Nebarifrage bei einer Bluthasel...

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maschinenbauer
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Nebarifrage bei einer Bluthasel...

Beitrag von maschinenbauer »

hallo alle miteinander,

ich habe letztens in der bucht für rund 20€ eine bluthasel geschossen - wie ich finde ein ganz ordentlicher fang....wäre da nicht das nebari, das in mir 1000e fragen aufwirft.

wie man vielleicht erkennen kann, ist am stammansatz ein "ordentliches wirrwarr" (keine kreuzungen) vorhanden, womit ich in dieser form nichts anfangen kann. bei genauer betrachtung, kann man erkennen, dass dieser nebari-wurzeln bereits halbwegs angefangen haben miteinander zu verwachsen.

nun frage ich mich folgendes:
besteht die möglichkeit, dass diese unterschiedlichen nebari-wurzeln irgendwann einmal (am besten schnellstmöglich) zu einem breiten stammansatz verwachsen? falls ja, durch welche maßnahmen könnte ich dies begünstigen? interessant wären hier natürlich erfahrungen in dieser richtung.

als option hierzu besteht die möglichkeit, mich von einigen nebari-wurzeln zu trennen - für mich die schlechtere möglichkeit, da ich hierdurch den potentiellen stammansatz um rund 50-60% breite beschneiden würde.

es wäre toll, wenn sich zu diesem thema einige ideen zusammenfinden könnten.
bessere fotos schiebe ich morgen nach. bis dahin leider nur iphone1-bilder :).

danke und gruß an die community
der maschbaur
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Hinhan
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Re: Nebarifrage bei einer Bluthasel...

Beitrag von Hinhan »

Aloha!

Da sich niemand mit Erfahrung meldet versuche ich mal eine bescheidene Antwort hin zu bekommen.
Ich finde das Nebari sehr interessant. Wie die wurzeln so ineinander schlingen das sieht man nicht allzuoft.
Wenn du möchtest dass die Wurzeln jetzt weiter wachsen (und ich hoffe ich sage nichts falsches),
dann kannst du noch einmal Erde aufschütten oder den Fahradschlauch-Trick anwenden
(einfach fahrradschlauch suchen). Allerdings wird dann
das Bilden neuer Wurzeln angeregt. Ob deine Nebariwurzeln dann zusammenwachsen weiß ich leider
nicht. Aber die Chancen, dass die Wurzeln so lange wachsen bis nur noch eine dicke Wurzel da ist,
schätze ich als sehr gering ein.
Grüße
der Sven
Derjenige, der zum erstenmal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation.

Die Stimme der Vernunft ist leise.
(Sigmund Freud)
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Robert S.
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Re: Nebarifrage bei einer Bluthasel...

Beitrag von Robert S. »

Hallo Maschinenbauer,
..besteht die möglichkeit, dass diese unterschiedlichen nebari-wurzeln irgendwann einmal (am besten schnellstmöglich) zu einem breiten stammansatz verwachsen? falls ja, durch welche maßnahmen könnte ich dies begünstigen? interessant wären hier natürlich erfahrungen in dieser richtung.
Ja das kannst Du fördern. Und zwar durch Dickenwachstum. z.B. durch Einpflanzen in einen Teichpflanzkorb und zwei, drei Mastjahren.

Alternativ könnest Du im nächsten Jahr Stecklinge von dem Baum ziehen und versuchen diese im Folgejahr anzuplätten.

Oder Du verletzt den Stamm an den Stellen, wo Du noch Wurzeln haben willst, packst die Stelle in ein Moos- / Substratgemisch und deckst das ganze mit einem Stückchen schwarzen Fahrradschlauch ab. Da Hasel ganz gerne wurzeln könnte das auch klappen.

Allerdings denke ich, daß das Nebari nicht getrennt vom Rest des Baums betrachtet werden sollte. Hast Du schon einen Plan wie Du den Baum gestalten willst?

Servus,
Robert
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Josef Knieke
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Re: Nebarifrage bei einer Bluthasel...

Beitrag von Josef Knieke »

Hi

bei dem Bäumchen solltest du dich zunächst zu einer Grundgestaltung entscheiden. (Mich stören die auf einer Höhe herauskommenden Äste rechts und links).

Somit entscheidest du dich für die weitere From, d.h. den weiteren Gestaltungsweg der Pflanze.

Hast du ein Bild des zuküntigen Baumes vor Augen, kannst du auch Einfluß auf das Nebari nehmen. Erste gute Ansätze sind bereits genannt worden.
Du kannst u.a. mit Wurzelhormonen arbeiten, du kannst das Bäumchen tiefer setzen oder sogar abmoosen wenn gar nichts mehr geht.

Allerdings solltest du dir von vornherein über die zukünftige Form im klaren sein.


Gruß

Josef
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bem_0
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Re: Nebarifrage bei einer Bluthasel...

Beitrag von bem_0 »

Hallo " Maschbauer"?!,

möchtest du eine schnelle Zunahme im Stamm/Ast oder Wurzelbereich, braucht der Baum optimale Nährstoffversorgung und viel Blattoberfläche. In einer engen Bonsaischale und mit ständig gestutztem Blattwerk dauert dieser Prozess allerdings sehr lange.
d.h. bei großem Pflanzgefäß ( besser im Garten), kräftiger Düngung und ungehindertem Wachstum der Äste kann sich bei der Hasel der Stamm/Nebari in 2 Jahren an Umfang verdoppeln. (alle nach unten führenden Wurzeln, wenn möglich, abschneiden )
Danach werden die Riesenäste entfernt und Wurzeln auf Schalengröße reduziert. Wieder in der Schale kannst du dann über Astaufbau und Feinverzweigung nachdenken.

mfG
Dietmar
Mei klane Bem,
made em Westerwald
http://www.klanebem.de
maschinenbauer
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Re: Nebarifrage bei einer Bluthasel...

Beitrag von maschinenbauer »

Hallo an alle,

das sind wirklich sehr hilfreiche Tipps! Vielen Dank nochmals dafür.

Werde nun in den kommenden Tagen den Baum aus der Trainingsschale nehmen und nach Wurzelschnitt in einen TPK setzen.
Mal sehen, wie sich das Ganze entwickelt.

Grüße, Maschbaur
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camaju +
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Re: Nebarifrage bei einer Bluthasel...

Beitrag von camaju + »

Bei der Gelegenheit solltest du evtl. auch über grobes Substrat nachdenken :wink:
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
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