Wuchsverhalten - Grundlagen

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Holger
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Wuchsverhalten - Grundlagen

Beitrag von Holger »

Mal wieder ein Stück langweilige Theorie ...

Öfters werden wir mit den Begriffen Apikaldominanz und Basisdominanz konfrontiert.

Apikaldominanz beschreibt das Verhalten von Bäumen, die hauptsächlich im oberen Bereich austreiben und ihre Wuchskraft hauptsächlich in das Erlangen ihrer genetisch programmierten Wuchshöhe stecken. Ursprünglich hat sich dieses typische Verhalten der Bäume aus dem Konkurrenzdruck der sich bildenden Wälder entwickelt

Nach Erlangen Ihrer Wuchshöhe (von Baum zu Baum unterschiedlich) beginnt sich die Silhouette des Baumes meist zu ändern und es entwickeln sich die baumartspezifischen Kronenumrisse. Meist ist es gut an der Verrundung und Abflachung der Krone zu beobachten.

Unsere Bäumchen sind jung und klein und versuchen nur Ihrem Programm zu folgen, was allerdings nicht unseren Wünschen entspricht.

Daher ist die Kontrolle des Wuchsverhaltens ein wichtiger Punkt der Kultivierung. Unsere Lärche, die wohl einstämmig geformt wird, sollte daher im oberen Bereich immer relativ kurz gehalten werden.

Ein grobes Beispiel wäre :
Oben 2 Knospen - Mitte 4 Knospen - Unten 6 Knospen

Die Astspitzen nach unten drahten ist ein anderes Mittel um die Wuchskraft zu reduzieren.

Bei Bäumchen deren Hauptstamm sich in mehrere Stämme gabelt (Richtung Besenform) ist schon ein ausgeglicheneres Wuchsverhalten festzustellen und kann demzufolge leichter kontrolliert werden.

Da die Apikaldominanz hier geringer ist wäre obiges Beispiel
Oben 2 Knospen - Mitte 3 Knospen - Unten 4 Knospen

Ergänzend hierzu sollte auch beachtet werden, dass durch die Beschattung ein ähnliches Verhalten des Baumes zu beobachten ist. Im Außenbereich ist die Wuchskraft viel größer als im Inneren.

Basisdomonanz betrifft unsere Schulbäume nicht und beschreibt das gegenteilige Verhalten.

Sträucher und bestimmte Zwergformen von z.B. Fächerahornen sind Beispiele für diese Art der Wuchskraftverteilung.
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit.
Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher
(Albert Einstein)
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