Eschensterben

Alles andere was zu Bonsai passt.
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flu
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Eschensterben

Beitrag von flu »

Nach Ulmesterben,Wurzelhalsfaeule bei Erlen, Birkensterben, Platanenwelke, Kastanienrindenkrebs nun also auch die Esche.
Eine Pilzerkrankung rafft die heimischen Eschenbestaende dahin.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/868488/
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flu
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Beitrag von flu »

Auch wenn die Resonanz hier eher verhalten ist, die Sache ist ernst.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 72,00.html
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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Ja flu - und man nimmt es zur Kenntnis, dass wir alles, aber auch alles globalisieren...

Was sonst?
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
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schmieda
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Beitrag von schmieda »

Sorry Ulf, ich hatte es gesehen,mich aber nicht für die Links bedankt. Sehr traurig (die Sache mit den Eschen)...
Gruß
Frank :)

++++ Gießen: Hessischer Botaniker findet heraus, wie Pflanzen länger leben ++++
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Holger
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Beitrag von Holger »

Hallo Ulf,

mir ging es genauso, ich habe den Artikel gelesen (so wie jetzt den aus dem Spiegel), war entsetzt, da ich Eschen für sehr eindrucksvoll halte (was auch dazu führt, dass ich eine Esche im Bestand habe, trotzdem diese sich ja eher nicht als Bonsai eignen), nur habe ich das nicht zum Ausdruck gebracht.

Im Augenblick ist es schon erschütternd, wie zumindest ein Teil der Natur vor die Hunde geht.

Gruß
Holger
Benjamin Horna
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Beitrag von Benjamin Horna »

Hy Ulf,
das sind wirklich schreckliche Neuigkeiten! Zumal man sich doch immer so hilflos vorkommt, wenn derartige Meldungen auftauchen.
Hoffe, dass sich folgender Abschnitt vom Spiegel nicht bewahrheitet:
Dramatischer kann ein Seuchenzug kaum verlaufen: Die von Borkenkäfern übertragene Pilz-Pest löste ein umfassendes Ulmensterben aus. "Sicher mehr als 90 Prozent" der Bäume habe der Parasit umgebracht, sagt Wulf. Bis auf kleine Restbestände in Europa sei von der Feldulme nichts mehr geblieben: "Der Baum existiert praktisch nicht mehr." Wulf will nicht ausschließen, dass "der Esche ein ähnliches Schicksal bevorstehen könnte."
Um den Schreckensmeldungen noch das I-Tüpfelchen zu verpassen hier noch ein Bericht vom Roten Palmenrüssler:
http://www.berlinonline.de/berliner-zei ... index.html

Grüße
Benjamin
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flu
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Beitrag von flu »

Andreas Ludwig hat geschrieben:Was sonst?
Schon recht ... macht ja auch nicht wirklich Sinn, geschweige denn viel Spass hier lauter Grabreden fuer heimische Baumarten zu schwingen.

Sehen wir es doch positiv:
Nur wer Abschied nehmen kann, der schafft auch Platz fuer Neues.
Freuen wir uns also auf all die Neubuerger, die uns wohl zukuenftig auf jeder Reise, an jedem Bahnhof, an jedem Flughafen unserer Klimazone begruessen werden. Freuen wir uns auf all die Opportunisten, die Gewinner der Globalisierung, die unserem Heimatplaneten schon bald ein gruenes Einheitsgesicht verleihen werden. Dann haben es auch die Botaniker nicht mehr so schwer und man trifft ueberall alte Bekannte.
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Sigrid
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Beitrag von Sigrid »

flu hat geschrieben: Sehen wir es doch positiv:
Nur wer Abschied nehmen kann, der schafft auch Platz für Neues.....
jo, als Nicht-Botanikerin kann ich damit leben - aber um die Eisbären und Orang-Utahs usw tuts mir schon leid :cry:
think pink
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Erwin
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Beitrag von Erwin »

ohne jeden Spott:

Opelsterben und Poststerben haben auch schon angefangen...

Wer sind die Opfer? Letztendlich wir. Mag nicht drüber nachdenken....

Erwin
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holgerb
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Beitrag von holgerb »

Hmmm, tja.

Bisher habe ich das in unserer Region noch nicht beobachten können, werde aber mal bei nächster Gelegenheit bei den mir bekannten Eschen nachschauen.

Ja, man muss wohl die Globalisierung dafür verantwortlich machen, oder hat es vielleicht einen anderen Grund?

Die Frage, die ich mir dabei stelle ist folgende:

Ist ein Verbot des Anbaus der richtige Weg, um dem Pilz einhalt zu gebieten? Ist es nicht vielmehr sinnvoll, gerade jetzt, Eschen zu pflanzen?
Warum?

Ich glaube nicht daran, daß ein Baum "einfach so" von einem Pilz befallen wird und daran elendig zu Grunde geht. Das Problem ist ein anderes, nicht der Pilz. Er ist nur "zufällig" am richtigen Wirt angekommen und findet ein herrschaftliches Mal.
Wenn man aber darüber intensiver nachdenkt:

Pilzsporen, Bakterien und Viren und dieses ganze Gesocks findet sich in unzähliger Menge in der Luft, auf dem Stamm, in direkter Nachbarschaft. Die Vielfalt ist so groß, daß einem schlecht werden möchte, wenn man atmet (auch ich habe mir einen Bazillus eingefangen).
Sprich: Jedes Individuum ist unablässlich, dauernd, ohne Pause und immer kleinen widerlichen Schadorganismen ausgesetzt.
Noch nicht tot?
Warum nicht?
Na klar, es gibt Schlimme und weniger Schlimme.
Nun kann man Mensch und Baum nicht über einen Kamm scheren.
Eben!

Die Frage ist:

Ist der Pilz so stark, daß er jegliche Verteidigungsmechanismen des Baumes umgehen und ausschalten kann?
Oder sind die Eschen so schwach (geworden), daß sie mit Leichtigkeit eingenommen werden können?

Es gibt durchaus Krankheiten, die abgeschottete Bereiche des Baumes "umspringen" können und dann gesundes Holz infizieren.

Zunächst sollte aber geklärt werden, von wo der Pilz eindringt und warum er das schafft....
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
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holgerb
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Beitrag von holgerb »

Erwin hat geschrieben:ohne jeden Spott:

Opelsterben und Poststerben haben auch schon angefangen...

Wer sind die Opfer? Letztendlich wir. Mag nicht drüber nachdenken....

Erwin
Aber Opel hat ja schon um eine Medizinspritze gebettelt!

Ich glaube ich kaufe doch noch eine Kleingartenparzelle und pflanze Kartoffeln an....

Die Postbank wird sicherlich folgen, solange wenigstens, wie Automaten die Post annehmen und Angestellte Versicherungen und Girokonten sowie Lottoscheine verkaufen müssen....(ich hab' mal so'n armen Kerl richtig angemacht, nach dem 773. Versuch mir ein Girokonto anzudrehen).

Aber das hat nix mit den Eschen zu tun

*back*
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flu
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Beitrag von flu »

holgerb hat geschrieben:... Aber das hat nix mit den Eschen zu tun
Who knows?
Die Wege des Herren sind unergruendlich.
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achim73
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Beitrag von achim73 »

ich überlege, ob das evtl. vergleichbar ist mit der spanischen grippe bzw. vogelgrippe...spontane mutation, zufällig für gewisse hochentwickelte wirte fatal...
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
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der1
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Beitrag von der1 »

Spontane Mutationen? Bei so einfach gestrickten Organismen wie Viren kann ich mir das ja noch vorstellen, aber bei einem vergleichsweise "komplizierten" Pilz?
Und wenn wir jetz so zusammen liegen / Ich wollt es sagen, aber hab mich nie getraut
Immer öfter, wenn wir uns berühren / Spür ich den leeren Raum zwischen unsrer Haut.
Lichter - Leerer Raum (Video und mp3)
Benjamin Horna
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Beitrag von Benjamin Horna »

Hallo!
Ist es nicht so, dass bei der Bekämpfung von Schädlingspopulationen, z.B. von Blattläusen etc. resistente Tiere überleben und gegen die Spritzmittel immun sind?
Vielleicht ist das zu weit hergeholt oder ich bin nicht versiert genug, aber kann es sein, dass unter den befallenen Eschen dann vielleicht auch "Resistente" dabei sind, die sich gegen den Pilz besser zur Wehr setzen können???....

Grüße
Benjamin
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