So Leute, heute habe ich die Fräsarbeiten an dem Cornus „Sumo“ abgeschlossen.
Ihr habt ja schon die eine oder andere Technik der Holzbearbeitung kennen gelernt. Heute möchte ich euch zeigen wie ich Fräsarbeiten noch verfeinere.
Normalerweise verwende ich den Fräser eher selten und mache Shariarbeiten meistens mit der Hand, also Fasern ziehen. Da habe ich schon einige Arbeiten vorgestellt. Wenn ich zur Fräse greife, dann ist das Holz zu hart um Fasern zu ziehen, so wie beim Cornus.
Beim fräsen gehe ich meist so vor, dass ich zuerst eine Form herausarbeite und im Anschluss die Holzmaserung nachfräse. Wichtig bei der ganzen Arbeit ist, man sollte alle Fräsarbeiten immer in der Faserrichtung durchführen, also auch die Vorarbeit und nicht kreuz und quer Fräsen, sonst unterbricht man den Faserverlauf und es wird schwer die Holzmaserung nachzufräsen. Ich habe schon oft Fräsarbeiten gesehen die gegen den Faserverlauf durchgeführt wurden und man sieht diese Querfräsungen immer dann wenn sich Risse nach dem Faserverlauf bilden und die gefrästen Quermuster dann gegensätzlich verlaufen. Sieht nicht immer schön aus.
Wenn ich die grobe Vorarbeit abgeschlossen habe, bürste ich das Holz nach. So kommt die Holzmaserung besser zur Geltung. Im Anschluss daran fräse ich mit einem Rundkopffräser ca. 3mm den Holzmaserverlauf nach, so dass deutliche Höhenunterschiede in der Maserung zu erkennen sind. Danach wird das ganze abgebrannt und nachgebürstet, die gefrästen Kanten werden dadurch abgerundet und das ganze sieht verwitterter aus.
Ich mach mir diese ganze Arbeit um das Shari natürlicher aussehen zu lassen. Je größer ein Shari ist umso wichtiger sind für mich Details, wie eine deutlich sichtbare Holzmaserung. Bei so harten Holz wie der Cornus geht es mit brennen und Bürsten alleine nicht. Bei weicheren Hölzern bekommt man durch brennen und Bürsten eine schöne Holzmaserung. Voraussetzung ist immer mit der Holzfaser arbeiten.
Ich hoffe meine Shariarbeit findet Anklang. Eure Meinungen dazu.
