Diese Haar- oder Moorbirke ist ein yamadori aus dem Frühjahr 2009. Sofort nach dem yamadori auf diese Felsenschale gepflanzt, den ersten, starken Winter auf dieser Felsenschale stehend überlebt und nun wieder im Winterlaub :D .
Sie steht in ungesiebtem Lavagranulat weil diese Mischung, ungesiebt, die Feuchtigkeit im Sommer auf diesen Felsenschalen besser kapillar hält als gesiebtes Granulat ... und das gefällt den Birken recht gut ( sie sind ja eher "Säuferinnen")
Angespornt durch die Gestaltungsdiskussionen habe ich sie nun mal hier eingestellt und frage die Betrachter ... Was kann man hier noch verbessern ? bezogen auf Pflanzwinkel, Rückschnitt, forcierung einer Feinverzweigung, Herausarbeitung einer markanten Silhuette einer Birke, sollte man jetzt schon die Äste drahten ? ... etc.
Wer Bemerkungen hat dazu ... nur heraus damit... ich habe keine Probleme damit ... weder mit vernichtender als auch mit zustimmenden Kommentaren :-)
saludos
avicenna
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Hallo Gatsch,
nein, wieso sollte ich lachen ? Es ist zumindest eine Richtung und sieht schon ganz anders aus als eine unbearbeitete Birke. Ich werde sie mir in den nächsten Tagen einmal vornehmen ... wenn sie sich vom Sockel heben lässt ... Zur Zeit ist alles eingefroren
Hallo Dietmar
Nennen wir die Birke einfach mal einen Doppelstamm
(obwohl im Puristenlager jetzt Entsetzen entsteht.
Der braune Kreis ist der Hauptstamm, der rote der Nebenstamm. (hier nur als Beispiel)
In welchen Oktanten könnte der Nebenstamm stehen
und in welchen nicht ?
mfG Dieter
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Hallo Dieter,
angenommen der rote Nebenstamm sei auch ein wenig ausladend und würde nicht streng parallel zum Hauptstamm wachsen, könnte ich mir durchaus die grün eingezeichneten Positionen vorstellen. Hierdurch könnte ein Tiefenwirkung, ein Ausfüllen eines dreidimensionalen Raumes entstehen.
Auch die gelb eingezeichneten Positionen sind vorstellbar, nur hätten sie eher , bezogen auf einen Tiefeneffekt eine nicht so günstige Lage. Dinge , die nach hinten in den Raum streben, werden in unserem Gehirn gern als kleiner werdend wahr genommen und nach gerichtete Äste widersprechen somit einer Räumlichkeit die einen Tiefeneffekt erzeugt.
Die rot eingezeichneten und schwarz durchgestrichenen Postitionen sind eher suboptimal, könnten jedoch auch nutzbar sein, falls der Substamm in seinen Positionen eher kleiner, quasi als Etage die Gesamtsihuette unterstütrzen . Vorstellbar vielleicht an Fichten, streng aufrechten oder etagierten Eiben etc. .
saludos
avicenna
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wenn man eine vertikale Linie ziehen würde wäre die Ansichtsseite in der Horizontalen ... man sieht von rechts nach links.
Dietmar-Doppelstamm 11.jpg (30.81 KiB) 3028 mal betrachtet
Zuletzt geändert von avicenna am 17.12.2010, 11:47, insgesamt 1-mal geändert.
zopf hat geschrieben:, dass Du die Lage des Nebenstamms
vom Öffnungswinkel und der Ausladung abhängig machst ?
Richtig Dieter, das würde ich so sehen, oder nicht ?.
zopf hat geschrieben:Öffnungswinkel könnte man auch das Virtual
von Gatsch betrachten, - Was fällt dabei auf
Der Öffnungswinkel ist dabei recht groß erscheint es mir. Ich habe einmal den Einpflanzwinkel verändert und somit versucht, den Öffnungswinkel zwischen Substamm und Hauptstamm in eine "stimmige" Linie zu bringen. Bei den weiterführenden Ästen des Substammes soll der Winkel desweiteren nochmals ein wenig angepasst werden. Vielleicht könnte das eine Perspektive für den Gesamtbaum werden.
saludos
avicenna
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winterpics 2010 032221.jpg (63.23 KiB) 2936 mal betrachtet
Hallo Dietmar
In meinen Augen könnte das so eine allgemeine Regel sein
die für Doppelstämme eine Orientierung bieten können.
Auf dem Bild ist braun die Stammlinie eine Baumes und der Winkel stellt das Auge dar.
Teilen wir einfach die Baumhöhe durch 3, nehmen wir einfach
2/3tel der Baumhöhe als Betrachtungshöhe.
Die Darstellung soll die Seitenansicht darstellen.
Welche Stammlinie hat eine positivere Wirkung auf das betrachtende Auge (den Winkel) ?
mfG Dieter
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Dietmar-Stammlinie.jpg (10 KiB) 2891 mal betrachtet
Stammlinien, sofern sie Windungen, Krümmungen oder Kurven besitzen, sollten sich nach Möglichkeit immer in Winkeln von bis zu 45 Grad nach links oder rechts von der Stammbasis verlaufen. Dadurch bekommt m.E. in der Ansicht eine gewisse Räumlichkeit. Normalerweise hat ein Baum ja keine "Ansichtsseite"; er wächst in Jahrzehnten mit seinen Triebspitzen immer den Lichträumen entgegen und das Resultat sind ja dann letztlich die Windungen und eines Stammes. Ein Baum in der Natur hat also keine Ausrichtung. Wollten wir aber bei der Betrachtung unserer Baumskulpturen eine besonders anmutende, freundliche, interessante Seite aber als solche definieren, sollte auf das Erkennen der Stammlinien oder -verläufe geachtet werden.
Das Abgehen eines Substammes, das Ansetzen an einem Stamm, den Öffnungswinkel zwischen Stammverlauf und Substamm kann man bei yamadoris mit bereits schon ausgeprägten, dick verholztem Gerüstmaterial kaum noch beeinflussen. Sind sie aber noch formbar, durch Draht- oder Zugeinrichtungen noch leitbar, sollte man von Substämmen, großen Astpartien m.E. recht spitze Winkel formen, die sich erst im Weiteren mit Windungen vom Stamm entfernen.
Wo ich dies hier so schreibe, fällt mir auf, dass dies insbesondere auf Birken zutrifft. Sieht man sich alte Birken in der Natur an, sind ihre großen Astpartien, ihre Substämme in fast spitzen Winkeln vom Stamm öffnend, verzweigen sich aufsteigend und erst durch die Schwere der mehrjährigen Astpartien senken sie sich dem Boden zu.
Je mehr Windungen dann in den Astpartien eingearbeitet werden, desto älter wirken sie, denn m.E. suggerieren die Windungen in Substämmen oder großen Ästen mehre Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte langes Wachstum.
Meine Annahme einer " Möglichkeit" der Gestaltung von Birken zeigt aber dann auch, dass andere Bäume wie z.B. Eiben, Fichten, Kiefern etc. andere Grundannahmen für Gestaltungen bräuchten ... welche Maßnahme eben ihre Charakteristik im Besonderen darstellt, welche Maßgabe man für die Erstellung eines Grundgerüstes entwerfen müsste ...
Oder seid ihr anderer Meinung ? ...
saludos
avicenna
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Dietmar-Doppelstamm 212.jpg (38.63 KiB) 2844 mal betrachtet
Bei Birken den Stamm- oder Substämme hoch wachsen lassen damit die letzten Astpartien herunterhängen können bis ins 1/4. Relativ spitze Winkel zwischen Stamm und dickeren Ästen oder Substämmen belassen.
Dietmar-Stammlinie 1.jpg (45.7 KiB) 2830 mal betrachtet
Hallo Dietmar!
Ich hab mir auch ein paar Gedanken zur Birke gemacht, gehe aber selbst nicht so wissenschaftlich an Gestaltungsfragen heran. Mein Formgefühl sagt mir das der Baum so, wie auf meinem Virtual, recht gut aussehen könnte.
Diesen Nebenstamm kann man auch als ersten Ast gestalten, wenn der Baum in einem solchen Winkel ,so wie Dietmar es auf seinem Virtual zeigt, eingepflanzt werden würde.
Liebe Grüße Eva Warthemann
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Birke avicenna bearb..JPG (63.42 KiB) 2761 mal betrachtet
An Mitgift ist noch keiner gestorben
Mitglied im BCD
Vielen Dank Eva für dein virtual :D .
Eine Bemerkung von Zopf (Dieter) in dem threat Rohling - was nun Teil 2 und der genauen Betrachtung der rel. spitzen Winkel die abgehende Äste bei Birken in der Regel zeigen, hat mir nochmals die Augen geöffnet für die Gestaltung einer Birke. Er sprach davon, dass die Trauerform die ja der Namensgeber der Weißbirke ist ( Betula pendula) die herunterhängenden Astpartien mindestens erst nach der dritten Astgeneration in dies Form gedrahtet werden sollten. Erst dadurch kommt bei der gestalteten Birke das Erscheinungsbild der einer natürlich wachsenden Birke sehr nahe.
Wenn ich nun den Substamm als ersten Ast betrachten würde, zeigt er in deinem virtual bereits schon recht früh eine Abwärtsneigung. Ist dies für Birken, auch wenn sie sehr alt sind, typisch ? Wenn du dir mein virtual weiter oben anschaust, habe ich versucht der oben erwähnten Wuchsabfolge nachzukommen um sie dem Wuchs einer "natürlichen Birke " näher kommen zu lassen.
Kann man meine Überlegungen nachvollziehen ? Ich habe noch einmal ein paar pics angehängt, die die Dicke des Substammes zeigen und die der abgehenden Äste. Das ausladende Nebari ist ein weiter Punkt, der bei der Veränderung des Pflanzwinkels in einer normalen Bonsaischale eher ein Problem machen könnte. Ich will den Baum trotz eines nach-oben-strebens der rechten Nebariwurzel nach Pflanzwinkeländerung , logisch in einer Felsenschale auffangen und durch Felsmodule versuchen alles stimmig wirken zu lassen.
Im übrigen muss ich noch sagen, dass nach dieser ganzen virtualzeichnerei und den Überlegungen der Baum für mich immer interessanter geworden ist :D
saludos
avicenna
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avicenna hat geschrieben:Hallo Dieter,
angenommen der rote Nebenstamm sei auch ein wenig ausladend und würde nicht streng parallel zum Hauptstamm wachsen, könnte ich mir durchaus die grün eingezeichneten Positionen vorstellen. Hierdurch könnte ein Tiefenwirkung, ein Ausfüllen eines dreidimensionalen Raumes entstehen.
Auch die gelb eingezeichneten Positionen sind vorstellbar, nur hätten sie eher , bezogen auf einen Tiefeneffekt eine nicht so günstioge Lage. Dinge , die nach hinten in den Raum streben, werden in unserem Gehirn gern als kleiner werdend wahr genommen und widersprechen somit einer Räumlichkeit die einen Tiefeneffekt erzeugt.
Die rot eingezeichneten und schwarz durchgestrichenen Postitionen sind eher suboptimal, könnten jedoch auch nutzbar sein, falls der Substamm in seinen Positionen eher kleiner, quasi als Etage die Gesamtsihuette unterstütrzen . Vorstellbar vielleicht an Fichten, streng aufrechten oder etagierten Eiben etc. .
saludos
avicenna
Buaaaaaahhh... Dietnar, ich werf mich weg. Super geschrieben und wirklich toll gezeichnet.
Christian S. hat geschrieben:Buaaaaaahhh... Dietmar, ich werf mich weg.
Hola Christian, :D wieso wirfst du dich weg ? ... ganz ruhig bleiben ... iss doch nur das beschrieben was ehh die meisten bei ihrer Gestaltung machen, oder ? Ein Substamm der vor dem Hauptstamm in die Ansichtsfläche läuft, sieht doch irgendwie sch.... aus , oder nicht ? :D Wenn er ein wenig hinter dem Hauptstamm hochläuft siehts geiler aus , oder ? und macht 'n bischen Tiefe.