heute möchte ich Euch eine alte Berberitze vorstellen und eine kleine Geschichte dazu erzählen.
Irgendwann letzten Herbst rief mich mein Bonsaikumpel M. an und bat mich, da er einige Pflanzen verkaufen wollte, um ein Urteil bzw. eine Einschätzung des Verkaufspreises. Nachdem er mir die Bilder der Verkaufspflanzen sendete, sah ich diese Berberitze. Gleich den Hörer in die Hand genommen und Ihn angerufen und Ihm gesagt, ob er den wahnsinnig sei, solch ein schöne Berberitze herzugeben. Darauf erklärte er mir, dass er mit der Gestalt der Berberitze nicht viel anfangen könne und meinte, wenn ich sie haben wollte, würde er mir die Berberitze schenken. Boooah hab ich so für mich gedacht. Nach einer Millisekunde Überlegung habe ich das Geschenk mit folgender Erklärung abgelehnt. Wortlaut: „M. das ehrt mich sehr, aber ich kann Dein Geschenk nicht annehmen. Ich weiß was in dieser Pflanze steckt und ich würde mich nicht gut fühlen, wenn Du das erst in 2 – 3 Jahren bei mir im Garten dann siehst. Bitte behalte diese Pflanze und glaube mir, Du hast da was gaanz Besonderes gefunden.“ Nach einigem hin und her hat sich dann mein Freund dazu überreden lassen die Berberitze zu behalten. Bei einem AK-Treffen habe ich (die Berberitze durfte bei mir in der Garage überwintern) M.‘s Berberitze zur Besprechung mitgebracht. Der Tenor war sehr positiv und alle waren sich darüber einig, dass solch eine Berberitze nicht ganz so alltäglich ist. Natürlich war M. sehr froh einen solchen Fund gemacht zu haben.
Nun zum Bäumchen: Die Berberitze ist nachweislich ca. 25 Jahre alt und durfte diese Zeit in so einem nach unten offenen Pflanzstein, mit dem man auch Mauern macht, wachsen. Während dieser Zeit wurde sie immer wieder kräftig zurückgeschnitten. Dies erklärt auch den kompakten Habitus. Ich würde die Skurrilität der Pflanze heraus arbeiten. Weitere Optionen wären auch denkbar. Was meint Ihr?
