Stammverdickung bei Laubbäumen u. Jungpflanzen

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steppenwolf
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Re: Stammverdickung bei Laubbäumen u. Jungpflanzen

Beitrag von steppenwolf »

Wenn Du den Baum wachsenlassen willst, würde ich nicht viel an den Wurzeln machen. Falls es verfaulte Wurzeln hat, diese wegschneiden, auch senkrecht nach unten wachsende Wurzeln einkürzen oder entfernen.

So wie ich das verstanden habe gilt auch bei Bonsai's im Allgemeinen:

Viel Wurzeln = viel Wachstum

Ist ja auch im Garten so :-D

Liebe Grüsse
Lea
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Buddhist2012
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Re: Stammverdickung bei Laubbäumen u. Jungpflanzen

Beitrag von Buddhist2012 »

steppenwolf hat geschrieben:
Wenn Du den Baum wachsenlassen willst, würde ich nicht viel an den Wurzeln machen. Falls es verfaulte Wurzeln hat, diese wegschneiden, auch senkrecht nach unten wachsende Wurzeln einkürzen oder entfernen.

Lea

Hi und vielen Dank für die Antwort.

So in der Richtung habe ich auch gedacht, das ich sie kaum, oder gar nicht einkürzen sollte. Wobei gar nicht einkürzen wäre wohl auch nicht das Optimum, denn so wie ich gelesen habe fördert ein Wurzelschnitt auch die Bildung feinerer Wurzeln und somit wird auch das Wachstum gefördert.

Es kommt wahrscheinlich auch drauf an, wie sehr das Wurzelwerk bei meinem Pfeffer ausgebildet ist.


Liebe Grüße
Arthur
Liebe Grüße,

Arthur
steppenwolf
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Re: Stammverdickung bei Laubbäumen u. Jungpflanzen

Beitrag von steppenwolf »

Ja, Du hast recht. Schau zuerst mal, wie die Wurzeln Deines Pfeffers aussehen.
Wenn Du das Wachstum feiner Wurzeln anregen willst, würde ich - ähnlich wie bei den Ästen - die dicksten Wurzeln einkürzen.

Und auch der vielgepriesene TPK (in Kombination mit grobem Substrat) fördert das Wurzelwachstum.

Liebe Grüsse
Lea
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raga
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Re: Stammverdickung bei Laubbäumen u. Jungpflanzen

Beitrag von raga »

Wenn ich einen Baum längere Zeit wachsen lassen will achte ich besonders darauf das der Wurzelansatz gut vorbereitet ist. Also dass alle Knoten aufgelöst, Knie entfernt oder geradegebogen und die Wurzeln gut sortiert sind. Wie viel Wurzelmasse übrig bleibt ist da zweitrangig solange sie dem Baum zum Leben reicht. Denn nicht nur der Stamm wird dicker sondern auch die Wurzeln und ein Knäul aus dünnen Wurzeln aufzulösen ist viel einfacher.

Wähle Topf oder TPK nicht zu groß sonnst wird es schwer Gießwasser- und Düngermengen richtig abzuschätzen.
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Buddhist2012
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Re: Stammverdickung bei Laubbäumen u. Jungpflanzen

Beitrag von Buddhist2012 »

Vielen Dank für die wertvollen Tips.

Beim Thema Umtopfen liest man immer wieder, das man etwa 1/3 der alten Erde beibehalten sollte. Das wäre aber dann scheinbar ein einfaches umtopfen.
So wie ich dich jetzt verstanden habe, raga, sollte ich also vorgehen, wie im folgenden Bericht.

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?t=20302

Da ich bisher so gut wie keine praktischen Erfahrungswerte sammeln konnte, hätte ich noch eine weitere Frage. Wie schnell wachsen Wurzeln eigentlich ?
Gut, das kann man sicher nicht pauschalisieren, aber ich nehme an, das ein noch junger Baum, mit frischen Wurzelschnitt, seine Schale nach einem Jahr wieder ausgefüllt hat. Liege ich da richtig ?
Liebe Grüße,

Arthur
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raga
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Re: Stammverdickung bei Laubbäumen u. Jungpflanzen

Beitrag von raga »

Ich hab den Beitrag jetzt nur überflogen aber daran kann man sich gut orientieren. Wenn sich die alte Erde gut entfernen lässt kannst du auf das auswaschen verzichten. Manche Baumarten reagieren darauf empfindlich.

Ich kenne mich mit Pfefferbaum nicht so aus und kann dir leider nicht sagen was du da speziell beachten musst.
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Buddhist2012
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Re: Stammverdickung bei Laubbäumen u. Jungpflanzen

Beitrag von Buddhist2012 »

Okay.. vielen Dank erst mal dafür.

Ich werde weiterhin noch viel lesen. Man, ist das alles spannend. Kann schon ein wenig süchtig machen, dieses Hobby ! :-)
Liebe Grüße,

Arthur
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camaju +
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Re: Stammverdickung bei Laubbäumen u. Jungpflanzen

Beitrag von camaju + »

Buddhist2012 hat geschrieben: Beim Thema Umtopfen liest man immer wieder, das man etwa 1/3 der alten Erde beibehalten sollte. Das wäre aber dann scheinbar ein einfaches umtopfen.
Du kannst den Wurzelballen auch komplett auswaschen. Kommt drauf an, was du dir beim einarbeiten des neuen Substrates zwischen die Wurzeln zutraust. Wenn du nicht sicher bist kannst du auch mehr als 1/3 dran lassen und es erstmal im Außenbereich probieren. Dein Wurzelballen wird ähnlich aussehen, wie in deinem Link, die 2. Bildserie. Oben auslichten/zurück schneiden nicht vergessen.

Die Wurzeln kannst du um 1/3 zurück nehmen.
Buddhist2012 hat geschrieben: aber ich nehme an, das ein noch junger Baum, mit frischen Wurzelschnitt, seine Schale nach einem Jahr wieder ausgefüllt hat. Liege ich da richtig ?
Nicht zwingend. Da spielen der Standort, dein Gieß-/Düngeverhalten eine Rolle
Gruß Jürgen *wink*

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Buddhist2012
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Re: Stammverdickung bei Laubbäumen u. Jungpflanzen

Beitrag von Buddhist2012 »

Danke Jürgen.

Wenn es soweit ist, werde ich mir den Wurzelballen ansehen und mich langsam vorarbeiten. Ich habe den Pfeffer in einem Bonsaifachhandel gekauft und deshalb werde ich bestimmt keine Probleme haben.
Ich werde dann auch berichten, wie es gelaufen ist ;-)
Liebe Grüße,

Arthur
Leo21
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Re: Stammverdickung bei Laubbäumen u. Jungpflanzen

Beitrag von Leo21 »

Hallo,

ich bin so ziemlich in der gleichen Situation mit meiner Linde. Ich weiß einfach nicht genau wie ich mit dem Baum weiterarbeiten soll.
Meine Linde hab ich vor ca. 7-8 Jahren als Sämling irgendwo vor meinem damaligen Wohnort rausgezupft und hat mit mir schon einiges erlebt. Ich muss echt sagen das meine Linde alles überlebt hat was ich ihr angetan habe und es ist auch so ziemlich der einzige Baum der es von damals bis heute überlebt hat. *respekt*
Als ich mich wieder mehr mit Bonsai beschäftigte verpasste ich ihr 2010 einen Wurzelschnitt und setzte sie schlussendlich Anfang 2011 ins Freie, oder zumindest in einen größeren Betontrog ohne Boden.
Mein Problem ist nun der gerade Stamm, ich hab ja noch nie was dran gemacht und das sieht man auch.
Ich lasse zwar am Stamm Opferäste stehen um den unteren Bereich dicker zu bekommen, allerdings habe ich Angst das sich eine Verdickung oberhalb des Wurzelansatzes bildet.

Welcher oder welche Arbeitsschritte wären jetzt am sinnvollsten?

Einfach wachsen lassen um den Stamm zu verdicken,
grober Rückschnitt um mehr Bewegung in den Stamm zu bekommen,
am Stamm alle knospen austreiben lassen um den die Geradlinigkeit des Stammes aufzulockern,
erneutes umsetzten um die Wurzelanordnug nochmals kontrollieren,
Opferäste entfernen.

Zu der Linde möchte ich noch sagen das ich sehr wohl weiß das sie überhaupt nicht als Bonsai geeignet ist und ich 100 mal besseres Material finden oder kaufen könnte. Der Grund warum ich mich noch mit ihr beschäftige ist das es einer meiner ersten Bäume ist den ich gesammelt habe und ich ihn nach so vielen Jahren einfach nicht aufgeben möchte.

Hier noch Bilder vom Baum:
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img1171ms.jpg
img1180yq.jpg
Leo21
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Re: Stammverdickung bei Laubbäumen u. Jungpflanzen

Beitrag von Leo21 »

Hallo allerseits,

leider hat sich an der Situation meiner Linde noch nicht viel geändert.
Ich tu mir mit dem Aufbau des Grundgerüstes noch immer etwas schwer.
Leider hat sich damals keiner gemeldet und ich hab ihm etwas verspätet ende April einfach einen starken Wurzelschnitt verpasst und die Opferäste entfernt.
Ein paar überlange Äste wurden auch noch eingekürzt, danach wurde er wieder eingepflanzt. Anscheinend verträgt die Linde einen Wurzelschnitt ganz gut, sie ist ohne Probleme angewachsen.
Bis jetzt konnte sie frei wachsen allerdings möchte ich heuer wieder etwas machen. Die Frage ist nur was?
Ich finde die Krone mit ihren geraden links rechts links rechts Ästen irgendwie unbrauchbar, wo könnte man da schneiden? Oder doch noch weiter wachsen lassen?
Umsetzen wollte ich ihn heuer aber sicher noch mal, entweder in einen anderen Betontrog da ich den jetzigen für was anderes verwenden möchte, oder sonst gleich irgendwo ins Freiland.

Freu mich über jeden Tipp der mich weiterbringt. :)
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IMG_2320.jpg
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IMG_2383.jpg (208.18 KiB) 5344 mal betrachtet
werrib
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Re: Stammverdickung bei Laubbäumen u. Jungpflanzen

Beitrag von werrib »

Hallo Leo

Schöner Stamm, leider sind die Äste sehr dick und wenig verzweigt. Da hättest du in den letzten Jahren weit mehr schneiden und pinzieren müssen. Damit du Feinverzweigung bekommst, musst du schneiden, verjüngen, schneiden und verjüngen. Opferäste verschlechtern in diesem Stadium nur die Qualität deiner Linde. Außerdem: die Stammdick ist ok. Von Feldkultur würde ich abraten, weil du alle diese Arbeiten weit besser in der Schale durchführen kannst. Arbeite an mehr Feinverzweigung und du wirst in wenigen Jahren einen schönen Bonsai besitzen.
Berndbonsai
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Re: Stammverdickung bei Laubbäumen u. Jungpflanzen

Beitrag von Berndbonsai »

Hallo Leo
Da sich von denen die sonst guten Rat geben noch niemand bei Dir gemeldet hat will ich mich mal zum Fenster rauslehnen. Über mich mußt Du wissen, dass mein Bonsaistil nicht Mainstream ist und ich nicht auf dicke, totgeholzte und martialische Bäume stehe. Ich mag leichte, feine gerne auch dünnstämmige Bäume. So ist auch men Vorschlag für Deinen Baum.
Ich finde da ist alles da was ich für eine Erstgestaltung bei einem Laubbaum brauchen würde. Für mich ist die Stammverjüngung glaubhaft und daher würde ich die Äste jetzt auf die Primären Verzweigungen absetzen. Natürlich ist der Baum etwas Zweidimensional das ist ein Nachteil. Andererseits kann bei einem kräftigen Rückschnitt wie ich ihn Dir eingezeichnet habe ja noch Knospen am Stamm entstehen und wenn die am richtigen Platz sind kannst Du daraus ja noch einen Rückseitenast entwickeln. Wenn nicht würde ich schneiden wie eingezeichnet und die sekundären Äste die nach hinten gehen kräftig wachsen lassen. so erreichst Du auch Tiefe und dann kannst Du darauf die Tertiäre Verzweigung aufbauen. Die Pflanzposition würde ich etwas nach vorne neigen, dann sieht die ganze Baumstellung schon hübscher aus. Das Nebari ist ja noch nicht sichtbar, daher habe ich das nicht beachtet. WEiter fällt es mir schwer die Spitze zu beurteilen, das erkenne ich auf den Bildern nicht so gut. da würde ich mich aber glaube ich für den Ast entscheiden der etwas nach vorne wächst. Wobei klar ist, dass der nicht so toll ist, da er eigentlich für die Spitze zu dick ist aber er hat eine gute Linienführung.
Soweit meine Tipps vom Foto weg. Abe ram besten wäre es, Du würdest mit dem tollen Rohling zu einem Workshop oder AK. Da kann man Dir besser helfen, da man den Baum in Natura vor sich hat. Aber ich finde den recht schön und nicht zum verstecken. Daher nur Mut.
Gruß Bernd
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Re: Stammverdickung bei Laubbäumen u. Jungpflanzen

Beitrag von bonsaiheiner »

Hallo Leo,
Leo21 hat geschrieben: ...
Zu der Linde möchte ich noch sagen das ich sehr wohl weiß das sie überhaupt nicht als Bonsai geeignet ist und ich 100 mal besseres Material finden oder kaufen könnte...
Wie bitte?? Ich glaube, ich kann nicht richtig lesen!

Dein Baum gehört weder in einen Betontrog, noch ins Freiland, sondern in einen Anzuchttopf oder in eine Holzkiste.
Eingekürzt werden muss ebenfalls und da ich diese Malerei in den Bildern nicht beherrsche, habe ich ihm mal einen Rahmen verpasst, der in etwa den Reduktionsrahmen umfasst.
Linde aus Kärnten.jpg
Sehe gerade, dass Bernd was gepostet hat. Der kann viel besser malen als ich!!
Bin mit seinen Einkürzmaßnahmen einverstanden, nur würde ich die obersten 2 Schnitte tauschen, den starken Spitzentrieb ganz rausnehmen und den schwächeren etwas länger lassen.

Gruss,
Heiner
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Anja M.
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Re: Stammverdickung bei Laubbäumen u. Jungpflanzen

Beitrag von Anja M. »

So ganz ohne Entwicklung war das letzte Jahr nicht. Ein Rückschnitt wäre dies Jahr mE genug und dann die richtigen Knospen auswählen. Nächster Schnitt Frühjahr 2016. Dann entscheiden ob in dem Jahr schon ein 2. Mal geschnitten wird. Es wäre sicher auch nicht unklug die neuen Triebe imm Sommer zudrahten und in die passende Richtung zu lenken.
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