Ahorn Arakawa: Astpropfen durch Astdurchbohren
Ahorn Arakawa: Astpropfen durch Astdurchbohren
Hallo,
das sind einige der Bilder, die während unseres 4. Treffen in Karlsruhe dieses Jahr geschossen wurden.
Gary hatte den Baum ein Jahr lang vorbereitet und richtig wachsen lassen.
Zeitraum für ein solches Eingreifen in die Natur: Kurz bevor die Knospen das Anschwellen beginnen.
Baum dann frostfrei stellen.
Bild 1: Man sieht, was das für einen unmöglichen Besen dieser Arakawa ist. Den hätte ich noch nicht einmal geschenkt haben mögen. Daran erkennt man deutlich, dass manche Menschen völlig an Vorstellungskraft mangeln.
Die roten Tapestreifen sollen die Äste kennzeichnen, die entfernt werden sollen bzw. die Rückschnitthöhe.
Bild 2: Vor der eigentlichen handwerklichen Arbeit, soll das spätere Kunstwerk geistig Gestalt annehmen. Dazu ist es notwendig, die Äste einmal mit Drähten zu "platzieren".
Fand die Lösung sehr gut! Besser als mit Kreide!
Bild 3: Scharfer Bohrer und Bohrmaschine. Durchmesser des Bohrers sollte dem des durchzuführenden Astes entsprechen.
Bild 4: Es sollte vorher (und nicht nachher) geprüft werden, ob die Astlänge ausreicht!
Bild 5: Eine saubere Bohrung: Wichtig für den späteren Kontakt der Kambien
Bild 6: Der Ast wird so lange durchgeführt, bis die letzte Knospe gerade noch durchkommt.
Knospen so aussuchen, dass die Wuchsrichtung stimmt.
Bei unteren Ästen sollte man nach Möglichkeit eine untere Knospe wählen. Dadurch gestaltet sich der Astansatz besser.
Bild 7: Die Wuchsrichtung wird mit Draht fixiert. Die Bohrungen mit Heilpaste versiegelt.
Und gleich noch einige Tipps!
Ciao
Margot
das sind einige der Bilder, die während unseres 4. Treffen in Karlsruhe dieses Jahr geschossen wurden.
Gary hatte den Baum ein Jahr lang vorbereitet und richtig wachsen lassen.
Zeitraum für ein solches Eingreifen in die Natur: Kurz bevor die Knospen das Anschwellen beginnen.
Baum dann frostfrei stellen.
Bild 1: Man sieht, was das für einen unmöglichen Besen dieser Arakawa ist. Den hätte ich noch nicht einmal geschenkt haben mögen. Daran erkennt man deutlich, dass manche Menschen völlig an Vorstellungskraft mangeln.
Die roten Tapestreifen sollen die Äste kennzeichnen, die entfernt werden sollen bzw. die Rückschnitthöhe.
Bild 2: Vor der eigentlichen handwerklichen Arbeit, soll das spätere Kunstwerk geistig Gestalt annehmen. Dazu ist es notwendig, die Äste einmal mit Drähten zu "platzieren".
Fand die Lösung sehr gut! Besser als mit Kreide!
Bild 3: Scharfer Bohrer und Bohrmaschine. Durchmesser des Bohrers sollte dem des durchzuführenden Astes entsprechen.
Bild 4: Es sollte vorher (und nicht nachher) geprüft werden, ob die Astlänge ausreicht!
Bild 5: Eine saubere Bohrung: Wichtig für den späteren Kontakt der Kambien
Bild 6: Der Ast wird so lange durchgeführt, bis die letzte Knospe gerade noch durchkommt.
Knospen so aussuchen, dass die Wuchsrichtung stimmt.
Bei unteren Ästen sollte man nach Möglichkeit eine untere Knospe wählen. Dadurch gestaltet sich der Astansatz besser.
Bild 7: Die Wuchsrichtung wird mit Draht fixiert. Die Bohrungen mit Heilpaste versiegelt.
Und gleich noch einige Tipps!
Ciao
Margot
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Und hier die Tipps:
Tipp 1:
Wenn man kein Stück Holz gegen den durchzubohrenden Stamm hält, platzt die Rinde. Schade, oder?
Tipp 2:
Durchzuführenden Ast vorher drahten, damit die Spannung so gering wie möglich gehalten werden kann.
Ast durchführen und mit einem Stückchen Ast (aber von einem anderen) fixieren, indem man dieses in den Zwischenraum einklemmt.
Ein Stückchen Ast ist weich, verletzt nicht den neuen Ast und sichert ihn bombenfest.
Die Knospe sollte sich ca. 1 cm vom Stamm befinden.
Habt ihr gesehen: die untere Knospe wurde übrig gelassen!
Tipp 3:
Das Bild zeigt deutlich, wie der Wuchswinkel vorgegeben wird.
Der obere Teil dieses Stammes wird später weggesägt. Der neue Ast wird die zukünftige Spitze bilden.
Tipp 4:
2 Hände und 2 Augen reichen für diese Arbeit leider nicht!
Ciao
Margot
Tipp 1:
Tipp 2:
Ein Stückchen Ast ist weich, verletzt nicht den neuen Ast und sichert ihn bombenfest.
Habt ihr gesehen: die untere Knospe wurde übrig gelassen!
Tipp 3:
Der obere Teil dieses Stammes wird später weggesägt. Der neue Ast wird die zukünftige Spitze bilden.
Tipp 4:
Ciao
Margot
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Fazit:
Das war das I-Tüpfelchen unseres Treffens, fürwahr!!!!
Danke auch an Robert Barth. Ohne ihn, hätte Gary vermutlich noch ein Jährchen gewartet, gelle?
Und die Mädels waren Dir zu grob, nicht wahr?
Sie hatten zuvor regelrecht die Fetzen fliegen lassen!
Also haben sie brav die Zuschauerränge belegt oder die Arbeit der Jungs dokumentiert und kommentiert!
Eine gute Nacht!
Ciao
Margot
Dagmar "reduziert" ihre eigene Olive.
Marguerite in Ausübung ihrer Macht (
) : Sie durfte die Zukunft eines Dreispitzes auf Stein (ursprüngliche Höhe ca. 11 cm) von Robert prägen.
Das war das I-Tüpfelchen unseres Treffens, fürwahr!!!!
Danke auch an Robert Barth. Ohne ihn, hätte Gary vermutlich noch ein Jährchen gewartet, gelle?
Und die Mädels waren Dir zu grob, nicht wahr?
Sie hatten zuvor regelrecht die Fetzen fliegen lassen!
Also haben sie brav die Zuschauerränge belegt oder die Arbeit der Jungs dokumentiert und kommentiert!
Eine gute Nacht!
Ciao
Margot
Dagmar "reduziert" ihre eigene Olive.
Marguerite in Ausübung ihrer Macht (
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- Hier soll ich sehr brutal vorgegangen sein!
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Michael T.
- Beiträge: 1175
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- Wohnort: Sauerland
Hallo Astrid,
wie erkennt man, dass die Äste angewachsen sind und am Ursprung gekappt werden können?
Am Dickenwachstum des durchgesteckten Ast, wenn die Bohrstelle komplett überwallt ist, im Zweifelsfalle lieber etwas zu lange warten,als zu früh abschneiden..
Und wie lange dauert das ungefähr?
Ist von der wüchsigkeit der Pflanze, dem Standort, der Düngung und dem plegerischen Können des Besitzers abhängig, also ständig beobachten!
Wachsen Arakawas immer so plump?
Acer palmatum "Arakawa"wächst relativ sparrig im Vergleich zu anderen Acer palmatumsorten.
Hoffe das hilft Dir weiter!
Grüße
Dagmar
wie erkennt man, dass die Äste angewachsen sind und am Ursprung gekappt werden können?
Am Dickenwachstum des durchgesteckten Ast, wenn die Bohrstelle komplett überwallt ist, im Zweifelsfalle lieber etwas zu lange warten,als zu früh abschneiden..
Und wie lange dauert das ungefähr?
Ist von der wüchsigkeit der Pflanze, dem Standort, der Düngung und dem plegerischen Können des Besitzers abhängig, also ständig beobachten!
Wachsen Arakawas immer so plump?
Acer palmatum "Arakawa"wächst relativ sparrig im Vergleich zu anderen Acer palmatumsorten.
Hoffe das hilft Dir weiter!
Grüße
Dagmar
- Wolfgang
- Ehren-Autor
- Beiträge: 9765
- Registriert: 05.01.2004, 14:19
- Wohnort: Oberösterreich
- Kontaktdaten:
Danke für deinen gut illustrierten Bericht, Marguerite!
Dieser "Arakawa" hat ja ein beachtliches Nebari
Woher hast du diese Rohpflanze, Harald?
Auf das Ergebnis bin ich wirklich gespannt .............................
Dieser "Arakawa" hat ja ein beachtliches Nebari
Auf das Ergebnis bin ich wirklich gespannt .............................
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
http://www.yamadori-bonsai.info
Hallo Leute,
nachdem ich wieder im Lande bin hier noch einige Infos zu meinem "Möchte-gern-ein-Bonsai-werden".
Zu allererst aber, wie schon von mohan, Michael T. und Wolfgang, mein Dank an Marguerite für die tollen Bilder und das Posting.
Bei diesem "Arakawa" handelt es sich um einen wurzelechten koreanischen Rohling. "Arakawas" gefallen mir schon lange aufgrund ihrer Rindenstruktur und als ich im Januar 2004 bei einem Importeur ca. 10 mehrstämmige Rohlinge sah, entschiedich mich spontan für diesen.
Tja und zum Ergebnis kann ich heute auch noch nicht viel sagen, außer, dass ich so gespannt bin wie Wolfgang. In 1-2 Jahren wissen wir mehr und ich werde euch berichten.
Noch kurz ein paar Daten. Die 3 Stämme des Rohling waren in 50-60 cm Höhe abgesägt und hatten zum Zeitpunkt des Kaufs 5 Stück, etwa 20 cm lange Austriebe. Die gesamte Wachstumsperiode 2004 "powerte" ich den Baum kräftig. Die entstandenen Ruten zur Bohrablaktion sind 120-150 cm lang. Und das ist auch gut so! Kürzere sind nicht zu verwenden gewesen, denn trotz 12 Ruten konnten wir nur 3 Spitzen und 4 Äste bohrpfropfen. Für den 5. geplanten Ast war das Material zu kurz oder einfach in der falschen Position.
Die 3 Stämme werden noch auf ca. 35-50 cm abgesetzt, die geplante Baum-Endhöhe soll jedoch bei 85 cm liegen.
Der Baum wird zunächst in eine nur halb so hohe, doch doppelt so große, Trainingskiste, mit sehr lockerem Substrat gesetzt. Doch erst im Frühjahr 2006. Hierbei wird der Wurzelansatz durch Rückschnitt möglichst weiter verbessert. Außerdem werden paralell Stecklinge für Fehlstellen herangezogen.
Eines ist ganz wichtig.
Wer immer ähnliches machen will sollte einen klaren Plan haben und das Ausgangsmaterial entsprechend vorbereiten.
Wünsche noch viel Spaß und lasst uns mal eure Versuche sehen.
PS: Mir geht einfach unten stehender "Arakawa" nicht aus dem Kopf. (2001 in Japan bei Kobayashi zuhause gesehen)
nachdem ich wieder im Lande bin hier noch einige Infos zu meinem "Möchte-gern-ein-Bonsai-werden".
Zu allererst aber, wie schon von mohan, Michael T. und Wolfgang, mein Dank an Marguerite für die tollen Bilder und das Posting.
Bei diesem "Arakawa" handelt es sich um einen wurzelechten koreanischen Rohling. "Arakawas" gefallen mir schon lange aufgrund ihrer Rindenstruktur und als ich im Januar 2004 bei einem Importeur ca. 10 mehrstämmige Rohlinge sah, entschiedich mich spontan für diesen.
Na eben weil das der beste Wurzelansatz eines "Arakawa" seit langem war. Den Importeur kennt Wolfgang ganz genau wenn ich schreibe, dass dieser auch mal einen beachtlichen Ginkgo hatte.Wolfgang hat geschrieben:Dieser "Arakawa" hat ja ein beachtliches Nebari![]()
Woher hast du diese Rohpflanze, Harald?
Auf das Ergebnis bin ich wirklich gespannt .............................
Noch kurz ein paar Daten. Die 3 Stämme des Rohling waren in 50-60 cm Höhe abgesägt und hatten zum Zeitpunkt des Kaufs 5 Stück, etwa 20 cm lange Austriebe. Die gesamte Wachstumsperiode 2004 "powerte" ich den Baum kräftig. Die entstandenen Ruten zur Bohrablaktion sind 120-150 cm lang. Und das ist auch gut so! Kürzere sind nicht zu verwenden gewesen, denn trotz 12 Ruten konnten wir nur 3 Spitzen und 4 Äste bohrpfropfen. Für den 5. geplanten Ast war das Material zu kurz oder einfach in der falschen Position.
Die 3 Stämme werden noch auf ca. 35-50 cm abgesetzt, die geplante Baum-Endhöhe soll jedoch bei 85 cm liegen.
Der Baum wird zunächst in eine nur halb so hohe, doch doppelt so große, Trainingskiste, mit sehr lockerem Substrat gesetzt. Doch erst im Frühjahr 2006. Hierbei wird der Wurzelansatz durch Rückschnitt möglichst weiter verbessert. Außerdem werden paralell Stecklinge für Fehlstellen herangezogen.
Eines ist ganz wichtig.
Wer immer ähnliches machen will sollte einen klaren Plan haben und das Ausgangsmaterial entsprechend vorbereiten.
Wünsche noch viel Spaß und lasst uns mal eure Versuche sehen.
PS: Mir geht einfach unten stehender "Arakawa" nicht aus dem Kopf. (2001 in Japan bei Kobayashi zuhause gesehen)
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Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Gary
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