Hallo,
ich bin kein großer Kunstkenner.
Zim hat geschrieben:...Genauso wie ein bild nach dem Goldenen schnitt zu konstruiren oder einen Bonsai zu analysieren (nichts für ungut) ...
Aber ich glaube du (Zim) scheinst nicht wirklich zu wissen wovon du sprichst. Der Goldene Schnitt kommt doch nicht von irgenwoher. Nimm eine Landschaftsmalerei/-fotografie, ein Bild wo die "interessanten" Bildelemente alle schön mittig drauf sind, und das gleiche Bild mehr oder weniger nach dem Goldenen Schnitt. Ich bin mir ziemlich sicher, das dir letzteres besser gefällt oder du zumindest länger im Bild verweilst. Das Bild, wo alles schön mittig platziert ist, wird aussehen wie ein Tourischnappschuss. Nichtssagend und statisch, obwohl die gleichen Dinge abgebildet sind.
In dem Moment, wo die Dinge aus "der Mitte" herausgeschoben werden, bekommt ein Bild oftmals erst eine Aussage. Man kann dem Bild mehr Dynamik und Räumlichkeit geben, den Betrachter auf bestimmte Bildelemente lenken oder Dinge in Beziehung setzen.
Sicher funtioniert der Goldene Schnitt nicht immer, z.B. beim "Obstschalenstilleben".
Bei Bonsai verhält es sich meist ähnlich. Ob nun bei der Astgestaltung oder der Pflanzstellung in der Schale. Man spielt verschiedenen "Sachen" herum um maximale Wirkung zu erzielen.
Und wenn es halt irgendwie noch nicht richtig überzeugt, dann analysiert man den Baum / das Foto. Manchmal sieht man dann schnell, dass ein kürzere Jin hier (den Mülleimer aus dem Weg geräumt) und den Baum etwas mehr rechts eingepflanzt (das Foto von 5 Meter weiter Links geschossen) eine viel grössere Wirkung auf den Betrachter haben. (aus der Luft gegriffen das Beispiel)
Aber das ist nur meine Meinung.
PS: "Malerei", wo Leinwand gleichmässig "eingefärbt" wird, versteh ich auch nicht.
