Ahorn mit Wasserschaden

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
niksch
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Ahorn mit Wasserschaden

Beitrag von niksch »

Hallo und guten Tag,

ich hab mir zum Frühling einen Acer Palmatum aus dem Baumarkt geholt und ihn in "Bonsaierde" in einen TPK gesetzt.
Mit der Zeit erschienen immer mal dunkel braune Flecken auf den eigentlich kräftig grünen Blättern, aber mittlerweile hab ich fast an jedem Blatt dunkel-braune Spitzen.

Ich gehe mal davon aus, dass es sich um einen Wasserschaden handelt, die Erde ist doch sehr humusreich und fein.
Zudem hab ich anfangs immer so lang gegossen, bis das komplette Substrat nass war, was sicherlich doch zu viel war.

Der Acer steht mehr schattig als sonnig, er bekommt nur wenig von der Nachmittagssonne ab, dazu steht er relativ windgeschützt auf dem Balkon.
Das Substrat braucht min. 3 Tage, bis die Oberfläche angetrocknet ist. Das ist denke ich zu lang, oder?

Meine Frage ist, ob ich ihn (ohne Wurzelbehandlung) noch vorsichtig umsetzen kann.
Ein gröberes Substrat ( -> das Ahorn-Substrat vom Sponsor) ist hier sicherlich die bessere Wahl.
Und: kann ich das bisher verwendete Substrat noch weiter nutzen, nachdem ich es ausgewaschen und getrocknet habe?

Leider steht mir gerade kein Foto zur Verfügung, ist aber denke ich nicht nötig.


Danke und Gruß
Nik
niksch
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Re: Ahorn mit Wasserschaden

Beitrag von niksch »

Hat wirklich keiner einen Tipp für mich?
Kanna
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Re: Ahorn mit Wasserschaden

Beitrag von Kanna »

Hi

Wenn es denn ein Wasserschaden ist, dann kann es schon am Substrat liegen. Die Durchlässigkeit eines Substrates ist wohl mit das A und O.
Umtopfen kannst Du jetzt nicht mehr, aber umsetzen geht. Nimm die Pflanze und stell sie in einen größeren Pott. Den füllst Du aber nicht mit Bonsaierde. Schau mal ob Du an Lavasplitt, Bims, Blähton oder ähnliches rankommst. Das etwas mit Torf abmischen und gut.

Erde die die Pflanze noch nicht durchwurzelt hat kannst du vorsichtig abmachen. Aber darauf achten das die Feinwurzeln nicht in einem zu großen Maße beschädigt werden.

Weiterhin kann man nur noch abwarten. Im nächsten Jahr kannst Du die Pflanze dann umtopfen.
Leider steht mir gerade kein Foto zur Verfügung, ist aber denke ich nicht nötig.
Besser wäre es aber. An Hand von Fotos ist es schon relativ schwer richtige Tipps zu geben. Ohne Foto ist das fast aussichtslos. Vielleicht kannst Du ja noch eins Knipsen. Es kann ja sein das es kein Wasserschaden ist *schulter zuck*

Grüße
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Thomas L.
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Re: Ahorn mit Wasserschaden

Beitrag von Thomas L. »

Hi!
Habe gerade das gleiche Problem durchgemacht bei einem meiner Palmatums (Händler meinte letztes Frühjahr, er ist frisch umgetopft, haha, der Akadama Lehmklumpen war aber nicht ausgewaschen, entgegen seiner Bekundung -> nicht sichtbare erlehmung mit Nässestau).

Folgende Lösung habe ich gerade durchgezogen:
- Möglichst nur anorganische Erdbestandteile verwenden (organische gesiebt ergeben Feuchtigkeitsklumpen)
- Erdsieb verwenden und alles unter 1mm wegwerfen aus der Erdmischung
- Bimskies 2 - 10 mm für Drainage als Bodenschicht in der Schale einbringen (Lava grob evtl. dazu)
- Lavagranulat (Gesiebt), Bimskies (Gesiebt) dazu und Ahorn Erdmischung aus dem online Handel SIEBEN! -> 1-1-1 Mengenverhältnis
als eigentliche Erdmischung


Tendentiell unten die großen Bestandteile und die obere Schicht mit kleineren Erdbestandteilen versehen.
Dennoch nichts kleiner als 2mm
Dann klappts mit der Luftzufuhr und Drainage super!

Achja: Den alten Eerdballen KOMPLETT auswaschen. Akadamapampe gehört da nicht mehr dran!

Akadama kann man als Feuchteindikator nur ganz oben aufbringen, und das nur etwas am Rand. Hilft vielleicht etwas, um den Feuchtestand sehen zu können.
Generell gilt aber: bei einer groben, Frostsprengungssicheren Mischung wie dieser kann man schön schnell mal wieder gießen. Gammel und Verfestigung entsteht damit deutlich weniger.

So hab ichs gemacht.
:-D

An die Profis hier: Was kann ich besser machen?
Grüße aus Hamburg!
Thomas L.
RoTown
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Re: Ahorn mit Wasserschaden

Beitrag von RoTown »

c0lect0r hat geschrieben:Hi!
Habe gerade das gleiche Problem durchgemacht bei einem meiner Palmatums (Händler meinte letztes Frühjahr, er ist frisch umgetopft, haha, der Akadama Lehmklumpen war aber nicht ausgewaschen, entgegen seiner Bekundung -> nicht sichtbare erlehmung mit Nässestau).

Folgende Lösung habe ich gerade durchgezogen:
- Möglichst nur anorganische Erdbestandteile verwenden (organische gesiebt ergeben Feuchtigkeitsklumpen)
- Erdsieb verwenden und alles unter 1mm wegwerfen aus der Erdmischung
- Bimskies 2 - 10 mm für Drainage als Bodenschicht in der Schale einbringen (Lava grob evtl. dazu)
- Lavagranulat (Gesiebt), Bimskies (Gesiebt) dazu und Ahorn Erdmischung aus dem online Handel SIEBEN! -> 1-1-1 Mengenverhältnis
als eigentliche Erdmischung


Tendentiell unten die großen Bestandteile und die obere Schicht mit kleineren Erdbestandteilen versehen.
Dennoch nichts kleiner als 2mm
Dann klappts mit der Luftzufuhr und Drainage super!

Achja: Den alten Eerdballen KOMPLETT auswaschen. Akadamapampe gehört da nicht mehr dran!

Akadama kann man als Feuchteindikator nur ganz oben aufbringen, und das nur etwas am Rand. Hilft vielleicht etwas, um den Feuchtestand sehen zu können.
Generell gilt aber: bei einer groben, Frostsprengungssicheren Mischung wie dieser kann man schön schnell mal wieder gießen. Gammel und Verfestigung entsteht damit deutlich weniger.

So hab ichs gemacht.
:-D

An die Profis hier: Was kann ich besser machen?
Laut Walter Pall die Erde komplett weglassen, also rein in Bims, Blähton, Zeolith oder ähnlichem.
Und Walter rät auch dazu den Wurzelballen NIEMALS auszuwaschen!!!

Mir leuchtet es auch nicht ein, warum der Eröffner des Threads zwar einen TPK benutzt, aber den mit "Bonsaierde" füllt??? Zumal ja schon zur genüge hier erörtert wurde, daß allein schon Bonsaierde wahrscheinlich nur gewöhnliche Blumenerde ist, die für naive Baumarktkunden in spezielle kleine, aber teure Säcke abgefüllt wurde...
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Thomas L.
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Re: Ahorn mit Wasserschaden

Beitrag von Thomas L. »

Ah, interssant die Punkt mit dem Ballen auswaschen. Hat her Pall hier mal das Wieso/Weshalb zum Thema hier gepostet?
Das klingt, als könnte man hier etwas dazu lernen!! :-)
Grüße aus Hamburg!
Thomas L.
RoTown
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Re: Ahorn mit Wasserschaden

Beitrag von RoTown »

c0lect0r hat geschrieben:Ah, interssant die Punkt mit dem Ballen auswaschen. Hat her Pall hier mal das Wieso/Weshalb zum Thema hier gepostet?
Das klingt, als könnte man hier etwas dazu lernen!! :-)
Kleine Korrektur...
Hier die original Aussage von Walter zu dem Thema:
Auswaschen!! Da bekomme ich eine Gänsehaut. Das macht man bloß mit jungen Laubbäumen. Wenn es sein muss. Ein alter Nadelbaum wird niemals ausgewaschen, sondern ganz langsam und sorgfältig von der alten Erde befreit. Das geht oft über viele Jahre. Wenn alte Erde vorhanden ist, dann ist eben Vorsicht geboten. Wenn einer auch einmal keinen Probleme damit hatte, dann sagt das nichts. Man kann zwanzig mal nackt einfach über die Autobahn laufen ohne dass etwas passiert. Beim einundzwangigsten Mal erwischt es einen. Aber sauber!
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achim73
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Re: Ahorn mit Wasserschaden

Beitrag von achim73 »

also- junge laubbäume...klingt genau nach einem baumarkt-ahorn. :)
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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camaju +
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Re: Ahorn mit Wasserschaden

Beitrag von camaju + »

c0lect0r hat geschrieben:Ah, interssant die Punkt mit dem Ballen auswaschen. Hat her Pall hier mal das Wieso/Weshalb zum Thema hier gepostet?

Hat er. Einfach mal im Forum ein bisschen umschauen

Das klingt, als könnte man hier etwas dazu lernen!! :-)

Mit Sicherheit. Einfach mal oben "Fachwissen" anklicken, oder rechts "Fachwissenindex" ;-)
@ RoTown

Nur mal aus Neugier. Hast du Walters Methode schon selbst (auch über einen längeren Zeitraum) ausprobiert ?
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
RoTown
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Re: Ahorn mit Wasserschaden

Beitrag von RoTown »

camaju hat geschrieben: @ RoTown

Nur mal aus Neugier. Hast du Walters Methode schon selbst (auch über einen längeren Zeitraum) ausprobiert ?
Meinst Du das Pflanzen in rein anorganischem Substrat?
Um ehrlich zu sein, ja.
Vor ca. 5 Jahren habe ich begonnen die ersten Bäume in ein gemisch aus Ziegelbruch, Bims, Blähton, Akadama und grobem Torf zu pflanzen.
Zu Beginn hatte ich ebenfalls die Probleme, die ja Walter schon ausreichend beschrieb, wenn man diesen Weg nur halbherzig geht. Ich habe also auch noch anteilsmäßig Erde zugegeben, zu wenig gegossen und gedüngt.
Viele in meinem AK hatten ähnliche Probleme. Ein Mitglied hatte mich auf den Artikel von Walter hier aufmerksam gemacht. Wir haben dann also erst teilweise, und nach und nach vollständig auf dieses Sytem umgestellt. Und siehe da, es funktioniert! Für mich hat es den Vorteil, daß ich meiner Freundin nicht mühsam beibringen muß, was sie beim Gießen bei einzelnen Bämen zu beachten hat wenn ich beruflich unterwegs bin. Sie läßt das meist sogar die Kinder machen. Die haben den größten Spaß, wenn sie mit dem Schlauch alles vollspritzen dürfen.
Es ist Halt so, daß man mindestens einmal täglich gießen muß, und auch der Verbrauch an Dünger ist schon sehr verschwenderisch.
Mitlerweile mach ich auch das Zusammensetzen des Substrates wesentlich entspannter. Meiner Meinung nach ist es den meisten Bämen ziemlich egal, worin sie stehen. Bei Azaleen sollte man den pH-Wert nicht außer acht lassen, aber sonst reicht ein Substrat, das Wasser speichern kann, und in der Lage ist, dies über einen gewissen Zeitraum abzugeben. Wenn man dann eine ausgewogene und ausreichende Düngung sichert, und die Bäume ihrer jeweiligen vorlieben zwecks Standort platziert, gedeihen sie, jedenfalls in meinem Fall, prächtig.
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Thomas L.
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Re: Ahorn mit Wasserschaden

Beitrag von Thomas L. »

RoTown hat geschrieben:
c0lect0r hat geschrieben:Hi!
Habe gerade das gleiche Problem durchgemacht bei einem meiner Palmatums (Händler meinte letztes Frühjahr, er ist frisch umgetopft, haha, der Akadama Lehmklumpen war aber nicht ausgewaschen, entgegen seiner Bekundung -> nicht sichtbare erlehmung mit Nässestau).
...
Laut Walter Pall die Erde komplett weglassen, also rein in Bims, Blähton, Zeolith oder ähnlichem.
Und Walter rät auch dazu den Wurzelballen NIEMALS auszuwaschen!!!

Mir leuchtet es auch nicht ein, warum der Eröffner des Threads zwar einen TPK benutzt, aber den mit "Bonsaierde" füllt??? Zumal ja schon zur genüge hier erörtert wurde, daß allein schon Bonsaierde wahrscheinlich nur gewöhnliche Blumenerde ist, die für naive Baumarktkunden in spezielle kleine, aber teure Säcke abgefüllt wurde...
Den Punkt mit dem Ballen auswaschen muss ich hier nochmal aufgreifen:
In meiner spezifischen Situation hatte ich einen Lehmklumpen, den man nicht belassen konnte. Darum habe ich selbigen ausgewaschen.
Hat man bereits nur Bimskies o.Ä. vewrwendet und topft dann um, ist ein Auswaschen sicherlich nicht nötig.
:)

Richtig? Falsch? Fachprofi Meinung? Ich will dazu lernen, also bitte kritisch kommentiern! Danke und Gruß aus Hamburg!
Thomas
Grüße aus Hamburg!
Thomas L.
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Andreas R.
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Re: Ahorn mit Wasserschaden

Beitrag von Andreas R. »

Hallo Thomas,

das Auswaschen des Wurzelballens ist etwas, das man auf jeden Fall vermeiden sollte.
Man spült dabei auch die Mykorrhiza weg bzw. fügt ihr Schaden zu. Feine Wurzeln und Wurzelhaare werden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.
Es ist auf jeden Fall sicherer, hier langsam und behutsam mit den herkömmlichen Methoden vorzugehen.
Allerdings ist es auch ein Unterschied um welches Material es sich handelt. Bei einem Ahorn, der vielleicht nur 20€ gekostet hat wird man sich überlegen ob man sich da jetzt wirklich 3 Stunden mit Wurzelkralle und Holzstäbchen hinsetzen will und dann im nächsten Jahr vielleicht nochmal das Gleiche oder ob man es nicht in 10 Minuten mit dem Wasserschlauch macht. Wenn der Baum es nicht überleben sollte ist ja nicht viel hin.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird er es überleben, zum Einen weil so ein junger Baum noch nicht so dichte und verzweigte Wurzeln hat wie einer der seit Jahren in der Schale gepflegt wird, zum Anderen weil Ahorne eh sehr robust sind was die Wurzeln angeht. Aber bei einem Wirklich wertvollen Baum ist selbst das geringste Risiko noch zu viel.

Was das Substrat angeht, schau dir mal diesen Artikel hier an: http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... =8&t=30810
Viele Leute mischen ganz viele Sachen miteinander, weil sie glauben das hätte alles irgendwelche besonderen Eigenschaften, die man unbedingt da drin haben muss. In Wirklichkeit ist das alles fast das Gleiche. Mehr als zwei oder drei Bestandteile braucht keiner in seinem Substrat.
Ein hoher Anteil an frostbeständigem, mineralischen Material ist schonmal gut. Du nimmst Bims, der geht sehr gut. Man kann auch gebrochenen Blähton nehmen (Trockenschüttung), der ist auch sehr gut und soweit ich weiß auch die günstigste Alternative. Lavagranulat soll auf Dauer nicht ganz frostbeständig sein, dazu kann ich aber nichts sagen, das habe ich noch nie verwendet. Also im Prinzip ist es egal was man da nimmt, irgendwelche Körner halt, die auch ein bisschen Wasser aufnehmen können (Kies kann das z.B. nicht, bringt also im Substrat auch nichts).
Man kann reines mineralisches Substrat verwenden, dann kommt man aber mit dem Gießen nicht hinterher. Ich mache das z.B. bei meinen Tomaten so, die werden aber auch 3x am Tag automatisch gegossen.
Besser ist es etwa 20% eines Materials dazu zu mischen, das sehr gut Wasser speichert, die Zwischenräume zwischen den Körnern ausfüllt und dort auch dauerhaft bleibt, ohne ausgewaschen zu werden. Ideal ist Torf, man kann z.B. auch dieses Kokosfasersubstrat nehmen.
Wenn man dann noch etwas kleingeklopfte Grillholzkohle dazu gibt hat man für sehr wenig Geld ein ideales Substrat, das mindestens genauso gut ist wie alles was man fertig gemischt kaufen kann, ja sogar viel besser als die meisten Fertigmischungen aus irgendeinem "Fachhandel". Von "Bonsaierde" aus dem Gartencenter brauchen wir gar nicht reden.

Eine Drainageschicht am Boden der Schale kann man sich dann sparen, das ganze Substrat hat ja hervorragende Drainageeigenschaften. Überhaupt ist da keinerlei Schichtung nötig.

Man muss sich angewöhnen täglich zu gießen, außer es regnet wirklich ordentlich. Das hört sich vielleicht oft an, ist aber bei so einem Substrat notwendig und schadet auch garantiert nie. Nässeschäden wie ganz am Anfang beschrieben sind damit unmöglich.

Wenn du dir dann noch den Artikel, den ich oben verlinkt habe sorgfältig durchliest und auch die Düngung so machst wie da beschrieben wird wirst du extrem gesunde und wüchsige Bäume haben.

Viele Grüße,
Andy
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Thomas L.
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Re: Ahorn mit Wasserschaden

Beitrag von Thomas L. »

Waow, Andi!
Für diese extrem umfangreiche und sehr gehaltvolle Antwort herzlichsten DANK!
Also ich werde definitiv auch weiter den beschriebenen Weg gehen. Vor allem nich nich nicht mehr 2-3 Wochen am Stück von zu Hause weg und muss einen Laien organisieren, der das mit dem Gießen nicht versteht. Jetzt kann der Nachbar einfach draufkippen! Sehr gut!
Habe seit 3 Jahren bei meinen Umtopfungen darauf geachtet, nicht mehr diese Pampe zu verwenden, muss aber zugeben, ich mische immer noch 2-3 Bestadteile zusammen bzw. schichte ein wenig....
im nächsten Frühjahr werde ich dann, genau wie empfohlen, vorgehen!

Vielen Dank nochmal!
Grüße aus Hamburg mit steiler Lernkurve, yeah!
Thomas
Grüße aus Hamburg!
Thomas L.
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bonsaiheiner
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Re: Ahorn mit Wasserschaden

Beitrag von bonsaiheiner »

Hallo,
Andreas R. hat geschrieben:
...das Auswaschen des Wurzelballens ist etwas, das man auf jeden Fall vermeiden sollte.
Man spült dabei auch die Mykorrhiza weg bzw. fügt ihr Schaden zu. Feine Wurzeln und Wurzelhaare werden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.
Es ist auf jeden Fall sicherer, hier langsam und behutsam mit den herkömmlichen Methoden vorzugehen...

Viele Grüße,
Andy


Einspruch Andy!
Der unterirdischen Bearbeitung des Ahorn beim Umtopfen wird idR deutlich zu wenig Beachtung geschenkt. Einen wirklich umfassenden Überblick über die Beschaffenheit des Wurzelballens bekommt man nur durch gründliches Ausspülen, von Hochdruck will ich nicht sprechen, aber ein zusammengekniffener 3/8 Zoll Wasserschlauch, ans Stadtnetz angeschlossen, ist schon nötig.
A.p. ausgewaschener Wurzelballen.jpg
Erst danach ist eine subtile Bearbeitung des Ballens möglich. Ist extrem wichtig, weil man den ja nur alle 2-4 Jahre zu Gesicht bekommt. Wirklich erfahrene Profis hätten den Ballen wohl noch mehr reduziert.
A.p. ausgewachener Ballen mit Schere.jpg
Bei dem abgebildeten Ahorn mache ich das seit 20 Jahren so und ich darf sagen, dass das Wurzelbild und der Ballen mittlerweile das Beste an diesem Baum sind.

Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
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Odoridori
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Re: Ahorn mit Wasserschaden

Beitrag von Odoridori »

Hallo Heiner,

was für ein schönes, fast Künstlerisches
Foto von dem beeindruckenden Wurzelballen.
Einfach toll

Viele Grüße
Holger
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel
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