1. Jin an einer Forsythia

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Marc
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1. Jin an einer Forsythia

Beitrag von Marc »

Einen schönen guten Abend an alle!

Vielleicht erinnert sich noch jemand da dran?

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?t=1662

Vor 2 Wochen war es dann soweit und ich hab eine der Forsythien ausgebuddelt, stark eingekürzt und in eine 33cm Trainigsschale gesetzt. Ich hatte eigentlich schon Sorge, dass das etwas zu spät sein könnte, da die restlichen Sträucher ja bereits in voller Blüte standen! Ihr scheint es aber nix ausgemacht zu haben - die Knospen werden dick und dicker und platzen bestimmt die nächsten Tage auf!

Den dicken Hauptast habe ich etwas länger stehen gelassen - ich will mich nämlich an meinen ersten Jin wagen!

Sollte ich mit den Arbeiten jetzt beginnen, wo die F. noch nicht ausgetrieben hat? So würde ich besser mit der Fräse an den Stamm kommen. Zu welchen Jahreszeiten gestaltet man Jin’s? Wie genau sollte ich vorgehen?


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Einen schönen Abend noch!
Marc
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thomas_s
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Beitrag von thomas_s »

hallo,

mit ner fräse an einer forsythie herumzudoktern würde ich dir nicht unbedingt raten,das holz wird dir über kurz oder lang wegfaulen.
Gruß aus Rheinhessen !!!
Michael T.
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Beitrag von Michael T. »

Jau, Forsitie gammelt über kurz oder lang weg. Da kann der Reiner ein Lied von singen :(
Viele Grüße aus dem Sauerland,
Michael
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thomas_s
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Beitrag von thomas_s »

was macht denn eigentlich reiners invalide,wollte er da nicht ein*gerüst*für bauen?

reiner,zeig dat ding ma her.....
Gruß aus Rheinhessen !!!
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Thomas P.
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Beitrag von Thomas P. »

Hallo Mark,
zu dem was bereits gesagt wurde, sind Jin an einer Forsythie gestalterisch nicht sinnvoll. Man orientiert sich ja am natürlichen Vorbild und während Todholz an Kiefern, Wacholdern, evtl. noch Eichen dem natürlichen Bild dieser Bäume entspricht, sieht man das bei Forsxthien überhaupt nicht und gäbe ein eher obskures Bild.
Viele Grüße
Thomas Pallmer

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Marc
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Beitrag von Marc »

Hallo & guten Morgen,

ich habe natürlich die Berichte von Reiner gelesen, aber selbst wenn der Jin irgendwann mal weggammeln würde, könnte man ihn ja noch entfernen!?

Also sollte ich die Sache mit dem Jin lieber lassen? :(

Was soll ich dann aber mit / aus diesem Hauptast machen :?:
Hat vielleicht jemand von euch eine Idee bzw. einen Vorschlag?

Viele Grüße
Marc
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Hi Marc,
ja wirklich, lass es lieber. Weil das Holz der Forsythie sehr weich ist, kein Harz hat und innen auch noch hohl ist fault es wirklich sehr schnell weg. Das Problem dabei ist, dass es dann nämlich über den Jin hinweg in den Stamm hinein wegfault. Dann ist der größte Spaß mit Deiner Forsythie vorbei.
Besser ist es die nicht benötigten Äste direkt am Stamm zu entfernen. Die dabei entstandene Wunde sehr gut mit japanischer Wundknete abdichten (ich glaube auf den Bildern erkannt zu haben, dass Du es so machst). Dann den Baum lang durchtreiben lassen. Du wirst sehen, dass die Wunde gut von neuer Rinde überwallt wird. Funktioniert allerdings nur in Verbindung mit der Wundknete (habe ich immer wieder getestet).
Marc, wenn Dir nach Jinschnitzen ist, schaffe Dir halt einige Nadelbäumchen an, da geht das immer :wink: .
Reiner
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

thomas_s hat geschrieben:was macht denn eigentlich reiners invalide,wollte er da nicht ein*gerüst*für bauen?

reiner,zeig dat ding ma her.....
Hi Thomas,
der geht es gut :shock: . Die wächst wie blöde. Soll sie auch zunächst, damit sie im lebenden Bereich stabiler wird (die konnte, nachdem sie nur noch aus einem lebenden Rindestreifen bestand, fast nicht alleine stehen).
Wenn sie dann wieder stabil ist, machen der Michael und ich (aber ich glaube der Michael eher alleine :wink: ) einen neuen Stamm in Damaszenertechnik. Wenn sie dann fertig ist, diskutieren wir hier über die Vorteile naturalistischer Bonsaigestaltung :wink: .
Reiner
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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Zum «lang durchtreiben lassen»:

Das hat seine Nase bei Forsythien. Die werden dann doch recht sparrig. Natürlich kann man auch damit was anfangen, wenn man es aber lieber etwas kurviger hätte, muss man recht fleissig arbeiten an der Forsythie. Alles geht schnell, auch das Einwachsen des Drahts… Was hilft, ist viel Sonne. Im Halbschatten schiesst das Ding auf wie irr, in der vollen Sonne dagegen bleiben die Triebe viel kompakter.
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andreaffm
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Beitrag von andreaffm »

marc,

säbel das ab. besser ist das.
:D

grüße
andrea
Marc
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Beitrag von Marc »

Ihr habt wahrscheinlich recht und ich entferne den Hauptast!

Und wieder einmal bin ich froh, vorher hier bei euch nachgefragt zu haben! :)

Vielen Dank!


Viele Grüße
Marc
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Andreas Ludwig hat geschrieben:Zum «lang durchtreiben lassen»:

Das hat seine Nase bei Forsythien. Die werden dann doch recht sparrig. Natürlich kann man auch damit was anfangen, wenn man es aber lieber etwas kurviger hätte, muss man recht fleissig arbeiten an der Forsythie. Alles geht schnell, auch das Einwachsen des Drahts… Was hilft, ist viel Sonne. Im Halbschatten schiesst das Ding auf wie irr, in der vollen Sonne dagegen bleiben die Triebe viel kompakter.
Hallo Andreas,
guter Beitrag :D :D :D . Bei großen Wunden lasse ich immer zunächst lang durchtreiben. Der ganze Zuwachs kommt allerdings hinterher wieder weg. Deshalb ist es natürlich wichtig, dass sich diese Sache auf einen Ast beschränkt. Wenn man den dann wegschneidet, bilden sich an der Schnittstelle eine Menge neuer Knospen, von denen man dann die neue Krone aufbauen kann.
Zum Verständnis, Zweige sind nur zwischen den Internodien hohl. Überall wo die Forsythie sich verzweigt, ist das Holz geschlossen und auch in der Lage eine Schnittwunde zu überwallen.
Das Drahten einer Forsythie ist nicht ganz einfach. Man muß wirklich vorsichtig sein, da die Äste schnell brechen (wegen der hohlen Zweige).
Gerade weil bei der Forsythie alles sehr schnell geht, ist sie meiner Auffassung nach sehr Anfängergeeignet. Da geht alles viel schneller. Anfänger sind ja vor allem eins, ungeduldig :wink: . Da kann man die Forsythie schon als so eine Art Expressbonsai sehen :wink: .
@Marc
Wie möchtest Du Deine Forsythie gestalten? Zeige doch ganz einfach an Deinen Bilder wo Du schneiden möchtest. Vielleicht sind ja noch ein paar Ratschläge drin.
Reiner
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Beitrag von Marc »

Hallo Reiner,

nachdem ich mich ja nun gegen den Jin entschieden habe, wird der Hauptast fallen (rote Linie). Der vorderste Ast stört mich eigentlich auch, irgendwie passt der dort nicht so richtig hin. Vielleicht nehme ich den auch noch ab (gelbe Linie). Aber sonst gibt es meiner Meinung nach zur Zeit nix weiter, was da noch weg müsste!? Aber ich bin für jeden Rat oder Vorschlag offen!

von vorne:

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und von hinten:

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Viele Grüße
Marc
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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Hi Marc

so wie ich das sehe, würde ich ganz am Ansatz abhauen und mit Wundpaste zumachen, damit es in den Wurzelstock einwächst. Sonst bleibt da ein Stumpf und du wirst bald mit vielen neuen Knospen gesegnet. Dann hast du das gleiche Problem in zwei Jahren fünfmal oder mehr.
Reiner hat geschrieben:Das Drahten einer Forsythie ist nicht ganz einfach. Man muß wirklich vorsichtig sein, da die Äste schnell brechen (wegen der hohlen Zweige).
Hi Reiner

ich mach' das so: Ich fange eigentlich an zu drahten, wenn die Triebe noch grün und ganz weich sind. Bloss mache ich dann eher sowas wie eine Drahtspirale, die wie eine Kabelführung um den Zweig rumgeht. Das nehme ich bald wieder weg. Bloss – da geht's um eine wirklich winzige Forsythie. Bei einem grösseren Baum kann ich mir das dann auch nicht mehr so recht vorstellen.
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Hi Andreas,
dass stimmt, wenn überhaupt lassen sich nur junge, eher dünne Zweige drahten. Bei mir sind die Forsythien eh alle im Mame- bis Shohinbereich. Da bekommt man die schönsten Ergebnisse.

Hi Marc,
Du planst einen Dreifachstamm, was der natürlichen Erscheinung der Forsythie ja auch entgegenkommt. Das kann schon etwas schönes werden.
Trotzdem habe ich Dir einen weiteren Vorschlag fertig gemacht. Das ist die Kompaktlösung :wink: . Die lange Wurzel rechts würde ich noch beim nächsten Umtopfen einkürzen. Ebenso alle langen Wurzeln. Dann bekommst Du auch einen schönen kompakten Wurzelansatz, der dann zu einem beeindruckenden Nebari entwickelt werden kann.
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