Fächerahorn Doppelstamm mit Ablaktion
Fächerahorn Doppelstamm mit Ablaktion
Hallo, liebe Bonsaifreunde,
heute möchte ich Euch einen Fächerahorn zeigen, den Norbert_S einmal von einem Gartenbaum abgemoost und mir geschenkt hat. Der Doppelstamm brachte ein schönes Nebari mit, aber der Hauptstamm endete mit einer geraden Schnittstelle ohne Stammfortführung und gab mir daher eine Aufgabe auf. 2009 ließ ich einen Trieb sehr lang wachsen und drahtete ihn in eine Schlaufe, um ihn zur Ablaktion verwenden zu können.
Diese wurde im April 2010 ausgeführt.
In der Folge wurde natürlich der ablaktierte Trieb frei wachsen gelassen. Der Baum stand 2010 und 2011 komplett im Gewächshaus, um das Anwachsen der Ablaktion nicht durch Windeinfluss stören zu lassen. Das Wachstum war enorm, der Trieb wurde über 1 m lang und die neue Stammfortführung verdickte sich auch erstaunlich schnell. Im Spätsommer 2010 konnte ich den Spendertrieb bereits abtrennen.
Im Sommer 2011 musste der überlange Spitzentrieb abgeschnitten werden, da er dick genug geworden war, und es bildeten sich daraufhin sogar schon neue Äste und Verzweigungen. Auch konnte ich auf der Rückseite der Ablaktion den alten Stammstumpf schräg abtragen und mit Wundknete bedecken. Diese Stelle hat einen kräftigen Kallus gebildet und wächst gut zu.
Auf der Vorderseite hat die Ablaktionsstelle eine etwas seltsame knubbelige Verwachsung gebildet. Ich bin gespannt, wie diese sich weiterentwickeln wird.
Der Baum ist noch nicht schön, schon gar nicht reif, aber mit den Jahren könnte vielleicht etwas daraus werden.
Die Geschwindigkeit der Entwicklung nach der Ablaktion fand ich jedoch so erstaunlich, dass ich Euch dieses Projekt einmal zeigen wollte.
Hier die beiden Fotos von heute:
Das Nebari ist noch nicht freigelegt, es wird beim nächsten Umtopfen überprüft und weiter bearbeitet.
Liebe Grüße,
Heike
heute möchte ich Euch einen Fächerahorn zeigen, den Norbert_S einmal von einem Gartenbaum abgemoost und mir geschenkt hat. Der Doppelstamm brachte ein schönes Nebari mit, aber der Hauptstamm endete mit einer geraden Schnittstelle ohne Stammfortführung und gab mir daher eine Aufgabe auf. 2009 ließ ich einen Trieb sehr lang wachsen und drahtete ihn in eine Schlaufe, um ihn zur Ablaktion verwenden zu können.
Diese wurde im April 2010 ausgeführt.
In der Folge wurde natürlich der ablaktierte Trieb frei wachsen gelassen. Der Baum stand 2010 und 2011 komplett im Gewächshaus, um das Anwachsen der Ablaktion nicht durch Windeinfluss stören zu lassen. Das Wachstum war enorm, der Trieb wurde über 1 m lang und die neue Stammfortführung verdickte sich auch erstaunlich schnell. Im Spätsommer 2010 konnte ich den Spendertrieb bereits abtrennen.
Im Sommer 2011 musste der überlange Spitzentrieb abgeschnitten werden, da er dick genug geworden war, und es bildeten sich daraufhin sogar schon neue Äste und Verzweigungen. Auch konnte ich auf der Rückseite der Ablaktion den alten Stammstumpf schräg abtragen und mit Wundknete bedecken. Diese Stelle hat einen kräftigen Kallus gebildet und wächst gut zu.
Auf der Vorderseite hat die Ablaktionsstelle eine etwas seltsame knubbelige Verwachsung gebildet. Ich bin gespannt, wie diese sich weiterentwickeln wird.
Der Baum ist noch nicht schön, schon gar nicht reif, aber mit den Jahren könnte vielleicht etwas daraus werden.
Die Geschwindigkeit der Entwicklung nach der Ablaktion fand ich jedoch so erstaunlich, dass ich Euch dieses Projekt einmal zeigen wollte.
Hier die beiden Fotos von heute:
Das Nebari ist noch nicht freigelegt, es wird beim nächsten Umtopfen überprüft und weiter bearbeitet.
Liebe Grüße,
Heike
Re: Fächerahorn Doppelstamm mit Ablaktion
hey, danke, ich muss so etwas nächstes jahr auch angehen. hast du den trieb einfach auf den stamm "gedrückt" und fixiert oder hast du den stamm an der stelle eingeschnitten ? das kann man auf dem bild nicht erkennen.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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Re: Fächerahorn Doppelstamm mit Ablaktion
hallo heike,
mich würde interessieren, wie groß das ahörnchen ist .... und
hast du für jeden halbfertigen schon eine spitzenschale?
das halbfertig ist nicht abwertend gemeint sondern eher bewundernd für deine vielen schönen schalen.
liebe grüße christian
mich würde interessieren, wie groß das ahörnchen ist .... und
hast du für jeden halbfertigen schon eine spitzenschale?
das halbfertig ist nicht abwertend gemeint sondern eher bewundernd für deine vielen schönen schalen.
liebe grüße christian
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Instagram: krachkunst_der_fritz
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Re: Fächerahorn Doppelstamm mit Ablaktion
Hallo Heike,
unglaublich, die Geschwindigkeit mit der Ablaktation. Der Fächerahorn ist aber, denke ich, eine ganz besonders geeigneter Kandidat, um diese Technik zu zeigen.
Etwas Bauchschmerzen habe ich bei dem "V" der beiden Stämme, jedenfalls zum Zeitpunkt, aber da wird Dir noch was einfallen.
Die PK-Schale gefällt mir gut und da sie bei ihrer Grösse für Deine weiteren Pläne richtig dimensiniert zu sein scheint, hast Du mal gleich "was Besseres" aus Deinem Fundus genommen.
Ganz prima finde ich den Tisch, -sehr,sehr inspirierend.
Beste Grüsse,
Heiner
unglaublich, die Geschwindigkeit mit der Ablaktation. Der Fächerahorn ist aber, denke ich, eine ganz besonders geeigneter Kandidat, um diese Technik zu zeigen.
Etwas Bauchschmerzen habe ich bei dem "V" der beiden Stämme, jedenfalls zum Zeitpunkt, aber da wird Dir noch was einfallen.
Die PK-Schale gefällt mir gut und da sie bei ihrer Grösse für Deine weiteren Pläne richtig dimensiniert zu sein scheint, hast Du mal gleich "was Besseres" aus Deinem Fundus genommen.
Ganz prima finde ich den Tisch, -sehr,sehr inspirierend.
Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
Re: Fächerahorn Doppelstamm mit Ablaktion
Hallo, Ihr Lieben,
vielen Dank für Eure interessierten Fragen und Kommentare!
in den Stamm habe ich eine Kerbe geschnitten und am eingefügten Trieb die Rinde vorsichtig abgeschabt, damit die Kambiumschichten in Berührung kommen konnten. Zukünftig bin ich schlauer und versuche, auch davon Fotos zu machen. Allerdings ist dabei Eile geboten, die frischen Schnitte sollen ja möglichst sofort zusammengefügt werden und nicht erst trocken werden.
soeben habe ich nachgemessen, der Ahorn misst jetzt von der Erdoberfläche bis zur Spitze des Hauptstamms 45 cm.
Aber ich bin in der glücklichen Lage, einen ziemlich umfangreichen Fundus hochwertiger Schalen angesammelt zu haben und wenn dann eine schon mal von der Form, Farbe und Größe her gut passt, wird sie auch genommen. Die Schalen werden im Gebrauch bei entsprechender Pflege ja auch immer schöner und brauchen lange Zeit, um die begehrte Patina zu entwickeln. Die bekommen sie im Regal ja nicht. Insofern ist es OK, wenn der Baum anfangs seiner Schale noch nicht gerecht wird.
Ich muss auch zugeben, dass ich gar nicht mehr besonders viele einfache Schalen habe. Mir gefiel diese Schale mit ihrer sehr durchscheinenden Glasur spontan sehr gut zu dem Baum, den ich in der Zukunft vor mir sehe.
Liebe Grüße,
Heike
vielen Dank für Eure interessierten Fragen und Kommentare!
Hallo Achim,achim73 hat geschrieben:hey, danke, ich muss so etwas nächstes jahr auch angehen. hast du den trieb einfach auf den stamm "gedrückt" und fixiert oder hast du den stamm an der stelle eingeschnitten ? das kann man auf dem bild nicht erkennen.
in den Stamm habe ich eine Kerbe geschnitten und am eingefügten Trieb die Rinde vorsichtig abgeschabt, damit die Kambiumschichten in Berührung kommen konnten. Zukünftig bin ich schlauer und versuche, auch davon Fotos zu machen. Allerdings ist dabei Eile geboten, die frischen Schnitte sollen ja möglichst sofort zusammengefügt werden und nicht erst trocken werden.
Hallo Christian,fritze hat geschrieben:mich würde interessieren, wie groß das ahörnchen ist
soeben habe ich nachgemessen, der Ahorn misst jetzt von der Erdoberfläche bis zur Spitze des Hauptstamms 45 cm.
Na ja, vielleicht nicht für jeden.fritze hat geschrieben:hast du für jeden halbfertigen schon eine spitzenschale?
Ja, das ist wahr, Heiner! Der Fächerahorn ist für mich inzwischen eine der erstaunlichsten Baumarten. Er scheint unbegrenzte Möglichkeiten zu bieten, Bonsai in verschiedensten Formen und Größen zu gestalten, lässt sich abmoosen, ablaktieren, aus Stecklingen und Samen vermehren etc. und ist zumindest bei mir annähernd unverwüstlich.bonsaiheiner hat geschrieben:unglaublich, die Geschwindigkeit mit der Ablaktation. Der Fächerahorn ist aber, denke ich, eine ganz besonders geeigneter Kandidat, um diese Technik zu zeigen.
Da habe ich vor, den Baum noch etwas anders einzutopfen, so dass der Hauptstamm richtig senkrecht steht. Dann sieht es sicher schon etwas besser aus. Das gute an diesem stumpferen Winkel ist übrigens, dass die Stämme nicht so schnell weiter aufwärts zusammenwachsen, was bei spitzen Winkeln rasch geschieht und dann oft nicht mehr so gut aussieht. Mal abwarten, wie sich die Sache weiterentwickelt.bonsaiheiner hat geschrieben:Etwas Bauchschmerzen habe ich bei dem "V" der beiden Stämme, jedenfalls zum Zeitpunkt, aber da wird Dir noch was einfallen.
Peter Krebs-Schalen sind unverkennbar, wer sich ein wenig auskennt, erkennt sie sofort.bonsaiheiner hat geschrieben:Die PK-Schale gefällt mir gut und da sie bei ihrer Grösse für Deine weiteren Pläne richtig dimensiniert zu sein scheint, hast Du mal gleich "was Besseres" aus Deinem Fundus genommen.
Diesen Tisch mag ich auch sehr! Ich habe ihn über Ebay von einem Mann gekauft, der in Karlsruhe wohnt und zu günstigen Preisen verschiedene schöne Präsentationstische auch nach Maß baut. Einen zweiten Tisch habe ich mir inzwischen von ihm machen lassen. Wenn Du Interesse hast, könnte ich Dir den Kontakt vermitteln, gerade wo KA in Deiner Nähe ist und Du dort zum AK gehst.bonsaiheiner hat geschrieben:Ganz prima finde ich den Tisch, -sehr,sehr inspirierend.
Liebe Grüße,
Heike
Re: Fächerahorn Doppelstamm mit Ablaktion
Die Methode ist auf dieser Seite ganz gut und in Bildern dokumentiert:
http://www.bonsai4me.com/AdvTech/ATAppr ... Bonsai.htm
Heike,
dazu habe ich eine Frage. Im Gegensatz zu deinem Vorgehen wurde bei dem Artikel oben das Kambium des Astes wohl NICHT freigelegt, sondern NUR ein Einschnitt im Stamm gemacht.
Würde das aus deiner Sicht auch so ausreichen und funktionieren, oder ist deine Methode einfach sicherer?
Gruß Marco
http://www.bonsai4me.com/AdvTech/ATAppr ... Bonsai.htm
Heike,
dazu habe ich eine Frage. Im Gegensatz zu deinem Vorgehen wurde bei dem Artikel oben das Kambium des Astes wohl NICHT freigelegt, sondern NUR ein Einschnitt im Stamm gemacht.
Würde das aus deiner Sicht auch so ausreichen und funktionieren, oder ist deine Methode einfach sicherer?
Gruß Marco
Gruß aus dem Westerwald
Marco
Bonsai ist die Kunst der Zeit!
Marco
Bonsai ist die Kunst der Zeit!
Re: Fächerahorn Doppelstamm mit Ablaktion
Hallo Marco,
die Artikel in Deinem Link habe ich mir auch noch einmal durchgelesen. Ich denke, bei der Verwendung von sehr dünnen Trieben zur Ablaktion bei Bäumen, die sehr gut geeignet sind (wie grüner Fächerahorn oder Dreispitzahorn etc.), kann offensichtlich auch auf das Entrinden des Triebs verzichtet werden. Es ist dann ohnehin recht heikel, es so begrenzt und exakt hinzukriegen, dass ein so dünner Trieb nicht an der Stelle abstirbt.
Bei Bohrpfropfungen ist es vermutlich deswegen nicht notwendig, weil das Dickenwachstum irgendwann so einen starken Druck erzeugt, dass die Kambiumschichten dadurch verschmelzen.
Bei dickeren zu ablaktierenden Pflanzenteilen (z.B. junge Ahorne von 5 mm und mehr Durchmesser als neue Wurzeln ins Nebari einfügen), die schon etwas borkig sind, ist es m.E. allerdings wichtig, die Rinde an den entsprechenden Stellen passgenau zu entfernen.
Auch bei meinem Ficus hat es ohne diese Maßnahme mit der Ablaktion nicht geklappt. Ich musste später nacharbeiten und das Entrinden nachholen, weil der Ast nur plattgedrückt, aber nicht angewachsen war.
Liebe Grüße,
Heike
die Artikel in Deinem Link habe ich mir auch noch einmal durchgelesen. Ich denke, bei der Verwendung von sehr dünnen Trieben zur Ablaktion bei Bäumen, die sehr gut geeignet sind (wie grüner Fächerahorn oder Dreispitzahorn etc.), kann offensichtlich auch auf das Entrinden des Triebs verzichtet werden. Es ist dann ohnehin recht heikel, es so begrenzt und exakt hinzukriegen, dass ein so dünner Trieb nicht an der Stelle abstirbt.
Bei Bohrpfropfungen ist es vermutlich deswegen nicht notwendig, weil das Dickenwachstum irgendwann so einen starken Druck erzeugt, dass die Kambiumschichten dadurch verschmelzen.
Bei dickeren zu ablaktierenden Pflanzenteilen (z.B. junge Ahorne von 5 mm und mehr Durchmesser als neue Wurzeln ins Nebari einfügen), die schon etwas borkig sind, ist es m.E. allerdings wichtig, die Rinde an den entsprechenden Stellen passgenau zu entfernen.
Auch bei meinem Ficus hat es ohne diese Maßnahme mit der Ablaktion nicht geklappt. Ich musste später nacharbeiten und das Entrinden nachholen, weil der Ast nur plattgedrückt, aber nicht angewachsen war.
Liebe Grüße,
Heike
Re: Fächerahorn Doppelstamm mit Ablaktion
Hallo Heike
Es ist eine reine Freude den kleinen Ahorn unter deiner Pflege gedeihen zu sehen.
Da ist logischerweise noch viel Zeit und entwicklungsfördernde Pflege notwendig aber der Weg scheint schon klar definiert und ohne Anstrengung kann man vor seinem Auge die Zukunft sehen.
Die sehr schön passende Peter-Schale gibt ja bekannter Maßen immer noch einen extra Pusch den Baum nach vorn zu bringen.
Viel Freude bei den zukünftigen Arbeiten.
Es ist eine reine Freude den kleinen Ahorn unter deiner Pflege gedeihen zu sehen.
Da ist logischerweise noch viel Zeit und entwicklungsfördernde Pflege notwendig aber der Weg scheint schon klar definiert und ohne Anstrengung kann man vor seinem Auge die Zukunft sehen.
Die sehr schön passende Peter-Schale gibt ja bekannter Maßen immer noch einen extra Pusch den Baum nach vorn zu bringen.
Viel Freude bei den zukünftigen Arbeiten.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
Re: Fächerahorn Doppelstamm mit Ablaktion
Hallo Heike,
ich denke, das aktuell noch sehr deutliche "V" wird besonders dadurch betont, dass die Spitze des linken, relativ geraden Stammes auf gleicher Höhe liegt wie der noch deutlichste Verjüngungssprung des rechten.
Meine Idee habe ich mal eben auf die Schnelle versucht zu verdeutlichen. Bei deiner bewundernswerten Kulturführung sicherlich kein allzu hoher Zeitaufwand.
Gruß, Tom
ich denke, das aktuell noch sehr deutliche "V" wird besonders dadurch betont, dass die Spitze des linken, relativ geraden Stammes auf gleicher Höhe liegt wie der noch deutlichste Verjüngungssprung des rechten.
Meine Idee habe ich mal eben auf die Schnelle versucht zu verdeutlichen. Bei deiner bewundernswerten Kulturführung sicherlich kein allzu hoher Zeitaufwand.
Gruß, Tom
Re: Fächerahorn Doppelstamm mit Ablaktion
Hallo Tom,
das hieße, den oberen Teil des Nebenstamms auch noch einmal neu aufzubauen, evtl. mit derselben Methode Ablaktion. Das wäre in der Tat eine Überlegung wert.
Danke für die Anregung!
Liebe Grüße,
Heike
das hieße, den oberen Teil des Nebenstamms auch noch einmal neu aufzubauen, evtl. mit derselben Methode Ablaktion. Das wäre in der Tat eine Überlegung wert.
Danke für die Anregung!
Liebe Grüße,
Heike
Re: Fächerahorn Doppelstamm mit Ablaktion
Dieser Ahorn hat sich ganz gut entwickelt in diesem Jahr, auch ohne Neuaufbau des kleineren Stamms. Der Pflanzwinkel wird wahrscheinlich im Frühjahr etwas geändert, um das "V" ein wenig zu entschärfen.
LG, Heike
Re: Fächerahorn Doppelstamm mit Ablaktion
Auch von diesem Projekt gibt es mal wieder neue Bilder. Mit der Entwicklung bin ich durchaus zufrieden.
Jetzt wünsche ich mir aber, dass sich auch mal eine graubeige Rinde entwickelt. Der Ahorn sieht mit seiner giftgrünen Rinde noch arg krautig und nicht sehr baumartig aus.
Liebe Grüße,
Heike
-
chris-git@rre
Re: Fächerahorn Doppelstamm mit Ablaktion
Hallo Heike,
es ist erstaunlich was Du in der kurzen Zeit aus dem Baum gemacht hast!
Mir ist aber aufgefallen das Dein Baum sich an den eingezeichneten stellen nicht verjüngt.
Sondern ziemlich gleichmässig bleibt.
Ich frage mich wie Du das mit der Verjüngung in Zukunft hinbekommen möchtest?
Lässt Du einen Teil der unteren Äste durchtreiben und schneidest oben immer wieder Konsequent zurück?
Bitte meine Fragen nicht falsch verstehen!
Ich habe dahingehend noch keine Erfahrungen, deshalb frage ich.
es ist erstaunlich was Du in der kurzen Zeit aus dem Baum gemacht hast!
Mir ist aber aufgefallen das Dein Baum sich an den eingezeichneten stellen nicht verjüngt.
Sondern ziemlich gleichmässig bleibt.
Ich frage mich wie Du das mit der Verjüngung in Zukunft hinbekommen möchtest?
Lässt Du einen Teil der unteren Äste durchtreiben und schneidest oben immer wieder Konsequent zurück?
Bitte meine Fragen nicht falsch verstehen!
Ich habe dahingehend noch keine Erfahrungen, deshalb frage ich.
- Bonsai-Fips
- Freundeskreis
- Beiträge: 2831
- Registriert: 09.11.2012, 17:13
Re: Fächerahorn Doppelstamm mit Ablaktion
Hallo Heike
Die giftgrüne Rinde könnte im Moment noch ein Vorteil sein... wie wäre es, dem kleinen Stamm etwas Bewegung zu verpassen? Als Anhang ein schnelle Skizze. Von mir aus wäre die V-Problematik so gelöst, es bräuchte nicht viel Biegung, und die Wirkung wäre eine ganz andere. Wichtig erscheint mir, dass der kleine Stamm nicht bogenförmig gebogen würde. Ich würde etwa auf Höhe des ersten Astes des kleinen Stammes einen abgepolsterten Holzkeil einklemmen (damit der untere V-Winkel nicht verändert wird) und dann den oberen Teil des kleinen Stammes gegen den Grösseren "ziehen", aber den oberen Teil des kleinen Stammes mit einer gepolsterten "Holzschiene" gerade erhalten. Eigentlich einfach, aber etwas schwierig zu beschreiben. So würde der Kleine zum Grossen passen (dieser Stamm besteht ja auch aus "einzelnen, geraden Streckenabschnitten". Sicherlich verwächst sich das dann alles mal, aber, würde der kleine Stamm nur bogenförmig gebogen, würden die beiden Stämme nie richtig harmonieren. Vielleicht wär das was?
Gruss, Fips
Die giftgrüne Rinde könnte im Moment noch ein Vorteil sein... wie wäre es, dem kleinen Stamm etwas Bewegung zu verpassen? Als Anhang ein schnelle Skizze. Von mir aus wäre die V-Problematik so gelöst, es bräuchte nicht viel Biegung, und die Wirkung wäre eine ganz andere. Wichtig erscheint mir, dass der kleine Stamm nicht bogenförmig gebogen würde. Ich würde etwa auf Höhe des ersten Astes des kleinen Stammes einen abgepolsterten Holzkeil einklemmen (damit der untere V-Winkel nicht verändert wird) und dann den oberen Teil des kleinen Stammes gegen den Grösseren "ziehen", aber den oberen Teil des kleinen Stammes mit einer gepolsterten "Holzschiene" gerade erhalten. Eigentlich einfach, aber etwas schwierig zu beschreiben. So würde der Kleine zum Grossen passen (dieser Stamm besteht ja auch aus "einzelnen, geraden Streckenabschnitten". Sicherlich verwächst sich das dann alles mal, aber, würde der kleine Stamm nur bogenförmig gebogen, würden die beiden Stämme nie richtig harmonieren. Vielleicht wär das was?
Gruss, Fips
Re: Fächerahorn Doppelstamm mit Ablaktion
Chris, er verjüngt sich bisher nur stufenweise, das ist schon richtig. Der Baum ist noch jung und wenn er älter wird, wird die Stammbasis dicker, ich achte darauf, dass die Spitze nicht zu plump wird und mit der Zeit wird das alles schon harmonischer aussehen. Das dauert seine Zeit, aber das macht nichts. Da brauche ich jetzt nichts übers Knie zu brechen.chris-gitarre hat geschrieben:Mir ist aber aufgefallen das Dein Baum sich an den eingezeichneten stellen nicht verjüngt. Sondern ziemlich gleichmässig bleibt. Ich frage mich wie Du das mit der Verjüngung in Zukunft hinbekommen möchtest?
Die unteren Äste kann ich nicht mehr durchtreiben lassen, weil sie sonst zu dick werden.chris-gitarre hat geschrieben:Lässt Du einen Teil der unteren Äste durchtreiben und schneidest oben immer wieder Konsequent zurück?
So eine Bewegung wäre wirklich ganz schön, danke für die Anregung! Aber der kleine Stamm ist schon 2 cm dick und stocksteif. Die grüne Rinde ist super empfindlich, wenn schon ein bisschen Borke da wäre, wäre das m.E. eher von Vorteil.Bonsai-Fips hat geschrieben:Die giftgrüne Rinde könnte im Moment noch ein Vorteil sein... wie wäre es, dem kleinen Stamm etwas Bewegung zu verpassen?
Liebe Grüße,
Heike
