Speicherfähigkeit von Substraten

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MarionS
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Speicherfähigkeit von Substraten

Beitrag von MarionS »

Hi @all!

Ich bin auf der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau. Welche Substrate speichern Wasser am Besten und sind dabei auch schön locker und gut für die Durchlüftung? 8)

Zum Ausmesssen habe ich jeweils einen Liter trockenes Substrat etwa eine Minute unter Wasser gesetzt und vorher und nachher gewogen.
Grober Hygrokultur-Blähton kam auf 65g.
Meine Standardmischung Akadama:Seramis 1:1 schaffte 275g.
Bimskies (8mm) hielt 90g - und das überraschte mich doch. Mehr nicht? Oder habe ich ihn eventuell vorher nicht lang genug trocknen lassen und er war innen noch feucht?

Lavasplit und Maxxit habe ich leider gestern nicht kriegen können, sonst hätte ich die auch mit verglichen...

Habt ihr noch andere Werte?
Gruß,
MarionS

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bite85
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Re: Speicherfähigkeit von Substraten

Beitrag von bite85 »

Hallo Marion

Deine Grundidee einer vergleichenden Analyse verschiedener Substrate ist klasse !!!
Den Gedanken sowas mal im größeren Rahmen zu machen hatte ich auch schon mal;....allein es fehlte die Zeit.

Wie wäre es denn, wenn Du das langfristiger planst und dann einen Beitrag fürs FW schreibst?
Ein paar Gedanken zur Analyse und Vorgehensweise.....

- Spezifisches Gewicht

- Wasseraufnahme/Haltefähigkeit nach 1 Minute.
- dto. nach 5 Minuten
- dto. nach 15 Minuten

- "Austrocknung/Feuchtigkeitsverlust" nach 1 Tag.
- dto.>>>2........>>>>>14 Tage.

- Substrat IM Wasser ein paar Tage aufbewahren und dann den Leitwert messen = Salzabgabe?
- Konsistenz nach Wasseraufnahme.
- Geruch???

______________________________________________________


- Sammeln von Substraten......PN's :wink:
- Fotografieren (Makro); optischer Größenvergleich
- Beschreibung....scharfkantig etc.
- Bezugsquellen.....vielleicht?

- Vergleichendes Datenblatt als PDF fürs BFF.

_______________________________________________________


Na, wie wärs..... :wink:


Nette Grüße
Martin
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MarionS
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Re: Speicherfähigkeit von Substraten

Beitrag von MarionS »

:lol: Ne Idee ist das schon...

Allein, mit fehlts an der Umsetzungsmöglichkeit. Ich müsste allein schon groß zu recherchieren beginnen, was du mit einigen der verschiedenen vorgeschlagenen Werte überhaupt meinst, was sie beschreiben und wie man da rankommt. Zudem fehlen mir die Möglichkeiten, wirklich wissenschaftlich ranzugehen, da die Substrate je nach Temperatur und Umständen verschieden schnell Wasser abgeben/trocknen und ich nicht die Möglichkeit habe, X verschiedene gleichzeitig unter den gleichen Bedingungen einem Versuch auszusetzen.

Ich gebe zu, ich hatte gehofft, daß auch andere Bonsaianer mal eine Probe ihres Substrates in ein Litermaß kippen und vorher/nachher wiegen :wink:
Gruß,
MarionS

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der1
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Re: Speicherfähigkeit von Substraten

Beitrag von der1 »

bite85 hat geschrieben:...Na, wie wärs...
Für einen alleine ein etwas heftiger Aufwand bei den möglichen Substraten, die es so gibt, ABER:

Sicher eine gute Idee, sowas mal über mehrere User verteilt zu machen, denn nicht jeder kommt mal eben an alles ran. Ich habe:

- viel Lavagranulat (Winterstreugut mit dem Blauen Engel)
- Bimskies (ganz wenig)
- Kanuma
- Kiryu (Reste)
- Akadama müsste auch noch da sein *kopfkratz*
- Keto (was aber uninteressant sein dürfte ;))
- Blähtonbruch (in der alten Heimat)
- Quarzkies (dito)

Tja, dann gibts ja noch Perlite, Vermiculite, Ziegelbruch, Seramis usw. usf.

Jetzt müssten wir uns nur noch auf Messmethoden einigen, die sich auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner reduzieren lassen. Ich denke, Messbecher und Küchenwaage sollten sich in fast jedem Haushalt finden lassen (nicht lachen: ich habe keinen Plan, wo in diesem Haushalt ein Messbecher zu finden ist. Mein Freund ist Koch und macht das frei Schnauze. Ich hingegen brauche meistens entweder nen 1/4 oder 1/2 Liter für mein Tütenkram und das messe ich mit einem oder zwei großen Kaffeebechern ab. Dafür ist die Küchenwaage digital und grammgenau...).

Auch das mit dem Austrocknen ist so eine Sache. Substrat in einem TPK auf dem Südfensterbrett trocknet sicher schneller ab als in einem Eimerchen ohne Abzugslöcher irgendwo in der Ecke des kühlen Werkzeugkellers. Innerhalb einer Wohnung dürften bei jedem recht gleiche Klimaverhältnisse herrschen.

Leitfähigkeit könnte ich gar nicht messen, pH-Wert ebensowenig und Teststreifen sollen ja auch nicht so dolle aussagekräftig sein. Wobei es ja auch nur um eine grobe Richtung gehen soll.
Schaun mer mal

Liebe Grüße

Christian
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MarionS
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Re: Speicherfähigkeit von Substraten

Beitrag von MarionS »

Naja, wenn man zwei halbe Liter in einen Kochtopf oder eine Plastiktüte kippt, hat man auch einen Liter beisammen, mit dem man messen kann.

Ich müsste auch mal probieren, was dabei rauskommt, wenn ich denselben Hygro-Blähton zu Bruch haue. Wobei der vermutlich allein schon dadurch mehr gespeichert werden kann, daß er nunmehr kleiner ist und dichter liegt. 1 Liter Kugeln sind sicher kein Liter Bruch.
Gruß,
MarionS

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Robert S.
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Re: Speicherfähigkeit von Substraten

Beitrag von Robert S. »

Hallo Marion,

solltest Du Dir so eine "Untersuchung" antun wollen, könnte man ja einen Aufruf machen, dass Dir BFFler die für Deine Aufzeichnungen nötigen Substrate zukommen lassen. Es müsste doch mit dem Teufel zugehn wenn sich hier und da nicht der eine oder andere Spender finden liese. Also ich fände die Idee Klasse.

Servus,
Robert
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Thierry
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Re: Speicherfähigkeit von Substraten

Beitrag von Thierry »

Hi,

So eine "Substratvergleichstabelle" gibt es schon :
http://www.plantes-carnivores.com/fiche ... aratif.php

Übersetzungen :
Porosité = Beschaffenheit
CEC/Capacité d'échange cationique = "Kationen-Austauschfähigkeit"
Densité = Dichte
Rétention en eau = Wasseraufnahmefähigkeit
Durabilité = Stabilität/Dauerhaftigkeit
C/N = Karbon/Natrium-Verhältnis
% air = Sauerstoff-Prozentsatz

Und hier unter einem elektronischen Mikroskop :
http://www.plantes-carnivores.com/fiche ... oscope.php

Gruss,
Thierry.
Viele Grüße,
Thierry

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Robert S.
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Re: Speicherfähigkeit von Substraten

Beitrag von Robert S. »

Super Thierry :P

Tausend Dank!!!

Servus,
Robert
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Thierry
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Re: Speicherfähigkeit von Substraten

Beitrag von Thierry »

Ach Robert :wink: nix zu danken.

LG,
Thierry.
Viele Grüße,
Thierry

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Martin_S
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Re: Speicherfähigkeit von Substraten

Beitrag von Martin_S »

Doch, doch Thierry!
Das ist schon super interessant!
Hat man mal wieder was zum "drüber nachdenken".
M
Beste Grüße
Martin

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Stephan-B.
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Re: Speicherfähigkeit von Substraten

Beitrag von Stephan-B. »

Man kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen ;)

1 Liter Blähton, sind auf das Gewicht gesehen nicht so viel wie ein Liter Seramis....
Als Grundlage für dieses Experiment, sollte man lieber eine Gewichtseinheit wie Kilogramm, Pfund oder Zentner <--- (lach) in betracht nehmen.

Desweiteren muss dieses "Experiment" nicht auf wissenschaftlichen Grundlagen aufgebaut werden.... damit meine ich, dass die Umstände der Testphasen nicht konstant sein müssen.
Denn auf meinem Balkon schwangt die Temperatur und die relative Luftfeuchtigkeit stets und ständig :wink: ....

Wichtiger und interessanter ist doch, wie sich das Substrat bei normalen Umständen verhält…

Der Versuch an und für sich ist recht interessant und ich würde mich dabei sicher auch beteiligen...

Ansprechend ist der Versuch mit Blähton und Blähtonbruch.
Warum!? Weil aus meiner Sicht, Blähtonbruch weniger Wasser aufnehmen kann als Blähton, weil beim Bruch die Struktur zerstört wird und somit die vorhanden Zwischenräume im Blähton, die bekanntlich ja die Speichermenge ausmachen. Kontra dazu steht natürlich die Oberflächenvergrößerung die ja auch eine Auswirkung auf die Speicherkapazität des Substrates hat….

Oo ich sehe schon, viel Platz, Zeit und Raum für Konversation
*banana*
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Re: Speicherfähigkeit von Substraten

Beitrag von holgerb »

Stephan, sorry, wenn ichs so deutlich schreibe, aber Dein Beitrag ist absoluter Quatsch.

Natürlich hat 1l Blähton nicht die gleiche Masse wie 1l Seramis. Aber es geht ja auch nicht um die Masse, sondern um das Volumen....

Für ein ernstzunehmendes Experiment müssen die Bedingungen immer konstant sein, sonst hat es keine allgemeine Aussagekraft...

Was sind normale Umstände? Ein Westseitenbalkon oder ein Südseitenbalkon? Oder Ost oder Nord? Oder ein Garten in China oder ein Garten in Frankfurt am Main?

Ich kann Dir versichern, daß bei Blähtonbruch nicht die Struktur zerstört ist, sondern nur Blähtonkügelchen aufgebrochen werden.... und da ungebrochener Blähton aussen glatt ist, ist bei Blähtonbruch sogar die Oberfläche größer und durch die kleinen Porenvolumen die Haltekraft größer....

...
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Re: Speicherfähigkeit von Substraten

Beitrag von Stephan-B. »

Tjor, da hat wohl wer nen kleinen Denkfehler gehabt ;) soll vorkommen…

Wobei es wohl sehr schwer machbar ist, jede Eventualität in diesem „Experiment“ in Betracht zu ziehen, wie z.B.:
• Lage des Balkons, Windgeschwindigkeiten, Temperatur usw.usw.
Es sollte so wie ich es verstanden habe um eine vernünftige Aussage über die Aufnahmefähigkeit von h2o bei Substraten gehen und nicht um ein wissenschaftliches Experiment unter Laborbedingungen. Denn nur dann könnte man die Ergebnisse erzielen, auf die du es absiehst… und was bringt dir das!?
Jedes auf streng wissenschaftlicher Grundlage basierende Experiment ist für den Anwender nicht auswertbar und schon gar nicht anwendbar…
Weil keiner die Testsituationen erreichen kann und wird… aber egal was soll ich mich über Dinge streiten, die es nicht Wert sind….

Ich glaube, dass eine allgemeine Aussage den meisten reichen würde… aber gut, ich wurde eines bessern belehrt
holgerb hat geschrieben:
Ich kann Dir versichern, daß bei Blähtonbruch nicht die Struktur zerstört ist, sondern nur Blähtonkügelchen aufgebrochen werden.... und da ungebrochener Blähton aussen glatt ist, ist bei Blähtonbruch sogar die Oberfläche größer und durch die kleinen Porenvolumen die Haltekraft größer....

...
ich habe doch geschrieben, dass der Bruch eine wesentlich größere Oberfläche besitzt…. hmmm
Stephan-B. hat geschrieben:Warum!? Weil aus meiner Sicht, Blähtonbruch weniger Wasser aufnehmen kann als Blähton, weil beim Bruch die Struktur zerstört wird und somit die vorhanden Zwischenräume im Blähton, die bekanntlich ja die Speichermenge ausmachen. Kontra dazu steht natürlich die Oberflächenvergrößerung die ja auch eine Auswirkung auf die Speicherkapazität des Substrates hat….
Wer glaubt was zu sein, hat aufgegeben was zu werden...

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Re: Speicherfähigkeit von Substraten

Beitrag von MarionS »

Mir geht es nicht um absolut genaue Werte, sondern darum, eine Vergleichsmöglichkeit zu haben. Besonders Anfänger sitzen ratlos am PC, betrachten die endlosen Substratlisten der Versandhäuser und wissen nicht, was sie wählen sollen. Oder jemand benutzt schon eine Mischung und möchte variieren, weiß aber nicht, was das bewirkt.
An einem brüllend heißen trockenen Sommertag kriege ich bestimmt noch ein paar Gramm Wasser mehr ins Testsubstrat wie an einem schmuddelig naßkalten Wintertag. Es mag auch ein Unterschied sein, ob ich 1l neues, unbenutztes Substrat abmesse oder gebrauchtes, das ich schon einmal ausgesiebt habe. Aber das macht ja nun wirklich den Kohl nicht fett. Hauptsache, man kann das Zeug einschätzen.
Gruß,
MarionS

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Re: Speicherfähigkeit von Substraten

Beitrag von Stephan-B. »

genau das ist es, was ich mir vorgestellt habe... alles andere ist für uns "kleingeister" eh nicht machbar.... :D
Wer glaubt was zu sein, hat aufgegeben was zu werden...

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