Moos und Bonsai Dünger, verträgt sich das?
- Bonsai-san
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Moos und Bonsai Dünger, verträgt sich das?
Hallo!
Ich habe mal irgend wo gelesen das sich beim üblichen Dünge Vorgang das Moos mit der Zeit verabschiedet da es den Dünger nicht verträgt. Stimmt das?
Da ich im Frühling auch bei ein paar Bäumchen auf das Substrat einen Moos Teppich haben möchte stellt sich mir nun folgende Frage. Wie handhabt ihr das mit der Düngung (vor allem sollen ja verschiedene Dünger zu verschiedenen Jahreszeiten angewendet werden) bei gleichzeitig vorhandenem Moospolster?
Verreckt mir das Moos auf die Dauer ? Mein Aktueller Wissensstand über Moos - Nur die Sorten Moos verwenden die an Mauern und Ziegeln wachsen bzw die auch Trockenheit vertragen. Und nicht zu Dicht wachsen lassen wegen dem Sauerstoff Ausgleich im Boden/Substrat.
Sind diese Sorten den Dünger gegenüber unempfindlich?
Die Suche ergab nicht die passenden Antworten darüber...
Frohe Rest Weihnacht noch und Danke schon mal im Vorraus
Armin
Ich habe mal irgend wo gelesen das sich beim üblichen Dünge Vorgang das Moos mit der Zeit verabschiedet da es den Dünger nicht verträgt. Stimmt das?
Da ich im Frühling auch bei ein paar Bäumchen auf das Substrat einen Moos Teppich haben möchte stellt sich mir nun folgende Frage. Wie handhabt ihr das mit der Düngung (vor allem sollen ja verschiedene Dünger zu verschiedenen Jahreszeiten angewendet werden) bei gleichzeitig vorhandenem Moospolster?
Verreckt mir das Moos auf die Dauer ? Mein Aktueller Wissensstand über Moos - Nur die Sorten Moos verwenden die an Mauern und Ziegeln wachsen bzw die auch Trockenheit vertragen. Und nicht zu Dicht wachsen lassen wegen dem Sauerstoff Ausgleich im Boden/Substrat.
Sind diese Sorten den Dünger gegenüber unempfindlich?
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Armin
Liebe Grüße aus Baden-Württemberg
Armin
Armin
Re: Moos und Bonsai Dünger, verträgt sich das?
Hallo Achim,
Das ist keine sehr einfache Frage, denn es hängt von mehrere Faktoren ab (welchen Dünger du anwendest, welches Substrat du hast bzw. wie der PH-Wert deiner Substrate ist, mit welchem Wasser du gießt : Leitungswasser oder Regenwasser, usw).
Prinzipiell kann man sagen, daß Moosarten saure Substrate besiedeln, daß sie Schatten lieben, daß sie kein hartes Leitungswasser vertragen, daß sie recht viel Feuchtigkeit brauchen (was jedoch, für uns als Bonsaianer, ein Problem sein kann : Dauerfeuchtigkeit fördert ja Pilzbefall), usw. Und nicht zu vergessen : Moose wachsen gerade an Stellen wo andere Planzen wegen Nährstoffmangel aufgegeben haben, das heißt je nährstoffarmer der Untergrund, desto schlechter für die Pflanzen und besser für die Moose... Ist also nicht so einfach...
Deshalb, um dir etwas genauer helfen zu können, wäre es vielleicht besser zu wissen, womit du düngst, wie auch zu wissen was für Wasser du zum Gießen benutzt, wo deine Bäume stehen (schattig, halb-schattig, sonnig, usw) und eventuell auch welche Moosarten du hast (Hornzahnmoos/Ceratodon purpureus: eine der häufigsten Arten die auf Gesteine, Dächern, usw. vorkommt, oder Sternmoos, usw).
Marc Bauwens hatte mir vor längerer Zeit mal gesagt, Hanagokoro-Dünger würde auf Moos etwas "agressiver" reagieren als Biogold-Dünger, und das Moos unter der Düngerkugelchen verbrennen (siehe : http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... 56#p240256).
Viele Grüße,
Thierry
Das ist keine sehr einfache Frage, denn es hängt von mehrere Faktoren ab (welchen Dünger du anwendest, welches Substrat du hast bzw. wie der PH-Wert deiner Substrate ist, mit welchem Wasser du gießt : Leitungswasser oder Regenwasser, usw).
Prinzipiell kann man sagen, daß Moosarten saure Substrate besiedeln, daß sie Schatten lieben, daß sie kein hartes Leitungswasser vertragen, daß sie recht viel Feuchtigkeit brauchen (was jedoch, für uns als Bonsaianer, ein Problem sein kann : Dauerfeuchtigkeit fördert ja Pilzbefall), usw. Und nicht zu vergessen : Moose wachsen gerade an Stellen wo andere Planzen wegen Nährstoffmangel aufgegeben haben, das heißt je nährstoffarmer der Untergrund, desto schlechter für die Pflanzen und besser für die Moose... Ist also nicht so einfach...
Deshalb, um dir etwas genauer helfen zu können, wäre es vielleicht besser zu wissen, womit du düngst, wie auch zu wissen was für Wasser du zum Gießen benutzt, wo deine Bäume stehen (schattig, halb-schattig, sonnig, usw) und eventuell auch welche Moosarten du hast (Hornzahnmoos/Ceratodon purpureus: eine der häufigsten Arten die auf Gesteine, Dächern, usw. vorkommt, oder Sternmoos, usw).
Marc Bauwens hatte mir vor längerer Zeit mal gesagt, Hanagokoro-Dünger würde auf Moos etwas "agressiver" reagieren als Biogold-Dünger, und das Moos unter der Düngerkugelchen verbrennen (siehe : http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... 56#p240256).
Viele Grüße,
Thierry
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Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Thierry
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Re: Moos und Bonsai Dünger, verträgt sich das?
Moos, das gut in sonnigen Lagen z.B. auf Fußwegen wächst, eignet sich deshalb so gut für die Bonsaischale, da die Bäume ja oft vollsonnig stehen und die Moose, die im feuchten Schatten wachsen (z.B. Torfmoos) dort kläglich vertrocknen.
Was das Düngen angeht: vergangenen Sommer habe ich verschiedene Dünger im Wechsel in schwächeren Dosen ins tägliche Gießwasser getan und das Moos ist trotzdem von selbst auf dem Substrat gewachsen. Es liegt, wie Thierry sagte, u.a. daran, welchen Dünger du verwendest und dann auch in welcher Konzentration. Nimmst du handelsüblichen Dünger und düngst wöchentlich mit der angegebenen Konzentration, ist das für's Moos 'ätzender', wie wenn du diese Konzentration über die Woche verteilst.
Was das Düngen angeht: vergangenen Sommer habe ich verschiedene Dünger im Wechsel in schwächeren Dosen ins tägliche Gießwasser getan und das Moos ist trotzdem von selbst auf dem Substrat gewachsen. Es liegt, wie Thierry sagte, u.a. daran, welchen Dünger du verwendest und dann auch in welcher Konzentration. Nimmst du handelsüblichen Dünger und düngst wöchentlich mit der angegebenen Konzentration, ist das für's Moos 'ätzender', wie wenn du diese Konzentration über die Woche verteilst.
Du musst den Asphalt deiner Annehmlichkeiten verlassen
und dich in die Wildnis deiner Intuition begeben...
Was es dort für dich zu entdecken gibt,
ist etwas Wunderbares - nämlich dich selbst.
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Re: Moos und Bonsai Dünger, verträgt sich das?
Genau !
Ich habe übrigens gerade gesehen, daß ich deine Frage nach persönlichen Erfahrungen total übersehen habe...
Ich mache diesbezüglich nicht sehr viel :
- gedüngt wird ausschliesslich organisch (also nie mineralisch), und alles mögliche, von Biogold über Biodünger, bis Guano, Rinderdung, usw.
- gegossen wird aussschliesslich mit Regenwasser (also nie Leitungswasser)
- diverse Moosarten werden separat gezüchtet/gepflegt
- vor der winterlichen Ruheperiode (gegen November - je nach Außentemperatur und Wetter), kommen alle Moospolster weg und werden separat (in große u. flache Plastikschalen auf altes Zeitungspapier) bis zum Frühjahr in den Keller gestellt (schattig und frisch), und kommen erst im Frühjahr bzw. zur Vorbereitung auf Ausstellungen wieder aufs Substrat
- alle Moosarten werden je nach Spezies separat kultiviert und entsprechend gezüchtet/gepflegt, gedüngt werden sie nur sehr wenig, ab und zu Buttermilch oder ähnliches, aber vor allem feucht und schattig gehalten
Bei den ganz kleinen Shohins meiner Frau, die sich über einen "Moospolster" im Sommer besonders freuen, konnten wir bisher noch nichts ungewöhliches merken in Bezug auf Düngung der Bäume und Reaktion der Moose (vllt. weil wir nur organisch düngen, mit Regenwasser gießen, und die Shohins im heißen Sommer hier halb-schattig stehen).
Soviel zu unserer Erfahrung.
Sorry, daß ich deine Frage nach persönlichen Erfahrungen total übersehen hatte.
Viele Grüße,
Thierry
Ich habe übrigens gerade gesehen, daß ich deine Frage nach persönlichen Erfahrungen total übersehen habe...
Die Anderen im Forum werden dir bestimmt vieles über ihre eigene Erfahrungen, bzw. wie jeder das selber handhabt, erzählen.Bonsai-san hat geschrieben:Wie handhabt ihr das mit der Düngung (vor allem sollen ja verschiedene Dünger zu verschiedenen Jahreszeiten angewendet werden) bei gleichzeitig vorhandenem Moospolster?
Ich mache diesbezüglich nicht sehr viel :
- gedüngt wird ausschliesslich organisch (also nie mineralisch), und alles mögliche, von Biogold über Biodünger, bis Guano, Rinderdung, usw.
- gegossen wird aussschliesslich mit Regenwasser (also nie Leitungswasser)
- diverse Moosarten werden separat gezüchtet/gepflegt
- vor der winterlichen Ruheperiode (gegen November - je nach Außentemperatur und Wetter), kommen alle Moospolster weg und werden separat (in große u. flache Plastikschalen auf altes Zeitungspapier) bis zum Frühjahr in den Keller gestellt (schattig und frisch), und kommen erst im Frühjahr bzw. zur Vorbereitung auf Ausstellungen wieder aufs Substrat
- alle Moosarten werden je nach Spezies separat kultiviert und entsprechend gezüchtet/gepflegt, gedüngt werden sie nur sehr wenig, ab und zu Buttermilch oder ähnliches, aber vor allem feucht und schattig gehalten
Bei den ganz kleinen Shohins meiner Frau, die sich über einen "Moospolster" im Sommer besonders freuen, konnten wir bisher noch nichts ungewöhliches merken in Bezug auf Düngung der Bäume und Reaktion der Moose (vllt. weil wir nur organisch düngen, mit Regenwasser gießen, und die Shohins im heißen Sommer hier halb-schattig stehen).
Soviel zu unserer Erfahrung.
Sorry, daß ich deine Frage nach persönlichen Erfahrungen total übersehen hatte.
Viele Grüße,
Thierry
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Thierry
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Re: Moos und Bonsai Dünger, verträgt sich das?
Hallo Thierry,
du überwinterst dein Moos ? Das ist ja eine super Idee. Anstatt jedes Frühjahr neues anzuzüchten.
Frage: 1.Warum im Keller ?
2.Feucht halten über den Winter oder kann es eintrocknen ?
mfG
Dietmar
du überwinterst dein Moos ? Das ist ja eine super Idee. Anstatt jedes Frühjahr neues anzuzüchten.
Frage: 1.Warum im Keller ?
2.Feucht halten über den Winter oder kann es eintrocknen ?
mfG
Dietmar
Re: Moos und Bonsai Dünger, verträgt sich das?
Hallo Dietmar,
Das ist einfach Gewohnheit und aus praktischen Gründen : wir haben einen sehr kleinen Garten wo keine großen Bäume stehen die genügend Schatten und Dauerfeuchtigkeit für Moose hätten, d.h. die Mooshaltung in unserem Garten ist recht schwierig (ich brauche etwa 3 bis 4 mal so lang um draußen Moose zu kultivieren als drinnen wo ich für optimalere Lebensbedingungen sorgen kann). Zwar habe ich es schon versucht, im Nachbachsgarten unter seinen sehr großen Bäume (wo's schön schattig und feucht ist) dort meine Moose zu kultivieren, aber da haben sich die Schnecken und die Vögeln einfach serviert und ich war ein bisschen verärgert... Ein anderer Grund ist auch, daß wir im Winter nicht so oft in den Garten gehen und da ist es einfach praktischer um das Befeuchten der Moose zu kontrollieren ohne jedes mal raus zu müssen. Ein anderer Grund ist, daß ich manche Moosarten gerne behalte (u.a. seltene Moosarten die nur schwer zu finden sind). Und der letzte Grund ist, daß wir Moospolster nicht gerne auf die Substrate lassen, weil die Substratfeuchtigkeit ohne Moos viel besser kontrolliert werden kann. Ansonten, alle Moose die im Keller überwintern werden feucht gehalten (aber auch nicht dauerfeucht!). Je nach Moosarten können die problemlos austrocknen ohne das sie absterben. Wir haben aber hier kein feuchtes Klima wie z.B. in Japan, wo der Aufwand um Moos zu halten viel niedriger ist als bei uns. Idealer wäre natürlich wenn man draussen in seinem Garten grosse Bäume hat die für viel Schatten und Feuchte sorgen können (darunter lassen sich Moose einfacher kultivieren), oder wenn man ein kaltes Gewächshaus hat.
Viele Grüße,
Thierry
Das ist einfach Gewohnheit und aus praktischen Gründen : wir haben einen sehr kleinen Garten wo keine großen Bäume stehen die genügend Schatten und Dauerfeuchtigkeit für Moose hätten, d.h. die Mooshaltung in unserem Garten ist recht schwierig (ich brauche etwa 3 bis 4 mal so lang um draußen Moose zu kultivieren als drinnen wo ich für optimalere Lebensbedingungen sorgen kann). Zwar habe ich es schon versucht, im Nachbachsgarten unter seinen sehr großen Bäume (wo's schön schattig und feucht ist) dort meine Moose zu kultivieren, aber da haben sich die Schnecken und die Vögeln einfach serviert und ich war ein bisschen verärgert... Ein anderer Grund ist auch, daß wir im Winter nicht so oft in den Garten gehen und da ist es einfach praktischer um das Befeuchten der Moose zu kontrollieren ohne jedes mal raus zu müssen. Ein anderer Grund ist, daß ich manche Moosarten gerne behalte (u.a. seltene Moosarten die nur schwer zu finden sind). Und der letzte Grund ist, daß wir Moospolster nicht gerne auf die Substrate lassen, weil die Substratfeuchtigkeit ohne Moos viel besser kontrolliert werden kann. Ansonten, alle Moose die im Keller überwintern werden feucht gehalten (aber auch nicht dauerfeucht!). Je nach Moosarten können die problemlos austrocknen ohne das sie absterben. Wir haben aber hier kein feuchtes Klima wie z.B. in Japan, wo der Aufwand um Moos zu halten viel niedriger ist als bei uns. Idealer wäre natürlich wenn man draussen in seinem Garten grosse Bäume hat die für viel Schatten und Feuchte sorgen können (darunter lassen sich Moose einfacher kultivieren), oder wenn man ein kaltes Gewächshaus hat.
Viele Grüße,
Thierry
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Re: Moos und Bonsai Dünger, verträgt sich das?
Danke Thierry,
für die prompte und ausführliche Antwort. Leider sind meine Bäume, in ihren Schalen, zur Zeit noch unter 15cm Schnee begraben. Werde mit dem Entfernen der Moose noch etwas warten müssen.
Die Aussicht im Frühjahr, nach dem Umtopfen, über ausreichend und gutes Moos zu verfügen ist verlockend.
mfG
Dietmar
für die prompte und ausführliche Antwort. Leider sind meine Bäume, in ihren Schalen, zur Zeit noch unter 15cm Schnee begraben. Werde mit dem Entfernen der Moose noch etwas warten müssen.
Die Aussicht im Frühjahr, nach dem Umtopfen, über ausreichend und gutes Moos zu verfügen ist verlockend.
mfG
Dietmar
- Bonsai-san
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Re: Moos und Bonsai Dünger, verträgt sich das?
Hallo Thierry, einige Bäume stehen entweder in reinem Akadama oder aber auch mit einem Anteil von Bimskies (Ahorn,Chinesischer Wacholder) - Halbschatten. Bin leider ein Balkon Gärtner und da sieht´s mit dem Wasserangebot etwas schwach aus. Ihr müsst wissen das ich erst dieses Jahr mit Bonsai angefangen habe. Das bedeutet - dieses Jahr gab es zu 98% Leitungswasser, wird sich aber sehr bald ändern da ich angefangen habe Regenwasser zu sammeln. Mein Keller steht schon voll mit Wasserbehältern. Je nach dem wie weit ich mit den Regenwasser Mengen komme werde ich wohl eventuell noch hin und wieder mit Leitungswasser gießen müssen, mal schauen. Die Lärchen bekommen volle Sonne, aber da habe ich es auch nicht vorgesehen Moos wachsen zu lassen (bis jetzt zumindest) stehen aber in reiner Bonsaierde, für die die es interessiert. Die Kandidaten für eine Moospflanzung währen mein Chinesischer Wacholder und meine Ahorn gewesen. Und eine Landschaftsgestaltung auf Stein die ich im Frühjahr vorhabe wird mit Zwergfichten und Moos auf reinem Naturstein bepflanzt.
An Dünger habe ich bis jetzt Biogold, Explantex vondrus NPK: 1,6-4,3-5,5 (1,6) und Combiflor Bonsaidünger NPK: 2+4+6.
Armin
An Dünger habe ich bis jetzt Biogold, Explantex vondrus NPK: 1,6-4,3-5,5 (1,6) und Combiflor Bonsaidünger NPK: 2+4+6.
Armin
Liebe Grüße aus Baden-Württemberg
Armin
Armin
Re: Moos und Bonsai Dünger, verträgt sich das?
Hallo Achim,
Meine Antwort ist ein bisschen lang, ich hoffe also, daß es für dich nicht langweilig wird.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie du es machen kannst.
Anhand der Lebensbedingungen für Moose und dem was du beschrieben hast, sollten wir vielleicht nach und nach vorgehen und uns deine "Gegebenheiten" etwas näher anschauen (sprich : Dünger, Wasser, Substrate, Standort, usw).
Combiflor Bonsaidünger und Explantex Vondrus haben wir persönlich noch nie probiert, aber es scheinen mineralische-flüssige Dünger zu sein. Biogold ist DER Klassiker unter den Bonsaidünger (zumindest hier in Europa - in Japan gibt's noch mehr "Klassiker" als nur Biogold).
Was ich dir als erstes empfehlen würde ist auf diese zwei mineralischen Dünger zu verzichten (es seidem, natürlich, du hast ein Grund um sie weiterhin anwenden zu wollen). Biogold reicht m.E. in deinem Fall für den Anfang vollkommen aus.
Es gibt nämlich ein kleines "Problem" mit den mineralisch-flüssigen Dünger : die sollten nicht mit kalkarmen Regenwasser vermischt werden, sondern mit kalkhaltigem Leitungswasser. Es ist leider nicht sehr bekannt, aber es ist nicht desto trotz (finde ich) eine "Goldregel der Fertilisation" : Dünger und Wasser sollten für einander stimmen (u.a. in Bezug auf PH u. auf die Auswirkungen der Dünger-Wasser-Mischung auf die Erhöhung oder Senkung des PH-Wertes vom Substrat). Die meistens mineralisch-flüssig-Dünger (die man in Gärtnereien oder Baumärkten findet) wurden nämlich von der Industrie für kalkhaltiges Leitungswasser entwickelt und nicht für kalkarmes Wasser (Regenwasser). Es sind "säure" Dünger die mit kalk-haltigem Wasser benutzen werden sollten (also Leitungswasser). Unter "säure Dünger" will ich nicht sagen, dass sie das Gießwasser sauer machen, sondern weil sie Stickstoff in Form von Harnstoff und Ammonium enthalten. Und Pflanzen + Mikroorganismen im Boden lassen Säure im Kompost frei wenn sie diese Formen von Stickstoff "verdauen". Deshalb sollten diese Dünger nicht mit Regenwasser (oder besser gesagt, mit kalk-armen Wasser) benutzt werden wenn man die Säuerung des Substrates nicht provozieren möchte. Die Mehrheit der chemischen Dünger wurden für Wasser entwickelt die mittelmäßig kalk-haltig sind (>200 mg/l Karbonat = 11 dt. grad).
Wenn du dir also nicht das Leben schwer machen willst, empfiehle ich dir ganz einfach auf diese zwei mineralisch-flüssige Dünger zu verzichten und mit deinem Biogold zu düngen. Du kannst auch, zusätzlich zum Biogold, Anderes während des Jahres einsetzen (Guano, Blutmehl, Knochenmehl, usw.), aber dafür können wir dir im Laufe des nächsten Jahres weiterhelfen und dir Tipps geben. Wenn du das Bonsaihobby dieses Jahr begonnen hast, dann hast du noch Zeit in den nächsten Jahren das Ganze zu verfeinern und v.a. deine eigenen Erfahrungen mit verschieden Düngungsmethoden zu verfeinern. Es muss nicht alles gleich von Anfang an perfekt sein, und vor allem wirst du ein Gefühl mit den Jahren entwickeln, was deinen Bäumchen am besten gefällt und somit deine persönlichen Pflegemaßnahmen verfeinern. Also Biogold erstmals und später helfen wir dir mit anderen Möglichkeiten und Tipps. Ist das ok für dich ?
Dann kommen wir zu deinem Substrat.
Akadama und Bimskies ist eine "klassiche" Substratmischung (wird auch erfahrungsgemäß vom BFF-Sponsor, Bonsaischule Enger, seit Jahren eingesetzt). Da kannst du also nicht viel falsch machen. Ich weiß aber nicht ob deine Mischung sehr grobkörnig ist oder ob da eine dünne Deckschicht drauf ist, Moos wächst nämlich leichter auf feine Substratmischungen (diese sogenannte "Deckschicht"). Wenn's aber feines Akadama ist, wird es schon klappen, denn Moos wächst recht gut auf feines Akadama.
Jetzt, was das Moos angeht.
Eine Möglichkeit wäre (und würde ich dir auch empfehlen), daß du anfängst, nach und nach, diverse Moosarten zu sammeln (das kannst du jetzt in dieser Saison schon machen), die du dann kultivieren kannst und für deine Bonsai nächstes Jahr benutzen kannst. Dafür eignen sich sehr gut kleine Spaziergänge wo du dich auf Moossuche begibst. Ich werde dir gleiche diverse Moosarten nennen, damit du auf deine Sammeltour weißt wonach du suchst. Nimm aber nicht irgendwelche Moosarten mit, denn nicht alle sind für uns (Bonsaifreunde/innen) geeignet und v.a. sind einige Moosarten geschützt ! Achte also bitte unbedingt darauf.
Beim Einsammeln solltest du darauf achten nicht zu große Flächen von Moose mitzunehmen, kleine Fläschen wachsen besser und schneller wieder zu. Eine einfache Spachtel o. ein kleines Küchemesser, mit dem man das Moos von der Unterlage abhebt, können sehr hilfreich sein. Zum Transport einfach in altes Zeitungspapier einwickeln.
Diese eingesammelte Moose kannst du dann zuhause pflegen indem du sie z.B. auf altes Zeitungspapier legst und sie regelmässig befeuchtest (keine trockene Luft, und keine direkte Sonne, also in einem hellen, frischen und feuchten Kellerraum beispielweise). Und im Führjahr kannst du sie dann benutzen um sie auf dein Substrat zu verteilen und somit für einen schönen "Moosteppich" sorgen.
Ab März (je nach Temperaturen/Wetterlage) kannst du dann folgendes machen :
Diese gesammelten Moose ganz einfach mit einem Küchenmesser oder mit einer scharfen Schere in kleinen Schnipsel schneiden und sie auf dein Substrat verteilen. Sehr wichtig dabei ist vor dem "Aussaat" darauf zu achten, daß der Untergrund, also die Substratoberfläsche, gut gewässert wurde, denn solche geschnittene Moosstücke sind extrem empfindlich gegen Austrocknung. Bedecke somit etwa 10 bis 20% deiner Substratoberfläsche. Drücke drauf mit der Hand, damit die "Moosschnipsel" guten Kontakt zur Substratoberfläsche haben und befeuchte das ganze nochmal. In den Wochen danach sollte diese neu angelegte Fläsche unbedingt durchgängig feucht gehalten werden (eventuell mit Schattiertüchern bedecken, aber nicht mit Plastikfolie!).
Beim Einsammeln sollte man auch die natürlichen Lebensbedingungen (Feuchtigkeits- und Licht-Verhältnisse) der Moose berücksichtigen, sonst, wenn sich diese Bedingungen im eigenen Garten zu sehr vom natürlichen Standort der Moos unterscheidet, wird die Mooskultur leider scheitern.
Also, in deinem Falle (halbschattig), wären geeignete Moosarten beispielsweise Mnium Hornum (m.E. eins der schönsten Moosarten), Polytrichum formosum oder diverse Hypnum-Arten wie Hypnum Cupressiforme, usw. Ceratodon Purpureus dagegen (auch eins meiner Lieblingsmoose) eignet sich aber in deinem Fall (bzw. bei deinen Verhältnissen) leider nicht, sieht aber auf Bonsaischalen wunderschön aus.
Denke bitte daran, keine geschützen Moosarten mitzunehmen (ich weiß, ich wiederhole mich, aber es liegt mir sehr am Herzen, und viele Wanderer achten leider nicht darauf).
So. Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen.
Wie immer : wenn was unklar ist, einfach fragen.
Viele Grüße,
Thierry
Meine Antwort ist ein bisschen lang, ich hoffe also, daß es für dich nicht langweilig wird.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie du es machen kannst.
Anhand der Lebensbedingungen für Moose und dem was du beschrieben hast, sollten wir vielleicht nach und nach vorgehen und uns deine "Gegebenheiten" etwas näher anschauen (sprich : Dünger, Wasser, Substrate, Standort, usw).
Combiflor Bonsaidünger und Explantex Vondrus haben wir persönlich noch nie probiert, aber es scheinen mineralische-flüssige Dünger zu sein. Biogold ist DER Klassiker unter den Bonsaidünger (zumindest hier in Europa - in Japan gibt's noch mehr "Klassiker" als nur Biogold).
Was ich dir als erstes empfehlen würde ist auf diese zwei mineralischen Dünger zu verzichten (es seidem, natürlich, du hast ein Grund um sie weiterhin anwenden zu wollen). Biogold reicht m.E. in deinem Fall für den Anfang vollkommen aus.
Es gibt nämlich ein kleines "Problem" mit den mineralisch-flüssigen Dünger : die sollten nicht mit kalkarmen Regenwasser vermischt werden, sondern mit kalkhaltigem Leitungswasser. Es ist leider nicht sehr bekannt, aber es ist nicht desto trotz (finde ich) eine "Goldregel der Fertilisation" : Dünger und Wasser sollten für einander stimmen (u.a. in Bezug auf PH u. auf die Auswirkungen der Dünger-Wasser-Mischung auf die Erhöhung oder Senkung des PH-Wertes vom Substrat). Die meistens mineralisch-flüssig-Dünger (die man in Gärtnereien oder Baumärkten findet) wurden nämlich von der Industrie für kalkhaltiges Leitungswasser entwickelt und nicht für kalkarmes Wasser (Regenwasser). Es sind "säure" Dünger die mit kalk-haltigem Wasser benutzen werden sollten (also Leitungswasser). Unter "säure Dünger" will ich nicht sagen, dass sie das Gießwasser sauer machen, sondern weil sie Stickstoff in Form von Harnstoff und Ammonium enthalten. Und Pflanzen + Mikroorganismen im Boden lassen Säure im Kompost frei wenn sie diese Formen von Stickstoff "verdauen". Deshalb sollten diese Dünger nicht mit Regenwasser (oder besser gesagt, mit kalk-armen Wasser) benutzt werden wenn man die Säuerung des Substrates nicht provozieren möchte. Die Mehrheit der chemischen Dünger wurden für Wasser entwickelt die mittelmäßig kalk-haltig sind (>200 mg/l Karbonat = 11 dt. grad).
Wenn du dir also nicht das Leben schwer machen willst, empfiehle ich dir ganz einfach auf diese zwei mineralisch-flüssige Dünger zu verzichten und mit deinem Biogold zu düngen. Du kannst auch, zusätzlich zum Biogold, Anderes während des Jahres einsetzen (Guano, Blutmehl, Knochenmehl, usw.), aber dafür können wir dir im Laufe des nächsten Jahres weiterhelfen und dir Tipps geben. Wenn du das Bonsaihobby dieses Jahr begonnen hast, dann hast du noch Zeit in den nächsten Jahren das Ganze zu verfeinern und v.a. deine eigenen Erfahrungen mit verschieden Düngungsmethoden zu verfeinern. Es muss nicht alles gleich von Anfang an perfekt sein, und vor allem wirst du ein Gefühl mit den Jahren entwickeln, was deinen Bäumchen am besten gefällt und somit deine persönlichen Pflegemaßnahmen verfeinern. Also Biogold erstmals und später helfen wir dir mit anderen Möglichkeiten und Tipps. Ist das ok für dich ?
Dann kommen wir zu deinem Substrat.
Akadama und Bimskies ist eine "klassiche" Substratmischung (wird auch erfahrungsgemäß vom BFF-Sponsor, Bonsaischule Enger, seit Jahren eingesetzt). Da kannst du also nicht viel falsch machen. Ich weiß aber nicht ob deine Mischung sehr grobkörnig ist oder ob da eine dünne Deckschicht drauf ist, Moos wächst nämlich leichter auf feine Substratmischungen (diese sogenannte "Deckschicht"). Wenn's aber feines Akadama ist, wird es schon klappen, denn Moos wächst recht gut auf feines Akadama.
Jetzt, was das Moos angeht.
Eine Möglichkeit wäre (und würde ich dir auch empfehlen), daß du anfängst, nach und nach, diverse Moosarten zu sammeln (das kannst du jetzt in dieser Saison schon machen), die du dann kultivieren kannst und für deine Bonsai nächstes Jahr benutzen kannst. Dafür eignen sich sehr gut kleine Spaziergänge wo du dich auf Moossuche begibst. Ich werde dir gleiche diverse Moosarten nennen, damit du auf deine Sammeltour weißt wonach du suchst. Nimm aber nicht irgendwelche Moosarten mit, denn nicht alle sind für uns (Bonsaifreunde/innen) geeignet und v.a. sind einige Moosarten geschützt ! Achte also bitte unbedingt darauf.
Beim Einsammeln solltest du darauf achten nicht zu große Flächen von Moose mitzunehmen, kleine Fläschen wachsen besser und schneller wieder zu. Eine einfache Spachtel o. ein kleines Küchemesser, mit dem man das Moos von der Unterlage abhebt, können sehr hilfreich sein. Zum Transport einfach in altes Zeitungspapier einwickeln.
Diese eingesammelte Moose kannst du dann zuhause pflegen indem du sie z.B. auf altes Zeitungspapier legst und sie regelmässig befeuchtest (keine trockene Luft, und keine direkte Sonne, also in einem hellen, frischen und feuchten Kellerraum beispielweise). Und im Führjahr kannst du sie dann benutzen um sie auf dein Substrat zu verteilen und somit für einen schönen "Moosteppich" sorgen.
Ab März (je nach Temperaturen/Wetterlage) kannst du dann folgendes machen :
Diese gesammelten Moose ganz einfach mit einem Küchenmesser oder mit einer scharfen Schere in kleinen Schnipsel schneiden und sie auf dein Substrat verteilen. Sehr wichtig dabei ist vor dem "Aussaat" darauf zu achten, daß der Untergrund, also die Substratoberfläsche, gut gewässert wurde, denn solche geschnittene Moosstücke sind extrem empfindlich gegen Austrocknung. Bedecke somit etwa 10 bis 20% deiner Substratoberfläsche. Drücke drauf mit der Hand, damit die "Moosschnipsel" guten Kontakt zur Substratoberfläsche haben und befeuchte das ganze nochmal. In den Wochen danach sollte diese neu angelegte Fläsche unbedingt durchgängig feucht gehalten werden (eventuell mit Schattiertüchern bedecken, aber nicht mit Plastikfolie!).
Beim Einsammeln sollte man auch die natürlichen Lebensbedingungen (Feuchtigkeits- und Licht-Verhältnisse) der Moose berücksichtigen, sonst, wenn sich diese Bedingungen im eigenen Garten zu sehr vom natürlichen Standort der Moos unterscheidet, wird die Mooskultur leider scheitern.
Also, in deinem Falle (halbschattig), wären geeignete Moosarten beispielsweise Mnium Hornum (m.E. eins der schönsten Moosarten), Polytrichum formosum oder diverse Hypnum-Arten wie Hypnum Cupressiforme, usw. Ceratodon Purpureus dagegen (auch eins meiner Lieblingsmoose) eignet sich aber in deinem Fall (bzw. bei deinen Verhältnissen) leider nicht, sieht aber auf Bonsaischalen wunderschön aus.
Denke bitte daran, keine geschützen Moosarten mitzunehmen (ich weiß, ich wiederhole mich, aber es liegt mir sehr am Herzen, und viele Wanderer achten leider nicht darauf).
So. Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen.
Wie immer : wenn was unklar ist, einfach fragen.
Viele Grüße,
Thierry
Viele Grüße,
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Re: Moos und Bonsai Dünger, verträgt sich das?
Hallo Thierry, erst mal vielen Dank für deine Mühe, ist ja ein halbes Buch was Du hier schreibst
Meine Antwort ist ein bisschen lang, ich hoffe also, daß es für dich nicht langweilig wird.
Ganz im Gegenteil, je mehr desto besser
!
Soooo Du hast geschrieben - ´´Combiflor Bonsaidünger und Explantex Vondrus haben wir persönlich noch nie probiert, aber es scheinen mineralische-flüssige Dünger zu sein. Was ich dir als erstes empfehlen würde ist auf diese zwei mineralischen Dünger zu verzichten (es seidem, natürlich, du hast ein Grund um sie weiterhin anwenden zu wollen)´´.Wenn ich richtig verstehe sind die Flüssig Dünger so wie so nichts in Verbindung mit Moss, oder? Diese zwei Dünger wahren zugaben von den Bonsai Bestellungen im Internet, habe sie eben bis jetzt für alle meine Bonsai verwendet. Kann natürlich die Dosierung bei den Outdoors auslassen und ich verbrate den Rest für meine zwei Sageretie die so wie so nur Leitungswasser bekommen, dann passt das schon.
´´Es gibt nämlich ein kleines "Problem" mit den mineralisch-flüssigen Dünger : die sollten nicht mit kalkarmen Regenwasser vermischt werden, sondern mit kalkhaltigem Leitungswasser´´. Jetzt habe ich ohne Witz 7 Bonsaibücher durch gelesen, hier im Forum zig Seiten durchgelesen und Du kommst jetzt mit so einem Hammer, das ist mir nun wirklich ganz Neu. Man(n) lernt eben nie aus
Aber gut.
´´Also Biogold erstmals und später helfen wir dir mit anderen Möglichkeiten und Tipps. Ist das ok für dich ?´´ Ja ist OK, währe mir aber Recht wenn Du mir gleich mal dazu ein Paar Tipps für den Frühling geben würdest damit ich ausreichend Zeit habe die notwendigen Zusatzstoffe zu besorgen, oder währe das jetzt ein Problem für dich?.
´´Ich weiß aber nicht ob deine Mischung sehr grobkörnig ist oder ob da eine dünne Deckschicht drauf ist, Moos wächst nämlich leichter auf feine Substratmischungen (diese sogenannte "Deckschicht"). Wenn's aber feines Akadama ist, wird es schon klappen, denn Moos wächst recht gut auf feines Akadama´´. Ja das habe ich mir schon gedacht, nein ich habe eine durchgängige Körnung von 4mm ohne Deckschicht, aber ich hätte mir noch feines Akadama besorgt für die jeweiligen Bäumchen.
´´Diese gesammelten Moose ganz einfach mit einem Küchenmesser oder mit einer scharfen Schere in kleinen Schnipsel schneiden und sie auf dein Substrat verteilen´´. Ich habe irgend wo, wenn ich mich nicht täusche auch hier im Forum gelesen das man das Moos trocknen lassen soll und über dem Substrat verkrümmeln soll, da dies weit aus Natürlicher aussehen würde, was ist nun richtig??
´´Denke bitte daran, keine geschützen Moosarten mitzunehmen (ich weiß, ich wiederhole mich, aber es liegt mir sehr am Herzen, und viele Wanderer achten leider nicht darauf).´´ Im gegensatz zu anderen Mitmenschen bin ich ein Naturfreund aber kein Öko und achte auf meine Umwelt
Passt schon.
Armin
Meine Antwort ist ein bisschen lang, ich hoffe also, daß es für dich nicht langweilig wird.
Ganz im Gegenteil, je mehr desto besser
Soooo Du hast geschrieben - ´´Combiflor Bonsaidünger und Explantex Vondrus haben wir persönlich noch nie probiert, aber es scheinen mineralische-flüssige Dünger zu sein. Was ich dir als erstes empfehlen würde ist auf diese zwei mineralischen Dünger zu verzichten (es seidem, natürlich, du hast ein Grund um sie weiterhin anwenden zu wollen)´´.Wenn ich richtig verstehe sind die Flüssig Dünger so wie so nichts in Verbindung mit Moss, oder? Diese zwei Dünger wahren zugaben von den Bonsai Bestellungen im Internet, habe sie eben bis jetzt für alle meine Bonsai verwendet. Kann natürlich die Dosierung bei den Outdoors auslassen und ich verbrate den Rest für meine zwei Sageretie die so wie so nur Leitungswasser bekommen, dann passt das schon.
´´Es gibt nämlich ein kleines "Problem" mit den mineralisch-flüssigen Dünger : die sollten nicht mit kalkarmen Regenwasser vermischt werden, sondern mit kalkhaltigem Leitungswasser´´. Jetzt habe ich ohne Witz 7 Bonsaibücher durch gelesen, hier im Forum zig Seiten durchgelesen und Du kommst jetzt mit so einem Hammer, das ist mir nun wirklich ganz Neu. Man(n) lernt eben nie aus
´´Also Biogold erstmals und später helfen wir dir mit anderen Möglichkeiten und Tipps. Ist das ok für dich ?´´ Ja ist OK, währe mir aber Recht wenn Du mir gleich mal dazu ein Paar Tipps für den Frühling geben würdest damit ich ausreichend Zeit habe die notwendigen Zusatzstoffe zu besorgen, oder währe das jetzt ein Problem für dich?.
´´Ich weiß aber nicht ob deine Mischung sehr grobkörnig ist oder ob da eine dünne Deckschicht drauf ist, Moos wächst nämlich leichter auf feine Substratmischungen (diese sogenannte "Deckschicht"). Wenn's aber feines Akadama ist, wird es schon klappen, denn Moos wächst recht gut auf feines Akadama´´. Ja das habe ich mir schon gedacht, nein ich habe eine durchgängige Körnung von 4mm ohne Deckschicht, aber ich hätte mir noch feines Akadama besorgt für die jeweiligen Bäumchen.
´´Diese gesammelten Moose ganz einfach mit einem Küchenmesser oder mit einer scharfen Schere in kleinen Schnipsel schneiden und sie auf dein Substrat verteilen´´. Ich habe irgend wo, wenn ich mich nicht täusche auch hier im Forum gelesen das man das Moos trocknen lassen soll und über dem Substrat verkrümmeln soll, da dies weit aus Natürlicher aussehen würde, was ist nun richtig??
´´Denke bitte daran, keine geschützen Moosarten mitzunehmen (ich weiß, ich wiederhole mich, aber es liegt mir sehr am Herzen, und viele Wanderer achten leider nicht darauf).´´ Im gegensatz zu anderen Mitmenschen bin ich ein Naturfreund aber kein Öko und achte auf meine Umwelt
Armin
Zuletzt geändert von Bonsai-san am 29.12.2009, 18:09, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße aus Baden-Württemberg
Armin
Armin
- Marco Manig
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Re: Moos und Bonsai Dünger, verträgt sich das?
Hallo!
Unter meinem Weihnachtsbaum lag folgendes Buch.
J. P. Frahm, "Mit Moosen begrünen", im Fachhandel für um die 10,-€
Enthält viele Infos, die auch schon Thierry und die anderen aufgezählt haben. Und Bilder sind auch drin
.
Unter meinem Weihnachtsbaum lag folgendes Buch.
J. P. Frahm, "Mit Moosen begrünen", im Fachhandel für um die 10,-€
Enthält viele Infos, die auch schon Thierry und die anderen aufgezählt haben. Und Bilder sind auch drin
Gruß, Marco
"Eines ist sicher! Nichts ist sicher! Nicht einmal das ist sicher!" Ringelnatz (bin mir aber nicht sicher)
"Eines ist sicher! Nichts ist sicher! Nicht einmal das ist sicher!" Ringelnatz (bin mir aber nicht sicher)
Re: Moos und Bonsai Dünger, verträgt sich das?
Hallo Achim,
- Selbstverständlich kannst du den Rest der mineralisch-flüssigen Dünger für deine sogenannten "Indoors" benutzen.
- Es steht eben nicht alles in Büchern
Wie Walter sagen würde : vergiess die Bücher, da ist vieles überholt, und mach deine eigenen Erfahrungen.
- Prinzipiell ist es kein Problem dir weitere Tipps zur Fertilisation zu geben, aber du wirst hier im Forum schon vieles zu Guano, Rinderdung, Knochenmehl, Blutmehl, usw. finden
und es würde dieses Thema hier (Moos-Dünger) sprengen, also schlage ich dir vor, daß wir das etwas später machen, nachdem du das Forums durchsucht hast wirst du vielleicht noch Fragen dazu haben.
- Wenn du kannst, besorgt dir feines Akadama mit einer kleineren Körnung um eine dünne Deckschicht zu machen, Moos wächst ziemlich gut auf feines Akadama.
- Moos trocken lassen und über das Substrat verkrümmeln funktioniert nicht immer. Die Methode die ich dir vorgeschlagen habe (wir haben beide Methoden schon probiert), die funktioniert fast immer. Erfahrene die die erste Methode schon länger kennen haben da höher Erfolgschancen, klar. Aber lass dir Zeit, probiere die zweite Methode aus. Wie gesagt, wenn du dich noch nie intensiv mit Moos beschäftigt hast, wäre es schade wenn ein Mißerfolg der ersten Methode dich demotivieren würde. Deshalb habe ich dir die zweite Methode empfohlen. Sie ist einfach und funktioniert oft. Es gibt aber noch zahlreiche andere Methoden als diese zwei.
- Das genannte Buch von Marco kann ich dir nur weiterempfehlen (das Buch habe ich seit es 2008 erschienen ist und ein Teil meines Wissens über Moose verdanke ich diesem Buch). Wenn du dich intensiv mit Moos beschäftigen möchtest, lohnt es sich die paar Euro für dieses kleine Buch zu investieren. Und in dt. Sprache ist es eins der einzigen ! (glaub ich)
So. Ich bin leider ein bisschen in Eile. Wie immer : wenn was unklar ist, einfach fragen.
Viele Grüße,
Thierry
- Selbstverständlich kannst du den Rest der mineralisch-flüssigen Dünger für deine sogenannten "Indoors" benutzen.
- Es steht eben nicht alles in Büchern
- Prinzipiell ist es kein Problem dir weitere Tipps zur Fertilisation zu geben, aber du wirst hier im Forum schon vieles zu Guano, Rinderdung, Knochenmehl, Blutmehl, usw. finden
- Wenn du kannst, besorgt dir feines Akadama mit einer kleineren Körnung um eine dünne Deckschicht zu machen, Moos wächst ziemlich gut auf feines Akadama.
- Moos trocken lassen und über das Substrat verkrümmeln funktioniert nicht immer. Die Methode die ich dir vorgeschlagen habe (wir haben beide Methoden schon probiert), die funktioniert fast immer. Erfahrene die die erste Methode schon länger kennen haben da höher Erfolgschancen, klar. Aber lass dir Zeit, probiere die zweite Methode aus. Wie gesagt, wenn du dich noch nie intensiv mit Moos beschäftigt hast, wäre es schade wenn ein Mißerfolg der ersten Methode dich demotivieren würde. Deshalb habe ich dir die zweite Methode empfohlen. Sie ist einfach und funktioniert oft. Es gibt aber noch zahlreiche andere Methoden als diese zwei.
- Das genannte Buch von Marco kann ich dir nur weiterempfehlen (das Buch habe ich seit es 2008 erschienen ist und ein Teil meines Wissens über Moose verdanke ich diesem Buch). Wenn du dich intensiv mit Moos beschäftigen möchtest, lohnt es sich die paar Euro für dieses kleine Buch zu investieren. Und in dt. Sprache ist es eins der einzigen ! (glaub ich)
So. Ich bin leider ein bisschen in Eile. Wie immer : wenn was unklar ist, einfach fragen.
Viele Grüße,
Thierry
Viele Grüße,
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Thierry
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Re: Moos und Bonsai Dünger, verträgt sich das?
(hab auch Moos...
)
Bonsai-san - Moose sind Sporenpflanzen, ok? Die «Trockenbrösel-Methode» bringt zum einen Sporangien auf den Boden, zum andern Fragmente. Diese sind «fruchtbar», denn viele Moose wachsen ganz einfach immer stur nach oben (etwa wie eine Tillandsia) und sie tun das jeweils, wenns geht. Sonst machen sie Pause wie eine Jerichorose.
Man kann Moose als hübsche, kompakte Brocken verpflanzen, sie als Brösel aufstreuen, sie zerfetzen und die Fetzen anpappen oder zusammensetzen, man kann sie aufdrücken, anheften oder eindrücken. Geht alles. Sofern genug Dauerfeuchte da ist, nicht zuviel Sonne und nicht zuviel «mineralische Befrachtung». Diese kann als Kalk daherkommen oder als Düngermenge. Mineralisch, organisch - beides schadet dem Moos in hoher Konzentration. Hat teilweise damit zu tun, dass die Moose kaum Wurzeln haben, sondern auf ihre Austauschflächen angewiesen sind (die darum nicht verklepben dürfen) und teilweise damit, dass sie eben Nischen nutzen, wo andere Sachen nicht kommen, weil es gesamthaft zu mager ist da. Dagegen wächst Moos durchaus munter, wenn es Futter gibt - ist ja auch eine Pflanze. Nur die Menge muss stimmen.
Fazit: Man kann steuern. Will man «konstantes Moos», gibt man bloss Regenwasser. Will man, dass die Polster verwachsen und sich ausdehnen, gibt man Dünger, in etwa 5 bis 10-fach geringerer Dosierung als bei Kraut- und Holzpflanzen üblich.
Liegen die Moospolster oben auf dem Substrat und sind hübsch, kann man etwa so vorgehen: Giessen, bis es unten raustropft. Dann verdünnten Dünger nachschütten. Das täglich schadet weder Baum noch Moos (siehe Thema …täglich düngen»...). Stutzen kann man Moose (weil sie ja etwas anders wachsen als Krautpflanzen) mit Scheren oder durch Zupfen. Man kann sie auch während Umtopfaktionen wegheben und später wieder drauftun.
Richtig ist der Hinweis zum Substrat: Viele Moose gedeihen auf Flugstaubhäufchen in Ecken und auf Dächern. Je feiner und schlammartiger, umso besser.
Nicht einverstanden bin ich mit Thierry's komplizierter Überwinterung, da ich sie für unnötig halte, wenn man Platz hat. Eine Eigenart von Moos ist es nämlich, einzufrieren und beim Auftauen einfach weiterzuwachsen. Gefrierschäden habe ich noch keine gesehen. Torfmoos etwa wird nahezu weiss bei trockenheit und Frost. Giesst man es oder taut man es auf, wird es innert Minuten grün. So sans, die komischen Viecher...
Bonsai-san - Moose sind Sporenpflanzen, ok? Die «Trockenbrösel-Methode» bringt zum einen Sporangien auf den Boden, zum andern Fragmente. Diese sind «fruchtbar», denn viele Moose wachsen ganz einfach immer stur nach oben (etwa wie eine Tillandsia) und sie tun das jeweils, wenns geht. Sonst machen sie Pause wie eine Jerichorose.
Man kann Moose als hübsche, kompakte Brocken verpflanzen, sie als Brösel aufstreuen, sie zerfetzen und die Fetzen anpappen oder zusammensetzen, man kann sie aufdrücken, anheften oder eindrücken. Geht alles. Sofern genug Dauerfeuchte da ist, nicht zuviel Sonne und nicht zuviel «mineralische Befrachtung». Diese kann als Kalk daherkommen oder als Düngermenge. Mineralisch, organisch - beides schadet dem Moos in hoher Konzentration. Hat teilweise damit zu tun, dass die Moose kaum Wurzeln haben, sondern auf ihre Austauschflächen angewiesen sind (die darum nicht verklepben dürfen) und teilweise damit, dass sie eben Nischen nutzen, wo andere Sachen nicht kommen, weil es gesamthaft zu mager ist da. Dagegen wächst Moos durchaus munter, wenn es Futter gibt - ist ja auch eine Pflanze. Nur die Menge muss stimmen.
Fazit: Man kann steuern. Will man «konstantes Moos», gibt man bloss Regenwasser. Will man, dass die Polster verwachsen und sich ausdehnen, gibt man Dünger, in etwa 5 bis 10-fach geringerer Dosierung als bei Kraut- und Holzpflanzen üblich.
Liegen die Moospolster oben auf dem Substrat und sind hübsch, kann man etwa so vorgehen: Giessen, bis es unten raustropft. Dann verdünnten Dünger nachschütten. Das täglich schadet weder Baum noch Moos (siehe Thema …täglich düngen»...). Stutzen kann man Moose (weil sie ja etwas anders wachsen als Krautpflanzen) mit Scheren oder durch Zupfen. Man kann sie auch während Umtopfaktionen wegheben und später wieder drauftun.
Richtig ist der Hinweis zum Substrat: Viele Moose gedeihen auf Flugstaubhäufchen in Ecken und auf Dächern. Je feiner und schlammartiger, umso besser.
Nicht einverstanden bin ich mit Thierry's komplizierter Überwinterung, da ich sie für unnötig halte, wenn man Platz hat. Eine Eigenart von Moos ist es nämlich, einzufrieren und beim Auftauen einfach weiterzuwachsen. Gefrierschäden habe ich noch keine gesehen. Torfmoos etwa wird nahezu weiss bei trockenheit und Frost. Giesst man es oder taut man es auf, wird es innert Minuten grün. So sans, die komischen Viecher...
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
(Thoreau)
- Bonsai-san
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- Registriert: 15.06.2009, 10:45
- Wohnort: Stuttgart
Re: Moos und Bonsai Dünger, verträgt sich das?
OK, danke euch allen für die zahlreichen und sehr ausführlichen Antworten. Dann werde ich mal Morgen auf Moos Tour gehen und schauen was so in der Gegend wächst. Werde mir das Buch auch noch besorgen.
Danke euch und wenn ich was gefunden habe melde ich mich wieder.
Armin
Danke euch und wenn ich was gefunden habe melde ich mich wieder.
Armin
Liebe Grüße aus Baden-Württemberg
Armin
Armin
- Bonsai-san
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- Registriert: 15.06.2009, 10:45
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Re: Moos und Bonsai Dünger, verträgt sich das?
Und welche Dünger verwendest Du Honey? Die Sache mit dem Tomatenweg scheint mir ziemlich kompliziert zu seinHoney hat geschrieben:
Was das Düngen angeht: vergangenen Sommer habe ich verschiedene Dünger im Wechsel in schwächeren Dosen ins tägliche Gießwasser getan und das Moos ist trotzdem von selbst auf dem Substrat gewachsen. Es liegt, wie Thierry sagte, u.a. daran, welchen Dünger du verwendest und dann auch in welcher Konzentration. Nimmst du handelsüblichen Dünger und düngst wöchentlich mit der angegebenen Konzentration, ist das für's Moos 'ätzender', wie wenn du diese Konzentration über die Woche verteilst.
Habe Heute die 3 verschiedenen Moose besorgt und sie schön Hell auf Feuchtem Zeitungspapier verteilt. Nun können sie wachsen und gedeihen.
Armin
Liebe Grüße aus Baden-Württemberg
Armin
Armin
