Feldahorn Acer campestre
Feldahorn Acer campestre
Moin moin,
diesen Feldahorn und seine Entwicklung möchte ich Euch jetzt mal nach ein paar Jahren der Pflege vorstellen.
Bei meinem zweiten Besuch in Neidelsbach 2005 sind wir auch wieder stundenlang durch die Reihen gelaufen. Wer von Euch schon mal bei Wolfgang war kann es bestimmt nachvollziehen, dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Damit wir unsere Bäume unter den hunderten wiederfinden haben wir Schildchen angehängt, ansonsten läuft man an den ausgesuchten Bäumen wieder vorbei nur weil jemand anderer ihn von einer anderen Seite sehen wollte.
Dieser Feldahorn war ca. 60cm hoch und stand in einer 80cm großen Schale, war dementsprechend schwer, so dass 2 Personen noch Problem hatten ihn ins Auto zu stellen.
Mich hatte dieser relativ kurze wuchtige Stamm und die Anlagen zur Krone gereizt, diesen Baum zu nehmen. Unter dem Sand war nach kurzem Graben auch noch ein Nebari zu erfühlen welches nicht so schlecht zu sein schien.
Vor dem Einwintern hatte ich nur das wild wuchernde Unkraut schon mal entfernt und einen Eimer voll Sand herausgenommen. Im März 2006 habe ich dann mit der Bearbeitung der großen Schnittstelle begonnen und die Krone ausgelichtet. Ich hatte mich entschieden die große Schnittstelle offen zu lassen, da ich es unwahrscheinlich fand, dass sie je wieder zuwachsen würde. Das Holz war auch schon sehr vermodert, so dass ich viel davon einfach herauskratzen konnte. Mein Dremel kam hierbei das erste Mal zum Einsatz.
Einige von den dicken Ästen in der Krone sind dann auch gefallen, die verbliebenen Stumpen habe ich dann so gut ich es konnte bearbeitet und ein paar Äste mit Draht korrigiert. Dann kam mit dem ersten Umtopfen der spannende Teil in dem Frühjahr 2006.
Nach ein paar Stunden schweißtreibender Arbeit mit Handsäge, Motorsäge und Astscheren ist es mir dann gelungen den Baum in eine kleinere Anzuchtschale mit einem Durchmesser von 45cm zu setzen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch keine größeren Schalen. Mit durchlässigem Substrat sollte sich der Baum erstmal von dem harten Eingriff 2 oder 3 Jahre erholen.
Das Nebari zeigte sich dann nicht ohne Makel, denn an der Seite wo die große Schnittstelle liegt ist es weniger ausgeprägt als auf den anderen drei Seiten. Im Prinzip lag nun fest, was nicht als Forderseite in frage kam.
Zwei Jahre später 2008 habe ich den Baum dann in seine erste Schale gesetzt wobei mir der relativ harte Eingriff in den Wurzelbereich am Anfang jetzt wieder zu gute kam, denn dadurch war es relativ einfach den jetzt vorhandenen und gut entwickelten Wurzelballen an die Schale anzupassen.
Der Kronenaufbau war im Wesentlichen durch wachsen lassen und zurück schneiden geprägt, Draht habe kaum verwendet. Die Schale hatte eine Größe von 49 x 35,5 x 11 cm und der Baum war ca. 50cm hoch ab Schalenrand.
Im Frühjahr 2010 hatte ich beim Umtopfen den Baum dann wieder mit Wurzelschnitt in die gleiche Schale gesetzt.
Für die nächste Umtopfaktion 2012 hatte ich mir dann eine größere Schale besorgt.
Ein Bild ohne Laub werde ich dann noch nachreichen.
Für Kommentare, Anregungen und auch Kritik bin ich offen, denn dadurch lernen wir und kommen weiter.
Derzeitige Maße des Baumes sind
Höhe 60cm
Breite 72cm
Tiefe 70cm
Stamm in ca. 16cm (in 2cm über dem Substrat)
Schale 58x43x12cm
LG Peter
diesen Feldahorn und seine Entwicklung möchte ich Euch jetzt mal nach ein paar Jahren der Pflege vorstellen.
Bei meinem zweiten Besuch in Neidelsbach 2005 sind wir auch wieder stundenlang durch die Reihen gelaufen. Wer von Euch schon mal bei Wolfgang war kann es bestimmt nachvollziehen, dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Damit wir unsere Bäume unter den hunderten wiederfinden haben wir Schildchen angehängt, ansonsten läuft man an den ausgesuchten Bäumen wieder vorbei nur weil jemand anderer ihn von einer anderen Seite sehen wollte.
Dieser Feldahorn war ca. 60cm hoch und stand in einer 80cm großen Schale, war dementsprechend schwer, so dass 2 Personen noch Problem hatten ihn ins Auto zu stellen.
Mich hatte dieser relativ kurze wuchtige Stamm und die Anlagen zur Krone gereizt, diesen Baum zu nehmen. Unter dem Sand war nach kurzem Graben auch noch ein Nebari zu erfühlen welches nicht so schlecht zu sein schien.
Vor dem Einwintern hatte ich nur das wild wuchernde Unkraut schon mal entfernt und einen Eimer voll Sand herausgenommen. Im März 2006 habe ich dann mit der Bearbeitung der großen Schnittstelle begonnen und die Krone ausgelichtet. Ich hatte mich entschieden die große Schnittstelle offen zu lassen, da ich es unwahrscheinlich fand, dass sie je wieder zuwachsen würde. Das Holz war auch schon sehr vermodert, so dass ich viel davon einfach herauskratzen konnte. Mein Dremel kam hierbei das erste Mal zum Einsatz.
Einige von den dicken Ästen in der Krone sind dann auch gefallen, die verbliebenen Stumpen habe ich dann so gut ich es konnte bearbeitet und ein paar Äste mit Draht korrigiert. Dann kam mit dem ersten Umtopfen der spannende Teil in dem Frühjahr 2006.
Nach ein paar Stunden schweißtreibender Arbeit mit Handsäge, Motorsäge und Astscheren ist es mir dann gelungen den Baum in eine kleinere Anzuchtschale mit einem Durchmesser von 45cm zu setzen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch keine größeren Schalen. Mit durchlässigem Substrat sollte sich der Baum erstmal von dem harten Eingriff 2 oder 3 Jahre erholen.
Das Nebari zeigte sich dann nicht ohne Makel, denn an der Seite wo die große Schnittstelle liegt ist es weniger ausgeprägt als auf den anderen drei Seiten. Im Prinzip lag nun fest, was nicht als Forderseite in frage kam.
Zwei Jahre später 2008 habe ich den Baum dann in seine erste Schale gesetzt wobei mir der relativ harte Eingriff in den Wurzelbereich am Anfang jetzt wieder zu gute kam, denn dadurch war es relativ einfach den jetzt vorhandenen und gut entwickelten Wurzelballen an die Schale anzupassen.
Der Kronenaufbau war im Wesentlichen durch wachsen lassen und zurück schneiden geprägt, Draht habe kaum verwendet. Die Schale hatte eine Größe von 49 x 35,5 x 11 cm und der Baum war ca. 50cm hoch ab Schalenrand.
Im Frühjahr 2010 hatte ich beim Umtopfen den Baum dann wieder mit Wurzelschnitt in die gleiche Schale gesetzt.
Für die nächste Umtopfaktion 2012 hatte ich mir dann eine größere Schale besorgt.
Ein Bild ohne Laub werde ich dann noch nachreichen.
Für Kommentare, Anregungen und auch Kritik bin ich offen, denn dadurch lernen wir und kommen weiter.
Derzeitige Maße des Baumes sind
Höhe 60cm
Breite 72cm
Tiefe 70cm
Stamm in ca. 16cm (in 2cm über dem Substrat)
Schale 58x43x12cm
LG Peter
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- Martin_S
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- Wohnort: Linker Niederrhein, da wo et geil is'
Re: Feldahorn Acer campestre
WAHNSINNIG GEIL!
M
M
Beste Grüße
Martin
Lieber Querlüften als Querdenken!
Martin
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- Manfred Jochum
- Beiträge: 1278
- Registriert: 07.01.2004, 21:28
- Wohnort: Saarlänner
Re: Feldahorn Acer campestre
klasse und anschauliche Weiterentwicklung, eines natürlich auch guten Ausgangsmaterials.
Schau ich mir gerne an , und motiviert auch zum nachmachen...........
Gruß Majo
Schau ich mir gerne an , und motiviert auch zum nachmachen...........
Gruß Majo
der wirklich wichtigste Teil einer Arbeit, ist damit anzufangen.
Re: Feldahorn Acer campestre
Peter
Das ist wirklich ein Prachtstück aus deiner Sammlung.
Da ich ihn schon in natura gesehen habe, kenne ich ja auch seine wirkliche Ausstrahlung, toll.
Beispielhafte Entwicklung, danke für die Bilder.
Das ist wirklich ein Prachtstück aus deiner Sammlung.
Da ich ihn schon in natura gesehen habe, kenne ich ja auch seine wirkliche Ausstrahlung, toll.
Beispielhafte Entwicklung, danke für die Bilder.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
Re: Feldahorn Acer campestre
Vom richtigen Auge beim Ausgangsmaterial bis hin zur, in meinen Augen, hervorragenden Umsetzung gibts von mir ne 1+.
Sich von Konsumgeilheit und Medialer Dauerbeschallung verführen zu lassen, liegt in den eigenen Händen, wer mitmacht, PECH GEHABT !!!
Re: Feldahorn Acer campestre
na der feldahorn ist wirklich wirklich schön... was mir auch gefällt wie sich die gefräste wunde verhält!
kannst du die mal näher fotografieren? und wie behandelst du sie?
ich habe auch noch so eine Problemschnittstelle an einem Feldahorn, mit dieser technik kann ich sie gut kaschieren... danke für die Hilfe
Gruss Vali
kannst du die mal näher fotografieren? und wie behandelst du sie?
ich habe auch noch so eine Problemschnittstelle an einem Feldahorn, mit dieser technik kann ich sie gut kaschieren... danke für die Hilfe
Gruss Vali
"Character is like a tree and reputation like a shadow.
The shadow is what we think of it; the tree is the real thing."
- Abraham Lincoln
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- Beiträge: 1982
- Registriert: 02.12.2007, 20:00
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Re: Feldahorn Acer campestre
Hi Peter,
tolle Entwicklung muss man schon sagen, klar braucht er noch Jahre aber was du in dieser rel. kurzen Zeit daraus gemacht hast
ist schon was! Da kann ich echt hoffen das meiner da auch so kooperativ ist
tolle Entwicklung muss man schon sagen, klar braucht er noch Jahre aber was du in dieser rel. kurzen Zeit daraus gemacht hast
ist schon was! Da kann ich echt hoffen das meiner da auch so kooperativ ist
MfG Benedict
Versuche nicht wie der Meister zu sein, sondern suche nachdem was der Meister sucht!
Versuche nicht wie der Meister zu sein, sondern suche nachdem was der Meister sucht!
Re: Feldahorn Acer campestre
Moin moin,
vielen Dank für das positive feedback.
Vali,
ich werde mal versuchen diesen Bereich besser zu fotografieren, unser Ältester wird mir sicherlich dabei helfen den Bereich zu zeigen.
Behandelt hatte ich die Schnittstelle nach dem Fräsen nur einmal mit Vasiline. Mein Gedanke war dabei, dass mit der Zeit ein natürlicher Verrottungs-Prozess einsetzen wird und das Holz ein mehr natürliches Aussehen erhält.
LG Peter
vielen Dank für das positive feedback.
Vali,
ich werde mal versuchen diesen Bereich besser zu fotografieren, unser Ältester wird mir sicherlich dabei helfen den Bereich zu zeigen.
Behandelt hatte ich die Schnittstelle nach dem Fräsen nur einmal mit Vasiline. Mein Gedanke war dabei, dass mit der Zeit ein natürlicher Verrottungs-Prozess einsetzen wird und das Holz ein mehr natürliches Aussehen erhält.
LG Peter
Re: Feldahorn Acer campestre
Hallo Peter
Welch Schönheit! Dem nehme ich das so richtig ab, dass er ein Baum ist
Du hast eine tolle Arbeit geleistet!
Danke für's dokumentieren.
Welch Schönheit! Dem nehme ich das so richtig ab, dass er ein Baum ist
Du hast eine tolle Arbeit geleistet!
Danke für's dokumentieren.
Re: Feldahorn Acer campestre
warum so eine breite Schale, auf den Fotos der Seitenansichten kommt der Baum viel Besser zur Geltung. Wirkt für mich etwas verlohren. Oder du stellst ne Parkbank daneben 
Sich von Konsumgeilheit und Medialer Dauerbeschallung verführen zu lassen, liegt in den eigenen Händen, wer mitmacht, PECH GEHABT !!!
Re: Feldahorn Acer campestre
Das ist sicherlich noch eine Trainingsschale, sie ist ja auch optisch nicht gerade optimal, hat aber dem Baum mit ihrer Größe offensichtlich eine gute Entwicklung erlaubt. Richtig, Peter?
Liebe Grüße,
Zeike
Liebe Grüße,
Zeike
Re: Feldahorn Acer campestre
Hallo peter,
Klasse arbeit und sehr gute entwicklung! Bitte immer wieder zeigen!
Klasse arbeit und sehr gute entwicklung! Bitte immer wieder zeigen!
Liebe Grüße
Klaus
Naddel-san
http://www.bonsairebellen.de
http://www.bonsai-buchen.de
http://bonsaishigoto.de/
Klaus
Naddel-san
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Re: Feldahorn Acer campestre
Mit der Schalensuche hatte ich mich Ende letzten und Anfang diesen Jahres sehr schwer getan, und zum Schluß ist diese Schale als Übergangslösung geblieben. Der Grund war im wesentlichen eine Form zu finden in der ich den Baum drehen konnte, um mit der Vorderseite nicht so festgelegt zu sein.
Die vorherige Schale ließ keine andere Pflanzposition zu und die Schalenwände sind nach außen gewölbt, so dass alleine das herausnehmen viel Arbeit gekostet hat.
Einige Schalen haben ich virtuell ausprobiert aber es war für mich keine überzeugende Form dabei. Über Ideen und Vorschläge würde ich mich freuen
LG Peter
Die vorherige Schale ließ keine andere Pflanzposition zu und die Schalenwände sind nach außen gewölbt, so dass alleine das herausnehmen viel Arbeit gekostet hat.
Einige Schalen haben ich virtuell ausprobiert aber es war für mich keine überzeugende Form dabei. Über Ideen und Vorschläge würde ich mich freuen
LG Peter
