Benjamin Horna hat geschrieben:Hallo!
Ist es nicht so, dass bei der Bekämpfung von Schädlingspopulationen, z.B. von Blattläusen etc. resistente Tiere überleben und gegen die Spritzmittel immun sind?
Vielleicht ist das zu weit hergeholt oder ich bin nicht versiert genug, aber kann es sein, dass unter den befallenen Eschen dann vielleicht auch "Resistente" dabei sind, die sich gegen den Pilz besser zur Wehr setzen können???....
Grüße
Benjamin
dahin geht auch meine Überlegung... aber man darf Äpfel nicht mit Birnen (oder in diesem Falle Eschen) vergleichen....
Würde mich mal von nahem interessieren, wie das ausschaut...
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
- Frank Zappa -
Ob es resistente Individuen gib, aus denen eine neue Population aufgebaut werden kann, das haengt von vielen Faktoren ab. Sehr wichtig ist dabei die Populationsstaerke und damit auch deren genetische Varianz. Je weiter und herterogener das genetische Spektrum, desto hoeher stehen die Chancen, dass es Genotypen gibt, die mit den veraenderten Bedingungen klar kommen.
Das ist ganz allgemein ueberall da das Problem, wo der Mensch eine gegebene Population zu sehr ausduennt. Die genetische Vielfalt geht verloren und damit auch die Anpassungsfaehigkeit einer Art.
Die Chancen, dass es unter den verbliebenen Individuen Mutationen gibt, die mit den neuen Bedingungen besser klar kommen, sinken schlicht mit der Individuenzahl.
Aufwendige Rettungsprogramme fuer einzelne stark gefaehrdete Arten wie Pandas, Nashoerner oder Loewen sind daher sehr skeptisch zu beurteilen.
auch wenn ich mit sicherheit PROTEST ernte ich sage Eschen weg ist eh nur UNKRAUT, die Zukunft sind "Klimagehölze" fragt mal in veitshöchheim nach wie und was genau am besten an Klaus Körber wenden da giebts auch Pflanzen die für Bonsai interesant sind!
z.B. Asimina, Cladastris, Ptlea u.s.w
MfG Benedict
Versuche nicht wie der Meister zu sein, sondern suche nachdem was der Meister sucht!
Wenn Du jetzt noch verrätst, was Du unter "Klimagehölz" verstehst und warum ich einen Nicht-Einheimischen Baum einem Einheimischen vorziehen soll?
"Eschen eh nur Unkraut" ist eine typische, uralte <<das haben wir schon immer so gemacht>> Gärtneraussage.... kannst Du auch dazu eine Erklärung geben?
Ich versuche mich gerade im Zaum zu halten, aber was hälst Du dann von: Wespen weg, eh nur Ungeziefer!
Sorry, ich denke, das ist eher nachgeplappert, als wirklich Deine Meinung. (Keine Angst, das hat jeder mal ne zeitlang gemacht).
Frage also: Warum?
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
- Frank Zappa -
eschen unkraut? - da kann ich nur müde und ungläubig mit dem kopf schütteln.
ich übe den beruf/ die berufung des baumkletterers in der baumpflege aus.
es gibt unzählige beispiele von wunderschönen eschen welche ich mehr als erhaltenswert finde.
trotzdem ist es auch hier sehr auffällig wie viele schwächelnde eschen wir dieses jahr besteigen um ihnen einen fachgerechten pflegeschnitt zu verpassen in der hoffnung die bäume so erhalten zu können.
wenn man sich in den kronen dieser bäume bewegt sieht man tatsächlich wie schwer es manchen dieser bäume fällt sich am leben zu halten, sei es krankheits oder vielleicht auch klimatisch bedingt.das gibt einem dann doch schon sehr zu denken.
was allerdings derzeit hier weit mehr schrecken verbreitet ist die stammfäule durch eine phytophtora art an den kastanien.
dieses jahr haben wir schon etliche befallene ,grosse,alte bäume gefällt welche in einem solchen maße befallen waren das es keine erhaltenen maßnahmen gegeben hätte.
auch wenn es evolution ist, mich persönlich stimmt diese entwicklung bei den baumbeständen in unserem land sehr traurig.