Eichen Schädling???
- dragonhunter
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Eichen Schädling???
Hallo erst einmal in die Runde,
ich habe gestern mit meinem Dad ein paar Eichen ausgegraben, was mir leider aber erst zu hause aufgefallen ist, das einige Äste, merkwürdige Pocken artige Verdickungen aufweisen, die ich leider nicht einordnen kann.
Nach genauerem hinschauen haben wir auch an 2 gefundenen Bäumen, kleine grün gelbe ( vermutliche Schildlaus Panzer) entdecken können. Ich weiß jetzt nicht was ich mit den Pocken anfangen kann. Soll ich sie einfach nur entfernen oder sollte ich diese Bäume lieber gleich ensorgen?
ich habe gestern mit meinem Dad ein paar Eichen ausgegraben, was mir leider aber erst zu hause aufgefallen ist, das einige Äste, merkwürdige Pocken artige Verdickungen aufweisen, die ich leider nicht einordnen kann.
Nach genauerem hinschauen haben wir auch an 2 gefundenen Bäumen, kleine grün gelbe ( vermutliche Schildlaus Panzer) entdecken können. Ich weiß jetzt nicht was ich mit den Pocken anfangen kann. Soll ich sie einfach nur entfernen oder sollte ich diese Bäume lieber gleich ensorgen?
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bis zum nächten Mal
Manni
(Heute ist nicht alle Tage. Wir sehen uns wieder, keine Frage!)
Manni
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Hallo Manni,
das sieht ja super eklig aus! Das halte ich mit ziemlicher Sicherheit für eine Pilz, der im Inneren des Baumes sitzt und seine Fruchtkörper heraussteckt!
Dass Ihr das übersehen habt!?
Da wäre ich sehr vorsichtig mit und ich glaube nicht, dass die Eiche gute Chancen hat, ein gesunder Bonsai zu werden...
Viele Grüße,
Heike
das sieht ja super eklig aus! Das halte ich mit ziemlicher Sicherheit für eine Pilz, der im Inneren des Baumes sitzt und seine Fruchtkörper heraussteckt!
Dass Ihr das übersehen habt!?
Da wäre ich sehr vorsichtig mit und ich glaube nicht, dass die Eiche gute Chancen hat, ein gesunder Bonsai zu werden...
Viele Grüße,
Heike
- dragonhunter
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Sorry Heike,
aber jedem können einmal solche Fehler passieren.
Nun ist es geschehen und ich habe die Bäume auch erst einmal in die hinterste Ecke des Gartens verbannt, wo sie hoffentlich nicht zuviel Schaden verursachen können.
Noch dazu haben sie eine chemische Keule von mir bekommen, was bestimmt viele von euch nicht für allzu ratsam halten.
Da die Bäume im allgemeinen recht gesund erscheinen und alle Äste voller junger Knospen sitzen hatte ich eigentlich Hoffnung, die Hoffnung nicht gleich aufgeben zu müssen, wie es wohl deine Meinung zu sein scheint. Wäre wirklich schade. Mal sehen und danke euch allen.
aber jedem können einmal solche Fehler passieren.
Nun ist es geschehen und ich habe die Bäume auch erst einmal in die hinterste Ecke des Gartens verbannt, wo sie hoffentlich nicht zuviel Schaden verursachen können.
Da die Bäume im allgemeinen recht gesund erscheinen und alle Äste voller junger Knospen sitzen hatte ich eigentlich Hoffnung, die Hoffnung nicht gleich aufgeben zu müssen, wie es wohl deine Meinung zu sein scheint. Wäre wirklich schade. Mal sehen und danke euch allen.
bis zum nächten Mal
Manni
(Heute ist nicht alle Tage. Wir sehen uns wieder, keine Frage!)
Manni
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Ja.
Sieht aus, als habe sich da ein holzzerstörender Pilz auf einer Wunde niedergelassen. Ich würde den Ast sehr großzügig zurückschneiden, bis in gesundes Holz (soweit man das erkennen kann), auf jeden Fall bis zur nächsten Gabelung und dann unbedingt den Astkragen stehenlassen.
Zweite Alternative:
Schmeiß weg das Teil...
Ich würde Alternative 1 bevorzugen.
Holger
Sieht aus, als habe sich da ein holzzerstörender Pilz auf einer Wunde niedergelassen. Ich würde den Ast sehr großzügig zurückschneiden, bis in gesundes Holz (soweit man das erkennen kann), auf jeden Fall bis zur nächsten Gabelung und dann unbedingt den Astkragen stehenlassen.
Zweite Alternative:
Schmeiß weg das Teil...
Ich würde Alternative 1 bevorzugen.
Holger
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
- Frank Zappa -
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- dragonhunter
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Danke dir Holger,
auch mir gefällt auf anhieb die erste Methode besser.
Ich dachte mir, so lange keine Ansteckungsgefahr für meine anderen Bäume besteht und die Eichen noch eindeutigen Lebenswillen beweisen, sie nicht mit Gefatter TOD bekannt zu machen. Wenn es allerdings doch besser ist sie zu entsorgen( Ansteckung anderer Pflanzen), würde ich das gerne so schnell wie möglich wissen, um dementsprechend handeln zu können.
Wenn mir jemand darüber mehr sagen könnte wäre ich durchaus dankbar dafür.
auch mir gefällt auf anhieb die erste Methode besser.
Ich dachte mir, so lange keine Ansteckungsgefahr für meine anderen Bäume besteht und die Eichen noch eindeutigen Lebenswillen beweisen, sie nicht mit Gefatter TOD bekannt zu machen. Wenn es allerdings doch besser ist sie zu entsorgen( Ansteckung anderer Pflanzen), würde ich das gerne so schnell wie möglich wissen, um dementsprechend handeln zu können.
Wenn mir jemand darüber mehr sagen könnte wäre ich durchaus dankbar dafür.
bis zum nächten Mal
Manni
(Heute ist nicht alle Tage. Wir sehen uns wieder, keine Frage!)
Manni
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Hallo nochmal.
In der Regel sind Schädlinge auf Wirte spezialisiert, die Gefahr, daß alle Deine Bäume was abkriegen ist gering, aber dennoch können auch andere schwache Bäume befallen werden.
Es ist natürlich schwierig zu entscheiden, in wie weit der Schädling vorgedrungen ist (vom Rechner aus ist es unmöglich).
Sollte beim Schnitt allerdings im Holz Verfärbungen zu sehen sein, dann ist der Schädling schon weiter vorgedrungen. Ist das Holz nicht verfärbt, besteht die Chance, daß Du den kompletten Pilz erwischst, muss aber nicht sein.
Je weiter Du also zurücknehmen kannst, desto größer die Erfolgschancen.
Eine korrekte Schnittführung ist dabei unerlässlich! Der Baum ist verletzt und krank! Nimm ihm nicht den Astkragen, damit nimmst Du ihm die Möglichkeit, seine Abwehr effizient einzusetzen (das hier ist was anderes als einen Ast an einem gesunden Bonsai tief auszuschneiden). Kein Verschluß auf die Wunde! Schneide mit einer scharfen Rosenschere (Astschere, je nach Dicke), schneide den Wundrand mit einem Messer sauber nach! Bete zu Baumbart!
Ich drücke Dir die Daumen!
In der Regel sind Schädlinge auf Wirte spezialisiert, die Gefahr, daß alle Deine Bäume was abkriegen ist gering, aber dennoch können auch andere schwache Bäume befallen werden.
Es ist natürlich schwierig zu entscheiden, in wie weit der Schädling vorgedrungen ist (vom Rechner aus ist es unmöglich).
Sollte beim Schnitt allerdings im Holz Verfärbungen zu sehen sein, dann ist der Schädling schon weiter vorgedrungen. Ist das Holz nicht verfärbt, besteht die Chance, daß Du den kompletten Pilz erwischst, muss aber nicht sein.
Je weiter Du also zurücknehmen kannst, desto größer die Erfolgschancen.
Eine korrekte Schnittführung ist dabei unerlässlich! Der Baum ist verletzt und krank! Nimm ihm nicht den Astkragen, damit nimmst Du ihm die Möglichkeit, seine Abwehr effizient einzusetzen (das hier ist was anderes als einen Ast an einem gesunden Bonsai tief auszuschneiden). Kein Verschluß auf die Wunde! Schneide mit einer scharfen Rosenschere (Astschere, je nach Dicke), schneide den Wundrand mit einem Messer sauber nach! Bete zu Baumbart!
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Moinsen,
haben gerade herrausgefunden, das dieses Schadbild von einer Gallwespe kommen kann. Die genauere Defination lautet: Schwammapfel, auch genannt "Biorhiza pallida". Diese jedoch nicht schädlich für die Bäume sind. Leider sind meine befallenen Äste bereits futsch.
An Holger,
danke für Deine aussagekräftigen Infos. Nach getätigtem Konkavschnitt der Äste, wie von Dir empfohlen, keine Verfärbungen oder Ähnliches festgestellt.
PS: Werde trotzdem kräftig zu Baumbart beten.
haben gerade herrausgefunden, das dieses Schadbild von einer Gallwespe kommen kann. Die genauere Defination lautet: Schwammapfel, auch genannt "Biorhiza pallida". Diese jedoch nicht schädlich für die Bäume sind. Leider sind meine befallenen Äste bereits futsch.
An Holger,
danke für Deine aussagekräftigen Infos. Nach getätigtem Konkavschnitt der Äste, wie von Dir empfohlen, keine Verfärbungen oder Ähnliches festgestellt.
PS: Werde trotzdem kräftig zu Baumbart beten.
bis zum nächten Mal
Manni
(Heute ist nicht alle Tage. Wir sehen uns wieder, keine Frage!)
Manni
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War mir auch neu. Hier gibt es dazu eine ziemlich umfangreiche Fotosammlung:Heike_vG hat geschrieben:das habe ich noch nie gehört oder gesehen, dass Gallwespen sich auch an Ästen vergreifen!
http://www.pflanzengallen.de
http://www.pflanzengallen.de/verzeichnisundfotos-q.html
Viele Grüße,
Stefan
Whenever there is any doubt, there is no doubt. - Sam in 'Ronin'
Stefan
Whenever there is any doubt, there is no doubt. - Sam in 'Ronin'
Hallo Stefan,
danke für den Link! Sieht ja wirklich faszinierend aus, was es da alles an verschiedenen Gallen und sonstigen Auswüchsen gibt.
Da gab es doch wieder etwas zu lernen!
Manni,
ich habe mir die Fotos von dem o.g. Link sehr genau angeschaut und auch noch nach dem von Dir genannten "Schwammapfel" gegoogelt.
Meiner Ansicht nach ist das Gebilde an Deinen Eichen kein solcher Schwammapfel.
Zum einen sah das Bild, das ich im Internet gefunden habe, ganz anders aus:

Der Schwammapfel scheint außerdem am Ende eines Triebes zu entstehen und nicht mitten in einem Ast.
Zum anderen gibt es in meinen Augen ein ganz entscheidendes Merkmal.
Gallen sind Wucherungen, die durch Manipulationen von Gallwespen oder anderen Erregern vom baumeigenen Gewebe gebildet werden.
Bei Deinen Eichen sieht es so aus, als wären diese mutmaßlichen Fruchtstände aus den Ästen hervorgebrochen und kein (manipulierter) Bestandteil des Baumgewebes.
Ein wirklich interessantes Thema!
Viele Grüße,
Heike
danke für den Link! Sieht ja wirklich faszinierend aus, was es da alles an verschiedenen Gallen und sonstigen Auswüchsen gibt.
Da gab es doch wieder etwas zu lernen!
Manni,
ich habe mir die Fotos von dem o.g. Link sehr genau angeschaut und auch noch nach dem von Dir genannten "Schwammapfel" gegoogelt.
Meiner Ansicht nach ist das Gebilde an Deinen Eichen kein solcher Schwammapfel.
Zum einen sah das Bild, das ich im Internet gefunden habe, ganz anders aus:

Der Schwammapfel scheint außerdem am Ende eines Triebes zu entstehen und nicht mitten in einem Ast.
Zum anderen gibt es in meinen Augen ein ganz entscheidendes Merkmal.
Gallen sind Wucherungen, die durch Manipulationen von Gallwespen oder anderen Erregern vom baumeigenen Gewebe gebildet werden.
Bei Deinen Eichen sieht es so aus, als wären diese mutmaßlichen Fruchtstände aus den Ästen hervorgebrochen und kein (manipulierter) Bestandteil des Baumgewebes.
Ein wirklich interessantes Thema!
Viele Grüße,
Heike
Unsere "Weisheit" haben wir auch über "GOOGLE" erschnüffelt. Dort gibt es auch andere Bilder, die etwas mehr Ähnlichkeit mit dem Schadbild oben haben.
http://www.hainaultforest.co.uk/3Oak%20galls.htm
http://www.hainaultforest.co.uk/3Oak%20galls.htm
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- Quercus_robur_gallwespe16_130.jpg (4.74 KiB) 1773 mal betrachtet
Gruß aus der Nordheide
Walter
" Nicht immer sagen, was man weiß, sondern sich fragen, ob der andere das wissen will." B.P.
Walter
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