Das klingt super, damit sollte der Baum wohl überm Berg sein. Mit dem Umtopfen würde ich auch noch ein Jahr warten und dieses Jahr die Energiereserven des Baumes weiter auffüllen.Hans Peter hat geschrieben:Mittlerweile muß ich zugeben, daß ich froh bin, den alten Ballen fast aufgelöst zu haben. Es gibt kein verdichtetes Substrat mehr-
Der neue Wurzelballen hat sich so stark entwickelt, daß ich fast in Versuchung geraten bin, den Baum schon dieses Jahr
umzutopfen, weil sich der Wurzelballen stark nach oben drückt und das Substrat total durchwurzelt hat.
Ich gebe dem Baum aber noch ein weiteres Jahr Zeit für die Entwicklung bis zum nächsten Umtopftermin.
Das kann ich sowohl aus konventioneller Baumschulsicht in unseren klimatischen Breiten wie auch durch etliche gelesene Erfahrungsberichte von Bonsaianern absolut nicht bestätigen.Ferry hat geschrieben:Die Buche als eine Spezies, welche sich sehr leicht abmoosen lässt, verkraftet den starken Rückschnitt an den Wurzeln sehr gut.
Insbesondere auf den späten Wurzelschnittzeitpunkt ab dem Mausohrstadium der Knospen reagieren Fagus sehr kritisch verglichen mit anderen Gehölzen. Die Sensibilität von Faguswurzeln wird in Pinneberger Baumschulkreisen als ein Sonderfall unterrichtet.
Bei meinem ehemaligen Baumschulbetrieb habe ich ca. Mitte Mai 2014 mehrere hundert verschulte Fagus-Heister sowie Carpinus-Heister bei gleichzeitigem starkem oberirdischen und unterirdischen Schnitt getopft obwohl das Mausohrstadium bereits überschritten war. Mein Vorgesetzter (seniler cholerischer 85jähriger Seniorchef) wollte es mir nicht glauben, dass es sich bei den Fagus nicht mehr lohnt..."Ach wat, das wächst schon!!!"...
→ das Ende vom Lied: Die Carpinus waren fast ausnahmslos und ohne große Wuchsdepressionen angewachsen, während fast 50% der Fagus die gleiche Prozedur nicht überlebten und der Rest leichte bis sehr starke Wuchsdepressionen aufwies und nicht verkaufsfähig wurde...
Bei sehr guter Pflege lässt sich zwar bei Buchen oft noch der Baum retten aber den zahlreichen mitlesenden (Pflege-)Anfängern würde ich einen starken Rückschnitt von Buchenwurzeln dringendst abraten.
Schöne Grüße
Tom
