Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
mit den Schalen, das ist ja immer so eine Sache. Die muß man in der Größe wie Du sie brauchst ja auch erst mal kriegen
Ich hab deshalb mal bei Horst Heinzelreiter ein paar ausgesucht, da weiss man dann auch, wo man sowas herkriegt. Farblich sind die z.T. vielleicht nicht ganz optimal, da kann der Horst aber sicher auch noch was dran drehen.
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Ein absolut faszinierender Baum, gerade mit dieser breiten, abgerundeten Krone! Danke fürs Zeigen.
Vielleicht könnte man noch darauf hinarbeiten, dass sie etwas weniger symmetrisch und geschlossen wirkt, sich also die Einzelstämme etwas in der Silhouette wiederfinden? Wobei das Gesamtvolumen nicht unbedingt reduziert werden sollte.
Beim Totholz überlege ich sogar, ob es nicht vielleicht überflüssig ist.
Ich finde den Baum sehr, sehr schön. Mir persönlich stört es ein bisschen, das die Krone so arg symetrisch, schon fast wie ein halbkreis wirkt. Ich würde sie so in etwa wie Manfred Jochum es in seinem Virtual gezeigt hat gestalten. Vielleicht nicht so viel abschneiden, aber in diese richtung arbeiten.
KHarry hat geschrieben:
Beim Totholz überlege ich sogar, ob es nicht vielleicht überflüssig ist.
Meiner meinung nach: Nein. Halte mal aufm Bildschirm deinen Finger über das Totholz. Ohne das fände ich den Baum nur halb so schön.
Kann man drüber streiten, aber dabei kommt es auch auf die Gestaltung der Krone an. So rund und - relativ - voll, wie sie jetzt ist, passt das Totholz m.E. nicht so. Wenn man sie schütterer macht, dann ja. Aber wenn es meiner wäre, würde ich diese Entscheidung auch nicht übers Knie brechen.
ich möchte mich bei allen, die sich hier aktiv beteiligt haben, herzlich bedanken.
Besonders bei den 'Geschickten und Fleissigen', die mir mit den Virtuals so viele Möglichkeiten aufgezeigt und mich damit einer Lösung näher gebracht haben.
Zur Erinnerung: Dies ist die Grundgestaltung des Baumes. Die Krone ist das vorläufig möglich Machbare, ihre Form resultiert aus der Anordnung der vorhandenen Äste. Zerbrecht euch den Kopf nicht allzu sehr über mögliche Eingriffe. Das kann später noch geschehen; jetzt muss sich der Grünbereich erst besser entwickeln.
Die Frage war ja auch nur: Welche Schale für diesen Baum?
Kelle,
leider habe ich es damals verpasst, ein Foto vom Baum am Fundort zu machen.
Auf späteren Yamadori-Touren habe ich dann nach Möglichkeit immer schon am originalen Standort fotografiert. Falls es dich interessiert: Im 'BONSAI EUROPE' Nr. 3 / 2007 findest du meinen Artikel über die Formenvielfalt bei Fichten mit weiteren 12 Bäumen aus meiner Sammlung, teilweise mit einem Bild vom jeweiligen Fundort.
Michael,
selbstverständlich kenne und schätze ich die Schalen von Horst Heinzlreiter. Für eine
Spezialanfertigung ist er für mich erste Wahl.
Bei den Virtuals (alle sehr ansprechend) merkt man jedoch, dass es im Original eher kleinere Schalen sind, sodass die Oberflächenstruktur im vergrösserten Bild nun etwas dominant wirkt. Sicher würden Form und Struktur bei einem grossen Topf noch eleganter wirken.
Für deinen Beitrag herzlichen Dank.
Hallo Peter,
von deinen Bonsaibäumen bin ich schon immer fasziniert, jeder Baum
wurde auf lange Sicht erarbeitet, verfeinert,sehr genau und sehr fein
bearbeitet.
Ich könnte mir diese Gestaltung auf einem langen keilförmigen Granit
in den Farben schwarz/dunkelbraun-bis ockerfarben vorstellen, dies
nur so am Rande. Unterseite gerade geschnitten - Oberfläche mit viel
Bewegung, dazwischen schöne Moospolster, kann dir leider keine Bilder
zusenden, da ich es leider immer noch nicht beherrsche.
Was mich aber noch viel mehr interresiert ist deine vorgehensweise in
Sache Weiter- oder Grundpflege von Yamadoris - z.b. deine Fichten,
In welchem Substrat stehen die, wie werden sie gegossen und gedüngt?
Das gleiche könnte ich dich fragen zu deinen anderen Nadelbäumen.
Man kann nur den Hut ziehen vor dieser Pflege, gib uns ein wenig mehr
von deinem Wissen über die Pflege und Weiterkultivierung deiner Bonsais
Ich bin irrsinnig gespannt auf deine Antwort.
Gute Frage, Rainer! - Noch dazu, wo von vielen Bonsaianern sehr oft nur auf eine Erstgestaltung - nicht jedoch auf die so wichtige weiterführende Pflege - Wert gelegt wird .......
Deine Idee, den Baum auf eine Granitplatte zu setzen, kommt der Wirklichkeit sehr nahe, denn genau so ist er gewachsen. Aber noch braucht der Baum genügend Wurzelraum zur Weiterentwicklung, daher werde ich ihn vorläufig in eine nicht allzu flache Schale setzen.
Für Ratschläge und Anweisungen bin ich wahrscheinlich nicht kompetent genug, beschäftige ich mich doch erst seit 8 Jahren mit Bonsai. Da gäbe es sicher kompetentere Koryphäen. Aber ich bin gerne bereit zu zeigen, wie ich Yamadori praktiziere, denn die Pflege der Bäume beginnt vor dem Ausgraben.
Heute war ich wieder mal auf Yamador-Tour: Start um 05.30 Uhr, Ende 20.30 Uhr.
Wer Yamadori machen will, der muss früh aufstehen. Gutes Rohmaterial wächst nicht neben der Passstrasse, dafür muss man gut zu Fuss sein. Nach einer längeren Anfahrt sind 2-3 Stunden Aufstieg für mich die Regel, und dann erst beginnt die Suche in den Geröllhalden. Geeignete Sammelgebiete zu finden ist schwierig und oft auch Glücksache.
Potentielle Bonsai-Rohlinge bereite ich grundsätzlich am Fundort erst vor, schneide die dicken Hauptwurzeln und kürze Triebe ein. Dann lasse ich ihnen Zeit, sich zu erholen, damit sich neue Kapillarwurzeln im Stammbereich bilden. Nach 2-3 Jahren sind sie dann soweit, dass ich sie ohne Risiko ausgraben kann. Ich habe die letzten 4 Jahre dank dieser vorsichtigen Vorgehensweise keinen Abgang gehabt, kenne aber sehr wohl Bonsaianer, die Findlinge einfach "ausreissen" und dann im nächsten Jahr bereits gestalten und umtopfen. Dementsprechend hoch sind dann die Ausfallquoten – eine schmerzliche und unnötige Erfahrung. Geduld in jeder Phase scheint mir das A und O einer erfolgreichen Bonsaipflege.
Damit du siehst, wie ein gutes Yamadori-Gebiet ausschaut, hier einige Bilder von der Tour heute. Morgen dann Bilder vom Eintopfen.
Peter
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Der Baum braucht noch viel Zeit. Geduld ist alles.
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Hurra! Es hat!
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Öffnen des Plastikbeutels mit Erde.
Ob es wohl neue Wurzeln hat?
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Grössenvergleich
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Projekt Wacholder: Bewurzelung durch Abmoosen seit 2 Jahren
HexenSandra hat geschrieben:Ist schon WAHNSINN, was ihr so alles anstellt um an gutes Bonsaimaterial ran zu kommen.
Ich hätte da glaube ich nicht so die Gedult zu!
Hallo Sandra,
glaub mir bei solch einem Wachholder hättest du die Gedult auch, so einen findet man nicht oft in Leben.
In der Ruhe liegt die Kraft.
Gruß Matthias
Bonsai-Freunde Regensburg treffen sich jeden ersten Samstag im Monat bei Interesse bitte kurze Mail
Habe keine Angst davor, langsam zu wachsen.
Habe nur Angst davor still zu stehen!
Chinesische Weisheit
Danke Peter für den Yamadori-Bericht. Ich finde das sammeln von Bäumen einfach genial. Leider wird es bei mir noch dauern bis ich es selbst machen kann.....
Aber von solchen Beiträgen könnte es echt mehr geben. Man lernt nie genug...
HexenSandra hat geschrieben:Ist schon WAHNSINN, was ihr so alles anstellt um an gutes Bonsaimaterial ran zu kommen.
Ich hätte da glaube ich nicht so die Gedult zu!
Sandra,
es ist die KRÖNUNG von Bonsai, in der Natur bzw. im Gebirge Bäume sammeln gehen zu können. - Man braucht dazu nur einen ganzen Haufen (vor allem gärtnerische) Erfahrung und muss trittsicher, schwindelfrei & *zu Fuß* sehr gut sein! -
Wie Peter bereits anmerkte: wer glaubt, an einer Alpen-Pass-Straße geeignete Yamadoris zu finden, irrt gewaltig (dort steht NIX mehr, weil bereits seit Jahrzehnten gesammelt wird...)
1-2 Stunden Fußmarsch müssen meistens in Kauf genommen werden - dann läuft man stundenlang herum, um einen geeigneten Baum sammeln zu können - und dann geht´s mit zumeist 25-50kg am Rücken oder auf der Schulter zum Auto zurück.
Schön ist´s trotzdem. - Gell Peter?