Aufnahme von Patient als Neuling

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raga
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Re: Aufnahme von Patient als Neuling

Beitrag von raga »

Holger hat geschrieben:... bitte beim Ficus keine Wundpaste, das geht schief...
Heike_vG hat geschrieben:Ich habe auch bei verschiedenen Ficusarten Wundknete verwendet und habe nur positive, keine negativen Auswirkungen feststellen können.
Ja was denn nu ;)

Ich hab beim Ficus die Erfahrung gemacht, dass bei starkem Wachstum (im Sommer) Wundknete beim schnellen Schließen der Wunde hilft bei geringen Wachstum wie jetzt im Winter bringt sie nichts. Im Gegenteil es kann darunter anfangen zu gammeln.

Gruß Ralf
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Heike_vG
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Re: Aufnahme von Patient als Neuling

Beitrag von Heike_vG »

Ah, OK! Ja, da habe ich vorausgesetzt, dass man nur kleine Wunden vollständig mit Wundknete bedeckt, große (wie bei anderen Baumarten auch) nur an den Rändern.
Wenn sich die Wundknete nicht innerhalb weniger Wochen oder Monate abzuheben beginnt, ist es ratsam, kontrollweise drunterzuschauen und zu kontrollieren, was darunter los ist. Es kann dann sein, dass das Kambium an den Schnitträndern zurückgetrocknet ist und daher keine Kallusbildung erfolgt. Dann ist Abdeckung und Feuchtigkeit darunter natürlich nicht hilfreich. Es ist immer gut, wenn man aufmerksam ist und genau beobachtet, was sich an den Schnittstellen tut oder auch nicht tut. Zukleben und aus den Augen aus dem Sinn kann schon mal unerwünschte Ergebnisse bringen. 8)

Liebe Grüße,

Heike
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Holger
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Re: Aufnahme von Patient als Neuling

Beitrag von Holger »

... ich habe halt beim Ficus eher die Erfahrungen mit dem Gammeln gemacht, aber ich lerne gerne dazu (und ich muss zu meiner Schande eingestehen, dass ich halt nicht nur den Rand bedeckt habe...)

Gruß
Holger
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit.
Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher
(Albert Einstein)
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Heike_vG
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Re: Aufnahme von Patient als Neuling

Beitrag von Heike_vG »

Durch solche Erfahrungen habe ich das auch gelernt, Holger. :lol: Aber nicht speziell beim Ficus, sondern beim Dreispitzahorn und Hainbuche z.B., wo mir solche hässlichen Fäulniseffekte die ersten Male unter die Augen gekommen sind, als die Bäume neu gekauft oder als Pflegling von jemand anderem zu mir kamen.

Liebe Grüße,

Heike
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jacksd
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Re: Aufnahme von Patient als Neuling

Beitrag von jacksd »

Wann wäre eigentlich der geeignete Zeitpunkt um die Spitze zu kappen?
Sollte ich noch warten damit er sich noch länger erholen kann?

Gruß Jack
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Heike_vG
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Re: Aufnahme von Patient als Neuling

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Jack,
damit würde ich bis April oder Mai warten, wenn es hell und einigermaßen warm wird, so dass der Ficus optimale Wachstumsbedingungen hat.
Bislang fängt der Baum gerade erst an, sich zu erholen, das ist noch kein stabiler Zustand. Außerdem sind Temperaturen und Licht noch sehr dürftig in dieser Jahreszeit.

Liebe Grüße,

Heike
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jacksd
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Re: Aufnahme von Patient als Neuling

Beitrag von jacksd »

Hallo Heike,
Alles klar, danke für den Tipp *daumen_new*
Macht gerade Spaß zu sehen wie er sich erholt :lol:

Gruß Jack
jacksd
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Re: Aufnahme von Patient als Neuling

Beitrag von jacksd »

Guten morgen Forumgemeinde,
heute Nacht habe ich einmal mit der Taschenlampe das Bäumchen begutachtet, einfach nur um zu schauen wie er sich macht.
Ich hatte ja schon geschrieben dass er gerade treibt ohne Ende, auch an Stellen an denen ich es nicht möchte. Ich lasse dennoch gerade alles schalten und walten was das Bäumchen so macht damit es Kraft tanken kann, einmal die Woche gieße ich bis es unten aus den Löchern läuft und besprühe es mindestens einmal täglich.
Bei meiner Inspektion sind mir so kleine stecknadelkopfgroße Krabbeltiere und braune Würmer die knapp einen halben cm Lang sind aufgefallen. :oops:
Was können das für Tierchen sein? Sollte ich das Bäumchen schnellstens aus dem Substrat raus machen und in neue Erde umtopfen?

Gruß Jack
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camaju +
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Re: Aufnahme von Patient als Neuling

Beitrag von camaju + »

jacksd hat geschrieben:Guten morgen Forumgemeinde,
heute Nacht habe ich einmal mit der Taschenlampe das Bäumchen begutachtet, einfach nur um zu schauen wie er sich macht.

Du scheinst an G.A.S zu leiden. *lach*
Abgeleitet von hier. gibt es u.a. bei Gitarrenmenschen
G.A.S. (n.) Abkürzung für Gear Acquisition Syndrom (dt.: Geräte-Erwerbs-Syndrom).


Ich hatte ja schon geschrieben dass er gerade treibt ohne Ende, auch an Stellen an denen ich es nicht möchte. Ich lasse dennoch gerade alles schalten und walten was das Bäumchen so macht damit es Kraft tanken kann

Das ist gut so. Denk nicht dran, irgend was abzuscheiden.

einmal die Woche gieße ich bis es unten aus den Löchern läuft und besprühe es mindestens einmal täglich.

Du musst gießen, wenn es erforderlich ist. Einmal täglich besprühen ist nur eine Alibifunktion. Einmal ist keinmal ;-). Nehm mal einen Holzspieß, Zahnstocher o.ä. aus Holz und steck es in Stammnähe für ca. 20 Mn. in die Erde, Dann kannst du gabz gut erkennen, wie es drinnen "aussieht"

Bei meiner Inspektion sind mir so kleine stecknadelkopfgroße Krabbeltiere und braune Würmer die knapp einen halben cm Lang sind aufgefallen. :oops:
Was können das für Tierchen sein?

Such mal nach Springschwänze

Sollte ich das Bäumchen schnellstens aus dem Substrat raus machen und in neue Erde umtopfen?

Das wäre evtl. ratsam, wenn du dir das zutraust, ohne großartig was an den Wurzeln zu machen
Gruß Jürgen *wink*

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holgerb
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Re: Aufnahme von Patient als Neuling

Beitrag von holgerb »

... und wenn man dann googelt stellt man fest, dass Springschwänze gar keine Schädlinge sind.

Springschwänze ernähren sich nämlich hauptsächlich von toten Pflanzenteilen, sind also wichtige Humusbildner.

Guckst Du hier:
http://www.hortipendium.de/Springschw%C3%A4nze
http://www.schaedlingskunde.de/Steckbri ... embola.htm
http://www.gartenakademie.rlp.de/Intern ... enDocument
https://de.wikipedia.org/wiki/Springschw%C3%A4nze

Ja, aber sie treten doch so stark jetzt auf?

Stimmt, und das hat auch einen Grund:

Deine Pflanze steht zu feucht, wenn nicht sogar nass. Für den "Stecken mit den drei Blättern" ist einmal pro Woche wässern und täglich besprühen mehr als zu viel. (vermenschlicht: Du versuchst gerade bei deinem Patienten eine Unter-Wasser-Herzmassage.)
Mit anderen Worten: du ertränkst gerade die wenigen Wurzeln die noch lebendig sind, weil überhaupt kein ordentlicher Transpirationssog für das Wasserangebot aufgebaut werden kann (es fehlen die Blätter und Licht).

Das Falscheste was du jetzt machen kannst, (sorry Jürgen) ist den angeschlagenen Patienten umzutopfen (egal wie).

Die Springschwänze tun nix, ausser das fressen, was eh schon tot ist.

Für mein Dafürhalten wäre folgendes zu tun:
  • 1. Sofort Wässern und Besprühen einstellen, bis das Substrat anfängt durchzutrocknen (und das heisst nicht, wenn oben die ersten Krumen antrocknen, gleich wieder unterzutauchen, sondern wenn's auch in der "Tiefe" trocken wird)
    2. Wenn das Substrat einigermaßen angetrocknet ist (trockener als erdfeucht, aber nicht furztrocken, das ist etwas schwierig zu charakterisieren), vorsichtig (!!!!) prüfen, wie stark der Ballen durchwurzelt ist. Dazu vielleicht mal vorsichtig (!!!) am Stamm wackeln oder versuchen, den Baum aus der Schale zu heben (darauf achten, dass es nicht mit Draht fixiert ist!!!).
    Wenn der Ballen nicht als waagerechter, Positiv-Klumpen der Schale aus selbiger kommt, sondern der Baum mit Wurzeln instabil wirkt, sofort aufhören!!!!
    3. Wässern: Der Baum wird fortan ausschließlich nach Bedarf gewässert! Nach Bedarf heisst: wenn das Substrat trocken ist (wie oben beschrieben), dann darfst Du vorsichtig(!!!) etwas nachwässern. Du hast kein modernes Substrat (nach Pall), sondern augenscheinlich ein Substrat mit hohem Anteil an organischer Substanz. Das ist nicht falsch, es hat aber ein ganz anderes Porenvolumen als modernes Substrat (nämlich ein kleineres). Wasser wird viel besser gehalten, auf Kosten des Sauerstofffangebots. Wenn Du also zu viel und zu ausgiebig und zu oft wässerst, dann ersticken deine Wurzeln, was ein Festmahl für Springschwänze wird.
    4. Licht: Den Baum stellst Du bitte so hell wie irgendwie möglich, bei mindestens 20°C.
    5. Du machst diesen Winter und das ganze Jahr nichts an dem Baum, außer ihn gesundpflegen, es sei denn, wie unter 2 beschrieben, das Substrat kann mit Baum in einem Klumpen (von den Wurzeln gehalten, nicht von verklumpten Akadam-dings-bums-Lehmpampe) aus der Schale gehoben werden. Dann darfst du moderat(!!!) Wurzeln schneiden (nicht mehr als 1/4, der Baum braucht seine Wurzeln) und neues Substrat benutzen (neue Bonsaierde, aber kein modernes Substrat!).
    6. Wahrscheinlich machst du auch nächstes Jahr noch nichts gestalterisches am Baum. Das hängt vom Zustand ab. Böse Zungen würden behaupten, im Zweifelsfalle könntest du einen Tanuki draus machen (Spaß muss sein, oder?)
    7. Dünger: Nach Gebrauchsanweisung. Ich würde eher einen organischen Flüssigdünger nehmen, den Du ggf. verdünnt anwendest und vielleicht dafür häufiger.
Warum die vielen Ausrufezeichen? Die gab's heute im Angebot, sie sollen ein bisschen kennzeichnen, wo besonderes Fingerspitzengefühl angebracht ist. Dein Baum soll natürlich andersherum auch nicht zu trocken stehen, aber im Moment steht er definitiv zu nass.



Es ist nicht gerade leicht, einen Baum in derart schlechtem Zustand wieder aufzupäppeln. Dreimal so schwer im Winter und unter beschissenen, tschuldigung, suboptimalen Voraussetzungen.

Die Springschwänze sollten bei trockenerem Substrat auch eher verschwinden (hypothetisch).
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Re: Aufnahme von Patient als Neuling

Beitrag von camaju + »

Kein Problem Holger. Ich schreib nur, was ich selbst schon ein paar Mal, in der Hauptsache für Nachbarn, gemacht habe.
Gruß Jürgen *wink*

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Re: Aufnahme von Patient als Neuling

Beitrag von jacksd »

Hallo,
ok dann werde ich jetzt mal die Hände still halten und nicht mehr gießen. Die Pflanzenlampe werde ich weiterhin 10h am Tag zusätzlich scheinen lassen, da die Schale zu groß für ein Fensterbrett ist, steht sozusagen neben der Terrassentür.
Vielen Dank für Euer beider Antwort! *daumen_new*

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Re: Aufnahme von Patient als Neuling

Beitrag von holgerb »

camaju hat geschrieben:Kein Problem Holger. Ich schreib nur, was ich selbst schon ein paar Mal, in der Hauptsache für Nachbarn, gemacht habe.
Das denke ich, Jürgen.

Es ist ja nicht so, als läse ich nur täglich 10 Studien und bastel mir meine Wahrheiten zusammen. Ich habe aber in 15 Jahren Gärtnerkunst erfahren müssen, dass viele Dinge die tradiert, gelehrt und als Erfahrung berichtet werden, die genaugenommen entweder Bullshit sind oder anders funktionieren als angenommen. Deshalb versuche ich, den Dingen auf den Grund zu gehen und auch grundlegend zu erklären. Das liegt zum einen an meinem "Bewusstsein" für Pflanzen, zum anderen bin ich der Überzeugung, dass der Wissende ein besserer Pfleger sein wird.
jacksd hat geschrieben:ok dann werde ich jetzt mal die Hände still halten und nicht mehr gießen
... aber bitte nicht ins andere Extrem verfallen. Jürgens Zahnstochermethode ist ganz probat, der kleine Finger tut's da aber auch.

Die Pflanzenlampe könnte dem Baum das Leben retten.
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Re: Aufnahme von Patient als Neuling

Beitrag von jacksd »

Ja das hoffe ich doch dass die Lampe etwas hilft. Ich habe das Stäbchen schon drin gehabt, länger als 20 Minuten. Also Tropfnass War es nicht, aber schon gut feucht.
Ich werde immer danach schauen und berichten, werde ihn nicht links liegen lassen *daumen_new*

Gruß Jack
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Re: Aufnahme von Patient als Neuling

Beitrag von camaju + »

holgerb hat geschrieben: Es ist ja nicht so, als läse ich nur täglich 10 Studien und bastel mir meine Wahrheiten zusammen.
Sagt ja aich niemand, Holger.
holgerb hat geschrieben: Ich habe aber in 15 Jahren Gärtnerkunst erfahren müssen, dass viele Dinge die tradiert, gelehrt und als Erfahrung berichtet werden, die genaugenommen entweder Bullshit sind oder anders funktionieren als angenommen.
Kann ja sein, das ich jetzt auf der Leitung stehe. Aber dann wäre ja das meiste, was z.B. hier über die Jahre geschrieben wurde, nur noch für die Tonne ???
Gruß Jürgen *wink*

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