wurzel den für sie lebensnotwendigen Kontakt zum Substrat verlieren. Die so für uns nicht sichtbar freigelegten Wurzeln wiederum verkümmern und oberhalb der Erde kommt es zum Problem. Wir denken "Häähh?? Alles richtig gemacht! Was ist denn nun schon wieder los?“ und da unten lacht sich die Ameise im Kollektiv kaputt.
Was macht man da jetzt?
Lust auf einen kleine Geschichte?
Alles begann an einem sonnigen Mittsommertag im Studentenwohnheim in der Mitte der „Achtziger“. Ich büffelte fleißig „organische Chemie“ und nahm gelegentlich ein Schlückchen selbiger in Form von eiskaltem Alt-Bier zu mir. Was konnte schon passieren? Kühlschrank voll. Geld im Portmanei und die Prüfung so gut wie in der Tasche. Da klopfte es. Eine Mitbewohnerin fragte ob ich mal kurz in die gemeinsam genutzte Küche kommen könnte. Sie zeigt mit ausgestrecktem Arm und dem Anflug von einem leichten Ekel auf dem sonst recht hübschen Gesicht auf eine Ameisenstrasse die sich quer über den Boden hinzog. Mein erster Kommentar war :“Irre! Diese kleinen Burschen habe ein unglaublich hohes Sozial-Nevau im Lauf jahrtausende dauernder Evolution entwickelt. So im Sinne von „einer für alle alle für einen“!“
Die Kollegin sagte :“Perfekt! Von der Natur mit einer erstklassig angepaßten Körperform ausgestattet. Voll integriert in eine, für so ein kleines Wesen doch recht rauhen, Umwelt. Nur wie bringen wir ihnen bei, daß sie ZUSAMMEN genau dorthin wieder verschwinden sollen?“
Mir fiel ein, daß meine Großmutter Stechmücken mit Haarspray „verklebte“ wenn uns mal eine zu nahe kam. Ging ganz gut wenn ich mich recht entsinne. Erst sprühen, daß Vieh klebt, kippt von wo auch immer runter und wird per „Hauslatschen“ erledigt.
Egal! Wir hatten jedenfalls kein Haarspray zur Hand. „Clever“ wie ich damals war suchte ich nach einer entsprechenden Alternative und fand in der ebenfalls gemeinsam genutzten Toilette eine Falsche „Waldduft - Spray“. Kennen sie bestimmt das Zeug. Große Sprühflasche. Schön vorne die hohen Tannen in den Bergen, so ein „Heidi-Motiv“ eben und mir recht penetrant duftendem Inhalt.
Paß auf jetzt kommt es!
Ich also ordentlich über die immer noch brav in Reih´ und Glied marschierenden Sechsbeiner gesprüht und dann passierte folgendes. Wie vom Donner gerührt bleibt diese ganze Straße stehen (minimum 1,5m bis 2m lang!!), dreht sich um und verschwindet, aber frag nicht nach Sonne, in dem Loch aus dem sie gekrochen waren! KEIN QUATSCH! Die Kollegin und ich schauen uns an und die Kinnlade hängt uns runter und wir wollen gar nicht so richtig an das gerade gesehene glaube. NICHT EINE EINZIG WAR ÜBRIG! Keine Leichen oder verwundete. Alle weg. Restlos!
Glauben sie nicht? Geht noch weiter.
Ich verspreche ihnen ist gleich vorbei, aber das muß ich ihnen einfach noch erzählen.
Jahre später. Ein Bekannter von mir buddelte seinen Garten um zwecks Errichtung eines Swimmingpools (für´n Tennisplatz war einfach nicht genug Garten da
Jetzt mal ehrlich! Das ist wirklich so passiert.
Wiederum einige Jahre später habe ich dann in einem Journal gelesen, daß Ameisen fast blind sind dafür aber einen überaus empfindlichen Geruchssinn haben. Wenn du da was „auffährst“ was stärker als der vertraute Geruch ist, bringst du die ganze Bande vollkommen durcheinander, so das nur noch die Flucht und die Orientierung über die schwachen Augen bleibt.
Kommen wir zurück zu den unerwünschten Ameisen in der Bonsaischale! Sie können sich denken wie es weitergeht, oder? Die verziehen sich nämlich auch sehr schnell wenn sie folgendes machen:
Auf eine Löschpapier (schauen sie in die Schulhefte ihrer Kinde, da ist meist eines drin und die Kleinen sollen ja ohnehin nicht im Heft rumklecksen) sprühen sie zB. den beschriebenen Waldduft (die sogenannten Pinene sind die geruchstragende Komponente darin) kräftig ein und legen sie das einfach auf die Erdoberfläche. Lassen sie das ruhig ein, zwei Tage drauf. Schnuppern sie ab und an ob es noch kräftig riecht. Wenn nicht, neu einsprühen. Ihrem Baum passiert dabei nichts. Wenn sie gießen müssen, nehmen sie das Blatt runter und danach legen sie es wieder auf. Sie können auch andere Düfte nehmen. „Brise one touch Frühlings Blütenzauber“ (oder so ähnlich!) haut die Ameisen richtig aus den Latschen! Mich im übrigen auch. Sie werden feststellen, daß die Ameisen bei der beschriebenen Behandlung sehr schnell aufgeben. Bleiben noch die Läuse. Damit kommen sie aber klar, oder? Hierbei wird im Internet gelegentlich zum „Neem“ geraten dabei handelt es sich um den öligen Extrakt des Neem Baumes (Ceraflor vertreibt das zB. Finden sie in jedem Baumarkt mit angeschlossener Gartenbauabteilung kostet ca. 20.- DM). Mensch bald muß man das in Euro schreiben!). Das befreit den Bonsai sehr schnell von der Laus.
Erde abdecken (ganze Schale straff in Alufolie wickeln) und kopfüber in Wasser mit etwas Schmierseife hilft hier allerdings auf die Schnelle auch, allerdings meiner Erfahrung nach eher leidlich. Daher sollte man solche „alternativen“ Behandlungen mindesten für eine Woche alle zwei Tage wiederholen. Ja oder sie greifen zu was „richtigem“. Mein Favorit ist und bleibt das Metasystox R von Bayer. Das verwende ich beispielsweise schon seit Jahren. Wenn ich damit die Bäume gegen akuten Befall oder auch schon mal präventiv (systemisches Pestizit) sprühe ist ganz schnell „Ruhe“ bei Läusen oder Spinnenmilben oder was da sonst so kreucht und fleucht.
Überhaupt! Das wollte ich schon immer mal gesagt habe. Sprühen ist eine Kunst für sich! Nee! Jetzt kriegen sie das mal nicht gleich in den falschen Hals. Ich meine nur, gerade wenn sie beispielsweise solche Pestizide wie Metasystox sprühen, die über die Haut resorbiert werden können laufen sie Gefahr ernster Gesundheitlicher Beeinträchtigungen. Beachten sie vielleicht bei ihrem nächsten Ausflug mit der Sprühflasche in den Garten mal folgendes:
- Grundsätzlich entsprechende Handschuhe tragen
- Verwenden sie Falschen die dafür gebaut wurden. Ich will nichts gegen die „Meister Proper Glasrein“ Sprühflasche sagen (habe selber welche), aber die tropfen gerne! Für so ein bißchen Neem ist die gut aber nicht für richtige „Hämmerchen“
- Atmen sie die Nebel nicht ein!
- Wenn sie fertig sind mit dem Sprühen waschen sie sich in jedem Fall mal die Hände mit Seife.
- Halten sie die Flasche sauber. Von außen (anhaftende Reste des Mittels!) genauso wie von innen.
- Wenn sie eine Mischung angesetzt haben, geben sie einen Tropfen Spülmittel dazu. Das setzt die Oberflächenspannung herab und sorgt für den richtigen Kontakt zu den behandelten Pflanzenteilen
- Halten sie eine Nadel bereit um eventuell auftretende „Verstopfer“ in der Düse zu lösen. Das kann ihnen schon einmal passieren wenn sie beispielsweise Netzschwefel, oder Eupahren (gegen pilzliche Erkrankungen ausbringen. Diese Fungizide sind fest und werden in Wasser suspendiert (aufgeschlämmt)
- Nie gegen den Wind sprühen (eigentlich braucht man das nicht sagen, oder?)
- Bringen sie wenn das möglich ist ein Etikett auf der Falsche an oder beschriften sie sie mit einem Fettstift (Edding), damit sie wissen was darin ist.
- Setzen sie nach Möglichkeit nicht mehr Spritzmittel an wie sie für die Dauer bei einer akuten Behandlung verbrauchen werden.
- Wiederholen sie die Behandlung! Mit einmal einsprühen ist noch nie was endgültig geschafft worden mindestens dreimal im entsprechenden Abstand (meist drei Tage bis schon mal einen Woche)
Da fällt mir noch was ein. Wenn sie jetzt ihr Werkzeug reinigen und diese stärker verschmutzt ist.
Besorgen sie sich Isopropylalkohol (medizinischer Alkohol) in der Apotheke. Damit lassen sich harzige Rückstände leichter von der Schneide entfernen und sie desinfizieren das Werkzeug gleichzeitig. Wenn sie kein VA Werkzeug besitzen, ich selber hätte gerne mehr davon, und ihnen sind die Griffe im Laufe der zeit etwas rostig und unansehnlich geworden, kaufen sie eine kleine Dose Metalllack und stecken sie die Griffe einfach darein. Dann über der Dose aufhängen und den überschüssigen Lack einfach abtropfen und anschließend gut durchtrocknen lassen. Danach die Schneide schleifen und wenn möglich ein wenig polieren (Zahnpasta leiste hier schon recht gute Dienste), leicht einölen und schon sehen die Knospenzangen, Scheren und Drahtschneider wieder wie neu aus. Ölen ist ja bei der Werkzeugpflege eigentlich Pflicht, genauso wie es das desinfizieren sein sollte. Denken sie an den Alkohol aus der Apotheke. Zwischendurch die Schneide einfach mal eintauchen. Arbeiten sie an „befallenen“ Bäumen, unbedingt desinfizieren! Fragen sie mal bei ihrem Friseur nach dem Öl für seine Scheren. Das bekommen die in so einer kleinen Flasche mit der Schere geliefert. Da können sie bestimmt eine von „abstauben“. Sind wirklich sehr gut fürs Hobby geeignet.
Gut! Sind wir wieder einmal am Ende angekommen. Bleibt mir nur noch ihnen und ihrer Famile und den Freunde schöne Festtage zu wünschen und ich hoffe für sie /wie auch für mich selbst, klar!) das das nächste Jahr wieder gut für uns und unsere Bonsai „läuft“. Bin mal gespannt wie lange es dauert, daß kommende Jahr. 365 Tage?
Martin Schillings
Beste Grüße
Martin
Lieber Querlüften als Querdenken!
Martin
Lieber Querlüften als Querdenken!
Als Ameisenhalter muss ich dieses Thema einfach nochmal aufgreifen!
Die Ameisen sollten aber definitiv bekämpft werden! Eine Vertrocknung des Baumes herbeigeführt durch Ameisen halte ich zwar für eher unwahrscheinlich - kann es aber auch nicht ausschließen
- eher besteht Gefahr durch Läuse. Die wohl verbreitetste Ameisenart in Deutschland ist die schwarze Wegeameise (lat. Lasius niger), welche bevorzugt Blattläuse züchtet. Diese sind sicherlich unangenehm, jedoch leicht erkenn- und damit auch bekämpfbar. Kritischer wird es dann schon, wenn sich die wunderschönen "gleben Ameisen" (lat. Lasius flavus= einnisten. Diese neigen dazu unterirdische "Wurzellausplantagen" zu züchten. Sicherlich schädigend für den Baum!
Möglichkeit zur Beseitigung der Ameisen:
Die beste Methode Ameisen zu einem Umzug zu bewegen ist es, ihr Nest austrocknen zu lassen... Ameisen sind auf Feuchtigkeit für die Aufzucht ihrer Brut angewiesen! <- scheint mir in diesem Falle eher unangebracht
Eine Alternative wäre natürlich, den Baum auszugraben und nach der Ameisenkönigin zu suchen... wird man die Königin los, so wird der Rest der Kolonie bald folgen!
Normalerweise sollte sich das Problem aber auch erübrigen, wenn man gar nichts tut! Ameisen überwintern im Normalfall metertief unter der Erde... in ein einer Bonsaischale resp. Blumentopf haben sie diese Möglichkeit nicht und sollten spätestens bei den ersten Minusgraden sterben!
Eine wirklich optimale Lösung kann ich leider nicht bieten... mir ging es in erster Linie darum, zu begründen, warum Ameisen eine potentielle Gefahr für einen Bonsai darstellen können!
Abschließend möchte ich mit einem Zitat eines Myrmecologen ein sehr sehr weit verbreitetes Vorurteil aus der Welt (oder aus diesem Forum) schaffen:
"Der Beitrag "Backpulver gegen Ameisen" tradiert allerdings ein uraltes Ammenmärchen. Man muss den Ameisen erst Humor anzüchten, dann lachen sie sich vielleicht darüber tot, und das Backpulver wäre so wirklich wirksam." (Prof. Dr. Alfred Buschinger)
mfg
dommsen
Wespen, Hornissen und vorallem Bienenvölker (letztere haben ja leider schon genug mit Milbenbefall zu kämpfen) dürfen vermutlich nicht ausgerottet werden; bei Ameisen ist es "legal"! Es gibt zwar wenige Arten in Deutschland (z.B. die rote Waldameise (lat. Formica rufa)) die unter Naturschutz stehen, diese werden sich aber wohl kaum in einer Bonsaischale einnisten.Wolfgang hat geschrieben:So ein Ameisennest kann einen Wurzelballen u.U. so massiv durchhöhlen, dass der Baum vertrocknet.![]()
Ich würde dagegen was unternehmen; ich lasse deiner Phantasie freien Lauf .......- Das Ausrotten von Völkern (Wespen, Hornissen und auch Ameisen etc.) ist nämlich an sich verboten (Naturschutzgesetzte)
Die Ameisen sollten aber definitiv bekämpft werden! Eine Vertrocknung des Baumes herbeigeführt durch Ameisen halte ich zwar für eher unwahrscheinlich - kann es aber auch nicht ausschließen
Möglichkeit zur Beseitigung der Ameisen:
Die beste Methode Ameisen zu einem Umzug zu bewegen ist es, ihr Nest austrocknen zu lassen... Ameisen sind auf Feuchtigkeit für die Aufzucht ihrer Brut angewiesen! <- scheint mir in diesem Falle eher unangebracht
Eine Alternative wäre natürlich, den Baum auszugraben und nach der Ameisenkönigin zu suchen... wird man die Königin los, so wird der Rest der Kolonie bald folgen!
Normalerweise sollte sich das Problem aber auch erübrigen, wenn man gar nichts tut! Ameisen überwintern im Normalfall metertief unter der Erde... in ein einer Bonsaischale resp. Blumentopf haben sie diese Möglichkeit nicht und sollten spätestens bei den ersten Minusgraden sterben!
Eine wirklich optimale Lösung kann ich leider nicht bieten... mir ging es in erster Linie darum, zu begründen, warum Ameisen eine potentielle Gefahr für einen Bonsai darstellen können!
Abschließend möchte ich mit einem Zitat eines Myrmecologen ein sehr sehr weit verbreitetes Vorurteil aus der Welt (oder aus diesem Forum) schaffen:
"Der Beitrag "Backpulver gegen Ameisen" tradiert allerdings ein uraltes Ammenmärchen. Man muss den Ameisen erst Humor anzüchten, dann lachen sie sich vielleicht darüber tot, und das Backpulver wäre so wirklich wirksam." (Prof. Dr. Alfred Buschinger)
mfg
dommsen
Ameisen nutzen die Bonsaischale sicher nicht als Wohnstätte sondern bevorzugt als Brutkasten für ihre Larven.
Ameisen sind ständig damit beschäftigt ihre Brut an sichere doch vor allem warme Orte zu transportieren. Eine Bosaischale erfüllt diesen Zweck ganz vorzüglich. Sie steht exponiert und sonnenbeschienen und heizt sich am Tage deutlich mehr auf als der Boden. Die Ameisen legen an der Schaleninnenwand Brutkammern an, in die sie ihre Larven transportieren.
Die Königin wird sich niemals aus ihrem sicheren, unterirdischen Versteck so nah an die Erdoberfläche begeben.
Ich glaube nicht, dass Ameisen einem Baum in der Schale ernsthaften Schaden zufügen können. Die Gänge und Kammern führen eher zu einer besseren Durchlüftung des Wurzelraumes. Nehmen die Ameisen überhand, dann würde ich allenfalls die Schale umstellen, wenn die Möglichkeit dazu besteht. Auf Störungen ihres Brutgeschäftes reagieren Ameisen nämlich ganz besonders empfindlich. Sie suchen sich dann lieber ein ruhigeres Plätzchen.
Ameisen sind ständig damit beschäftigt ihre Brut an sichere doch vor allem warme Orte zu transportieren. Eine Bosaischale erfüllt diesen Zweck ganz vorzüglich. Sie steht exponiert und sonnenbeschienen und heizt sich am Tage deutlich mehr auf als der Boden. Die Ameisen legen an der Schaleninnenwand Brutkammern an, in die sie ihre Larven transportieren.
Die Königin wird sich niemals aus ihrem sicheren, unterirdischen Versteck so nah an die Erdoberfläche begeben.
Ich glaube nicht, dass Ameisen einem Baum in der Schale ernsthaften Schaden zufügen können. Die Gänge und Kammern führen eher zu einer besseren Durchlüftung des Wurzelraumes. Nehmen die Ameisen überhand, dann würde ich allenfalls die Schale umstellen, wenn die Möglichkeit dazu besteht. Auf Störungen ihres Brutgeschäftes reagieren Ameisen nämlich ganz besonders empfindlich. Sie suchen sich dann lieber ein ruhigeres Plätzchen.



- Wolfgang
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Ulf,flu hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass Ameisen einem Baum in der Schale ernsthaften Schaden zufügen können. Die Gänge und Kammern führen eher zu einer besseren Durchlüftung des Wurzelraumes.
ich glaube nicht, sondern ich weiß es, dass so ein Ameisenvolk einen Baum sogar killen kann, indem es den Wurzelraum so massiv miniert, dass aus der besseren Durchlüftung rasch ein irreparabler Trockenschaden werden kann.
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
http://www.yamadori-bonsai.info
An warmen Spätsommertagen schwärmen die jungen geflügelten Geschlechtetiere zu tausenden... eher sogar millionen, um ihren Hochzeitsflug zu vollführen. Die Männchen sterben ab und die jungen Ameisenköniginnen suchen eine neue Bleibe! In anbetracht der Tatsache, dass so gut wie jeder cm² von Ameisen bevölkert wird, sind ihre Möglichkeiten sehr begrenzt! Aus diesem Grund sind selbst Bonsaischalen ein denkbar geeigneter Platz zur Gründung einer neuen Ameisenkolonie!
Allein in diesem Jahr habe ich etliche junge Königinnen auf meinem Balkon (Dachgeschosswohnung) herumkrabbeln sehen! In den Jahren zuvor, haben es sich einige in den Blumenkästen gemütlich gemacht.
Allein in diesem Jahr habe ich etliche junge Königinnen auf meinem Balkon (Dachgeschosswohnung) herumkrabbeln sehen! In den Jahren zuvor, haben es sich einige in den Blumenkästen gemütlich gemacht.
