Fichte

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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Der Maschinist
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Fichte

Beitrag von Der Maschinist »

Hallo zusammen
Mit dieser Fichtengestaltung will ich mich bei euch allen vorstellen. Seit ca. fünf Jahren verfolge ich alle Themen und Diskussionen in diesem Forum mit Spannung und Freude. Ich Wohne in der Schweiz, im schönen Berner Oberland und beschäftige mich jetzt seit ungefähr sieben Jahren mit dem schönen Hobby.
So, nun zum Baum. Bekommen habe ich diesen von einem alten Bonaianer der seine Sammlung langsam verkleinern muss…
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Da Fichten Jahre brauchen bis die Äste in Position bleiben, arbeite ich meistens mit Spanndrähten. In diesem fall musste ich mir etwas Spezielles einfallen lassen. Aber seht selbst. Für die Drahtung bevorzuge ich möglichst dicken Draht, den ich auch nicht eng wickle um das einwachsen so lange wie möglich hinaus zögern kann. Jetzt lasse ich aber die Bilder sprechen.
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Für konstruktive Kritik bin ich immer zu haben. Deshalb schiesst los, ich freue mich über jede Antwort.

Liebe Grüsse Michi
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avicenna
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Re: Fichte

Beitrag von avicenna »

Hallo Michi,
ersteinmal herzlich Willkommen hier im "Club".
Da hast Du aber einen tollen Baum. Er zeigt eine schöne reife Borke und eine gelungene Gestaltung wie ich finde und Du hast sicher viele Teile des yamadoris gekonnt einbezogen, ein guter Sharibereich und die starke Windung im unteren Stammabschnitt..
Ein Punkt zieht jedoch immer wieder meinen Blick an . Möglicherweise liegt es an der mangelnden Dreidimensionalität oder eben an den Voraussetzungen, die der Baum aufgrund seiner Genese mitbrachte. Es ist der Eindruck, dass nach dem Nebari der Stammfuß eher verjüngend aufsteigt bis zur Stammwindung. Bei diesem Teil handelt es sich sicher um einen Wurzelteil und dieser war möglicherweise unterhalb der Erdoberfläche gelegen an seinem natürlichen Standort. Hier , denke ich , müssten die meisten Ideen kommen wie man aus diesem "Mangel" ( wenn man davon überhaupt sprechen kann !!! ) einen Vorteil machen könnte, wie man ihm dort eine Logik vermitteln könnte.
Mein Vorschlag wäre mittels eines oder mehrerer Felsmodule den hinteren Stammteil verdecken, so dass der aufsteigende Teil wie natürlich an einem Felsen aufsteigend diesen verjüngenden Wurzelansatz entwickelt hat, der dann durch Erosion freigelegt wurde.
Der Maschinist hat geschrieben:Für konstruktive Kritik bin ich immer zu haben. Deshalb schiesst los, ich freue mich über jede Antwort.
Ich hoffe, dass dies als konstruktive Kritik gesehen wird und es sich bei Weitem um keinen Verriss handelt ... bei diesem tollen Baum !!! ;-)
saludos
avicenna
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Robert S.
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Re: Fichte

Beitrag von Robert S. »

Hallo Michi,

erst mal willkommen hier im BFF. :D
Ich finde die Fichte, die Du zeigst sehr interessant und (für mich) schwierig.
Ich frage mich, was Dich bewogen hat die aktuelle Pflanzposition zu wählen.
Wäre eine Literatengestaltung (durch aufrichten) möglich gewesen?
Wäre eine Kaskadengestaltung (durch kippen) möglich gewesen?

Ich glaube das ist wieder mal so ein Fall, bei dem man sich mangels der 3. Dimension auf dem Foto schwer ein Bild machen kann.
Die aktuelle Pflanzposition hebt den Knubbel bei der ersten Bewegungsänderung stark hervor. Zudem wirkt der Baum so auf mich ein wenig instabil.
Die kleine Schale unterstützt dies in meinen Augen auch noch. Ich frage mich, ob eine lange, flache Schale dies nicht ein wenig entschärfen könnte.
Das soll aber nicht heissen, daß mir der Baum gänzlich nicht gefällt. Ich hoffe Du nimmst mir meine Gedanken zu Deinem Baum nicht übel.

Servus,
Robert
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achim73
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Re: Fichte

Beitrag von achim73 »

auch von mir erstmal hallo. einen wirklich spannenden baum hast du da, bei dem ich ähnlich denke wie robert. habe mal ganz grob skizziert, wie das aufgerichtet aussehenn könnte, mit dietmars felsenschalenvariante drunter.
fichte-up1.jpg
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Gruss, Achim
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Der Maschinist
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Re: Fichte

Beitrag von Der Maschinist »

Hallo zusammen, erstmal vielen Dank für eure Antworten und euer Willkommenheissen.
avicenna hat geschrieben: Hier, denke ich, müssten die meisten Ideen kommen wie man aus diesem "Mangel" ( wenn man davon überhaupt sprechen kann !!! ) einen Vorteil machen könnte, wie man ihm dort eine Logik vermitteln könnte.
Mein Vorschlag wäre mittels eines oder mehrerer Felsmodule den hinteren Stammteil verdecken, so dass der aufsteigende Teil wie natürlich an einem Felsen aufsteigend diesen verjüngenden Wurzelansatz entwickelt hat, der dann durch Erosion freigelegt wurde.
Ja, dieser "Mangel" der ich eher als Speziell oder ungewöhnlich anschaue, werde ich sicherlich mit Moosen und Steinen ein wenig entschärfen.
Robert S. hat geschrieben:Ich frage mich, was Dich bewogen hat die aktuelle Pflanzposition zu wählen.
Wäre eine Literatengestaltung (durch aufrichten) möglich gewesen?
Wäre eine Kaskadengestaltung (durch kippen) möglich gewesen?
Wäre beides möglich gewesen. Aber mich würde die Fichte so nicht mehr beeindrucken. Ausserdem will ich Ihr den freien Willen lassen, sich so weiterentwickeln zu dürfen wie Sie es sich vom Berg her gewohnt ist.
Robert S. hat geschrieben:Ich frage mich, ob eine lange, flache Schale dies nicht ein wenig entschärfen könnte.
Meine Vision: Ca. die Länge des Holzbrettes, mit kleiner Unterpflanzung und Steinen.

Diese Fichte wird nie den Zwang haben, jemandem zu gefallen oder auf einer Ausstellung einen Preis zu gewinnen. Dieser Fichte reicht es, zu wissen dass sie nicht wie Viele andere ist.
Doch freut es Sie zu wissen, dass auch sie durch eine grössere "OP" der Allgemeinheit gefallen könnte. :D


Ich Danke euch Viel mal für die Zeit die ihr euch für meine Eigenwillige Fichte genommen habt. Falls ich die Zeit finde, werde ich mit einem kleinen Video versuchen euch die enorme Tiefe die sie in der 3 Dimensionalität vorzuweisen hat, zu vermitteln.

Viele liebe Grüsse

Michi
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klaus s.
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Re: Fichte

Beitrag von klaus s. »

Hallo,

Der Baum ist allemal Interessant!

Bitte nicht Böse sein, ABER diese Teigtasche als Schale könntest du überdenken!
:oops:

LG: klaus
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kemushi-no ue ni
tsuyo-no-tama.

Wie kurz war die Nacht!
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Der Maschinist
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Re: Fichte

Beitrag von Der Maschinist »

klaus s. hat geschrieben:Bitte nicht Böse sein, ABER diese Teigtasche als Schale könntest du überdenken!
Der Maschinist hat geschrieben:Robert S. hat geschrieben:
Ich frage mich, ob eine lange, flache Schale dies nicht ein wenig entschärfen könnte.
Der Maschinist hat geschrieben:Meine Vision: Ca. die Länge des Holzbrettes, mit kleiner Unterpflanzung und Steinen.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil... :oops:
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bem_0
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Re: Fichte

Beitrag von bem_0 »

Hallo Michi,

versuche deiner Fichte den wilden, urigen Charakter zu erhaten.Das zeichnet sie aus und läßt sich auch nicht in ein Schema pressen.
Allerdings, der Baum erweckt den Eindruck kurz vor dem Umfallen zu stehen. Ich würde auch den Baum etwas steiler stellen und in Richtung Literatenform relativ viel Grünmasse entfernen.
Die Schale finde ich OK, würde sie vielleicht drehen.

mfG
Dietmar
Mei klane Bem,
made em Westerwald
http://www.klanebem.de
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Robert S.
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Re: Fichte

Beitrag von Robert S. »

Der Maschinist hat geschrieben:Falls ich die Zeit finde, werde ich mit einem kleinen Video versuchen euch die enorme Tiefe die sie in der 3 Dimensionalität vorzuweisen hat, zu vermitteln.
Das wäre toll. :D

Servus,
Robert
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Der Maschinist
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Re: Fichte, Vertuschung

Beitrag von Der Maschinist »

Bei mir zuhause habe ich einen wie ich Finde sehr passenden Stein für die optische Vertuschung des negativen Ansatzes gefunden...
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achim73
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Re: Fichte

Beitrag von achim73 »

ja. passt gut. darauf kann man aufbauen :)
Gruss, Achim
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SteSt
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Re: Fichte

Beitrag von SteSt »

Hallo!

Das mit den Steinen am Wurzelansatz ist meiner meinung nach nur eine Notlösung. Die Steinkomposition zieht förmlich die Blicke auf sich, und jeder weiss sofort, ahh defektes Nebari!! Ich habe eine Sylvestris mit einem ähnlichen Problem. Nach einigen Überlegungen, ob ich vielleicht mit Moos und daraufgelegten Wurzeljinstücken das ganze verdecken könnte, kam mir die Idee, ein passendes Totholzstück anzuschrauben.

Also ab in den Wald, eine Kiste voll mit Aststücken gesammelt und wieder nach Hause zum einpassen. Nach dem ich ein optimales rausgesucht hatte, fixierte ich es an der Rückseite mit zwei Schrauben, und klebte an der Verbindungsstelle mit der Japanischen Wundverschluss-silikonpaste kleine Rindenstückchen an, um das ganze natürlich wirken zu lassen.

Ich hab den Baum schon auf Baumbesprechungen mitgehabt, und niemand hat die Mogelpackung bemerkt. Ein bekannter Bonsaimeister hat sogar gemeint, ich hätte den Jin Toll gefräst, dabei haben das die Käferlarven für mich erledigt! *lach* *lach*

lg Stefan


Ps.: wenn du möchtest, könnte ich Fotos einstellen.
Stillstand ist Rückschritt
nemo
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Re: Fichte

Beitrag von nemo »

Hallo SteSt
Das hört sich sehr interesant an,und es würde mich sehr freuen wenn du
einpaar Bilder reinstellen könntest,aber mach ambesten ein neues thema auf,
bei Gestaltung würde das gut reinpassen.

lg nemo
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avicenna
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Re: Fichte

Beitrag von avicenna »

Also ich finde die Lösung mit dem Stein gelungen. Er fügt sich sehr schön in den dünneren Schwung des Stammes und eine gewisse Logik mit dem "Knauz" kurz über dem Boden ist nicht zu verleugnen.
Die Lösung die Stefan vorgeschlagen hat wäre auch ein gangbarer Weg und sicherlich nicht uninteressant. Wenn man einen passenden Tanuki hätte, der sowohl von der Größe als auch vom Holz her, vielleicht ein Fichtentanukistück mit Rinde !!!, anpassen könnte, sähe das vielleicht auch super aus.
Dennoch, der Baum gewinnt dadurch auf jeden Fall.

saludos
avicenna
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Der Maschinist
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Re: Fichte

Beitrag von Der Maschinist »

SteSt hat geschrieben:Die Steinkomposition zieht förmlich die Blicke auf sich, und jeder weiss sofort, ahh defektes Nebari!!
Defektes Nebari :?: Bild Das ist Natur nicht Defekt!
Der Stein zieht den Blick überhaupt nicht auf sich, da dieser Farblich mit seiner Umgebung übereinstimmt.
SteSt hat geschrieben:Nach dem ich ein optimales rausgesucht hatte, fixierte ich es an der Rückseite mit zwei Schrauben, und klebte an der Verbindungsstelle mit der Japanischen Wundverschluss-silikonpaste kleine Rindenstückchen an, um das ganze natürlich wirken zu lassen.
Tanuki ist ja erlaubt. Aber Rindenstücke ankleben?! Das ist Bastelstunde mit Frau Aenishänslin! Und du schreibst hier von Notlösung, Mogelpackung... Bild

Der Stein ist wie gemacht für dien Ansatz. Und derjenige der Viel in den Bergen ist, wird auch sehen, dass solche Gebilde keine Seltenheit sind.
Ein Junger Baum wird von einem Stein getroffen der dann auch dort liegen bleibt. Der Baum wird sicherlich nicht den Stein wegdrücken und sich wieder gerade aufrichten. :!:
avicenna hat geschrieben:Also ich finde die Lösung mit dem Stein gelungen. Er fügt sich sehr schön in den dünneren Schwung des Stammes und eine gewisse Logik mit dem "Knauz" kurz über dem Boden ist nicht zu verleugnen.
Vielen Dank avicenna, du hast mich ja auch auf die Idee gebracht. :D

Liebe Grüsse und Danke für eure Anteilnahme

Michi
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