Stellung der deutschen Bonsaiszene in Europa

Ausstellungen, Workshops, Arbeitskreise, Events u. -Organisationen, Reisen, Besuchen in Bonsai-Gärten und Töpferstuben.
Pitches
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Stellung der deutschen Bonsaiszene in Europa

Beitrag von Pitches »

Hallo Bonsaigemeinde,
in Deutschland sind die Sommerferien im vollen Gange und die Forenaktivitaet naehert sich dem Einschlafniveau. Also hab ich hier mal was zum Nachdenken fuers Sommerloch:
Gestern schrieb ich eine E-mail an den allseits bekannten Walter Pall und auf seinen Vorschlag hin habe ich mich nun entschlossen diese hier zu veroeffentlichen.
Ich habe zwar schon im Vorhinein drueber nachgedacht, aber ich wollte mich doch zuerst vergewissern, dass ich nicht voellig daneben liege.
Hier also die ungeschnoente, ungeschnitte E-Mail, 1 zu 1 wie sie Herr Pall gestern erhalten hat , quasi der Uncensored Cut (ein paar Rechtschreibfehler sind korrigiert, war spaet geworden und ich wurde wohl hier und da betriebsblind).
Also muss ich ,der Vollstaendigkeit halber, alle unter 18 bitten den Thread zu verlassen, oder wir halten einfach alle dicht und ihr koennt auch mitlesen!


Am 06.07.2011 15:40, schrieb Marius Klein:
Sehr geehter Herr Pall,

ich befinde mich zur Zeit wegen eines Auslandspraktikums in Suedaustralien und habe folglich viel Zeit mich gedanklich mit Bonsai zu beschaeftigen.

Etwa Mitte letzter Woche habe ich dann angefangen die Best of Bonsai Beitraege im BCD [korrigiere BFF] durchzulesen. Was da an Komedie auf hohem Niveau Ihrerseits (vorallem mit Reiner Goebel) geboten wurde - herrlich!

Aber dann bin ich doch zwischendrin auf einen Artikel gestossen, in dem Sie die schlechte Stellung Deutschlands innerhalb der europaeischen Bonsaiszene aufzeigen.
Zunaechst hab ich mir nicht viel dabei gedacht, aber gestern bin ich erneut auf einen anderen Artikel gestossen, in dem Sie weitere Ausfuehrungen bezueglich dieses Themas anfuehren.
Seit dem ging mir dies nicht mehr aus dem Kopf...
Irgentwie hab ich die angeborene Eigenschaft, dass mir immer in den scheinbar unnoetigsten Momenten Loesungsansaetze einfallen, so wie heute morgen auf dem Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad. Nahja beim arbeiten brauchte ich nicht viel nachzudenken, viel Platz war da auch nicht, denn mein Kopf war kreativ und ich spinnte weiter und hab mal einiges zusammengetragen, was meiner Meinung nach ein LoesungsANSATZ sein koennte, der erklaert warum die deutsche Bonsaiszene im Hintertreffen ist:


Die Menschheit quaelt seit jeher die Frage nach dem WARUM, so auch mich:

Ich habe mich also gefragt, was macht die Italiener und Spanier besser als uns Deutsche?

Fangen wir also ganz ganz klein an:

-Deutschland: rund 82 Millionen Einwohner
-Italien: rund 61 Millionen Einwohner
-Spanien: rund 47 Millionen Einwohner

Deutschland hat also mit WEITEM Abstand die meisten Einwohner.
Rein theoretisch koennen demnach viel mehr Menschen mit Bonsai in Kontakt kommen, viel mehr Menschen sich ernsthaft damit beschaeftigen und viel mehr Bonsaimeister aus der breiten Masse hervorgehen als in den anderen beiden Laendern Suedeuropas - rein theoretisch ;).

Werfen wir einen Blick auf die Wirtschaft:
Deutschland als Vorreiter, der Motor der europaeischen Wirtschaft - Spanien und Italien dagegen am Rande der Zahlungsunfaehigkeit.

Was macht uns also so stark in der Wirtschaft, was hat uns schon immer so stark und relativ kriesenresistent gemacht, warum gilt "Made in Germany" weltweit als absolutes Qualitaetssiegel?

-unbedingter Arbeitswille
-Innovationsgeist
-genaues Arbeiten

Wenn man sich diese Staerken betrachtet sollte man ja meinen Deutschland haette optimale Vorraussetzungen um nicht nur die Spitze der europaeischen Wirtschaft, sondern auch die Spitze der europaeischen Bonsaiszene zu sein...
Jetzt koennte man die aeusserst gewagte These stellen:

Sind deutsche Ingenieure also potenziell gute Bonsaigestalter?
Schauen wir uns also einmal an, was einen guten Ingenieur auszeichnet:

-unbedingter Arbeitswille
-Innovationsgeist
-genaues Arbeiten
-EHRGEIZ

Ein guter Ingenieur ruht sich nicht auf Erfolgen vergangener Tage aus. Etappenerfolge werden gefeiert, ja, aber das Aktuelle ist nie gut genug, er hat gleichzeitig schon neueres, besseres, innovativeres fuer die Zukunft im Auge.

Ist nun also der anhaltende Fachkraeftemangel in Deutschland Schuld an der Miesere in Sachen Bonsai? Sollten wir es nicht begruessen, wenn die Regierung darueber nachdenkt Fachkraefte aus dem Ausland zu verpflichten, taete der Bonsaiszene ja vielleicht auch ganz gut?!

Also warum ist es nun so, dass die wenigen wirklich guten Bonsaigestalter Deutschlands meist nicht Ingenieur von Beruf sind?
Ausser den oben genannten Eigenschaften muss es also noch was anderes geben, was einen zu einem wirklich guten Gestalter machen kann und das ist das Kunstverstaendnis!
Manche haben es einfach, es ist angeboren, sie gestalten intuitiv - andere haben es lange gelernt.

Gibt es nun Leute, die alle diese 5 Eigenschaften ganz oder teilweise in sich vereinen koennen, so sollten diese ja, rein theoretisch natuerlich, die perfekten Bonsaigestalter sein.

Wie koennen nun Leute mit Kunstverstaendnis gute Bonsaigestalter werden?
Zum einen koennen sie natuerlich Kunst nach bestehenden Regeln einfach kopieren. Ist dann nicht innovativ und selbstbewusst, eher konservativ und zurueckhaltend - wenn gut gemacht zwar Kunst, aber eher langweilig weil bekannt.
Oder sie koennen Kunst weiterentwickeln!
Das sind dann meist selbstbewusste Menschen mit viel Innovationsgeist, zumeist von der breiten Masse unverstanden, teils sogar bekaempft weil sie eben neue Wege gehen, die oft kontraer zu dem jetzigen stehen, die den Wert der jetzigen Kunst gefaehrden koennten. Es sind eben Avongardisten.

Jetzt muesste man ja auch davon ausgehen, dass Ingenieure Kuenstler sind! Sind sie meiner Meinung auf eine andere Art und Weise auch, denn sie erschaffen immer etwas Neues, nie dagewesenes. Da gehoert neben viel Wissen auch gehoerig viel Kreativitaet dazu und ihre Werke kann man auch in zahlreichen Museen besichtigen (z.B. Autos, Flugzeuge etc.)

Aber zurueck zur eigentlichen KERNFRAGE:
Warum steht die deutsche Bonsaiszene dort (unten) wo sie heute steht?

Offensichtlich muss es neben den oben diskutierten positiven Vorraussetzungen gravierende Hemmungen/Einschraenkungen geben, die unsere aktuelle Stellung hervorrufen.
Da faellt einem bei Deutschland ein negativer Aspekt sofort bruehwarm ein, die allgegenwaertige BUEROKRATIE:
Haben die zahlreichen Gesetze, Regelungen und Vorschriften sich so eingebrannt, dass der deutsche Bonsaianer,im Vergleich zu den weniger burokratisierten Suedlaendern, eher dazu neigt nach der gewohnten strengen Fuehrungshand zu greifen und in der Lethargie der japanischen Schule der 60ziger gefesselt zu bleiben?

Spielt vielleicht mit rein, ist aber aeusserst schwer zu beurteilen ob und in wie fern... also denken wir weiter:
Weiter oben im Artikel habe ich bereits erwaehnt, dass die wenigen wirklich bedeutenden Bonsaigestalter deutschlands zumeist innovative und SELBSTBEWUSSTe Menschen sind.

Dazu moechte ich gerne einen weiteren Vergleich anstellen, keine Angst diesmal was ganz schlichtes aus dem Alltag:
Durch die EU ist es sehr einfach geworden innerhalb Europas zu reisen, zu arbeiten und zu wohnen. Da der junge Mensch seit jeher gerne feiert, egal ob aus Sued-, West-, Ost- oder Mitteleuropa, finden sich alle irgentwann in einer Diskothek zusammen.
Boabachtet man nun unsere Interessengruppe (Deutsche, Italiener und Spanier), so kann man auf der Tanzflaeche doch einen gehoerigen Unterschied feststellen!
Foran die temperamentvollen Suedlaender. Mit unfassbaren Optimismus und teils schier unglaublichem Selbstbewusstsein, ja oftmals schon Ueberheblichkeit machen sie die Tanzflaeche unsicher, keine 5 Minuten und jede zweite Frau auf der Tanzflaeche hat ein paar warme Worte ins Ohr gefluestert bekommen.
Auf der anderen Seite die Deutschen. Eher zurueckhaltend, zumeist an der Theke anzutreffen. Erstmal abwarten, ein paar Bier werden die Kommunikationsfaehigkeit schon steigern, aber wie die Frauen antanzen?...
Also eine eher pessimistische bis bestenfalls realistische Vorgehensweise.

Selbiges Phaenomen laesst sich uebrigens auf saemtliche Arten von Nachtclubs, Bars, Kneipen, ja alle Plaetze wo sich die breite Gesellschaft trifft uebertragen, denn dort treffen sich Menschen aus allen Bevoelkerungsschichten und es sind ganz sicher auch einige Bonsaianer drunter ;)

Uebertraegt man diesen Denkansatz nun auf die deutsche Bonsaiszene so muss man sich folgende Frage gefallen lassen:
Mangelt es den Deutschen vielleicht einfach an Selbstbewusstsein um besser zu werden, oder sind sie unzugaenglich fuer Neuerungen, oder gar schlichtweg zu dumm?
Letzteres schliesse ich kategorisch aus, da spricht nun wirklich alles dagegen. Zweitletztes ist da schon was anderes, dass koennte der Denkansatz mit der Buerokratie schon erklaeren.

MANGELNDES SELBSTBEWUSSTSEIN in der breiten Masse ist meiner bescheidenen Meinung nach der Hauptgrund fuer unsere schlechte Stellung innerhalb Europas.

Nun muss man ja nicht den teils ueberheblichen, ja schon proletenhaften Optimissmus der Suedlaender pflegen, nein, da faehrt man mit gesundem Realismus gepaart mit einer guten Portion Selbstbewusstsein viel besser, weil glaubhafter.
Preist man seine Baeume erstmal an wie ein Prolet, so muss man schon ein sattes Pfund in der Hinterhand haben um dieser (selbst gemachten) Erwartungshaltung gerecht zu werden - wird man es ihr nicht so wirkt man ganz schnell laecherlich und man ist weg vom Fenster.
Als Realist weiss man jedoch um die Staerken und Schwaechen seiner Baeume und was noch viel wichtiger ist, man weiss wo man sie und VORALLEM SICH im Wettbewerb einzuordnen hat.
Weiss man erstmal um seine Schwaechen, so hat man sich ja schon Fehler eingestanden, man ist also grundsaetzlich schonmal bereit diese zu verbessern -> Was neues zu lernen!
Paart man das jetzt noch mit einer guten Portion Selbstbewusstsein, dann stehen die Vorraussetzungen zum guten bis sehr guten Bonsaigestalter schon ziemlich gut, denn man hat schlichtweg das noetige Vertrauen in seine Werke um diese der Oeffentlichkeit zu praesentieren und ist offen fuer konstruktieve Kritik.

Schaut man sich nun die wenigen deutschen Ausnahmegestalter an, die die in der Spitze Europas, vereinzelt vielleicht Weltweit was zu melden haben, dann wuerde ich diese doch genau wie oben zusammenfassend beschrieben charakterisieren:

-realistisch
-gesund optimistisch
-innovativ
-selbstbewusst
-fleissig
-praeziese, zielorientiert arbeitend

Und nicht zu vergessen auch UEBERHAUPT GEWILLT Spitze in Europa zu sein. Wer weiss, vielleicht gibt es in Deutschland vielmehr Gestalter auf europaeischem Spitzenniveau wie man so annimmt, sie wollen es nur der Oeffentlichkeit einfach nicht zeigen und begnuegen sich mit der Freude ihrers Hobbys im eigenen Garten.
Dazu fehlt mir allerdings die Erfahrung um das zu beurteilen, darum vertraue ich Ihnen einfach und gehe davon aus, dass es nicht so ist, da sie die guten deutschen Bonsaigaerten und Gestalter recht gut kennen.
Die Bonsaiszene ist eine kleine Familie, jeder kennt sich, also sind meist auch die guten Gestalter bekannt und sie kennen sich wiederum auch untereinander.



Lieber Herr Pall, wenn Sie bis jetzt immer noch dabei sind und Ihnen vor Langeweile noch nicht die Augen zugefallen sind oder gar vor Schrecken die Haare zu Berge stehen freut mich das schon sehr.
Nun ist mir durchaus bewusst, dass das was ich da in meinem jugendlichen Leichtsinn mal so locker flockig vom Stapel gelassen hab ganz schoen harter Toback ist und ich mich damit in meiner Position gefaehrlich weit aus dem Fenster lehne!
Als 20 jaehriger Amateur habe ich weder die Erfahrung, noch das Wissen oder gar das Recht mich zu diesem brisanten Thema ueberhaupt zu aeussern, aber zum Glueck herrscht ja Meinungsfreiheit in Deutschland und mich wird niemand verurteilen - zumindest nicht vor Gericht.
Bei den gemachten Aussagen ist genauestens drauf zu achten, dass das alles MEINE JETZIGE eigene ganz bescheidene Ansicht der Dinge ist, also bitte nicht als allgemein werten.
Jetzt ist es natuerlich sehr gut moeglich, dass das was ich mir da in meiner mehr oder weniger freien denkfreien Zeit zusammengesponnen hab voelliger Bloedsinn ist.
Nun gehoere ich nicht zu denen die beleidigt sind wenn sie Gegenwind bekommen, nein er ist ausdruecklich erwuenscht! Wenn das was ich da geschrieben hab Schwachsinn ist, dann lassen Sie es mich bitte wissen und klaeren Sie mich auf, denn nur das bringt mich weiter!

Ich habe mitlerweile gelernt, dass es aeusserst hilfreich ist, die aelteren Erfahrenen um Rat zu fragen. Eine vielleicht einfache, offensichtliche Einsicht, aber ich habe mehrmals Leergeld dafuer bezahlen muessen, weil ich meinen eigenen Weg gegangen bin, anstatt mir von erfahrenen Leuten (meistens die Eltern) etwas sagen zu lassen und das war auch verdammt gut so!
Diese Erfahrungen muss man meiner Meinung nach machen, nur so entwickelt man sich weiter, nur so verbessert man sich.
Also bitte verbessern sie mich wenn oben Angefuehrtes schlichtweg Stuss ist, denn ich gehoere zu denen, die noch etwas lernen wollen.

Ueber eine Rueckmeldung wuerde ich mich wirklich sehr freuen!


Mit freundlichen Gruessen

Marius Klein

PS:
Ich selbst bin uebrigens der Meinung, dass das was ich hier niedergeschrieben hab durchaus Hand und Fuss hat und mit Abstand das Beste ist, was ich mir je im Oberstuebchen zu einem solchen Thema zusammengeschustert hab.
Zuletzt geändert von Pitches am 08.07.2011, 14:55, insgesamt 1-mal geändert.
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neognom
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Re: Stellung der deutschen Bonsaiszene in Europa

Beitrag von neognom »

Da hat sich mal einer Gedanken gemacht!
Muss mir das erst noch ein, zweimal durchlesen!
Bis die Tage!

Grüße Alex
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Kanna
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Re: Stellung der deutschen Bonsaiszene in Europa

Beitrag von Kanna »

Hi

Toller Text. War ja erst etwas verstört, da der Text ja schon fast Romangröße erreicht hat :)...habe ihn aber dann doch gelesen, weil es mich mal interessiert hat.

Ich stelle da mal die Frage: Will der deutsche Bonsaianer überhaupt Spitzenniveau erreichen? Will er überhaupt in aller Munde bekannt sein?

Dem deutschen ist sein Hobby bestimmt mit das wichtigste was er hat. Ob das Gartenarbeit, Modelbau, Schach, Teichanlagen oder eben Bonsais sind. Sein Hobby ist das was ihn auszeichnet. Er kann nach einem stressigen Tag nach Hause gehen und sich seines Hobbys erfreuen. Er kann dort neue Kräfte und vl auch Ideen sammeln. Er hat dort die Möglichkeit von all dem Stress der ihm im Alltag umgibt zu entkommen.

Und wenn jemand nun sein Hobby hat und viele im Freundes- oder Verwantenkreis wissen das er ein absoluter Profi darin ist. Wer sagt denn das in seinem Kopf vorgeht: "Hey, wieso kennt mich keiner. Das ist doch alles super was ich mache. Das muss jeder sehen."

Vielmehr freud es ihn das auf Ihn zurück gegriffen wird wenn man einmal Fragen hat und Rat sucht.

Es ist zwar schade, das Deutschland so schlecht da steht was die Bonsaiszene angeht. Aber da ich den Text nicht genauer kenne weiß ich auch nicht wer ihn verfasst hat und zu solch einer Aussage kommt. Sollte uns eigentlich auch egal sein. Denn es ist nicht Ziel im leben an die Spitze zu kommen sondern vielmehr Glücklich zu sein in dem was man macht.

Als Beispiel kann ich da mich und einen bekannten aufzeigen. Ich selber bin noch Anfänger. Mach unter anderem dieses Hobby weil es mir spass macht und ich mich gerne in der Grüne der Natur aufhalte. Wenn jemand meine Arbeiten huldigt dann bin ich stolz darauf und habe ansporn weiter zu machen. Aber der Gedanke, bekannt zu sein oder ein Meister in dem zu werden habe ich dennoch nie.

Der Bekannte von dem ich sprach macht dieses Hobby schon seid vielen Jahrzehnten. In dieser Zeit kamen immer mehr und mehr Pflanzen dazu. Sogar ein neuer Garten musste her. Die Urlaube werden auf ein minimum herunter geschraubt um ja immer zeit für die Schützlinge zu haben.
Die Frage die ich hier gerne aufzeigen möchte ist: Wie ist er zu diesem Hobby gekommen?

Der Mann als solcher ist ein echter Künstler. In seinem Arbeitsleben (schon lange Rentner) war er glaube ich Maler. Er liebte seinen Beruf und hat immer große und tolle Dinge vollbracht. Diese konnte er aber nur machen weil er dazu Zeit hatte. Damals war es noch anders. Da hatte man noch Zeit für etwas und nicht so wie Heute, das jeder alles sofort und auf der Stelle in absoluter Spitzenqualität haben möchte. Als dieser Umschwung kam, konnte er natürlich nicht mehr mithalten. Das zerstörte ihn innerlich und wurde dadurch auch krank. So ging er in den Vorruhestand.

Nach und nach kam er dann zu dem neuen Hobby der Bonsaikunst. Ihm geht es mittleriweile wieder super und er ist, wenn ich das beurteilen kann, ein echter Meister auf seinem Gebiet. In diesem Hobby hat er das gefunden was ihm die Arbeitswelt verwehrt hat: Zeit und Geduld.

Und obwohl er so gut in seinem Hobby ist, kennt ihn wahrscheinlich keiner. Was ihn aber überhaupt nicht stört, denn er hat das, was so viele andere in Deutschland auch haben. Ihr Hobby.

Und da sollte es meiner Meinung nach auch bleiben. Man muss sich nicht an anderen Nationen messen wie gut man ist. Solange man etwas macht was einen Glücklich macht ist es total egal ob ich Meister oder Stift bin.

Grüße
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Anja M.
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Re: Stellung der deutschen Bonsaiszene in Europa

Beitrag von Anja M. »

Pitches hat geschrieben:


Aber zurueck zur eigentlichen KERNFRAGE:
Warum steht die deutsche Bonsaiszene dort (unten) wo sie heute steht?

Offensichtlich muss es neben den oben diskutierten positiven Vorraussetzungen gravierende Hemmungen/Einschraenkungen geben, die unsere aktuelle Stellung hervorrufen.
Da faellt einem bei Deutschland ein negativer Aspekt sofort bruehwarm ein, die allgegenwaertige BUEROKRATIE:
Haben die zahlreichen Gesetze, Regelungen und Vorschriften sich so eingebrannt, dass der deutsche Bonsaianer,im Vergleich zu den weniger burokratisierten Suedlaendern, eher dazu neigt nach der gewohnten strengen Fuehrungshand zu greifen und in der Lethargie der japanischen Schule der 50ziger gefesselt zu bleiben?
*engel* 'gröööhl' *hahaha* Da mußt du aber wirklich alte Sachen ausgegraben haben! *banana* *banana* *banana*
Pitches hat geschrieben: PS:
Ich selbst bin uebrigens der Meinung, dass das was ich hier niedergeschrieben hab durchaus Hand und Fuss hat und mit Abstand das Beste ist, was ich mir je im Oberstuebchen zu einem solchen Thema zusammengeschustert hab.
Wäre jetzt auch meine Meinung zu dem Thema. Es reicht wenn wir in 10 Tagen zum 3. Mal Weltmeister werden. Man muß nicht alles haben.
73 Anja
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Re: Stellung der deutschen Bonsaiszene in Europa

Beitrag von neognom »

Hi Marius!
Kanst du mal die Best of Bonsai Beitraege verlinken! Damit ich sehen kann welche Beiträge du meinst!
Danke!

Grüße Alex
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Pitches
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Re: Stellung der deutschen Bonsaiszene in Europa

Beitrag von Pitches »

Hallo zusammen!

@Alex:
Danke fuer den Hinweis, haette ich der besseren Verstaendlichkeit halber gleich machen sollen, werd ich nachreichen!
Hier schonmal ein Beitrag, den anderen hab ich noch nicht gefunden. Wer will kann auch gern den ganzen Beitrag lesen, ist aber etwas Arbeit, in dem steckt naemlich enorm viel Lehrreiches drin, fuer mich einer der besten Artikel im Forum!
Fuer die, die dazu keine Lust oder Zeit haben zittier ich gerne den fuer uns im Moment relevanten Teil:
Es mag durchaus sein, dass in Deutschland weniger Interesse an einer Teilnahme herrscht als anderswo. Wenn das so wäre, würde das heißen, dass die Bonsaiszene in Deutschland reichlich provinziell ist. Mag sein. Jedenfalls wird das international sehr genau beobachtet und es gibt diese Meinung.

Wie können wir es einfach zulassen wenn Danny Use sagt:
'In Italien habe ich die Auswhahl unter 150 Bäumen gehabt. Ich konnte leider nur 50 nehmen, weil auch andere Länder mitmachen wollen. Ich hätte blind alle 150 nehmen können. In Erlangen habe ich nur 8 Bäume aus Deutschland gefunden, die da halbwegs mithalten können.' Er hat den Kopf geschüttelt.
Ich meine, das ist nicht einfach hinzunehmen. Nicht dass Danny sowas gesagt hat. Das stimmt nämlich haarscharf. Ich meine, dass die Entwicklung einfach an Deutschland vorbei geht.

Dafür gibt es viele Gründe. Die Selbstgefälligkeit und Genügsamkeit der Bonsiaszene ist ja auch hier im Forum teilweise spürbar. Deutschland ist in Sachen Bonsai kaum wettbewerbsfähig. Es gibt eine Hand voll Leute, die da mithalten können, der Rest ist so weit vom internationalen Stand weg, dass es fast hoffnungslos ist.
Da können in Erlangen 500 Bäume ankommen. Danny hätte vielleicht 20 gefunden, aber auch nicht mehr.

Das ist der Stand der Dinge. Insider wissen es schon längst."
Walter Pall

@Kanna:
Ich gebe dir da teilweise schon Recht!
Man muss nicht Spitzenniveau erreichen, man muss auch nicht in aller Munde bekannt sein.
Denn es ist nicht Ziel im leben an die Spitze zu kommen sondern vielmehr Glücklich zu sein in dem was man macht."
Das ist voellig richtig!
Und obwohl er so gut in seinem Hobby ist, kennt ihn wahrscheinlich keiner. Was ihn aber überhaupt nicht stört, denn er hat das, was so viele andere in Deutschland auch haben. Ihr Hobby.
Und da sollte es meiner Meinung nach auch bleiben. Man muss sich nicht an anderen Nationen messen wie gut man ist. Solange man etwas macht was einen Glücklich macht ist es total egal ob ich Meister oder Stift bin.
Da muss ich dir leider wiedersprechen, da verallgemeinerst du zu sehr.
Bonsai ist bei den meisten ein Hobby und bringt all die positiven Eigenschaften mit sich die du so treffend aufgezaehlt hast. Fuer die Leute, die sich damit zufrieden geben, so wie dein Bekannter, ist das voellig in Ordnung, freut mich!
Bonsai als Hobby zu betreiben muss nicht ausschliessen es auf Profiniveau zu betreiben!

Walter Pall sagt:
Bonsai ist mein Hobby
und er geht sogar noch einen Schritt weiter
Ich bezeichne mich selbst als Amateur, der wie ein Profi arbeitet

-> sinngemaess zitiert, weil ich den Originalsatz grad nicht finde

Jetzt gehoere ich auch zu den Amateueren, die vorallem Spass an ihrem Hobby haben, macht Walter den Eindruck als haette er keinen Spass?

Ein anderes Hobby von mir, Trompete. Selbiges Phaenomen:
Man kann sich damit zufrieden geben die 3. Trompete im oertlichen Provinzmusikverein zu sein. Einfach die geselligen Proben, Auftritte und Fahrten geniessen und sich einfach am Mitmachen freuen.
Zu denen gehoere ich nicht... Nicht, dass ich die erwaehnten Dinge nicht genoss, aber ich habe da einen anderen Ansporn:
Schnell war ich die 1.Trompete und schnell schaute ich mich nach Groesserem um, ich habe einfach die Herausforderung gesucht, es hat mir so noch mehr Spass gemacht!

Jetzt kann es sein, dass man aufgrund von verschiedensten Gruenden irgentwann an einen Punkt kommt, an dem man sich entscheiden muss, dass gilt fuer alles hobbymaessige wo man einen hoeheren Anspruch hat:
Entweder man macht sein Hobby zur Lebensaufgabe und verwirklicht sich voll und ganz darin, oder man muss es auf ein gewisses Niveau runterfahren, weil andere Dinge wichtiger geworden sind.
Ein Beispiel:
Ich hatte immer durchaus Talent mit der Trompete, haette vielleicht was werden koennen. Nun ist es vielleicht noch nen Tick schwieriger mit der Trompete wirklich gut zu werden im Vergleich zu Bonsai, denn Bonsai spielt sich meiner Meinung nach groesstenteils im Kopf ab. Den Koerper brauch man da nicht viel zu trainieren (ausser man haellt so Monster in Schalen wie z.B. Walter, da ist es vielleicht ratsam ins Fitnesstudio zu gehen).
Zwar spielt sich bei der Trompete auch einiges im Kopf ab, vieles sogar, aber entscheidend ist da regelmaessig Training am Koerper. Un damit meine ich mehrere (2,3 oder wenn du wirklich was vor hast 6 oder 7) Stunden am Tag ueben ueben ueben, denn die Lippen und Zunge sind nichts anderes wie Muskel...sie bauen also auch ab wenn sie nicht trainiert werden!
Macht es uebrigens auch schwieriger Trompete auf einem recht hoehen Niveau zu halten wenn die Zeit knapp wird, so wie bei mir mit anstehenden Studium, usw... da muss man sich entscheiden was fuer einen in der Zukunft wichtiger ist!
Bonsai hat jetzt den ungemeinen Vorteil, dass sich da fast alles im Kopf abspielt, das heisst man kann sich so nebenbei damit beschaeftigen, das ganz wichtige aufschnappen und sich dann ne Meinung bilden. Dann entwickelt man zwar nichts weiter, aber man gewinnt ueber die Jahre enorm viel an Wissen.
Das ist jetzt natuerlich auch teilweise eine Glaubensfrage und vorallem eine Geschmacksfrage, wem man da vertraut, von wem man die Ratschlaege, Erfahrungen sich ansieht und merkt. Ich entscheide mich da fuer die Besten, denn nur die sollten Vorbild sein wenn man was erreichen will!
An anderer Stelle hat Walter mal erwaehnt (sinngemaess):
Gutes Rohmaterial macht 70-80% der Qualitaet der endgueltigen Gestaltung aus. Viele Bonsaianfaenger machen den Fehler, dass sie guten Baeumen hinterherjagen, die Profis jagen eher nach dem besten Rohmaterial.
Das ist was ganz entscheidendes wie ich finde!
Fuer mich habe ich daraus entnommen, dass ich in den naechsten Jahren mein Auge immer mehr schule, immer besseres Ausgangsmaterial ausgrabe, was ich aufgrund des immer besser werdenden Wissens immer besser am Leben halten kann.
Irgentwann kommt dann vielleicht wieder der Zeitpunkt an dem ich mich wirklich mit Bonsai beschaeftigen kann, nicht nur so nebenbei. Dann hab ich aber den unschlagbaren Vorteil, dass ich hoffentlich nen Garten voll brauchbarem Rohmaterial habe und nicht das Spielchen von vorne beginnen muss, wer weiss vielleicht hab ich erst zur Rente wieder Zeit und da wird die Zeit die mir noch bleibt immer knapper und knapper.
Walter hat da den Vorteil, dass er den Job schon hinter sich gelassen hat und sich voll auf sein Hobby konzentrieren kann, aber er hat wohl vorher schon gut gesammelt, sonst wuerde seine Sammlung wohl heute nicht so aussehen wie sie nunmal aussieht.

Um aber nochmal auf deine Kernaussage zurueckzukommen hab ich da ein Kommentar von Walter, der meine Gedanken recht gut wiederspiegeln:
Niemand muß Bonsai auf Weltklasseniveau machen. Man muß aber nicht unbedingt die, die es trotzdem versuchen, herunterholen wollen. Ihnen dauernd direkt und indirekt reiben, dass man sie für arrogant, elitär, überheblich hält. Man muß auch akzeptieren, das es einige gibt, die mehr als andere zu sagen haben. Nicht ein bisschen mehr sondern viel, viel mehr. Das wird immer die ärgern, die ein gestörtes Verhältnis zu Autoritäten haben. Aber auf die kommt es überhaupt nicht an, das sind sowieso Verlierer.

So jetzt wurde es wieder lange, aber wenn man einmal dran ist fallen einem immer so viele Sachen ein.

Gruss Marius
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Andreas Ludwig
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Re: Stellung der deutschen Bonsaiszene in Europa

Beitrag von Andreas Ludwig »

Kleiner Hinweis von der Seite (was bedeuten mag «abseits» im Sinne von «aus gewachsener Überzeugung nicht mit dabei»):

«Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.»
(Matthäus 5.37)

Gilt für jede Kunst, jede Gestaltung. Bedarf keiner Erklärung. Ist nicht religiös gemeint, bloss gewählt, weil gut formuliert (für die mit dem spezifischen Reflex...).

So. Und jetzt schau mal in dieses Forum. Wo bitte findest du da ein ja, ja oder ein nein, nein? Und wie oft ein «ausser vielleicht, man könnte doch auch noch ein bisschen», oder ein «in diesem besonderen Falle wäre es trotzdem eventuell denkbar»?

Darum gehts. Wer in der (deutschen? belgischen? amerikanischen? - keine Illusionen. Menschen sind immer Menschen. Mehr nie...) Bonsaiszene seinen Anspruch durchzieht, befindet sich bereits ausserhalb. Die Bonsaiszene ist ein alter Mann, der Angst vor dem Sterben hat.
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Re: Stellung der deutschen Bonsaiszene in Europa

Beitrag von Anja M. »

Andreas,

wenn ich dich richtig verstehe fehlt noch:

'... aber letztendlich muß es dir gefallen.'


8)
73 Anja
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Andreas Ludwig
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Re: Stellung der deutschen Bonsaiszene in Europa

Beitrag von Andreas Ludwig »

Anja M. hat geschrieben:'... aber letztendlich muß es dir gefallen.'
Nein, nein: Es muss gut sein.

Darauf lassen wir uns bis heute nicht ein. Davor haben wir Angst, vor berechtigter Kritik, vor Anspruch. Darum ist es bloss ein Kaffeekränzchen im alten Schloss und nicht mehr.
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Re: Stellung der deutschen Bonsaiszene in Europa

Beitrag von manuu29 »

huhu


hier mal mal mein unbedeutenden senf dazu


ich find NICHT das wir deutschen keine ``szene`` haben oder vom ausland dazustehen ``wat wer bist du denn``


bin noch nicht soo lange mit dabei aber kann sagen das dass forum manchmal wichtiger ist (hab mich letztens selbst ueberrascht wo es anstatt zur dringenden seite liebr aufs bff hi ging


dann das sommerfest also ganz ehrlich wenn das nicht ``szene`` like war (mit polizei kochenden grillmaennern und tanzenden ``gurus`` weil h. aufgelegt hat *dance*


dazu dann noch die 2 maligen treffen beim sponsor mit dem ``harten kern`` was mir immer wieder freude macht (da würd auch bei minus 5 grad gezeltet *daumen_new* )


ob sich das nun szene nennen darf oder was weiss ich (die besten sind immer die , die nicht alles zeigen muessen)


für mich persönlich zb. ist walter pall mit seinen bäumen WELTWEIT aufn ersten platzt weil ich mit seinen gestaltungen mein erreichbares abdecken kann ``so sieht nunmal nen baum aus`` `


wie uns die anderen sehen ist mir schnurz (ich kann mich an walters spruch nachts halb 2 irgendwo in westfalen erinnern``in alles wollen die deutschen gut sein sind weltmeister export schlager usw. ... aber bei bonsai will keiner den anspruch......(zitat walter april 2010)


es muss nicht alles auf einmal sein und verstecken brauchen wir uns allemal nicht (dazu kommt das jedes land andere gesichtspunkte inbetreff bonsai haben) und auch ganz andere pflanzen /bedingungen


ich bin stolz ein deutscher bonsaijaner zu sein *ironie* *daumen_new*


gruss manuu :-D
wenn die die reinwollen die die rauswollen nicht rauslassen,können die die rauswollen die die reinwollen nicht reinlassen (ganz logisch oder)
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Re: Stellung der deutschen Bonsaiszene in Europa

Beitrag von Andreas Ludwig »

manuu29 hat geschrieben:ich bin stolz ein deutscher bonsaijaner zu sein *ironie* *daumen_new*
Ich hab bloss Bäumchen. Geht das auch?
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Re: Stellung der deutschen Bonsaiszene in Europa

Beitrag von Lioth »

Andreas Ludwig hat geschrieben: Ich hab bloss Bäumchen. Geht das auch?
Gerade so eben! :-D
Gott schuf die Zeit, von Eile hat er nichts gesagt...!

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Re: Stellung der deutschen Bonsaiszene in Europa

Beitrag von achim73 »

Ich hab bloss Bäumchen. Geht das auch?
du bist ja nicht mal deutscher...pff... *nee*

es lebe die avongarde !!! (wo sind die eigentlich - die standen doch mit ihren köfferchen immer bei meiner mutter vor der tür...) *dance*

sommerloch ole .
Gruss, Achim
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Andreas Ludwig
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Re: Stellung der deutschen Bonsaiszene in Europa

Beitrag von Andreas Ludwig »

achim73 hat geschrieben:du bist ja nicht mal deutscher...pff... *nee*
Genau. Zum Glück haben wir die Österreicher plattgehauen, als die Deutschen auch noch welche waren. Also, lange bevor sie alle zusammen Deutsche waren. Oder so. Aber das könnten dir unsere Nationalisten besser erklären, also unsere echten Deutschen, das heisst, die österreichfreien Kelten, die deutsch sind, aber eben für sich. Oder wie auch immer.
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Pitches
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Re: Stellung der deutschen Bonsaiszene in Europa

Beitrag von Pitches »

Hallo zusammen,
ums kurz zu machen, ich bin schlichtweg enttaeuscht!
Genau aus diesem Grund habe ich zunaechst gezoegert das ganze ins Forum zu stellen und der erwartet Worst Case ist auch noch prompt eingetreten.
Ich hab da was zum Nachdenken rein gestellt, ist auch mein voller Ernst was ich da schreibe. Da muss man sich mal ne zeitlang Gedanken drum machen, anstatt gleich das erst Beste was einem einfaellt niederzuschreiben.
Dann kommt ihr mit -sorry- irgentwelchem Gelaber was groesstenteils voellig am Thema vorbeihaut und am Ende ist die ganze Diskussion, der ja noch nichtmals die Chance gegeben wurde sich zu entwickeln, voellig ab vom Thema...wirklich schade

@manu:
Wenn du meine Beitraege nochmal genau durchliest, dann wirst du feststellen, dass ich an keiner Stelle angezweifelt hab ob wir Deutschen eine Bonsaiszene haben, korrigiere mich da bitte wenn ich da falsch liege.
Ich habe lediglich moniert (und mal ganz nebenbei den nach deiner Meinung weltweit besten Bonsaigestalter zitiert), dass die deutsche Bonsaiszene (hier, ich nenne sie gogar Szene) in Europa weit abgeschlagen von der Spitze ist. Ich hab also diese Erkenntnis nicht gemacht, dass waren andere (denen ich aber voellig Recht gebe)!
Was du dann nachfolgend schilderst mit dem "Sommerfest" und dem "2 maligen treffen beim sponsor mit dem ''harten kern" passt vortrefflich zu meinem Trompetenbeispiel aus dem 2. Beitrag:
Man kann sich damit zufrieden geben die 3. Trompete im oertlichen Provinzmusikverein zu sein. Einfach die geselligen Proben, Auftritte und Fahrten geniessen und sich einfach am Mitmachen freuen.
Ist fuer dich ja auch voellig in Ordnung, ich freue mich wirklich fuer jeden der Spass dran hat. Aber da wollte ich eigentlich gar nicht drauf hinaus!

Gruss Marius
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