Moos

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Herbi
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Moos

Beitrag von Herbi »

Hallo zusammen...........

Ich habe meinen Dreispitzahorn umgetopft. Ich hätte gerne möglichst rasch, dass sich die Erdoberfläche wieder vermoost. Wie kann ich nachhelfen diesen Prozess zu beschleunigen? Ist es ratsam aus dem Wald Moos zu holen und die Oberfläche zu bedecken? Bringe ich da nicht unerwünschte Gäste mit in die Schale?

Bitte um Tipp's.....
Schönen Sonntag noch

Gruss

Herbi
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Hansjörg
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Re: Moos

Beitrag von Hansjörg »

Herbi hat geschrieben: Bitte um Tipp's.....
Schönen Sonntag noch
Da gibts einige sehr gute Beitrage zu, würd dir raten einen Blick in die Suchfunktion zu wagen ;)
...I'm a fish and I can swim all day...
jonesbonsai
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Moos

Beitrag von jonesbonsai »

Hallo Herbi,

die Fachleute hier sind sich einig das Moos auf der Oberfläche eigentlich nicht so gut für den Baum ansich ist. Man kann schlechter prüfen wie sich die Erde verhält, Moos nimmt dem Baum Nährstoffe weg usw.
Trotzdem alledem ist es auf Ausstellung üblich Bäume mit Moos auf der Erdoberfläche zu zeigen, weil es einfach schöner wirkt.
Nun zu deiner Frage, von dem alten Moos was vor dem Umtopfen drauf sammelst dir ein wenig, läßt es richtig austrocken, zerkrümmelst es und streust es locker auf die Erdoberfläche deines Bonsai, schon bald hast wieder eine bemooste Erdoberfläche.

Gruß

Karsten
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flu
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Re: Moos

Beitrag von flu »

jonesbonsai hat geschrieben:die Fachleute hier sind sich einig das Moos auf der Oberfläche eigentlich nicht so gut für den Baum ansich ist. Man kann schlechter prüfen wie sich die Erde verhält, Moos nimmt dem Baum Nährstoffe weg usw.
Sind sie das?

Moos nimmt dem Baum schon deswegen keine Nährstoffe weg, weil es überhaupt keine Wurzeln besitzt. Eine partiell mit Moos bewachsene Substratoberfläche gewährt dem Pfleger zudem hinreichend Möglichkeit der Substratkontrolle.

Ob Moos oder nicht ist eine reine Geschmacksfrage; einer erfolgreichen Bonsaipflege steht es nicht im Wege.
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Herbi
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Beitrag von Herbi »

Danke vielmals für die lehrreichen Antworten.
Ich war in der Zwischenzeit an einem mitten in der Sonne stehendem Fels Moos abkratzen. Jetzt trockne ich es und bestreue dann das Substrat damit.
Ich sehe Moos einfach als Verschönerung der Erdoberfläche. Es gibt ein schönes Bild mit dem Baum zusammen.
Bei Indoorpflanzen gefällt es mir auch nicht.

Danke und Gruss

Herbi
Maximilian D.
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Beitrag von Maximilian D. »

Hallo Herbi,
meiner Meinung nach wächst das beste und sauberste Moos zwischen Steinen an Parkplätzen usw.
Und es gibt verschiedene Methoden um die Substratoberfläche zu bemoosen.
Man kann:Das Moos direkt auf das Substrat legen,das Moos auf das Substrat legen,leicht vmit Substrat bedecken und warten bis es "durchwächst" oder man wählt deine Methode :wink:

Gruß Max
Liebe Grüße aus Dortmund

Max
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camaju +
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Beitrag von camaju + »

Mit etwas Geduld brauchst du gar kein Moos zu trocknen. Das kommt in vielen Fällen ganz allein, da die Sporen überall rumfliegen :wink:
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo
Da ich wohl einer der Anti-Moos Vertreter bin,
vielleicht noch mein Standpunkt.
Die Wasseraufnahme wird durch Moos verschlechtert.
Moos begünstigt die Keimung von Flugsamen.
Die Entfernung von Gräsern und sonstigen unerwünschten
Nährstoff- und Wurzelraumkonkurrenten wird erschwert.
Das sind wohl meine Hauptgründe.
Eine leichte Betonung des Wurzefusses, bei "Löchern"
im Wurzelbereich, wirkt verschönernd und regt durch die
grössere Feuchtigkeit die Wurzelbildung an.
Aber auch hierbei sollte der grösste Raum unbemoost sein.
mfG Dieter
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flu
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Beitrag von flu »

Als Pro-Moos-Verteter hier mein Senf dazu:
zopf hat geschrieben: Die Wasseraufnahme wird durch Moos verschlechtert.
Die Wasserhaltekapazität des Substrats wird hingegen verbessert. Bemoostes Substrat bleibt länger feucht.
Bonsai sollten in jedem Fall üppig gewässert werden, so dass eine erschwerte Wasseraufnahme ohnehin nicht ins Gewicht fallen sollte.
Eine Feuchtigkeitskontrolle ist zudem, aufgrunde des poikilohydrischen Mooses, einfach anhand des Wassergehaltes des Mooses durchführbar. Das Mikroklima (Temperatur und Luftfeuchtigkeit) wird verbessert, Extremwerte werden abgemildert.
Moos begünstigt die Keimung von Flugsamen.
Die Entfernung von Gräsern und sonstigen unerwünschten
Nährstoff- und Wurzelraumkonkurrenten wird erschwert.
Sowohl ausgekeimte Flugsamen, als auch Gräser und andere Wurzelkonkurrenten lassen sich mit Moos ebenso problemlos jäten, wie ohne Moos.

Desweiteren:
Moos säuert das Substrat an und bringt darüber gebundene Nährstoffe in Lösung und machen diese so auch für den Baum verfügbar.
Moos sieht sehr natürlich und ästhetische aus und vervollständigt das Abbild eines Baumes en miniature.
BildBildBild
Oni
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Beitrag von Oni »

Hey !

Ich habe mir nun auch schon einige "Mooshasser" Beiträge durchgelesen und möchte nun auch ein paar Fakten posten die ganz und garnicht gegen Moos sprechen.

Vorteil der Bemoosung:
* Die Erde in den Schalen trocknet nicht so
schnell aus -
* Erde spühlt beim Gießen nicht weg -
* Und, da Moos nach neuesten Erkenntnissen
schädlingsabwehrende - und
immunsystemstärkende Substanzen enthält,
schützt es auch die Bonsai vor Schädlingen.


Und noch eine Besonderheit :
Alle Moose bilden Abwehrstoffe gegen verschiedene Bakterien
und Mikropilze (z.B. Mehltau).
Moose bilden biochemische Substanzen gegen Fressfeinde
(Schnecken) und zur Stärkung des eigenen Immunsystems.

Diese Eigenschaften können wir uns aber auch für den Schutz
unserer Pflanzen zunutze machen, in dem man eine
Spritzbrühe herstellt :
Je nach benötigter Menge wählt man ein Gefäß aus.
Moos zerzupfen, zu 1/4 in das Gefäß füllen, mit kaltem Wasser
zu 3/4 auffüllen,
umrühren, 24 Stunden abgedeckt stehen lassen.
Durch ein Tuch gießen, in eine Blumenspritze füllen und die Pflanzen
besprühen.
Kranke Pflanzen soll man alle 3 Tage besprühen.
Als Vorbeugung reicht es, die Pflanzen alle 3 Wochen zu besprühen.

! Wendet man aber diese Spritzbrühe erst dann an, wenn die Pflanze
schon stark mit Pilzen befallen ist, wird die Kraft dieser
Moosbrühe wohl nicht mehr ausreichen.

Und noch etwas:
Diese Brühe aus Moos über Gemüsepflanzen gegossen,
schützt vor Schneckenfraß.

Es eignet sich jede Art Moos, da alle diese Eigenschaften besitzen.
Ein Bonsai ist ein Kunstwerk das nie vollendet werden kann.
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achim73
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Beitrag von achim73 »

klingt nach einer guten, biologischen pflanzenschutzalternative.

was sagen denn unsere experten dazu ? ulf ?
sonst irgendjemand erfahrungen damit gemacht ? oder links dazu ?
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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navi
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Beitrag von navi »

auch ich habe über moos bisher nur positives gelesen/gehört,


es soll das substrat länger feucht halten, gegen krankheiten schützen und nährstoffe abgeben. Ob das stimmt weiß ich nicht. Aber schön siehts allemal aus und ich finde das das ganze natürlicher aussieht.
Es ist sicher geschmacksache, aber schaden tuts glaub ich auch nicht, sonst hätten es viele auf austellungen nicht

lg
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Kränzle S.
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Beitrag von Kränzle S. »

navi hat geschrieben:sonst hätten es viele auf austellungen nicht

lg
*konfus* Viele verschönern ihre Erdoberfläche nur für die Ausstellung, danach machen sie es wieder ab. :wink:
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navi
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Beitrag von navi »

aja,


find aber auch bissl doof, entweder oder, aber mal so mal so is ja auch net grad toll,

Man kann ja auch net hingehn und sagen ich nehm jetzt ne frei aufrechte, und wenns mir nich mehr gefällt mach ich ne kaskade draus :D,


lg
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basco
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Beitrag von basco »

naja, das ist ja wirklich ein sehr hinkender vergleich!!!

geh doch mal zu einem privaten bonsaigärtner und schau dir seine bäume an. wie viele haben moos, wie viele nicht...!
Bäumige Grüsse,
Phil
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