Apfelbaumruine und der Wasserschlauch

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
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Johannes
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Apfelbaumruine und der Wasserschlauch

Beitrag von Johannes »

Hallo Bonsaifreunde

Dies sollte mal ein schöner Apfelbonsai werden :D

Gekauft als Containerplanze in der Baumschule vor ca. 15Jahren
Zierapfel Malus Hybryd `Eley´,Blätter rot,Blüten dunkelpurpur,Früchte purpurrot 2-3cm
Heruntergesägt von 4m auf 50cm

Vor etlichen Jahren begann die Unterlage und der Stamm zu verfaulen,es blieb nur noch
weniger als die Hälfte übrig,auch die Krone starb ab. Heute hat er nur noch 2Äste :(

Trotzdem blühte und fruchtete der Baum jedes Jahr reichlich :D
Die langen Jahre bekam er nur die Grundversorgung(Langtriebe schneiden,Düngen,
Alle paar Jahre umtopfen)er saß auch die ganze Zeit in einer Friedhofschale :(

Dieses Früjahr habe ich ihn dann in eine bessere Schale(Beton!) gesetzt und auch
Gutes körniges Substrat genommen(Akadama ist halt teuer bei vielen Bäumen) :D :D

Jetzt kommts :

Beim Umtopfen einen dicken Lehmbollen unterm Stamm entdeckt !
Der Grund für die Fäulnis war klar ! :(

Mit einem Wasserschlauch die kommplette Erde ausgewaschen,Wurzeln saniert :D


Hatte in einer früheren Ausgabe von B-ART gelesen das man das Auswaschen des gesammten
Ballens durchaus machen kann(habe ich in keinem anderen Buch gefunden) :?:
Auch im Forum kaum etwas :?:

So, das will ich jetzt mal zur Diskussion stellen

Hoffe auf viele Meinungen - möglichst auch der Berufenen

Meine Erfahrung in diesem Umtopffrüjahr wo ich fast bei allen Laubbäumen die
Erde ausgewaschen habe ist :

Bessere saubere Arbeiten an Wurzel und Nebari-dafür nasse Finger
Besseres Erkennen und Festlegen des Nebari
OH Schreck - viel zu viel Wurzeln total chaotisch-müßte eigentlich mehr wegschneiden
Aber dann bliebe nichts mehr übrig !
Absterben von Ästen - war wohl doch zuviel
Gehemmt beim Austrieb - werde erst mal durchtreiben lassen
Kein Auswaschen von Strauchartigen Pflanzen-bilden nur feines Wurzelgeflecht(habe kleine Potentilla eingebüßt)
Ahörner u. Ulmenartige gar keine Probleme

Habe auch den Versuch bei 2 kleinenKiefern aus der Baumschule gemacht,die saßen in reinem Torf,
jetzt in Akadama,Kies+Holzkohle,ca 1/3 wurzel+1/3 Äste weg,Knospen noch nicht
ausgetrieben,wenn sies packen haben sie ein ruhiges Jahr

Und was ist mit dem Wurzelpilz ? habe eben Pils getippt :lol: :lol:

Also auf geht’s...

Danke im voraus
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Grüße..
Johannes
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Ralla
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Beitrag von Ralla »

Hallo Johannes

Meine Persönlichen Erfahrungen:

Wichtig: "Keine" Verluste bis jetzt 8)

Wasche nur aus wenn sie aus dem Feld kommen und kräftig sind !!!

Laubgehölze wie Buchen,Ahorn,Linde

Nadelgehölze """"nur Taxus""""

Bei Jamadoris entferne ich nur beim regelmäßigem Umtopfen

mit einem Stöckchen die alte Erde pö a pö (wenn sie undurchlässig ist)
Uwe Appel
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Hab ich auch schon gemacht

Beitrag von Uwe Appel »

Hallo Johannes,
ich habe vor einigen Jahren auch schon den Wurzelballen bei Lärche, Buche und Feldahorn mit dem Wasserschlauch komplett ausgespült, weil die Bäume in sehr lehmigen Erdmischungen eingepflanzt waren. Alle Bäume haben die Prozedur problemlos überstanden. und erfreuen sich bis heute bester Gesundheit. Vorteile sind natürlich die gute Sichtbarkeit und Bearbeitungsmöglichkeit der Wurzeln.
Bei Kiefern hab ichs noch nicht probiert, weil ich nicht wusste wie sich das Auswaschen der Pilze auswirken würde.

Viele Grüße aus dem Odenwald

Uwe
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Anja M.
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Beitrag von Anja M. »

Hallo Johannes,

ich hab das eigentlich für selbstverständlich gehalten, daß alle Containerpflanzen erst einmal die Wurzeln gesäubert bekommen. Wie soll ich sonst den Wurzelansatz beurteilen können?

Ich setze alle Containerpflanzen für ein Jahr ins Beet, dann läßt sich der Ballen besser auseinanderfieseln. Später ist das Substrat so locker und krümmelig, da fällt ohnehin fast alles ab, wenn ich umtopfe.

Wenn jemand hier mit Wurzelschaden auftaucht, dann kommt meist der Rat, die Wurzeln auszuwaschen. Expliziert ist das allerdings nicht erwähnt worden, geschweige denn ein Beitrag extra dazu erstellt worden. Wie oben erwähnt, für mich war das einfach eine selbstverständliche Maßnahme.
73 Anja
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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Ralla hat geschrieben:Nadelgehölze """"nur Taxus""""
Pinus mugo 'mops', als «Kompatkbusch» letzten Herbst erworben und zurückgeschnitten. Im Baumschulsubstrat inklusive schwarzem Plastik draussen überwintert, im Frühjahr Erde (erinnerte an Töpferton) komplett ausgewaschen, Wurzeln gestutzt und 'Mops' ins Freiland gepflanzt. Hat bestens geklappt, viele, viele Kerzchen wachsen. Bloss ein Einzelfall, keine Statistik – vielleicht hatte ich wieder mal bloss Glück?
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A.Muenz
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Beitrag von A.Muenz »

Hallo,

hier meine Erfahrung: dieses Jahr habe ich viele Bäume umgetopft, die seit zwei Jahren in unterschiedlichen Töpfen, Schalen, Holzkisten etc. standen. Einige Baumschulpflanzen und Jamadori hatte ich damals mit der Originalerde vom Fundort oder in der Blumenerde belassen und nur aussenrum durchlässigeres Substrat aufgefüllt. Das Ergebnis: jede Menge Wurzelfäule in der alten Erde, keinerlei neue Wurzeln in diesem Bereich. Am eindrucksvollsten war eine Eibe. Die stand in einer tiefen Schale, die unten drin eine Drainageschicht aus Splitt hatte. Nur darin waren Wurzeln gewachsen. Die sieht aus als stünde sie auf Stelzen. Ich habe bei allen Bäumen die Wurzeln ausgewaschen und teilweise stark zurückgeschnitten. Jetzt stehen sie komplett in gut durchlässigem Substrat oder wieder im Anzuchtbeet und treiben alle aus. Bisher keine Ausfälle. Sowohl Nadel- als auch Laubbäume.

Gruß,
Andreas
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Ralla
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Beitrag von Ralla »

Hallo Andreas

Hab keine Nadelgehölze aus der Baumschule! :D

Bei Jamadoris aus den Bergen machste das nicht!!!

Zumindest nur einmal :!:
KHarry
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Beitrag von KHarry »

Nur kurze Anmerkung zum Pilz (Mykorrhiza): m.W. sitzt der auch inden Wurzeln. Ganz vernichtet werden dürfte er durch das Auswaschen wohl nicht?
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A.Muenz
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Beitrag von A.Muenz »

Hallo Ralla,

wenn ich die Natur "plündere", dann sind es auch nur Laubbäume.
Einen wirklich sammelnswerten Nadelbaum habe ich hier im Flachland noch nicht zu Gesicht bekommen. :cry:
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jost
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Beitrag von jost »

Hallo zusammen,

habe in diesem Frühjahr ca 40 Pflanzen aller Größen (20cm bis 1m)umgetopft und bei jeder bis auf zwei Buchen- und zwei Eichen-Wildfängen aus dem Wald die Wurzeln komplett mit dem Schlauch vom alten Substrat befreit. Das mache ich schon seit einigen Jahren so und habe noch keine Ausfälle erleiden müssen. Der Metasequoia stand als Baumschulpflanze in sehr torfigem Substrat und hatte bei 1,50 m Höhe einen 5 Liter Container komplett und dicht durchwurzelt. Restwurzel ca. 10%. Die Eichen saßen bereits als Gruppe in einer Bonsaischale und wurden auf ca. 20% reduziert. Alles getopft in durchlässiges, körniges Substrat treiben sie momentan wie wild.
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Gruß, Joachim
Bäuml
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Beitrag von Bäuml »

Hallo jost,

eine Frage zu der "Metasequoia": Hast du die abgemoost???

Gruß Bäuml
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jost
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Beitrag von jost »

Hallo Bäuml,

nein, nein. Das war eine normale Baumschulpflanze mit total verfilztem Wurzelballen, bei dem man auch nicht den Wurzelansatz erkennen konnte. Nachdem ich den Ballen entfilzt hatte, kam dieser schöne gleichmäßige Wurzelansatz zum Vorschein. Alles darunter habe ich abgeschnitten und die Pflanze jetzt etwas tiefer eingepflanzt. Nach 2 Jahren im großen Topf werde ich den Ansatz dann wieder freilegen.
Gruß, Joachim
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