Hainbuche, Blätter kräuseln sich
Hallo zusammen.
Das Foto ist sehr unscharf. Möglich halte ich aber auch folgendes:
"Blattdeformation durch Gall-Milben-Befall (Hainbuchenmilbe: Eriophyes mactrotrichus)
zickzackartig verlaufende Faltenbildung längs der Seitenadern; Blattränder nach oben eingerollt; Öffnung oberseits; in den Falten zahlreiche, 0,2 mm lange Milben (Mikro)"
Abhilfe durch regelmäßigen Schnitt
aus:
Das Foto ist sehr unscharf. Möglich halte ich aber auch folgendes:
"Blattdeformation durch Gall-Milben-Befall (Hainbuchenmilbe: Eriophyes mactrotrichus)
zickzackartig verlaufende Faltenbildung längs der Seitenadern; Blattränder nach oben eingerollt; Öffnung oberseits; in den Falten zahlreiche, 0,2 mm lange Milben (Mikro)"
Abhilfe durch regelmäßigen Schnitt
aus:
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
- Frank Zappa -
- Frank Zappa -
Holger,
danke, daß Du uns hilfst!
so, wie auf dem Foto von elamr sehen die Blätter an meinem Baum (noch) nicht aus. Ich habe mir das mal so gut es ohne Mikroskop geht angesehen, konnte aber nichts entdecken, jedenfalls soweit meine Augen noch differenzieren können. Auch kann ich die Faltenbildung nicht nachvollziehen, die Blätter sind einfach nur verfärbt (braun) und fühlen sich papyrus-artig an. Das Problem ist auch, daß wir z.Z. hier sehr große Mengen an Blütenstäuben in der Luft haben und dadurch gerade die gerillten Blätter der Hainbuche aussehen, als ob sie völlig "verstaubt" sind.
Selbst wenn es Gallmilben sind, kann man event. noch etwas anderes unternehmen, als nur zurückzuschneiden? Da mein Baum gerade, wie erwähnt, einen starken Grundschnitt erhalten hat, ist da nicht mehr viel zum Wegschneiden.
Grüße, Chris.
danke, daß Du uns hilfst!
so, wie auf dem Foto von elamr sehen die Blätter an meinem Baum (noch) nicht aus. Ich habe mir das mal so gut es ohne Mikroskop geht angesehen, konnte aber nichts entdecken, jedenfalls soweit meine Augen noch differenzieren können. Auch kann ich die Faltenbildung nicht nachvollziehen, die Blätter sind einfach nur verfärbt (braun) und fühlen sich papyrus-artig an. Das Problem ist auch, daß wir z.Z. hier sehr große Mengen an Blütenstäuben in der Luft haben und dadurch gerade die gerillten Blätter der Hainbuche aussehen, als ob sie völlig "verstaubt" sind.
Selbst wenn es Gallmilben sind, kann man event. noch etwas anderes unternehmen, als nur zurückzuschneiden? Da mein Baum gerade, wie erwähnt, einen starken Grundschnitt erhalten hat, ist da nicht mehr viel zum Wegschneiden.
Grüße, Chris.
Hallo Chris,
glaube Dir gerne, dass Du kein "Viehzeug" entdecken konntest. Nach Deiner sonstigen Beschreibung würde ich auch eher auf andere Auslösefaktoren tippen (wie z.B. Trockenheit, Nachtfrost, Wurzelschaden, Verbrennung, etc.).
Eigentlich ist es auch ganz egal. Sieht vielleicht nicht super aus, wird dem Baum aber nicht übermäßig schaden.
Jetzt einfach garnichts daran machen, den Baum gut versorgen (angepasste Feuchtigkeit) und wachsen lassen. In 8-10 Wochen siehst man dann nichts mehr und es redet auch keiner mehr davon.
glaube Dir gerne, dass Du kein "Viehzeug" entdecken konntest. Nach Deiner sonstigen Beschreibung würde ich auch eher auf andere Auslösefaktoren tippen (wie z.B. Trockenheit, Nachtfrost, Wurzelschaden, Verbrennung, etc.).
Eigentlich ist es auch ganz egal. Sieht vielleicht nicht super aus, wird dem Baum aber nicht übermäßig schaden.
Jetzt einfach garnichts daran machen, den Baum gut versorgen (angepasste Feuchtigkeit) und wachsen lassen. In 8-10 Wochen siehst man dann nichts mehr und es redet auch keiner mehr davon.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Hallo Gary,
danke für Deine ermutigenden Worte, leider komme ich erst heute dazu, Stellung zu nehmen.
Bedauerlicher Weise muß ich sagen, daß sich der Zustand keineswegs verbessert hat. Die ersten Blätter fangen auch an, sich einzurollen. Ich denke, es sind nun ca. 50% der Blätter von der Verfärbung betroffen, teilw. auch schon Neuwachsende. Andererseits gibt es Triebe, an denen befallene Blätter sowie auch völlig gesunde, große Blätter zusammen austreiben. Kann man das erklären, ist das logisch?
Ich war am Wochenende in einer Gärtnerei, wo ebenfalls eine (ältere) Hainbuche als Bonsai angeboten wurde, die in etwa die gleiche Größe, wie meine hatte und auch die gleiche Dichte der Belaubung, jedoch war dort jedes Blatt o.k.! Das Substrat war alt, trocken und bestand zum größten Teil nur aus Blumenerde, denke ich. Liegt es nun daran, daß wir im Westen der Stadt eine andere Luft haben, als im Süden, wo ich wohne?
Hast Du vielleicht noch einen Tip?
Danke + Grüße, Chris.
danke für Deine ermutigenden Worte, leider komme ich erst heute dazu, Stellung zu nehmen.
Bedauerlicher Weise muß ich sagen, daß sich der Zustand keineswegs verbessert hat. Die ersten Blätter fangen auch an, sich einzurollen. Ich denke, es sind nun ca. 50% der Blätter von der Verfärbung betroffen, teilw. auch schon Neuwachsende. Andererseits gibt es Triebe, an denen befallene Blätter sowie auch völlig gesunde, große Blätter zusammen austreiben. Kann man das erklären, ist das logisch?
Ich war am Wochenende in einer Gärtnerei, wo ebenfalls eine (ältere) Hainbuche als Bonsai angeboten wurde, die in etwa die gleiche Größe, wie meine hatte und auch die gleiche Dichte der Belaubung, jedoch war dort jedes Blatt o.k.! Das Substrat war alt, trocken und bestand zum größten Teil nur aus Blumenerde, denke ich. Liegt es nun daran, daß wir im Westen der Stadt eine andere Luft haben, als im Süden, wo ich wohne?
Hast Du vielleicht noch einen Tip?
Danke + Grüße, Chris.
Hallo Chris,
weitere Mutmassungen möchte ich derzeit sicherlich keine anstellen.
Nur soviel: An der Luft liegt es mit großer Sicherheit nicht.
Deine Hainbuche ist offensichtlich geschwächt als Ursache dieser Erscheinung.
Hier kann man wirklich nur die Ruhe bewahren und versuchen eine optimale Pflege zu gewährleisten.
Den Rest richtet die Natur.
Klar ist das Beispiel in der Gärtnerei - nach Deiner Schilderung - eher eines dafür wie es NICHT sein sollte.
Hainbuchen sind aber auch recht tolerant was ihre Ansprüche angeht und was sie so vertragen können (Heckenpflanze).
Wenn man also das Gießen in einem solchen Substrat "beherrscht", wird der Baum auch überleben.
"Gut wachsen" ist aber etwas anderes.
weitere Mutmassungen möchte ich derzeit sicherlich keine anstellen.
Nur soviel: An der Luft liegt es mit großer Sicherheit nicht.
Deine Hainbuche ist offensichtlich geschwächt als Ursache dieser Erscheinung.
Hier kann man wirklich nur die Ruhe bewahren und versuchen eine optimale Pflege zu gewährleisten.
Den Rest richtet die Natur.
Klar ist das Beispiel in der Gärtnerei - nach Deiner Schilderung - eher eines dafür wie es NICHT sein sollte.
Hainbuchen sind aber auch recht tolerant was ihre Ansprüche angeht und was sie so vertragen können (Heckenpflanze).
Wenn man also das Gießen in einem solchen Substrat "beherrscht", wird der Baum auch überleben.
"Gut wachsen" ist aber etwas anderes.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Gary,
ich hoffe, Du hast recht mit Deinen Ansichten! Vielleicht waren die Standortveränderung von der Baumschule in meine Anzuchtschale, der Rückschnitt um 2/3 zzgl. Drahtung sowie die event. zu sonnige Platzierung einfach zuviel. Aber bei Anderen geht's doch auch...?
Nun ja, eine Frage zum Schluß, würdest Du in der jetztigen Phase BioGold o.a. geben, oder einfach nur gießen, da der Baum (hoffentlich) nicht krank, aber doch geschwächt ist?
Grüße, Chris.
ich hoffe, Du hast recht mit Deinen Ansichten! Vielleicht waren die Standortveränderung von der Baumschule in meine Anzuchtschale, der Rückschnitt um 2/3 zzgl. Drahtung sowie die event. zu sonnige Platzierung einfach zuviel. Aber bei Anderen geht's doch auch...?
Nun ja, eine Frage zum Schluß, würdest Du in der jetztigen Phase BioGold o.a. geben, oder einfach nur gießen, da der Baum (hoffentlich) nicht krank, aber doch geschwächt ist?
Grüße, Chris.
Hallo Aliena,
dieses Phänomen hatte ich letztes Jahr auch bei meiner Hainbuche und konnt mir nicht erklären woran es lag (siehe Link). http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... =hainbuche
Das machen Hainbuchen wohl öffters. Habe ich jetzt schon von einigen Bonsaianern gehört. Bei mir war es sogar so schlimm, dass der Baum ab Sptember gar keine Blätter mehr hatte sondern nur ganz dicke grüne Knospen dass ich schon gedacht habe er fängt nochmals an auszutreiben. Diese Knospen hatt er dann den ganzen Winter über behalten und dieses Jahr ist er wieder wunderschön ausgetrieben (habe den Baum im Frühjahr umgetopft) und ich habe bis jetzt keine Probleme damit (Bild Mai 06.)
dieses Phänomen hatte ich letztes Jahr auch bei meiner Hainbuche und konnt mir nicht erklären woran es lag (siehe Link). http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... =hainbuche
Das machen Hainbuchen wohl öffters. Habe ich jetzt schon von einigen Bonsaianern gehört. Bei mir war es sogar so schlimm, dass der Baum ab Sptember gar keine Blätter mehr hatte sondern nur ganz dicke grüne Knospen dass ich schon gedacht habe er fängt nochmals an auszutreiben. Diese Knospen hatt er dann den ganzen Winter über behalten und dieses Jahr ist er wieder wunderschön ausgetrieben (habe den Baum im Frühjahr umgetopft) und ich habe bis jetzt keine Probleme damit (Bild Mai 06.)
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Grüße aus München
Petra
Petra
Hallo Petra,Petra K. hat geschrieben:...Bei mir war es sogar so schlimm, dass der Baum ab Sptember gar keine Blätter mehr hatte sondern nur ganz dicke grüne Knospen dass ich schon gedacht habe er fängt nochmals an auszutreiben. Diese Knospen hatt er dann den ganzen Winter über behalten und dieses Jahr ist er wieder wunderschön ausgetrieben...
ich hätte diesbzgl. zwei Fragen an Dich. Trieb Deine Hainbuche aus den Knospen des Vorjahres aus, die den Winter über an den Zweigen verblieben, oder kamen die Blätter aus neuen Knospen und die alten sind abgefallen? Hattest Du, bevor im letzten Jahr der beschriebene Zustand eintrat, auch einen starken Rückschnitt, wohlmöglich inkl. umtopfen getätigt?
Danke + Grüße, Chris.
Hallo Chris,
die ist an den Knospen ausgetrieben die den ganzen Winter über grün und dick am Baum verblieben sind. Muss aber dazu sagen, dass ich die Hainbuche etwas geschützter überwintert habe wegen der grünen dicken Knospen (unbeheiztes Gewächshaus).
Ich habe vorher im Frühjahr ganz normal zurück geschnitten und der Baum wurde nicht umgetopft. Das habe ich ein Jahr vorher gemacht da stand der Baum die ganze Saison super da. Deshalb konnte ich mir dieses Phänomen auch nicht erklären. Ist mir bis heute ein Rätsel. Ich habe dann im Spätsommer letzten Jahres nur gut drauf geachtet, dass der Baum nicht zu feucht stand da ja keine Blätter mehr am Baum verblieben sind bis auf einige wenige die natürlich ganz wenig Wasser verbraucht haben.
die ist an den Knospen ausgetrieben die den ganzen Winter über grün und dick am Baum verblieben sind. Muss aber dazu sagen, dass ich die Hainbuche etwas geschützter überwintert habe wegen der grünen dicken Knospen (unbeheiztes Gewächshaus).
Ich habe vorher im Frühjahr ganz normal zurück geschnitten und der Baum wurde nicht umgetopft. Das habe ich ein Jahr vorher gemacht da stand der Baum die ganze Saison super da. Deshalb konnte ich mir dieses Phänomen auch nicht erklären. Ist mir bis heute ein Rätsel. Ich habe dann im Spätsommer letzten Jahres nur gut drauf geachtet, dass der Baum nicht zu feucht stand da ja keine Blätter mehr am Baum verblieben sind bis auf einige wenige die natürlich ganz wenig Wasser verbraucht haben.
Grüße aus München
Petra
Petra
Danke für Deine Infos Petra,
ist wirklich merkwürdig... man kann keine Ursache ableiten aus den Aussagen, die bis jetzt hier getroffen wurden. Es gab in 2005 (glaube ich) schon einmal einen Thread über ganau dieses Thema, ebenfalls ohne konkrete Ursachenfindung.
Ich werde den etwas schattigeren Standort jetzt ersteinmal nicht weiter verändern und auch nur moderat gießen, mal sehen...
Danke nochmals + Grüße, Chris.
ist wirklich merkwürdig... man kann keine Ursache ableiten aus den Aussagen, die bis jetzt hier getroffen wurden. Es gab in 2005 (glaube ich) schon einmal einen Thread über ganau dieses Thema, ebenfalls ohne konkrete Ursachenfindung.
Ich werde den etwas schattigeren Standort jetzt ersteinmal nicht weiter verändern und auch nur moderat gießen, mal sehen...
Danke nochmals + Grüße, Chris.
Genau, nämlich unter anderem hier http://www.bonsai-fachforum.de/ftopic4151.htmlund hierhttp://www.bonsai-fachforum.de/ftopic4045.html.
Scheint wohl u.a. mit feucht-kalter Witterung zusammenzuhängen.
Nach der schonenden Behandlung, ähnlich wie von Petra beschrieben, hat meine super ausgetrieben und sie schaut bislang richtig gesund aus.
Kranke bzw. betroffene Blätter absammeln und entfernen, noch ist die Saison lang, vermutlich treiben die Pflanzen bei besserer Witterung nochmals kräftig durch. Zuviel Stress für die Bäume vermeiden, spätestens im nächsten Jahr sind sie wieder fit.
Anbei ein Update-Foto meiner C. betulus von heute.
Scheint wohl u.a. mit feucht-kalter Witterung zusammenzuhängen.
Nach der schonenden Behandlung, ähnlich wie von Petra beschrieben, hat meine super ausgetrieben und sie schaut bislang richtig gesund aus.
Kranke bzw. betroffene Blätter absammeln und entfernen, noch ist die Saison lang, vermutlich treiben die Pflanzen bei besserer Witterung nochmals kräftig durch. Zuviel Stress für die Bäume vermeiden, spätestens im nächsten Jahr sind sie wieder fit.
Anbei ein Update-Foto meiner C. betulus von heute.
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Gruß, Joachim
