mensch hat geschrieben:hmm...
@niko:
wenn wolfgang erklärt, wie mensch genau yamadoris birgt, ist das nicht unbedingt eine verherrlichung. so, wie ich das in erinnerung habe, ging seine beschreibung über "baum suchen-baum finden-baum rausreissen" hinaus. damit erhöht er sozusagen die überlebensquote der geborgenen yamadoris, weil derjenige, der es sich in den kopf gesetzt hat, sich einen zu beschaffen, jetzt zumindest weiß, wie das geht, ohne dass ihm der baum 100%ig krepiert.
auf der anderen seite habe ich so meine probleme mit yamadoris. alle bäume, die ich bisher gesammelt habe (von kleinkinder-allüren im entsprechenden alter mal abgesehen), wären sowieso auf dem kompost gelandet, vor allem, weil sie sich illegalerweise in gärten getummelt haben... natürlich sind die alle noch ziemlich klein.
uralte bäume aus ihrem natürlichen lebensraum zu reißen, halte ich persönlich für verwerflich, es sei denn natürlich, sie hätten an der stelle, wo sie stehen, keine überlebenschance(...und genaugenommen könnten sie dann ja auch einfach umgesetzt werden...). ich für meinen teil fühle mich nicht von sämtlichen moralischen fesseln befreit, nur weil irgendjemand, der eben das sagen hat, mir seine erlaubnis erteilt, einen baum auszugraben. an dieser stelle fängt moral erst an. vorher ist es einfach: ist verboten= mach ich nicht. danach wird es kompliziert. so sehr ich auch von yamadoris und dem, was daraus entsteht, fasziniert bin, kann ich es für mich selbst moralisch nicht verantworten. ich bin in der natur nur gast und nicht in einem supermarkt. punkt.
Darüber reden wir doch alle. Wolfgang, ich, Ralf u. Co graben in der Natur uralte Bäume aus, die wären nicht zu 100% verrekt, wenn wir die stehen gelassen hätten. Wenn wir Jamadoris sagen, meinen wir keine Gartenpflanzen, sondern Gebirgspflanzen.
ich habe Schwierigkeiten damit, immer gewisse Vorgehensweisen nach den eigenen Bedürfnissen auszulegen.
Das was wir machen ist und bleibt VERWERFLICH und wir werden es weiter tun. Egal wie man das "Kind" nennt.
Und wenn Wolfgang wirklich meint, er müsse uns alle darüber informieren über die Vorgehensweise beim Ausgraben von Jamadoris - damit die es möglichst überleben - dann hat er bessere, glaubwürdigere Möglichkeiten sein bestreben umzusetzen und darzustellen.
Z.B. könnte er Touren organisieren, um den Interessierten zu zeigen, wie man vor Ort richtig ausgräbt, um den Bäumen dass Leben zu retten.
Das wäre doch was, oder Wolfgang.
Ich glaube auch nicht, dass Wolfgang es toll finden würde, wenn ich - oder jemand anderes, dieses anbieten würde.
Wolfgang,
Mein Vorschlag um dieses Thema zu beenden.
Wir trinken alle gemeinsam so viel Ouzo, bis der letzte noch steht und der wird zum "Sieger" (was immer das heißen soll) erklärt.
Danach tauschen wir noch die Yamadorigebiete aus und gut ist.
PS: Wolfgang, deinen Unmut kann ich verstehen.
Mir geht es manchmal auch so, wenn ich die "Krater" von den "Jägern" schließe, damit ich selbst darüber nicht zufällig stolpere. Welch Ironie. Ich bin selbst auch dafür verantwortlich.
gruß
Niko