um es nicht ganz so krass auszudrücken, hatte ich oben ein "entweder/oder" formuliert.
Nur war es wohl leider das "entweder" und nicht das "oder".
Auf den Fotos sehe ich maximal drei frische Triebe.Fabiansan hat geschrieben: 30.07.2020, 17:38 Es ist auch nicht ganz so wild wie es da vielleicht aussieht, da noch viele lebende Neutriebe aus diesem Jahr stehen und ich den jetzt (hoffentlich) nicht ganz neu aufbauen muss. Nichts desto trotz werde ich den Weg mit dem Baum gehen.
Das wird also schwer. Der Baum wird jeden Zweig verlieren, dessen Triebknospe abgeschnitten wurde. Da bleibt wohl nicht viel.
Ohne Endtriebknospe gibt es bei Mädchen keine Rückknospung, es wird also nichts neues dazukommen. Wenn jetzt schon die Nadeln gelb werden, hat er auch keine Kraft mehr zur Anlage von neuen Knospen. Erst recht nicht aus altem Holz. Und falls doch noch Knospen angelegt werden können, gehen die erst im nächsten Mai auf und bringen den Baum erst im Juni wieder mit den neuen Nadeln auf Touren. Bis dahin muss er dann von der Substanz leben.
Der Baum wird aber schon früher so schwach sein, dass er ganze Äste verliert. Das führt zu toten Wurzeln im Ballen, die verrotten, faulen und das Substrat verstopfen werden, was den Zustand im Winter verschlimmern wird (ein Umtopfen im nächsten Frühling kann das dann auch nicht beheben, weil man einer schwachen Mädchenkiefer mit Umtopfen und Wurzelarbeiten garantiert den Rest gibt).
Ich würde dir gerne Hoffnung machen ... probier bitte den Baum über den Winter zu bringen (möglichst keinen Frost) ... ich bin aber sehr skeptisch. Wahrscheinlich wird er bis zum Jahresende alle Nadeln verloren haben und das wars dann ...
