Hi Leute,
seit ca. 4 Wochen bekommt meine Mädchenkiefer
braune Nadeln.
Die Knospen sind aber noch saftiggrün.
An zu viel Wasser kann das glaub ich nicht liegen,
hab immer sehr, sehr sparsam gegossen.
Andererseits,
im September war ich 2 Wochen im Urlaub.
Meine Bekannten hatten das Gießen übernommen.
Und hatten kräftig gegossen. (Es wahren auch heiße Tage)
Kann das die Ursache sein,
2 Wochen zu viel Wasser???
Wird der Baum sich wieder erholen?
Gruß Ralph
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Mdchenkiefer_580x435_550x413_500x375.jpg (61.16 KiB) 3235 mal betrachtet
Hallo Ralph
In welchem Substrat steht die Mädchenkiefer ?
Du kannst den Baum aus der Schale nehmen
und die Wurzeln, speziell die Mykorhizza überprüfen.
Steht der Baum in durchlässigem Substrat wird
er nicht übergossen sein, da es im September noch
recht heiss war.
mfG Dieter
Zwei Wochen heftige Überwässerung kann eine Kiefer bestimmt schwer schädigen und sogar umbringen.
Hängt aber auch vom Substrat ab, wie Dieter schon erwähnt hat.
In was für einer Erdmischung steht die Mädchenkiefer denn?
Meine Kiefern stehen in so durchlässigem, grobem Substrat, dass ich den Tod durch Überwässerung für fast unmöglich halten würde.
Im August hatten wir hier praktisch durchgängig Dauerregen, meine Kiefern haben keinen Regenschutz und sie haben das problemlos im Bestzustand überstanden.
Wie lange hattest Du die Kiefer denn schon? "Sehr, sehr sparsam" gießen kann unter Umständen ja auch zu wenig sein. Der Ballen muss schon bei jedem Gießen einmal komplett von Wasser durchdrungen sein. In ewig trockenen Bereichen überleben ja auf Dauer auch keine Wurzeln.
Viele Grüße,
Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
Wolfgang hat geschrieben:Die Gründe für diesen Zustand kann man via Internet leider nicht eruieren.
..... ICH würde den Schaden nicht nur auf den Gießfehler einer Bekannten zurück führen. - Da kann´s noch viele andere Gründe geben ...... - Aber dazu müsste man den Baum u. seine Wurzeln sehen, seinen Standort kennen etc.
Hallo Leute,
Die Kiefer habe ich von Reiner bekommen.
In welcher Erdmischung sie steht weiss ich leider nicht.
Der Baum steht wohl schon länger in dem Substrat.
Beim Reiner wahr er noch kerngesund
Ich hab den Baum sonnig gestellt.
Oder kann es am Aldi Tannendünger liegen
Zu viel Salze??
Überdüngung mit Organischem Dünger??
(was eigentlich nicht gehn sollte.)
Jean-Luc hat geschrieben:dies bestätigt mich wieder in meiner strikten Ablehnung gegenüber Mädchenkiefern. Ich finde die einfach zu zickig. . . . .
Hallo Jean-Luc,
bei mir funktionieren die Mädchenkiefern genauso gut wie andere Kiefern (mugo und sylvestris z.B.).
Vielleicht lohnt es sich, die wunderschönen Mädchenkiefern noch nicht ganz abzuschreiben, sondern doch noch mal einen Versuch zu starten.
Hallo Ralph,
es ist so wohl nicht wirklich herauszufinden, was oder welche Kombination von Umständen Deine Mädchenkiefer umgebracht hat.
Den Dünger müsstest Du schon reichlich überdosiert haben, wenn das die alleinige Ursache sein sollte.
Viele Grüße,
Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
Hallo Ralph
Aldi Tannendünger könnte die Ursache sein.
Das war jetzt höflich.
Mensch Kerle, ne neue Kiefer, unbekanntes Substrat
frisch gestaltet und dann die Plörre drüber.
Wenn das Substrat wirklich gut drainiert, giessen
wie der Teufel um die Salze auszuspülen.
Oder anders gesagt, wenn es mein Baum wäre,
würde ich allen Draht entfernen (nicht abwickeln, sondern Windung
für Windung durchschneiden) um den Baum zu entlasten.
Danach den Baum vorsichtig aus der Schale nehmen,
das ganze Substrat vorsichtig entfernen
und alle Düngerverbrannten Wurzeln abschneiden.
12-24 Stunden in Algan sollten eine Kur für
die Wurzeln sein.
Danach würde ich (ohne Erfahrung, nur in Bonsai-Art gelesen)
den Baum in reinen Kies 2-4mm pflanzen und jemand
geben der über ein beheiztes Gewächshaus verfügt.
Dann fängt das Hoffen und Beten an.
Ich wünsche Deinem Baum alles Gute.
Dieter
erst die Nachbarn und jetzt wieder sowas! Du kannst einem echt Leid tun....
Ich schließe mich Wolfgang ganz und gar an, via Internet ist das echt schwierig zu beurteilen. Ich hab' selber auch eine Mädchenkiefer, aber bisher noch keine Probleme gehabt. Steht volle Kanne Sonne, kriegt volle Kanne Wasser (auch jetzt noch), steht in meinem durchlässigen "Einheitsbrei" (Splitt und Blumento-Pferde), dünge ausschließlich mit mineralischem Depotdünger...
Wahrscheinlich ist aber eine Kombination aus zu viel oder auch sogar zu wenig Wasser, falsche Düngerdosierung (gerade bei Billigdünger).
Lass mal hören was da so drin is....
Ausser wässern würde ich der Kiefer nichts mehr weiter antun, vielleicht vorsichtig entdrahten, wie lange hattest Du das Ding denn schon?
Gruß
Holger
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
- Frank Zappa -
Hallo Ralph,
wir haben ja schon auf der Fahrt nach Belgien drüber gesprochen. Hier einmal meine Einschätzung.
Der Baum steht in meinem Standardgemisch Bims, Akadama und Lava. Der Boden ist durchlässig. Da die Kiefer stets einen sehr gesunden Wurzelbereich hatte (sie sah immer aus wie ein Stamm, der aus einem Camembert wächst) wurde sie nur alle drei bis fünf Jahre umgetopft. Der Baum war seit 1986 in meinem Besitz, also 20 Jahre.
Da der Baum optimal verwurzelt war, konnte die Gestaltung im Juni ihm nichts anhaben.
Du schreibst, Du hättest ihn mit Tannendünger gedüngt. Im Urlaub hätte der Bekannte das Gießen übernommen.
Der Fehler: In der Zeit nach der Gestaltung war es sehr sehr heiß. Wenn es im Sommer so heiß ist, kann und soll man unter keinen Umständen Düngen, egal welchen Baum. Wenn der Dünger dann noch mit viel Wasser gut in das Substrat eingegossen wird, um so schlimmer.
Bäume nehmen in einer solchen Hitze eine Auszeit. Sie wachsen dann nicht. Dünger schädigt dann nur, weil er nichts anderes macht, als die Wurzeln zu verbrennen. Man nimmt in großer Hitze den Dünger von der Pflanze!
Nach der Gestaltung war die Kiefer erst einmal gestreßt. Dann noch der Dünger in der Hitze und viel Wasser, dass hat dieses Ergebnis gebracht.
Was kannst Du machen? Wasche den Wurzelballen aus, ohne ihn auseinander zu nehmen. Einfach versuchen, überschüssigen Dünger loszuwerden. Ist der Wurzelballen noch weiß von der Mykhoriza? Wenn nicht, ist sie auch ein Opfer des Düngers.
Dann nur noch wenig Gießen, nur über die Nadeln sprühen. Du kannst zum Sprühen etwas ORUS oder Waldleben dazugeben. Im Winter trocken stellen und das Substrat nur leicht feucht halten, nicht Nass! An frostfreien Tagen die Nadeln aber immer mit Wasser, welches mit ORUS, Vitamin B1 oder Waldleben gemischt ist, übersprühen. Dann kannst Du nur noch auf das nächste Frühjahr hoffen und darauf, dass der Baum nicht alle Nadeln bis dahin abgeschmissen hat.
Reiner
entschuldige schon mal im voraus, wenn ich das jetzt versuche auseinanderzuprengen.
Aber, woher hast Du, daß Bäume im Sommer (Hitze, sorry)) eine Auszeit nehmen??? Welchen Sinn würde das vefolgen?
Ja, tatsächlich schliessen sich die Spaltöffnungen bei sehr starker Hitze, aber auch nur, wenn die Wasserversorgung nicht ausreichend ist. Solange der Baum also, genügend Wasser bekommt (ich habe diesen Sommer auf meinem Balkon manchmal dreimal am Tag gewässert!!!), spricht nichts dagegen, weiter Fotosynthese zu betreiben (als Baum jetzt). Ganz im Gegenteil, ein starker Zuwachs ist zu erwarten, solange alle dei Fotosynthese begrenzenden Faktoren ausreichend vorhanden sind. Und dazu zählen auch Nährsalze (die ja im Dünger in irgendeiner Form vorhanden sind). Das gefährliche: Billige Dünger verwenden, auf denen keine Inhaltstoffe angegeben sind, zu glauben, organisch kan man nicht überdüngen, und: mit "Parkinson" düngen.
Ob's am Dünger gelegen hat? Möglich ist das. Ein weiterer Grund, weswegen ich nur Depotdünger verwende. Aber Reiner, ich hab' bei der Hitze auch gedüngt und zwar wie ein Bekloppter.
Ich glaube auch nicht, daß bei Reiners Substratmischung 2 Wochen intensives Giessen schädlich ist. Mein Substrat ist wesentlich undurchlässiger, weil es das Wasser hält (eine Eigenschaft des Splitts und des Torfs) und trotzdem Wässere ich nach "Walter-Pall-Methode" (meistens jedenfalls).
Vermutung 1:
Trotz gießfreudiger Nachbarn, zu wenig Wasser bei der Hitze!
(ich renne jetzt noch jeden Tag zu meinen Rohlingen und wässere, manche stehen in reinem Torf)
Vermutung 2:
Nur Gott und die Aldis wissen, was wirklich in ihrem Dünger ist. Überdüngung und daraus resultierende Plasmolyse sind nicht unwahrscheinlich.
Vermutung 3 (Achtung! festhalten, sehr verwegen):
In der Literatur ist nachzulesen, daß Mykhorriza (scheiß Wort für 6:00h morgens) durchaus auch schädlich sein kann, wenn es in übermäßigen Mengen vorhanden ist. Die Richtigkeit der Aussage kann ich im Moment leider nicht abschätzen, meine jedoch einen wahren Kern zu finden:
Unsere Bonsai leben in sehr begrenztem Raum, oft zusammen mit den Mys. Bei so starker Ausdehnung der Mys ("Camembert") kann ich mir gut vorstellen, daß der Platz in der Schale ausgeht und die Mys zu viel Stoffwechselprodukte der Bäume abzwacken...
Quelle: siehe Buchempfehlung unter Mykhorizza, ob es genau diese Ausgabe ist, muss ich nochmal nachschauen, besitze das Buch selber nicht
@ Ralph: Ich versuche im Nov. wieder zum Ak zu kommen, kann es aber nicht versprehen, würde mir den BAum dann gerne mal ansehen.
Gruß
Holger
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
- Frank Zappa -
Hallo Holger
Deine Vermutung 3 ist sehr interessant.
Empirisch kaum zu überprüfen, dürfte es ein
längere Densportaufgabe für die kalten Wintertage sein.
Ich werde es allerdings im Frühjahr beim Kiefern topfen
im Hinterkopf behalten und entsprechend handeln.
mfG Dieter
holgerb hat geschrieben:Vermutung 3 (Achtung! festhalten, sehr verwegen):
In der Literatur ist nachzulesen, daß Mykhorriza (scheiß Wort für 6:00h morgens) durchaus auch schädlich sein kann, wenn es in übermäßigen Mengen vorhanden ist. Die Richtigkeit der Aussage kann ich im Moment leider nicht abschätzen, meine jedoch einen wahren Kern zu finden:
Unsere Bonsai leben in sehr begrenztem Raum, oft zusammen mit den Mys. Bei so starker Ausdehnung der Mys ("Camembert") kann ich mir gut vorstellen, daß der Platz in der Schale ausgeht und die Mys zu viel Stoffwechselprodukte der Bäume abzwacken...
Quelle: siehe Buchempfehlung unter Mykhorizza, ob es genau diese Ausgabe ist, muss ich nochmal nachschauen, besitze das Buch selber nicht
Holger,
DAS hab ich ja noch nie gehört.
Der Artikel würde mich interessieren: schau bitte nach, wo der genau veröffentlicht wurde. - Danke!