Die Zukunft meiner Chin. Ulme !?

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MichPann
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Die Zukunft meiner Chin. Ulme !?

Beitrag von MichPann »

Hallo allerseits,

Diesen Baum habe ich vor einem Jahr im Bonsaihaus London gekauft.

Ich würde gerne wissen was sich aus diesem Baum herausholen lässt.

Zwei Fragen hätte ich direkt zu Anfang:

Am Stammbeginn vermute ich einen Durchgang zur anderen Seite, kann man da irgendwas draus zaubern?

Die Rinde fält langsam ab bzw. lässt sich einfach abziehen, ist das normal ?

Freue mich auf Kritiken und Vorschläge :)

Euer

Michael
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Fritz²
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Beitrag von Fritz² »

Hi Michael
Beim betrachten des ersten Fotos dachte ich sofort, das ich die Spitze unten abmoosen würde und dann ein feines kleines Bäumchen in Besenform hätte.
Dem verbleibenden Stamm muss dann eine neue Krone gestaltet werden.

Was die abblätternde Rinde angeht, da kann ich eigentlich nichts zu sagen, da ich selbst noch blutiger Anfänger bin. Das überlasse ich lieber den Profis. Vorhin habe ich in einem anderem Beitrag alledings gelesen, das das darunterliegende Holz abgestorben war und der betreffende Baum eine Totholzbehandlung bekam. Sah sogar gut aus.
...find ich jetzt leider nicht wieder
naja, warten wir mal ab, was die anderen sagen.

mfG Fritz
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Die Spitze ist völlig unmotiviert. Ich würde sie einfach absäbeln. In den nächsten Woche kommen dann jede Menge neuer Treibe knapp unterhalb der Schnittstelle. Daraus kannst Du eine neue Spitze machen, die viel niedriger liegt und besser aussieht.
Die abgeschnittene Spitze steckst Du tief in einen Blumentopf voll mit Blumenerde oder Bonsaisubstrat. Das könnte anwachsen. Abmoosen halte ich für Zeitverscwendung. Abmoosen ist die typische Antwoert von Amateuren im Anfängerstadium. Sie dient oft dazu, Zeit zu gewinnen und eine Entscheidung hinaus zu zögern. Profis säbeln einfach ab.
Die Rinde geht schon mal ab bei dieser Vareität. Das ist normal, legt sich aber irgendwann.
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MichPann
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Beitrag von MichPann »

Wenn ich das richtig sehe, soll ich den Stamm in er Mitte etwa zersäbeln, wenn ich das aber tue kann ich die Krone mit Reststamm nicht mehr sehr tief in einen Topf stecken.

Etwas tiefer als Walter gezeichnet hat wäre auch okay oder ?

Edit: ich habe mir das gerade mal angescaut und könnte mich wirklich damit anfreunden, habe jedoch das Gefühl dass er Ast rechts dann runtergedrahtet werden muss.

Kan ich das jetzt noch machen UND muss ich Panzertape o.ä. um den Ast machen? Habe nämlich das Gefühl das der Ast da er so "knorrig" ist sehr schnell brechen kann.

Gruß

Micha
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Du kannst tiefer scheiden als ich gezeichnet habe.
Der recht Ast muss nicht hinunter gedrahtet wrden. Das muss er nur, wenn der Baum wie ein Bonsai aussehen soll. Es soll aber ein Bonsai sein, der wie ein Baum aussieht.- Also Ast so lassen wie er ist.
ÄSTE MÜSSEN NUR IM BONSAIKINDERGARTEN WAAGRECHT SEIN. Was Du unbedingt hinunterzeihen willst ist eben auch kein Ast, sondern ein Nebenstamm, der munter nach oben geht. Sieh Dir einmal diesen Baum an mit seinen Nebenstämmen. Erst von den Nebenstämmen gehen die kleinen Äste eher waagrecht oder sogar hinunter.
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crimson
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Beitrag von crimson »

Wenn Du ein wenig mehr Zeit investieren möchtest, könntest Du die Spitze auch abmoosen. Das gäbe einen netten kleinen Shohinbesen. Ansonsten einfach mal auf Walter hören.
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Abmoosen ist eine typische Anfängerreaktion. Da stellen sich mir die Haare auf. Das ist bloss eine Verzögerung der Entscheidung. Es gibt deutlich besssere Kandidaten zum Abmoosen.
Abmoosen sollte man erst üben, wenn man wirklich Bonsai gestalten kann. Dann wird man auch viel wählerischer an die Abmooskandidaten herangehen.
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MichPann
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Beitrag von MichPann »

So.. es hat viel Überwindung gekostet aber ich habe es getan (und mir dabei ins Fleisch gesägt autsch).

Hab mal gelesen das ich die abgesägte Stelle mit dem Feuerzeug bearbeiten soll. Stimmt das ? nein, ich habe es noch icht getan :-)
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MichPann
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Beitrag von MichPann »

Ach ja, den Besen habe ich eingepflanzt. Hoffe es wird was draus, wäre sehr schön
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Sieht schon viel besser aus. Rühre die Stelle ja nicht an. Nix draufschmieren. Das tun nur Amateure. Das ist bloss für Dein Gemüt gut, aber nicht für den Baum. Und für die, die das Zeugs verkaufen, das verboten gehört (z.B. LacBalsam)
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Walter Pall
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crimson
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Beitrag von crimson »

Walter Pall hat geschrieben:Abmoosen ist eine typische Anfängerreaktion. Da stellen sich mir die Haare auf. Das ist bloss eine Verzögerung der Entscheidung. Es gibt deutlich besssere Kandidaten zum Abmoosen.
Hallo Walter,

das stimmt beides ich bin Anfänger und es gibt sicher bessere Kandidaten - und jetzt kommt ein klitzekleines "aber" - aber als Anfänger übe ich das Abmoosen lieber an einem vermeintlich schlechteren Kandidaten. So kann ich dann später bei besseren Kandidaten, bereits auf eigene Erfahrungen zurückgreifen. Für ein Anfänger ist Material, das jemand einer tollen Sammlung nicht mal eines Blickes würdigt, zunächst recht gutes Material. Alles eine Frage des Standpunktes bzw des Maßstabes. Einzig mit der Aussage, dass es eine Verzögerung der Entscheidung sei, stimme ich nicht mit Dir überein. Die Entscheidung das die alte Krone ab kommt, ist mit den Entscheidung diese abzumoosen, bereits gefallen.

Viele Grüße
der André
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Andre,

für Abmoosen gebe ich folgenden Rat: Suche Dir sorgsam geeignete Kandidaten und dann kann es los gehen, auch wenn Du Anfänger bist.

Aber nicht so: eine Krone soll aus künstlerischen Gründen stark eingekürzt werde, also wird erst einmal abgemoost. Das führt zu nix. Die Krone, die abgeschnitten werden soll, ist nämlich in den seltensten Fällen auch ein guter Kandidat, sondern eben nur ein Verleigenheitskandidat. Und so wird eine künstlerisch notwendige Entscheidung hinausgezogen. Deshalb warne ich davor.

Ausserdem moosen Profis nur ganz, gnaz selten ab. Das ist nämliche sehr oft wieder Zeitvergeudung.

All das liegt auf einer Linie: Moos auf der Erdoberfläche, Abmoosen, Windgepeitschte Form, "ist auch jetzt wirklich ein guter Zeitpunkt?", stickstoffarmer Dünger, unbedingt Wurzelschnitt, ganz individuell wässern usw. Wer über sowas zuviel redet, der outet sich als Laie.
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Walter Pall
MichPann
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Beitrag von MichPann »

Wobei Laie sein ja zunächst nichts negatives ist. Es wird erst dann Negativ wenn man icht lernt und immer wieder die gleichen Fehler macht. Ich bin auch Laie, aber ein interessierter lernfähiger :)

Ich werde nichts anrühren und in ein paar Wochen wieder schreiben wenn es etwas neues zu berichten gibt.
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crimson
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Beitrag von crimson »

Hallo Walter,
vielen Dank für Deine Gedanken.
Walter Pall hat geschrieben:für Abmoosen gebe ich folgenden Rat: Suche Dir sorgsam geeignete Kandidaten und dann kann es los gehen, auch wenn Du Anfänger bist.
Einen erfolgreichen Versuch habe ich unternommen. Eine große Linde ist dafür auserkoren. Vielleicht bringe ich sie zur Austellung oder Deinem Sommertreffen mit und wir sprechen darüber ob das Sinn macht oder eben nicht und warum.
Walter Pall hat geschrieben:... Moos auf der Erdoberfläche, Abmoosen, Windgepeitschte Form, "ist auch jetzt wirklich ein guter Zeitpunkt?", stickstoffarmer Dünger, unbedingt Wurzelschnitt, ganz individuell wässern Wer über sowas zuviel redet, der outet sich als Laie.
Der ich ja bin, trotzdem beschäftigen mich die meisten dieser Dinge, vor allem Dank dieses Forums und Deiner Kommentare, nicht mehr wirklich aber ein Laie bleibe ich. ;-)

Viele Grüße
der André
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Beitrag von MichPann »

Ich habe noch ein Probelm was ich kurz ansprechen möchte.

Meine Ulme hat Spinnmilben, habe mit Neem-Öl behandelt und es schien ganz gut zu wirken. Jetzt aber werden einige Blätter gelb und fallen ab.

Seid dem ich die Krone entfernt habe fallen aber auch grüne Blätter ab.

Habe die Ulme jetzt gerade gegossen, eingesprüht und in einen Müllsack gepackt. Habe gelesen das aufgrund der sehr hohen Luftfeuchtigkeit die Spinnmilben eingehen.

Hab ihr noch Vorschläge was ich machen könnte ?
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