Zierapfel

Erfahrungsaustauscht und Dokumentation von Sämerein und Stecklingsanzucht von Gehölzen auf dem Weg zur Bonsai tauglichen Rohpflanze.
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espanna
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Re: Zierapfel ?

Beitrag von espanna »

Chapeau Stephan!
Danke für die tollen Bilder!

Einen guten Rutsch euch!
Gruß
László

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Bergi
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Re: Zierapfel ?

Beitrag von Bergi »

Anja M. hat geschrieben:
michael_k hat geschrieben: Was zu bedenken gilt:
Diese Zieräpfel sind in den meisten Fällen (eigentlich immer) gepfropft und die Früchte tragen somit die Erbmasse der Unterlage in sich, was bedeutet -- die Früchte werden größer!!
Mehr findest du hier
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... =9&t=34151
Nein. Die Unterlage gibt keine Gene weiter. Das obliegt dem fruchtenden Edelreis oben. Aber die Nachfahren werden evtl. die Eigenschaften der Großeltern besagten Edelreises aufweisen frei nach Mendel.
Ja, "Großeltern" kommt eventuell hin, ein interessantes Thema:
Die Samen in den Äpfelchen tragen ganz sicher die Gene des Edelreises, sprich, der Mutterpflanze. Aber: sie tragen auch zur Hälfte die Gene eines anderen Apfels, sprich, der Vaterpflanze. Das kann natürlich genau die selbe Zierapfelsorte von einem benachbarten Baum sein, aber auch ein Speiseapfel aus der Nachbarschaft. Soweit ich das verstanden habe, sind viele Apfelsorten "selbststeril", was also die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die väterliche Blüte nicht auf dem selben Baum saß, oder nicht einmal auf einem benachbarten Zierapfel der selben Sorte. Die Eigenschaften des Apfels selbst werden aber nur von der Mutterpflanze bestimmt, weil die eigentliche Frucht (Blütenboden) nur von ihr gebildet wird. Für die - wirtschaftlich interessanten - Eigenschaften des Apfels ist es also gleichgültig, wer der Vater ist (man pflanzt da gerne die Zieräpfel zwischen den Speiseäpfeln, weil sie gute Pollenlieferanten sind). Das wäre z.B. bei einer Erdnuss anders - die essbaren Teile werden da vom Embryo gebildet (Keimblätter), werden also vom Vater "gleichberechtigt" mit beeinflusst.

Die Samen stellen also wahrscheinlich eine Kreuzung dar (F1), die nach Mendel "uniform" ausfällt, was heißt, dass sie in den Merkmalen nicht besonders "streuen". Das dürfte m.E. aber nur dann gelten, wenn die Eltern reinerbig, also nicht ihrerseits auch schon (F1) Hybriden waren (was wohl nicht unwahrscheinlich ist). Und hier kommen die o.g. "Großeltern" ins Spiel: nur falls sich hier zwei Zieräpfel der gleichen Sorte gepaart haben sollten (wenn das überhaupt geht, s.o.), könnten hier tatsächlich großelterliche Gene aufeinander treffen und das entsprechende Merkmal in einem nach Mendel zu berechnenden Prozentsatz (z.B. 25% "rote Früchte") ausprägen. Insofern bleibt es interessant, mehrere Jungpflanzen heranzuziehen und die Unterschiede zu beobachten.

Zumindest laut Theorie dürfte aber keine der Jungpflanzen der Mutterpflanze entsprechen.

Gruß und guten Rutsch,
Stefan
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Olaf_Gd
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Re: Zierapfel ?

Beitrag von Olaf_Gd »

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Die Wahrscheinlichkeit ist gross dass die Kinder Ihren Eltern in den meisten Eigenschaften ähneln.
Das ist bei Vererbung so.

Gruss Olaf
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espanna
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Re: Zierapfel ?

Beitrag von espanna »

Wieder was dazugelernt!
Danke,
Gruß
László

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Bergi
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Re: Zierapfel ?

Beitrag von Bergi »

Olaf_Gd hat geschrieben: Die Wahrscheinlichkeit ist gross dass die Kinder Ihren Eltern in den meisten Eigenschaften ähneln. Das ist bei Vererbung so.

Tja, wenn es sooo einfach wäre 8) ...!
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espanna
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Re: Zierapfel ?

Beitrag von espanna »

Hallo ihr lieben,

der Frühling ist da und die Äpfel kommen (obwohl ich wegen der Nachbarskatze Zweifel hatte :twisted: )! Klasse!
Sorry für die schlechte Bildqualität!
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Gruß
László

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Anja M.
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Re: Zierapfel ?

Beitrag von Anja M. »

Ja, vor 7 Jahren sahen meine auch so aus. *z*

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... =9&t=41198
73 Anja
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Re: Zierapfel ?

Beitrag von espanna »

Hallo Anja,

deine Beiträge habe ich (auch schon) gelesen, und die sind für mich Gold wert! So weiss ich welche Möglichkeiten ich habe! Danke dafür!
Gruß
László

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Re: Zierapfel ?

Beitrag von espanna »

Hallo,
es werden immer mehr und grösser :-D
Wann sollte ich die "Kleinen" in einzelne Töpfe pflanzen?

Danke schön für eure Antworten!
Gruß
László

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maexart
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Re: Zierapfel ?

Beitrag von maexart »

Also die klassische Antwort ist: man pinziert nach dem 6. Blatt (3. Blattpaar bei gegenständig wachsenden Sorten).
also so mach ich's dann vertragen die kleinen auch schon gut ein kappen der pfahlwurzel. Auf jeden fall danach eine zeitlang halbschattig.

Mfg
Maex
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Re: Zierapfel ?

Beitrag von espanna »

Moin Maex,
Danke. Bin erst bei 2 Blattpaaren, also warte ich noch ein wenig.
Macht spass zu sehen wie Sie wachsen!
Gruß
László

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Re: Zierapfel ?

Beitrag von espanna »

Es geht voran,
wenn ich Maex richtig deute, habe ich jetzt 2 Blattpaare oder?
Wenn ich die bei 3 Blattpaaren pinziere, kann ich die dann auch schon einzeln einpflanzen oder soll ich noch warten?
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Gruß
László

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Re: Zierapfel ?

Beitrag von camaju + »

espanna hat geschrieben: wenn ich Maex richtig deute, habe ich jetzt 2 Blattpaare oder?
So wie ich das sehe, hast du ein Blattpaar, die Keimblätter darfst du nicht mitzählen, die fallen ab, wenn sie nicht mehr gebraucht werden
Gruß Jürgen *wink*

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Re: Zierapfel ?

Beitrag von espanna »

:oops:
ok
Gruß
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Re: Zierapfel ?

Beitrag von MonaMour64 »

Na, die sind ja wirklich gut gekommen ! *daumen_new*

Wie bereits gesagt wurde, was für Früchte die Kleinen (irgendwann) bekommen werden bleibt spannend.
Du kennst ja nur die "Mutter", aber wer ist der Vater ?

Ich erinnere mich an einen Versuch, in dem Blüten eines Apfelbaumes von Hand mit Pollen verschiedener anderer Sorten und auch Wildformen bestäubt wurden. Die Fotos zu diesem Bericht waren erstaunlich... mit einer solchen Vielfalt an Früchten von einer einzigen Mutterpflanze hätte ich dann doch nicht gerechnet.
Das Ergebnis waren Äpfel, von denen keiner in Größe und Färbung dem anderen glich - von winzigen Zier- und kleinen Holzapfel-ähnlichen Exemplaren bis hin zu Früchten in Handelsgröße, farblich von komplett grün über Gelb-und Rottöne in allen Schattierungen und Kombinationen.
Theoretisch kann also aus den den Kernen JEDES EINZELNEN VON DIR VERWENDETEN ÄPFELCHENS eine andere "Sorte" entstehen, je nachdem von welchen Pollen die Blüte befruchtet wurde. Genau so werden ja auch neue Zuchtformen "kreiert" - ob im Obstbau oder z.B. bei Rosen.

Riesenäpfel wirst du aufgrund der Gene des Mutterbaums sicher nicht bekommen, es KÖNNTE aber durchaus möglich sein dass sich verschiedene Arten fruchtbar kreuzen lassen, die Nachkommen aus dieser Verbindung dann aber steril sind, d.h. selbst keine Samen bilden. Ob das bei Äpfeln so vorkommen kann - da bin ich allerdings überfragt... Verschiedene Gattungen haben auch unterschiedliche Besonderheiten was die Genetik angeht, abhängig u.a. von der jeweiligen Artdefinition. In der Zoologie kenn ich mich da etwas besser aus ;) , in der Botanik wird die Abgrenzung von Arten und Gattungen teilweise anders gehandhabt. Aber das zu erklären würde jetzt wohl doch zu weit führen, ich möchte ja niemanden langweilen...

Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen dass deine Äpfelchen gaaanz bonsaigerecht winzig werden. :)

Gruß,
Sabine

PS: Ich höre gerade Fiona Apple - wie passend... *dance*
LG, Sabine (aka Mona)

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