Yamadori: Gedanken dazu - Erfahrung - Philosophie - Tipps
- Wolfgang
- Ehren-Autor
- Beiträge: 9765
- Registriert: 05.01.2004, 14:19
- Wohnort: Oberösterreich
- Kontaktdaten:
Yamadori: Gedanken dazu - Erfahrung - Philosophie - Tipps
Reden wir drüber ....................... 
- Wolfgang
- Ehren-Autor
- Beiträge: 9765
- Registriert: 05.01.2004, 14:19
- Wohnort: Oberösterreich
- Kontaktdaten:
........................ oder vielleicht besser doch nicht

Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
http://www.yamadori-bonsai.info
-
Reiner Goebel
- Beiträge: 1164
- Registriert: 06.01.2004, 08:56
- Wohnort: Toronto
- Kontaktdaten:
Warum nicht?Wolfgang hat geschrieben:........................ oder vielleicht besser doch nicht![]()
Ich ziehe meine 'Bonsai' sowohl aus gesammeltem als auch aus Baumschul Material. Beides macht mir gleichermaßen Spaß. Baumschulmaterial resultiert meistens in ziemlich vorhersehbaren Gestaltungen, wohingegen Yamadori etwas eigenwilliger sind.
Ich finde, dass man sich an Yamadori (und damit meine ich ehrwürdige Veteranen, nicht kümmerliche Sämlinge) erst versuchen soll, wenn man gelernt hat, Pflanzen in Schalen über einige Jahre am Leben zu erhalten.
Reiner G.
Doch reden wir drüber!
Warum so viele Leute selber ausgraben gehen?
Ganz einfach.........
Will man sie kaufen muß man einen haufen Geld dafür bezahlen.
Die Preise sind übertrieben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ab 1000 Euro aufwärts! Und das wort heißt "Aufwärts"
Wieviel verdient ein Normaler Mensch?
Meine persönliche Meinung
Gruß NRW
Warum so viele Leute selber ausgraben gehen?
Ganz einfach.........
Will man sie kaufen muß man einen haufen Geld dafür bezahlen.
Die Preise sind übertrieben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ab 1000 Euro aufwärts! Und das wort heißt "Aufwärts"
Wieviel verdient ein Normaler Mensch?
Meine persönliche Meinung
Gruß NRW
Hallo zusammen,
ein gutes Thema
Ja aber wie definiert sich Yamadori überhaupt
Alles was ich irgendwie, irgendwo finde und ausgrabe,
oder wie Reiner schreibt "ehrwürdige Veteranen" aus "extremen"
Regionen.
Also ich für meinen Teil traue mich da noch überhaupt nicht ran,
da bin ich noch zu frisch, zu unerfahren, da schließe ich mich
ebenfalls Reiner an, man sollte zuerst schauen das man seine
"Baumschulware" am Leben erhält bevor man was aus der Natur
entnimmt. Es sei denn man rettet es vor dem sicheren Tod.
Wenn es aber eines Tages soweit ist, denke ich auch das ich die
Yamadori's aus der Natur, denen aus dem Handel vorziehen werde.
ein gutes Thema
Ja aber wie definiert sich Yamadori überhaupt
Alles was ich irgendwie, irgendwo finde und ausgrabe,
oder wie Reiner schreibt "ehrwürdige Veteranen" aus "extremen"
Regionen.
Also ich für meinen Teil traue mich da noch überhaupt nicht ran,
da bin ich noch zu frisch, zu unerfahren, da schließe ich mich
ebenfalls Reiner an, man sollte zuerst schauen das man seine
"Baumschulware" am Leben erhält bevor man was aus der Natur
entnimmt. Es sei denn man rettet es vor dem sicheren Tod.
Wenn es aber eines Tages soweit ist, denke ich auch das ich die
Yamadori's aus der Natur, denen aus dem Handel vorziehen werde.
Gruss aus dem Süden Deutschlands
Barnie
Barnie
Diese Diskussion über das Sammeln von Bäumen in der Natur und inbesondere in den Alpen ist so alt, wie die Diskussionen im Internet überhaupt. Ich meine, die alten Hasen, wozu sowohl Ralla als auch Wolfgang gehören, haben für sich eine vertretbare Einstellung gefunden.
In der Regel sammeln erfahrene Bonsaileute in Gebieten für die sie entsprechende Genehmigungen eingeholt haben und die ihnen auch schon entsprechend bekannt sind. Die ist eine Hintergrundinformation, die von den Profis so selbstverständlich ist, daß keiner mehr extra darauf hinweist.
Nun fangen aber alle Jahre wieder im Herbst und dann im Frühjahr noch einmal die Berichte über Yamadoritouren an und niemand ist sich so bewußt, wer denn dort berichtet: Profi oder Anfänger. Somit kommt auch immer wieder das Gespräch auf Ethik und Naturverträglichkeit des Sammelns.
Das halte ich für richtig so, denn jedes Jahr haben wir einige unbedarfte Anfänger in unseren Reihen, denen der entsprechende Umgang mit der Natur nicht unbedingt in die Wiege gelegt wurde. Es ist also wichtig und richtig, daß Gespräch alle Jahre wieder auf die Belange des Naturschutzes in Zusammenhang mit Yamadori zu bringen, auch wenn es mancher schon genervt vor sich hinbeten kann. Das ist genauso, wie bei jeder Unterhaltung über Wundverschluß erwähnt werden muß, daß LacBalsam das letzte ist, denn solange es verkauft wird, fallen unbedarfte Anfänger darauf herein.
Ich denke, was unsere Kreise angeht, sind die meisten mehr oder weniger gut sensibilisiert für die Natur. Ausnahmen bestätigen die Regel, wie überall.
Noch drei Gedanken: Wolfi, Yamadorisammler und Grünzeug-ausreißende Touris sind für dich doch hoffentlich zwei unterschiedliche Spezies
Es wird so oft um den einzelnen, dem tode geweihten, wirtschaftlich uninteressanten Baum geredet, der gesammelt werden soll, meint ihr nicht, daß der Schaden eigentlich im Umfeld liegt, bei den niedergetrampelten seltenen Gräsern und Stauden und der gelockerten Erdkrumme?
Und zu den Preisen eines Yamadori: Wenn ich mir vorstelle, was man braucht (Auto Werkzeug Klamotten ) und wie lang das dauert ( Suchen Bergen Aufpäppeln daheim ) bis so ein Baum zu verkaufen ist, kann man über 1000 Euro und mehr nicht meckern.
In der Regel sammeln erfahrene Bonsaileute in Gebieten für die sie entsprechende Genehmigungen eingeholt haben und die ihnen auch schon entsprechend bekannt sind. Die ist eine Hintergrundinformation, die von den Profis so selbstverständlich ist, daß keiner mehr extra darauf hinweist.
Nun fangen aber alle Jahre wieder im Herbst und dann im Frühjahr noch einmal die Berichte über Yamadoritouren an und niemand ist sich so bewußt, wer denn dort berichtet: Profi oder Anfänger. Somit kommt auch immer wieder das Gespräch auf Ethik und Naturverträglichkeit des Sammelns.
Das halte ich für richtig so, denn jedes Jahr haben wir einige unbedarfte Anfänger in unseren Reihen, denen der entsprechende Umgang mit der Natur nicht unbedingt in die Wiege gelegt wurde. Es ist also wichtig und richtig, daß Gespräch alle Jahre wieder auf die Belange des Naturschutzes in Zusammenhang mit Yamadori zu bringen, auch wenn es mancher schon genervt vor sich hinbeten kann. Das ist genauso, wie bei jeder Unterhaltung über Wundverschluß erwähnt werden muß, daß LacBalsam das letzte ist, denn solange es verkauft wird, fallen unbedarfte Anfänger darauf herein.
Ich denke, was unsere Kreise angeht, sind die meisten mehr oder weniger gut sensibilisiert für die Natur. Ausnahmen bestätigen die Regel, wie überall.
Noch drei Gedanken: Wolfi, Yamadorisammler und Grünzeug-ausreißende Touris sind für dich doch hoffentlich zwei unterschiedliche Spezies
Es wird so oft um den einzelnen, dem tode geweihten, wirtschaftlich uninteressanten Baum geredet, der gesammelt werden soll, meint ihr nicht, daß der Schaden eigentlich im Umfeld liegt, bei den niedergetrampelten seltenen Gräsern und Stauden und der gelockerten Erdkrumme?
Und zu den Preisen eines Yamadori: Wenn ich mir vorstelle, was man braucht (Auto Werkzeug Klamotten ) und wie lang das dauert ( Suchen Bergen Aufpäppeln daheim ) bis so ein Baum zu verkaufen ist, kann man über 1000 Euro und mehr nicht meckern.
73 Anja
- Wolfgang
- Ehren-Autor
- Beiträge: 9765
- Registriert: 05.01.2004, 14:19
- Wohnort: Oberösterreich
- Kontaktdaten:
Yamadori bedeutet übersetzt ....................Barnie hat geschrieben:Ja aber wie definiert sich Yamadori überhaupt![]()
- Dateianhänge
-
- Yamadori.jpg (20.3 KiB) 3930 mal betrachtet
Zuletzt geändert von Wolfgang am 05.10.2004, 12:31, insgesamt 1-mal geändert.
Na, wenn ich die Ausrüstung und die Kraxelei von Walter und Wolfgang da so auf den Bildern sehe, diese Dinger da noch rumschleppen soll, ein geländegängiges Auto noch dazu brauche, Monate vorher da rumlaufe um die Stellen überhaupt zu erkunden, mit Ausfällen rechnen muß während der ein oder zwei Jahre aufpäppeln, dann müßte man mir schon mehr für so einen Baum geben, so ich denn so welche ausgegraben hätte.
(Falls ihr euch über diesen Beitrag wundert, Ralla hatte in deinem vorherigen Beitrag meine Einschätzung bezüglich der Preisgestaltung bei Yamadories angezweifelt.)
(Falls ihr euch über diesen Beitrag wundert, Ralla hatte in deinem vorherigen Beitrag meine Einschätzung bezüglich der Preisgestaltung bei Yamadories angezweifelt.)
Zuletzt geändert von Anja M. am 05.10.2004, 18:01, insgesamt 1-mal geändert.
73 Anja
- Wolfgang
- Ehren-Autor
- Beiträge: 9765
- Registriert: 05.01.2004, 14:19
- Wohnort: Oberösterreich
- Kontaktdaten:
Ralf,
ich dachte, du bist einsichtig und lässt davon ab, zu behaupten, dass Yamadori ganz einfach zu sammeln sind und sie eigentlich nur ein paar Euro wert sind. - Ich finde es einfach naiv von dir, solche Aussagen hier in ein öffentliches Forum zu schreiben ..............................
Wie viele Bäume hast du in Österreich ausgerissen
- Weißt du, wie viele überleben werden
Lass dich einfach mal überraschen und berichte uns dann in 2 Jahren.
Du wirst deine Blauäugigkeit auch nach ein paar Jahren "Erfahrung_sammeln_puncto_Yamadori" abgelegt haben und sagen "Schei..e, da wachsen ja gar nicht alle gesammelten Bäume an ........... warum verrecken Bäume, die echt gute Wurzeln hatten? ....... wieso stirbt mir diese eigentlich gut angewachsene Lärche im 4. Jahr ab? ................ das gibt´s doch nicht, dass mir die Kiefer beim Umtopfen in eine kleinere Schale stirbt ......................... etc." - Glaub mir, du warst zum 1. Mal richtig auf Yamadoritour, bist also de facto noch ein Greenhorn (natürlich nicht in Bezug auf Bonsai!) und wirst auch noch umdenken ..............
Ich bin in Summe (seit nun mehr neun Jahren) viele Tage pro Jahr in den Bergen - nicht nur wegen der Yamadoris, sondern weil die Berge einfach wunderbar sind. - Ich fahre ca. 30.000 Kilometer mit meinem Privatwagen (weitere 35.000km mit meinem Dienstwagen), tanke zwar etwas günstigeren österreichischen Sprit, aber der kostet auch noch immer eine ganze Menge, laufe viele Stunden durch die herrliche Bergwelt (das streiche ich aber von meiner "Kostenrechnung"), brauche Holzbretter für Kisten oder große Plastikcontainer, kaufe einen Haufen versch. Substrate, pflege die Bäume und in Summe bleibt von den ursprünglich gesammelten Yamadoris nur ein gewisser Prozentsatz (
den erspare ich Euch nun besser!) übrig, die überleben. -
ICH denke, dass ein guter Yamadori durchaus mehrere 1000 Euro wert sein kann. - Zum Glück brauche ich nicht davon zu leben und sammle meine Bäume nur für mich (bzw. selten zum Tauschen mit anderen Yamadorisammlern).
ich dachte, du bist einsichtig und lässt davon ab, zu behaupten, dass Yamadori ganz einfach zu sammeln sind und sie eigentlich nur ein paar Euro wert sind. - Ich finde es einfach naiv von dir, solche Aussagen hier in ein öffentliches Forum zu schreiben ..............................
Wie viele Bäume hast du in Österreich ausgerissen
Ich bin in Summe (seit nun mehr neun Jahren) viele Tage pro Jahr in den Bergen - nicht nur wegen der Yamadoris, sondern weil die Berge einfach wunderbar sind. - Ich fahre ca. 30.000 Kilometer mit meinem Privatwagen (weitere 35.000km mit meinem Dienstwagen), tanke zwar etwas günstigeren österreichischen Sprit, aber der kostet auch noch immer eine ganze Menge, laufe viele Stunden durch die herrliche Bergwelt (das streiche ich aber von meiner "Kostenrechnung"), brauche Holzbretter für Kisten oder große Plastikcontainer, kaufe einen Haufen versch. Substrate, pflege die Bäume und in Summe bleibt von den ursprünglich gesammelten Yamadoris nur ein gewisser Prozentsatz (
ICH denke, dass ein guter Yamadori durchaus mehrere 1000 Euro wert sein kann. - Zum Glück brauche ich nicht davon zu leben und sammle meine Bäume nur für mich (bzw. selten zum Tauschen mit anderen Yamadorisammlern).
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
http://www.yamadori-bonsai.info
Ich sag jetzt nix mehr und werd mich nur noch als "Stiller Leser"
hier betätigen!
Bye
hier betätigen!
Bye
Zuletzt geändert von Ralla am 05.10.2004, 12:59, insgesamt 1-mal geändert.
- Wolfgang
- Ehren-Autor
- Beiträge: 9765
- Registriert: 05.01.2004, 14:19
- Wohnort: Oberösterreich
- Kontaktdaten:
Noch ein paar Gedanken zum Sammeln im Gebirge:
Grundsätzlich ist das Sammeln von Bäumen in der Natur nur mit Genehmigung der Grundeigentümer bzw. der zuständigen Forstverwaltung zulässig. Landschafts- und Naturschutzgebiete sind zum Ausgraben TABU!
Ein dringender Ratschlag an alle Bonsaifreunde: Eine Ausgrabe-Bewilligung zu erfragen kostet nichts und man wird mit einer höflichen Bitte zumeist nicht abgewiesen. – Natürlich muss man die Besitzer bzw. Verwalter (Förster) der Wälder „schonend“ an die Materie heranführen, ihnen erklären, das man eigentlich nur forsttechnisch uninteressante Gehölze sammeln will, dass man die Löcher nach dem Ausgraben wieder komplett verschließt und Wunden in der Natur eventuell mit Heu abdeckt, um der Erosionsgefahr entgegen zu wirken.
Mancher Alm-Besitzer wird sich darüber vielleicht sogar freuen, wenn man ihm behilflich ist, die für die Bewirtschaftung bzw. Beweidung hinderlichen Wacholder, „Fichtenbesen“, Latschen usw. von seiner Alm zu entfernen.
Ich persönlich halte zu „meinen“ Landwirten laufend Kontakt, informiere sie über alle meine Vorhaben, habe sie bereits zu mir nach Hause in den Bonsaigarten eingeladen und mit Verwunderung stellten sie fest, was man aus den „Krüppeln“ ihrer Bergwälder Wunderbares gestalten kann. – Eine Vertrauensbasis zwischen Gebirgswaldbesitzer und Bonsaisammler ist sehr wichtig!
Vorausgesetzt wird beim Sammeln am Berg ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Natur, dass z.B. nicht bei Wandertouren im Hochsommer Bäume ausgerissen werden, die 100%ig eingehen. Außerdem sollte man unbedingt die nötige (gärtnerische) Erfahrung besitzen. – Ansonsten wird man trotz aller Begeisterung für die Gebirgsbäumchen unweigerlich zum Baummörder!
Für die Bäume ist der Verlust von Blatt- und Wurzelmasse, die klimatische Umstellung sowie die gravierenden Veränderungen in Bezug auf Erdsubstrat, Niederschlagsmenge, Luftfeuchtigkeit, Temperatur usw. sehr oft der Grund, dass sie die Prozedur des Ausgrabens nicht überleben.
Auch wenn diese „Baumkrüppel“ klein und verbogen sind, haben sie wichtige Funktionen, wie z.B. Schutz vor Lawinenabgängen, Erosionsschutz, Versteck- oder Nistmöglichkeit und Nahrung für Tiere etc.
All diese Punkte sollte man sich immer vor Augen führen, bevor man in die Berge zum Ausgraben geht.
Andererseits werden in Almgegenden sehr viele zwergige Gehölze ausgehackt, im Rahmen von Forststraßenerrichtungen viele kleine Bäumchen weggebaggert (nur das brauchbare Holz wird vorher geschlägert) und für den Tourismus (Wanderwege, Schipisten usw.) oft große Flächen gerodet. – In diesen Fällen kann man die Pflanzen mit ruhigem Gewissen sorgsam ausgraben und die Pflanzen weitererhalten.
Grundsätzlich ist das Sammeln von Bäumen in der Natur nur mit Genehmigung der Grundeigentümer bzw. der zuständigen Forstverwaltung zulässig. Landschafts- und Naturschutzgebiete sind zum Ausgraben TABU!
Ein dringender Ratschlag an alle Bonsaifreunde: Eine Ausgrabe-Bewilligung zu erfragen kostet nichts und man wird mit einer höflichen Bitte zumeist nicht abgewiesen. – Natürlich muss man die Besitzer bzw. Verwalter (Förster) der Wälder „schonend“ an die Materie heranführen, ihnen erklären, das man eigentlich nur forsttechnisch uninteressante Gehölze sammeln will, dass man die Löcher nach dem Ausgraben wieder komplett verschließt und Wunden in der Natur eventuell mit Heu abdeckt, um der Erosionsgefahr entgegen zu wirken.
Mancher Alm-Besitzer wird sich darüber vielleicht sogar freuen, wenn man ihm behilflich ist, die für die Bewirtschaftung bzw. Beweidung hinderlichen Wacholder, „Fichtenbesen“, Latschen usw. von seiner Alm zu entfernen.
Ich persönlich halte zu „meinen“ Landwirten laufend Kontakt, informiere sie über alle meine Vorhaben, habe sie bereits zu mir nach Hause in den Bonsaigarten eingeladen und mit Verwunderung stellten sie fest, was man aus den „Krüppeln“ ihrer Bergwälder Wunderbares gestalten kann. – Eine Vertrauensbasis zwischen Gebirgswaldbesitzer und Bonsaisammler ist sehr wichtig!
Vorausgesetzt wird beim Sammeln am Berg ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Natur, dass z.B. nicht bei Wandertouren im Hochsommer Bäume ausgerissen werden, die 100%ig eingehen. Außerdem sollte man unbedingt die nötige (gärtnerische) Erfahrung besitzen. – Ansonsten wird man trotz aller Begeisterung für die Gebirgsbäumchen unweigerlich zum Baummörder!
Für die Bäume ist der Verlust von Blatt- und Wurzelmasse, die klimatische Umstellung sowie die gravierenden Veränderungen in Bezug auf Erdsubstrat, Niederschlagsmenge, Luftfeuchtigkeit, Temperatur usw. sehr oft der Grund, dass sie die Prozedur des Ausgrabens nicht überleben.
Auch wenn diese „Baumkrüppel“ klein und verbogen sind, haben sie wichtige Funktionen, wie z.B. Schutz vor Lawinenabgängen, Erosionsschutz, Versteck- oder Nistmöglichkeit und Nahrung für Tiere etc.
All diese Punkte sollte man sich immer vor Augen führen, bevor man in die Berge zum Ausgraben geht.
Andererseits werden in Almgegenden sehr viele zwergige Gehölze ausgehackt, im Rahmen von Forststraßenerrichtungen viele kleine Bäumchen weggebaggert (nur das brauchbare Holz wird vorher geschlägert) und für den Tourismus (Wanderwege, Schipisten usw.) oft große Flächen gerodet. – In diesen Fällen kann man die Pflanzen mit ruhigem Gewissen sorgsam ausgraben und die Pflanzen weitererhalten.
- Wolfgang
- Ehren-Autor
- Beiträge: 9765
- Registriert: 05.01.2004, 14:19
- Wohnort: Oberösterreich
- Kontaktdaten:
Ralla hat geschrieben:Ich sag jetzt nix mehr und werd mich nur noch als "Stiller Leser"
hier betätigen!
Das trägt aber leider nicht sehr viel zu einer konstruktiven Diskussion bei. - Schade.
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
http://www.yamadori-bonsai.info
Zum Letzten!
Ich bin 39 und muß mich nicht für mein Handeln und meine
Meinung "hier" im Netzt gegenüber Leuten rechtfertigen, die ich zum
Teil noch nicht mal kenne.
Hier angemacht zu werden"von Dir" ,der genau das gleiche macht wie ich!
" Ausgraben "
Aber es stimmt schon : Das Gleiche ist noch lange nicht das Selbe
PS: Der Ton macht die Musik !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
NRW
Ich bin 39 und muß mich nicht für mein Handeln und meine
Meinung "hier" im Netzt gegenüber Leuten rechtfertigen, die ich zum
Teil noch nicht mal kenne.
Hier angemacht zu werden"von Dir" ,der genau das gleiche macht wie ich!
" Ausgraben "
Aber es stimmt schon : Das Gleiche ist noch lange nicht das Selbe
PS: Der Ton macht die Musik !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
NRW
