Dicker alter Chinawacholder "organisiert"
- HerbertR
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Dicker alter Chinawacholder "organisiert"
Hallo, als ich kürzlich meiner Tochter und ihrem Mann half in eine neue Wohnung zu übersiedeln, stach mir dort vor dem Haus ein schöner alter chinesischer Wacholder ins Auge, der in einem Pflanztrog vor dem Haus wuchs....
LG Herbert
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Wenn immer der Klügere nachgibt, dann geschieht nur das was die Dummen wollen !
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- HerbertR
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Der Stamm der Pflanze ließ mir keine Ruhe : ich mailte an die Hausverwaltung und fragte an ob ich diesen, für den kleinen Pflanztrog eigentlich schon zu großen Wacholderbusch (die Äste ragten - speziell nach hinten, ca. 2 m über den Trogrand hinaus), ausgraben dürfte, ich würde dafür einen neue jüngere Pflanze dort einsetzen.
Als ich nach einigen Tagen nichts von dort hörte, fragte ich noch einmal nach ob meine Mail verlorengegangen sei oder nicht ernst genommen wurde.
Da bekam ich Antwort : ich könne mir den alten Wacholder nehmen und brauche keinen neuen einsetzen, da dieser Teil der Grünanlage in Kürze ohnehin geschleift würde, da dort eine Feuerwehrauffahrt gemacht würde.
Ihr könnt Euch vorstellen - meine Freude war groß !
Dann kamen die Zweifel, würde die Plackerei den Wacholder der jahrzehntelang in diesem Trog gewachsen war nicht zu arg für mein ohnehin schon arg in Mitleidenschaft gezogenes Kreuz sein und würde er überleben !?
Schließlich gewann meinen Gier nach diesem aussergewöhnlichen Stück die Oberhand : ich packte eine große Schaufel, meine neue jap. Astsäge von BS Enger, Gartenschere, Handschaufel, eine große Pappkiste Arbeitshandschuhe und einen Transportwagen ein.
Dort angekommen machte ich mich an die Arbeit.
Ich arbeitete bereits eine gute dreiviertel Stunde und der Baum rührte sich noch kein Stück, als ich von einer älteren Wohnungseigentümerin des Hauses angesprochen wurde was ich hier tun würde.
Ich zeigte ihr die E-Mail mit der Erlaubnis, die sie jedoch anzweifelte, da keine persönliche Unterschrift, bzw. kein Firmenstempel der Hausverwaltung drauf zu sehen war.
Es kamen noch andere Wohnungseigentümer dazu und ich wurde aufgefordert die Arbeit zu unterbrechen bis die Sache geklärt sei.
Dann holte man den Hausmeister, der zwar auch nichts davon wußte, jedoch wußte dieser, daß dieser Teil der Grünanalge demnächst geschliffen werde sollte und es deshalb schon plausibel sei, daß ich die Genehmigung erhalten hätte, worauf ich endlich mein Werk vollenden durfte.
Es dauerte noch eine 3/4 Stunde, wobei mir mein Schaufelstiel abbrach, sich das Schaufelblatt einige Male hin und her verbog, bis es mir endlich gelang das "Ding" zu bergen, in meinem Auto zu verstauen und heimwärts zu fahren.
Als ich nach einigen Tagen nichts von dort hörte, fragte ich noch einmal nach ob meine Mail verlorengegangen sei oder nicht ernst genommen wurde.
Da bekam ich Antwort : ich könne mir den alten Wacholder nehmen und brauche keinen neuen einsetzen, da dieser Teil der Grünanlage in Kürze ohnehin geschleift würde, da dort eine Feuerwehrauffahrt gemacht würde.
Ihr könnt Euch vorstellen - meine Freude war groß !
Dann kamen die Zweifel, würde die Plackerei den Wacholder der jahrzehntelang in diesem Trog gewachsen war nicht zu arg für mein ohnehin schon arg in Mitleidenschaft gezogenes Kreuz sein und würde er überleben !?
Schließlich gewann meinen Gier nach diesem aussergewöhnlichen Stück die Oberhand : ich packte eine große Schaufel, meine neue jap. Astsäge von BS Enger, Gartenschere, Handschaufel, eine große Pappkiste Arbeitshandschuhe und einen Transportwagen ein.
Dort angekommen machte ich mich an die Arbeit.
Ich arbeitete bereits eine gute dreiviertel Stunde und der Baum rührte sich noch kein Stück, als ich von einer älteren Wohnungseigentümerin des Hauses angesprochen wurde was ich hier tun würde.
Ich zeigte ihr die E-Mail mit der Erlaubnis, die sie jedoch anzweifelte, da keine persönliche Unterschrift, bzw. kein Firmenstempel der Hausverwaltung drauf zu sehen war.
Es kamen noch andere Wohnungseigentümer dazu und ich wurde aufgefordert die Arbeit zu unterbrechen bis die Sache geklärt sei.
Dann holte man den Hausmeister, der zwar auch nichts davon wußte, jedoch wußte dieser, daß dieser Teil der Grünanalge demnächst geschliffen werde sollte und es deshalb schon plausibel sei, daß ich die Genehmigung erhalten hätte, worauf ich endlich mein Werk vollenden durfte.
Es dauerte noch eine 3/4 Stunde, wobei mir mein Schaufelstiel abbrach, sich das Schaufelblatt einige Male hin und her verbog, bis es mir endlich gelang das "Ding" zu bergen, in meinem Auto zu verstauen und heimwärts zu fahren.
Zuletzt geändert von HerbertR am 06.04.2008, 15:54, insgesamt 2-mal geändert.
LG Herbert
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- HerbertR
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Hallo Herbi,
danke für Deine Antwort !
Ist das auf dem Bild Birnengitterrost ??
Ich kann es nicht erkennen ob das kleine Verletzungen sind, die ich ev. beim absägen anderer Äste verursacht habe oder etwas anderes - zumal ich Birnengitterrost noch nie gesehen habe.
Es ist aber nur diese eine Stelle am Baum so.
danke für Deine Antwort !
Ist das auf dem Bild Birnengitterrost ??
Ich kann es nicht erkennen ob das kleine Verletzungen sind, die ich ev. beim absägen anderer Äste verursacht habe oder etwas anderes - zumal ich Birnengitterrost noch nie gesehen habe.
Es ist aber nur diese eine Stelle am Baum so.
LG Herbert
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- HerbertR
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Dann setzte ich ihn in eine Schale (habe leider auf meiner Terrasse keinen Platz mehr, daß ich ihn in einem größeren Gefäß einmal erholen und anwachsen lassen könnte).
Und habe ihn dann noch etwas gestutzt, wie es mir am besten erschien.
Leider waren an dem zweiten Teil des Stammes die Äste teilweise abgestorben, und zum anderen Teil war das Grün so weit weg vom Stamm, daß ich es ebenfalls abschneiden mußte.
Ich hoffe, daß er weiter hinten an den jetzt leeren Ästen noch einmal austreibt.
Würdet Ihr noch etwas wegnehmen ?
Und habe ihn dann noch etwas gestutzt, wie es mir am besten erschien.
Leider waren an dem zweiten Teil des Stammes die Äste teilweise abgestorben, und zum anderen Teil war das Grün so weit weg vom Stamm, daß ich es ebenfalls abschneiden mußte.
Ich hoffe, daß er weiter hinten an den jetzt leeren Ästen noch einmal austreibt.
Würdet Ihr noch etwas wegnehmen ?
Zuletzt geändert von HerbertR am 06.04.2008, 18:13, insgesamt 1-mal geändert.
LG Herbert
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Hallo Herbert,
na, dann kann man Dir nur wünschen, dass der Wacholder Dir die Plackerei und die Aufregung dankt.
Viel Glück !
Viele Grüße,
Barbara
na, dann kann man Dir nur wünschen, dass der Wacholder Dir die Plackerei und die Aufregung dankt.
Viel Glück !
Viele Grüße,
Barbara
Zuletzt geändert von Barbara am 06.04.2008, 15:11, insgesamt 1-mal geändert.
Hallo Herbert,
mit gelben Flecken habe ich den Birnengitterrost noch nicht gesehen, aber dennoch sieht diese Stelle sehr verdächtig aus!
Den Ast würde ich sicherlich wegschneiden und dann den Wacholder immer sehr aufmerksam beobachten.
Der Baum hat einen sehr schönen Stamm und ich wünsche Dir viel Glück, dass er sich gesund entwickelt.
Liebe Grüße,
Heike
mit gelben Flecken habe ich den Birnengitterrost noch nicht gesehen, aber dennoch sieht diese Stelle sehr verdächtig aus!
Den Ast würde ich sicherlich wegschneiden und dann den Wacholder immer sehr aufmerksam beobachten.
Der Baum hat einen sehr schönen Stamm und ich wünsche Dir viel Glück, dass er sich gesund entwickelt.
Liebe Grüße,
Heike
Hallo Herbert,ViennaBonsai hat geschrieben:Leider waren an dem zweiten Teil des Stammes die Äste teilweise abgestorben, und zum anderen Teil war das Grün so weit weg vom Stamm, daß ich es ebenfalls abschneiden mußte.
Ich hoffe, daß er weiter hinten an den jetzt leeren Ästen noch einmal autreibt.
der Baum hat noch eine ganze Menge Grün und wenn er sich in einem Jahr gut entwickelt hat (er hat ja im Kübel gestanden und ist daher nicht ganz so erholungsbedürftig wie ein Baum aus dem Freiland ausgegrabener Baum), kann man beim Gestalten die Äste sicherlich so biegen, dass das Grün näher zum Stamm kommt.
Dabei würde ich auf jeden Fall dann professionelle Hilfe in Anspruch nehmen!
Einigen Neuaustrieb an den lebenden Ästen kann man sicherlich mit der Zeit auch noch erwarten.
Liebe Grüße und viel Glück,
Heike
Hallo Herbert
Mit Bestimmtheit kann man anhand der Bilder nicht genau sagen ob der Baum BGR hat.
Ich möchte Dir in keinster Weise den wunderschönen Juniperus verderben......aber 8-tung!
Lass einmal darüber Regnen. Du wist selber darauf kommen ob er gesund ist oder nicht.
Ich hoffe, dass du mehr Glück hast wie ich...
Gruss Herbi
Mit Bestimmtheit kann man anhand der Bilder nicht genau sagen ob der Baum BGR hat.
Ich möchte Dir in keinster Weise den wunderschönen Juniperus verderben......aber 8-tung!
Lass einmal darüber Regnen. Du wist selber darauf kommen ob er gesund ist oder nicht.
Ich hoffe, dass du mehr Glück hast wie ich...
Gruss Herbi
Moin,
ich würde meinen Allerwertesten darauf verwetten, dass es Wunden sind vom BRG. Wenn du die Furunkel abstreichst, siehst es darunter so aus. Die Erfahrung macht glaube ich jeder der mal einen "Tankstellenyamadori" ausgegraben hat (ich inklusive...)
Norman
ich würde meinen Allerwertesten darauf verwetten, dass es Wunden sind vom BRG. Wenn du die Furunkel abstreichst, siehst es darunter so aus. Die Erfahrung macht glaube ich jeder der mal einen "Tankstellenyamadori" ausgegraben hat (ich inklusive...)
Norman
Das Ansehen von tausend Jahren kann durch das Verhalten während einer Stunde bestimmt werden.
japanisches Sprichwort
japanisches Sprichwort
Hallo Herbert,
ein schöner Baum und Du hattest viel Arbeit damit. Aber leider, er hat Birnengitterrost. Auf dem Bild sieht man eingetrocknete Fruchtkörper aus dem letzten Jahr. Ein eindeutiges Indiz war auch schon die erste Aufnahme, in der man abgestorbene Äste erkennt. Schaut man sich Wacholder im Freien an, die solche Äste zeigen, findet man auch immer den Rost.
Das ist nämlich das Problem. Du kannst den Baum natürlich Pflegen und später Gestalten. Den Pilz bekommst Du mit keinem Mittel heraus. Er schlägt vielleicht nicht jedes Jahr zu und man glaubt, der Baum hat es geschafft. Dann, Jahre später, haut er plötzlich alle wichtigen Äste um und das war es dann. Bei einem Wacholder mit Birnengitterrost sterben immer wieder Äste ab. Leider sind es meistens die wichtigen.
Reiner
ein schöner Baum und Du hattest viel Arbeit damit. Aber leider, er hat Birnengitterrost. Auf dem Bild sieht man eingetrocknete Fruchtkörper aus dem letzten Jahr. Ein eindeutiges Indiz war auch schon die erste Aufnahme, in der man abgestorbene Äste erkennt. Schaut man sich Wacholder im Freien an, die solche Äste zeigen, findet man auch immer den Rost.
Das ist nämlich das Problem. Du kannst den Baum natürlich Pflegen und später Gestalten. Den Pilz bekommst Du mit keinem Mittel heraus. Er schlägt vielleicht nicht jedes Jahr zu und man glaubt, der Baum hat es geschafft. Dann, Jahre später, haut er plötzlich alle wichtigen Äste um und das war es dann. Bei einem Wacholder mit Birnengitterrost sterben immer wieder Äste ab. Leider sind es meistens die wichtigen.
Reiner
- HerbertR
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Hallo
Nein !!!
Ich hatte so Hoffnung als die ersten Antworten mich nicht allzusehr entmutigten !
Hat es Sinn diesen Ast abzuschneiden (obwohl er strategisch derzeit sehr wichtig ist) ?
Ich seh sonst keine Stelle wo so etwas ist.
Würdet Ihr den Baum gleich wegwerfen ?
Besteht Gefahr, daß auch andere angesteckt werden ?
Wenn ja - nur Wacholder oder Birnen oder können auch andere infiziert werden ?
Auch andere Wacholderarten oder nur Chinesischer ?
Nein !!!
Ich hatte so Hoffnung als die ersten Antworten mich nicht allzusehr entmutigten !
Hat es Sinn diesen Ast abzuschneiden (obwohl er strategisch derzeit sehr wichtig ist) ?
Ich seh sonst keine Stelle wo so etwas ist.
Würdet Ihr den Baum gleich wegwerfen ?
Besteht Gefahr, daß auch andere angesteckt werden ?
Wenn ja - nur Wacholder oder Birnen oder können auch andere infiziert werden ?
Auch andere Wacholderarten oder nur Chinesischer ?
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Hallo Herbi, Barbara, Heike, Robert, Norman u Reiner,
vielen Dank für Eure Antworten.
Bin nach Reiners Beitrag ziemlich deprimiert !
Würdet Ihr den Baum gleich wegwerfen oder warten wie er sich entwickelt ?
vielen Dank für Eure Antworten.
Bin nach Reiners Beitrag ziemlich deprimiert !
Würdet Ihr den Baum gleich wegwerfen oder warten wie er sich entwickelt ?
LG Herbert
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