Picea omorika

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
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Corin
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Picea omorika

Beitrag von Corin »

Hallo zusammen,
ich wollte euch mal eine meiner Picea omorika (Serbische Fichte) vorstellen welche vor ca. 27 Jahren aus Samen gezogen wurden und eine höhe von 60 cm/ breite 35 cm/Stammdurchmesser 6cm hat. Wie ich finde mit einem wunderschönen Nebari für ein Nadelgehölz. Die Nadeln sind sehr klein unter 10mm. Der Baum hat dieses Jahr seine Grundgestaltung bekommen (nur Drahten). In den nächsten Jahren wird er eine neue Schale bekommen, geschnitten und neu gedrahtet.

Ich dachte bei der Schale eher an eine große Steinplatte oder was meint ihr?
Kritik an der Gestaltung und Schalenvorschläge sind erwünscht.

Grüße
Corin
Zuletzt geändert von Corin am 11.12.2012, 11:54, insgesamt 1-mal geändert.
wildsau.
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Re: Picea omorika

Beitrag von wildsau. »

Ja Geiles Nebari auf einer Steinplatte kommt das sicher Gut.

Die Äste sehen so aus als sind Sie wie ein Bogen nach unten gedrahtet,sollteste vielleicht noch mal Neu stellen,also eben ein bisschen wellig- unregelmässig.

Am ersten Ast unten links siehs auf dem Foto so aus als ob der Zweite aus derselben Stelle bzw dichtdaneben auf der selben Höhe kommt,von einem von den beiden sollteste Dich vielleicht Trennen,ich würd wahrscheinlich den vorderen kappen weil der Kerzengerade ohne Verjüngung am Ansatz ist.
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achim73
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Re: Picea omorika

Beitrag von achim73 »

hmm...ich versteh da gerade was nicht - vor 27 jahren aus samen gezogen und jetzt erst grundgestaltet ? warum ?
nebari sieht übrigens echt gut aus.
Gruss, Achim
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Corin
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Re: Picea omorika

Beitrag von Corin »

Hallo zusammen,

Achim ich habe den Baum vor einem Jahr von einem Mann gekauft welcher das Hobby wegen seines Alters aufgeben musste.
Bin ja selbst erst 20 Jahre ;) alt.
Das Problem liegt an den Ästen sie lassen sich kaum noch nach unten biegen.
Mir wurde jedoch ein Tipp gegeben die Äste an der Oberseite wo der Ast aus dem Stamm kommt mit einem Messer einzuschneiden und dann könnte man die Äste weiter nach unten biegen. Hat wer damit schon Erfahrungen gemacht?
Ein weiteres Problem ist der Wurzelbereich welcher sich schon über Jahre verdichtet hat, soll ich die alte Erde beim umtopfen nur teilweiße entfernen da wahrscheinlich viele Wurzeln draufgehen werden und Fichten das ja nicht so mögen.

Grüße
Corin
wildsau.
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Re: Picea omorika

Beitrag von wildsau. »

Ja die alte Erde wird da aber irgendwann rausmüssen,das geht so lange bis der Wurzelballen von alleine abfällt,hat Ich auch letztes Jahr bei einer Atlaszeder die wer weiss wie lange in einem Zinkeimer zwischen Geranien und anderem Unkraut von so einer Mutti stand.

Das mit den Ästen aufschneiden geht bei Kiefer einwandfrei,durfte bei Fichte ähnlich sein allerdings ist die Überwallung hinterher Dicker und muss u.U.Nachgeschnitten werden.

Um den Ast an der Basis Runterzukriegen kannste den Ast oben auch mit dem Messer einkerben und unten nen Keil rausschneiden,Dick Wundverschluss drauf und so nach einem Jahr isses meisst wieder Gut angewachsen,nach 2-3 ist das Teil wieder voll belastbar.

Das sollteste aber vielleicht nicht zusammen mit dem Ast splitten machen.
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Bonsai-Bene
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Re: Picea omorika

Beitrag von Bonsai-Bene »

Hi,

also so weit ich gehört habe lassen sich Fichten schlecht Drahten, es soll Leute geben die Fichten haben die seit 10Jahren im Draht stehen, und die Äste teilweise immernochnicht richtig stehen bleiben. (natürlich nicht im selben Draht, immer nachgearbeitet)

grüße Benedict
MfG Benedict

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Eva Warthemann
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Re: Picea omorika

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Corin!
Das mit dem Einschneiden (diese Stellen harzen auch) würde ich mir mal von einem erfahrenen Bonsaigestalter zeigen,bzw.erklären lassen. Denn diese Äste müssen auch mit Draht gesichert werden.
Vieleicht hast Du einen Arbeitskreis in der Nähe, wo Du den Baum mal vorstellen kannst.
Die Spanndrähte sehen mir auch etwas lasch angelegt aus, so als ob da gar kein richtiger Zug vorhanden ist.
Ein einfach angelegter Draht bringt da nicht viel.
Liebe Grüße Eva Warthemann
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Philipp R.
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Re: Picea omorika

Beitrag von Philipp R. »

wildsau. hat geschrieben: Um den Ast an der Basis Runterzukriegen kannste den Ast oben auch mit dem Messer einkerben und unten nen Keil rausschneiden,Dick Wundverschluss drauf und so nach einem Jahr isses meisst wieder Gut angewachsen,nach 2-3 ist das Teil wieder voll belastbar.
Hi,
einschneiden ist eigentlich nicht nötig, da es da oben eine Sollbruchstelle gibt. Aber besser mit einschneiden. Dann den Ast "abbrechen" bis er in der gewünschten Position ist und einen Stein reinstecken. So wie hier
http://walter-pall.de/spruceeuropean_sp ... index.html
http://walter-pall.de/junipersrocky_mou ... index.html
3. Reihe 2. & 3. Bild
:!: ACHTUNG BONSAIBUCH-MYTHOS :!: wenn man unten einen Keil reinschneidet unterbricht man den Saftfluss und der Ast stirbt ab

links richtig, rechts falsch
grün: Saftbahnen die die Äste versorgen. von der Wurzel zum Ast und zurück
Unbenannt.jpg
Unbenannt.jpg (13.46 KiB) 2769 mal betrachtet

Tolles Material hast du da *daumen_new*
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wildsau.
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Re: Picea omorika

Beitrag von wildsau. »

Habs letztes Jahr an 2 Ästen bei einem Mugo mit Keil rausschneiden gemacht,ohne Probleme.

Das waren aber auch ganz schön Dicke Äste,links und rechts war noch genug Futter übrig un der Callus lag Gut aneinander an der Schnittstelle.

Die Kiefer war natürlich auch schön Saftig,bei einem Wacholder würd Ichs wahrscheinlich nicht probieren,nur oben einschneiden is natürlich die Sichere Methode,da sollte nicht allzuviel Schiefgehen.

Ansich Is die Technik nicht schwierig,wichtig is nur das das Messer scharf is und Keimfrei,habs mit so einem Bastelskalpell gemacht,,den Ast mit einem Draht am Stamm fixiert und Japanknete drauf und Alutape Drüber(trocknet weniger aus)
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Philipp R.
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Re: Picea omorika

Beitrag von Philipp R. »

Hi wildsau.

bei Stämmen funkioniert das http://walter-pall.de/pinesscots_pine_n ... index.html
Ich kenne alllerdings nur diese eine Kiefer bei der es funktioniert.

Bei meiner Methode bleib ich lieber, da es mir einfacher erscheint. Und für den Baum von Corin erscheint es mir besser geeignet.
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zopf
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Re: Picea omorika

Beitrag von zopf »

Hallo
Wenn man im Zweifel ist, kann man ja immer noch unseren besten Ratgeber fragen.
Von der Statik, von den "Transportwegen" her, ist ein Baum darauf ausgelegt
Belastungen von oben zu ertragen und auch einen halben Abriss wieder verheilen zu lassen.

Bei ganz schön dicken Ästen die mit einem Bastelskalpell eingeschnitten wurden,
kann irgend was nicht stimmen.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
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Re: Picea omorika

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Daan,

könntest Du vielleicht von Deiner Kiefer einmal Bilder machen, Detailfotos von den Stellen, wo Du die Keile herausgeschnitten hast? Das würde ich wirklich gerne mal sehen, das ist sehr interessant.
Ich würde das Risiko bislang nicht unbedingt eingehen, an der Unterseite etwas herauszuschneiden, daher interessiert es mich so. :wink:

Liebe Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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migo
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Re: Picea omorika

Beitrag von migo »

Hallo zusammen,
ich kann die Erfahrungen von Heike nur bestätigen.
Bei einem angehenden Fichtenliteraten stand ganz oben ein Ast im 90°-Winkel ab. Durchgedrahtet und nach unten gebogen sah das aber immer aus wie ein Flitzebogen, deshalb wollte ich ihn ganz abschneiden, aber dann habe ich ihn einfach mal a la W. Pall abgeknickt. Nach dem Motto: Egal, wenn's schief geht sollte er ja eh weg. Aber siehe da, es bildeten sich zwei sehr schöne Saftbahnen aus (hellgrün) und der Ast erfreut sich weiterhin bester Gesundheit, die Knospen hat er übrigens erst nach dem "Knack" angelegt.

@Corin: Deine Fichte finde ich wirklich super, die hat jetzt schon einen tollen Charakter!
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10  Bruch, Saftbahnen 1.jpg
10 Bruch, Saftbahnen 1.jpg (67.7 KiB) 2586 mal betrachtet
11  Bruch, Saftbahnen 2.jpg
11 Bruch, Saftbahnen 2.jpg (61.8 KiB) 2586 mal betrachtet
Tschüüss, Michael

Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
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Corin
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Re: Picea omorika

Beitrag von Corin »

Hallo zusammen,
vielen Dank für die guten Tipps.
Ich werde es mal probieren mit dem Brechen der Äste, welche Jahreszeit ist dafür am besten geeignet
und kann ich mehrere Äste gleichzeitig so behandeln oder einen nach dem anderen?

Grüße
Corin
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Philipp R.
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Re: Picea omorika

Beitrag von Philipp R. »

Hi Corin,

am besten ist der Sommer nach dem Austrieb geeignet.

Wenn du alle gleichzeitig brichst würde ich dir empfehlen nur diesen Eingriff zu machen.
Mach einen dicken Draht (dicker als normal nötig. zum stabilisieren am Stamm) nur um die Äste die du brechen willst, dann einen kleinen Schnitt mit einer Säge als Sollbruchstelle und biege den Ast runter.

Wenn dein Baum dann einen Kallus bildet hat er es überlebt und man kann weiter gestallten.

Dann aber jeden noch so kleinen Zweig drahten.


Viel Erfolg!!
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